Größe der Traversenbodenplatte

von Gammlisack, 01.03.17.

Sponsored by
QSC
  1. Gammlisack

    Gammlisack Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    03.05.09
    Zuletzt hier:
    9.07.19
    Beiträge:
    390
    Zustimmungen:
    2
    Kekse:
    54
    Erstellt: 01.03.17   #1
    Hey Forumskollegen,

    ich habe eine Frage. Ich brauche 4 Bodenplatten für jeweils 2m 3-Punkt-Traverse.
    Obendrauf soll eine Abdeckplatte und ein kleiner Washer.
    An der einen Seite soll ein Showtec Sunstrip und an die andere Seite 2 Showtec LED PAR 64 Short.

    Jetzt die Frage welche Größe ich nehmen soll.
    Hatte eigentlich vor 800x800x30mm Siebdruck (Gewicht ca. 16kg) zu benutzen, da ich da billig rankomme.
    Jetzt sagte mir ein Verleiher, dass er dafür immer 500x500x6mm Stahl (Gewicht ca. 14kg) nimmt.
    750x750x6mm Stahl (Gewicht ca. 25kg) könnte ich auch nehmen.

    Im Prinzip hängt ja alles ziemlich im Schwerpunkt. Die PAR erzeugen ein wenig Drehmoment, aber ich würde sie so dranhängen, dass sie nicht weit rausstehen.
    Der Sunstrip hängt direkt an der Traverse längs und somit quasi im Schwerpunkt und der Washer erzeugt zwar leichte Rotation aber steht zentrisch.

    Da ich mich aber in solchen Fällen lieber auf Erfahrungsberichte als auf die Theorie verlasse, hoffe ich, könnt ihr mir sagen, welche Erfahrungen und Meinungen ihr habt.

    Vielen Dank
     
  2. yamaha4711

    yamaha4711 Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    18.08.13
    Zuletzt hier:
    22.07.19
    Beiträge:
    4.611
    Zustimmungen:
    1.314
    Kekse:
    11.423
    Erstellt: 02.03.17   #2
    Du solltest da schon was mit Masse in Form von Stahl unten dran haben und je mehr Standfläche, desto besser.
    Mit der größeren Stahlaufnahme wärst du also mehr auf der sicheren Seite.
     
  3. highQ

    highQ HCA Veranstaltungstechnik Ex-Moderator HCA

    Im Board seit:
    23.05.05
    Beiträge:
    8.800
    Ort:
    nähe Stuttgart
    Zustimmungen:
    990
    Kekse:
    42.224
    Erstellt: 05.03.17   #3
    Hallo zusammen,

    kann da dem Yamaha wieder mal nur beipflichten.

    Bei einem solchen freistehenden Konstrukt ist die erste Regel, eine große Fläche des Standfußes zu erreichen. Erst an zweiter Stelle kommt hier das Gewicht.
    Das bedeutet, einen große Holzplatte ist theoretisch besser als eine kleine Stahlplatte. Warum ist das so? Jeder Lehrling kriegt den Spruch um die Ohren gehauen: Groß ist des Schlossers Kraft, wenn er mit dem Hebel schafft. Der ist absolut gültig. Mit einem großen Hebel (lange Traverse) kann ich auch eine schwere Stahlplatte leicht vom Boden heben. Ist oben Gewicht, hilft das natürlich noch mit beim Kippen. Es wirkt also so gesprochen dem Gewicht der Platte entgegen.
    Um dem zu begegnen, benötige ich also ein viel größeres Gewicht am Boden oder ebenfalls einen großen Hebel bis zum Drehpunkt. Der liegt am Rand der Platte. Je weiter weg der von der Mitte der Platte ist, je größer ist der Hebel. Hoffe das war verständlich. Hier noch mal genauer erklärt: https://www.musiker-board.de/threads/truss-bogen-stabil-genug.439447/
    Fazit: 500x500mm empfinde ich bei 2m schon grenzwertig, ohne das jetzt genauer nachgerechnet zu haben (ich habe heute auch Sonntag! ;) ).
    Die Siebdruckplatte wäre besser, so lange sie und der Untergrund eben ist. Ich habe das auch schon gesehen, man kann das machen. Allerdings gilt es hier zu rechnen!
    Wer sicher sein möchte nimmt die großen Stahlplatten. Die sind ausreichend schwer, noch handelbar und gleichen auch gewisse Unebenheiten im Untergrund mit Gewicht aus.

