Gute Becken für Unplugged Sessions - beispiel billiiges Dixon 12" Crash

Dennio
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Moin Leute,
kurze Story: Beim rumgestöber im örtlichen Musikladen - bei welchem man einen Termin machen muss um sich Sachen anschauen zu dürfen, da man ja nur allein rein darf - ist mir ein Becken ins Auge bzw. eher ins Ohr gefallen, welches, na sagen wir mal, speziell ist. Ich suchte nämlich ein dünnes, kleines Crash, das sehr schnell eben crasht, für hoffentlich bald anstehende Unplugged Gigs, wo es halt nicht so laut sein darf. Also schon bei geringem Anschlag nicht nur *ting* *ting* macht, sondern halt crasht. Der Laden ist leider auch wegen Corona im Ausverkauf und will sein Sortiment verkleinern, daher gibt es zusätzlich 25% auf alles.
Also, stehe ich da vor den Becken und irgendwie passt alles nicht. Vorhandene Paiste-, Sabian-, Zilidjianteller für diesen speziellen Zweck, alle Rotz. Doch da aus dem Nichts erscheint ein unscheinbares 12 Zoll Crash. Dünn isses auch noch. Angespielt sofort gecrasht, klingt gut, geil, nehme ich.
Frage: Was kostet der Hobel?
Verkäufer: Eigentlich 18€, machen wir 13,50€.

20210310_230134.jpg


Okay, alles klar, mach mal halblang hör ich euch sagen. Es mal paar Fakten: Es handelt sich scheinbar, um ein Dixon 12 Zoll Crash. Noch nie vorher von der Marke gehört und ist wohl eher im Hardware und Kesselbereich unterwegs und dazu im unteren Preissegment. Darüber hinaus klingt das Crash wahrscheinlich im Direktvergleich mit ,,echten" dicken Becken mager, aber für den Zweck von Unplugged Sessions, wahrscheinlich das Beste was mir passieren konnte. Ich kann gerne die Tage mal bisserl was aufnehmen und vergleichen mit Masterworks.

Warum ich das überhaupt schreibe? Nun das ist ein wirklich spottbilliges Becken, dass im Normalfall keine Beachtung genießen dürfte, aber im richtigen Kontext eingesetzt erfüllt es nicht nur akzeptabel, sondern sogar grandios seinen Zweck.

Kennt ihr weitere solche Becken, die im Normalfall beinahe unbrauchbar wären, aber für euch genau den richtigen Zweck erfüllen?
 
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ThaInsane88
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Waren meine ersten Becken. Messing und deformierbarer als modelliermasse....

Ich halte von den Dingern nichts. Ich hoffe, du machst bessere Erfahrungen. Günstig und gut finde ich z.b. zultan Aja Becken von Thomann. Seit 10 jahren zwei Crashes und ne 13er hat am Start. Tut's wie neu.
 
Haensi
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Das sagt halt allerdings gar nichts über die Qualität des Beckens.

Das ist nun mal Schrott. Dass es gerade irgendwie in deinen musikalischen Kontext passt, ist eher Zufall und kein Qualitätsmerkmal.

Ein Kumpel von mir verwendete zwei alte Kochtöpfe als Cowbells (für "Killing in the name of" von RATM). Mit Effekten drauf klang das für dieses Stück ganz lustig.
Diese aber grundsätzlich als Cowbell-Ersatz einzusetzen funktioniert(e) nicht.

Mir wären selbst die 13,50 € für dieses "Becken" zu viel.
 
Dennio
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Ich verstehe eure Punkte vollkommen. Mit normalem Anschlag gespielt klingen die wie bereits geschrieben nicht mehr gut und sind dazu super dünn und damit wie ebenfalls berichtet leicht deformierbar.
Aber es sollte ja gar nicht der Punkt sein zu sagen:
Hey, diese günstigen Becken sind der geilste scheiß!
Sondern:
Habt ihr irgendwelche eigentlich schrecklichen Instrumente im Einsatz, die für euch speziell genau richtig sind?

Beispielsweise teste ich bei Aufnahmen für Shaker viele Plastikflaschen mit verschiedensten Füllungen. Hochgradig unpraktisch, aber meist findet man so genau den Sound, den man braucht. Auf der Bühne werden die Standardshaker ausgepackt, aber im Proberaum gerne mal diese kleinen 0,25L Fläschchen :D
 
ThaInsane88
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Ich verwende schonmal ne Rackstange als Cowbell ersatz :tongue:

Ansponsten weiß ich jetzt was du meinst. Meist experimentelle Nutzung verschiedenster Objekte zur Effekterzeugung. Ist allerdings eher ein Subbereich, zu dem nur wenige Leute echte Erfahrungen mitbringen können. Insbesondere, weil schrecklich ein so unsagbar unspezifisches Wort ist. Gibt genug teure hochprofessionelle Dinge, die ich schrecklich finde.

Es gibt aber auch solche Varianten hier:



Wobei das eher Sonderfälle sind.
Erinnert mich an meine Kindheit, als ich eine Diamant-Trennscheibe als Becken verwendet habe. Zeiten, bevor ich ein Schlagzeug hatte.



Hier werden aufgrund der besonderen Darstellung auch sehr interessante Instrumente verwendet, die mir auch nicht alles bekannt sind. Ob das Teil auf dem Hi-Hat Ständer noch als Becken durchgeht, sei einmal dahingestellt.
 
derMArk
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Zum Üben mit Besen kann ich einen handelsüblichen Karton empfehlen. Man hat eine ähnliche Oberfläche, wie bei Fellen und der Korpus gibt ne gute Resonanz.
 

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