    Übrigens: Mit folgenden Gewichten würde ich rechnen:
    Stahl klein: 10 Kg
    Stahl groß: 25 Kg
    Siebdruckplatte: 12 Kg (maximal und habe die Höhe als Stolperfalle im Hinterkopf!)
     
    gefällt mir nicht mehr 1 Person(en) gefällt das
  4. Jan.Bu.DJ

    Jan.Bu.DJ Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    18.05.17
    Zuletzt hier:
    22.07.19
    Beiträge:
    77
    Ort:
    Hamburg
    Zustimmungen:
    14
    Kekse:
    163
    Erstellt: 30.12.17   #4
    Frage: Bei mir in der Gegend haben die halt Traversen bestellt 3 Punkt. Ist nicht viel Truss, aber reicht da 80x80cm aus? Weiß jetzt nicht das Material aber wiegt 32kg.

    Und 2tens: Gibts Sachen die man beim Truss zusammenkloppen beachten sollte? Außer Safetys.
     
  5. yamaha4711

    yamaha4711 Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    18.08.13
    Zuletzt hier:
    22.07.19
    Beiträge:
    4.611
    Zustimmungen:
    1.314
    Kekse:
    11.423
    Erstellt: 30.12.17   #5
    Was soll denn da dran?
    In welchem Bereich steht das Konstrukt?
    welches Hebewerkzeug findet Verwendung?
    Gibt es eine Person mit Fach- und Sachkenntnis im Bereich Rigging?

    Letztendlich muss man die Lastdaten beachten, also welche Punktlast, welche Streckenlast. Das muss in einem Prüfbericht stehen, welcher entweder der Truss beiliegt oder ist beim Hersteller zu erfragen. Diese Lastdaten dürfen niemals überschritten werden!

    Wird das Konstrukt im Außenbereich eingesetzt, so müssen auch die auftretenden Windlasten berücksichtigt werden.

    Das Konstrukt muss entsprechend Ballastiert werden und nach Bedarf mit Seilen zusätzlich abgespannt werden.

    Da das ganze elektrische Leitend ist auch den Potentialausgleich nicht vergessen, denn wenn mal ein Gerät durchschiesst kann das Konstrukt unter Netzspannung stehen.

    Beim Zusammennageln sollte das Bracing folgenden sein, d.h. die Auf- und Abfolge der Stege zwischen den Gurtrohren sollte nicht unterbrochen werden und eben fortlaufend sein, damit die Kräft ideal aufgenommen und verteilt werden.

    Safties sind für die angehängte Lasten zum doppelten sichern, falls die Haupthalterung versagt. Das Safty muss dabei entsprechend bemessen sein, d.h. es muss auch die dynamische Last beim Fallen abkönnen. Wenn also die Last z.B. 5 kg hat, dann wäre ein 5 kg Safty, je nach max. freiem Fallweg, vollkommen unterdimensioniert. Deswegen muss man auch darauf achten, dass die max. freie Fallhöhe so klein wie möglich (ideal s=0) ist.

    Beim zusammennageln der Truss immer auch Sicht auf Dellen, Risse, Verbiegung prüfen.
    Anschlagmaterial auch immer auf Sicht prüfen und immer wie vom Hersteller vorgegeben verwenden. Bei Lasten über Personenn oder in personenzugängliche Bereich dürfen nur BGV-C1 zertifizierte Anschlagmaterialen und entsprechendes Hebewerkzeug, sowie Traversen verwendet werden.

    Eigentlich ist das eine Abhandlung, welche den Rahmen hier sprengt, deswegen bitte selbst auch recherchieren. Ich empfehle auch dringend dies dann an eine Person mit Fachkenntnis abzugeben, sofern man selbst keine Fach- und Sachkenntnis im Bereich Rigging hat.

    Du siehst, dass es nicht alleine nur mit dem Zusammennageln der Truss und ein paar Safties getan ist. Daher nochmals die Dringende Bitte und der gut gemeinte Rat: Wenn du keine Ahung hast, dann lass da Fachpersonal ran.
     
    gefällt mir nicht mehr 1 Person(en) gefällt das
Die Seite wird geladen...

mapping