Habe Hohner Arietta IM, suche handlicheres Zweitinstrument

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Mixtura
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Hallo zusammen,

Bin neu hier im Forum und finde es ziemlich spannend!
Ich spiele seit vielen Jahren Klavier, seit zwei Jahren nehme ich zusätzlich Unterricht im Orgelspielen. Vor einiger Zeit hat mir mein Schwiegervater sein altes Akkordeon geschenkt (Hohner Arietta IM). Ich spiele regelmäßig darauf, allerdings nur so zum Hausgebrauch (also Liedbegleitung zum Singen mit den Kindern). Hatte das gute Stück auch schon zweimal mit im Segelurlaub. Und da liegt mein Problem: Ich liebe dieses Akkordeon, aber es ist schwer und sperrig, vor allem auf einem Segelboot. Denn das Akkordeon muss dann mit in meiner Koje schlafen... Darum suche ich ein handlicheres Instrument für unterwegs. Es muss und soll nichts Besonderes sein, sondern tatsächlich als Begleitung für Volkslieder und ähnliches reichen.
Kann mir da jemand was empfehlen?

Lieben Gruss, Mixtura
 
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Hallo Mixtura,

die Arietta ist normalerweise ein Instrument, das grad für unterwegs gerne genommen wird, da sie einen brauchbaren Tonumfang hat und auch einen ausreichenden Bassumfang. Grad für Erwachsene eigentlich gar nicht schlecht.

Aber Segelboot ist halt Segelboot und da ist Platz immer ein Problem.

In der Machart und ähnlich auch vom Klang ähnlich dürfte von Hohner die Concerto Serie sein - die Concerto I ist ein kompaktes Intrument , das zwar meist von Kindern und Schülern als Einsteiger und Lerninstrument benutzt wird, aber die sind mit knapp mehr als zwei Oktaven noch hinreichend flexibel. Aber die Teile sind eigentlich unkaputtbar und in rauhen Mengen im Umlauf und auch bei nahezu jedem Akkordeonhändler zu bekommen. Da sie oft ihren Besitzer nach zwei drei jahren wieder wechseln meist schon etwas verdellt, aber in aller Regel einigermaßen gestimmt (werden ja meist für den Unterricht verwendet!). Der Preis erscheint vielleicht nicht als das was man sich bei der Größe unter günstig vorstellt, aber wenns dir nicht gefällt, sind die Dinger auch wieder praktisch verlustfrei weiter zu verkaufen, da hierfür ein florierender Nachwuchsmarkt existiert.

Gruß, maxito
 
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Hallo,

ich kann mich maxito nur anschließen. Die Arietta ist meines Erachtens ein ideales Segelbootinstrument. Solide, stabil, ausreichend Tonumfang und nur ein Gewicht von ca. 6,5 kg. Die Concerto I ist zwar ähnlich solide, noch einige Zentimeter kleiner und wiegt ca. 1 kg weniger - dafür gibt es aber auch eine deutliche Einschränkung beim Diskant-Tonumfang (insb. bei den tiefen Tönen). Die etwas kleineren Maße des Concerto I wiegen den geringeren Tonumfang aus meiner Sicht nicht auf.

Falls Du keine Scheu vor einer Knopfharmonika hast, wäre die Hohner Erica ein tolles Segelboot-Instrument mit kleinsten Packmaßen, max. 2,5 kg und trotzdem sehr viel Power.

Freundliche Grüße

HLW
 
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Zunächst mal ganz lieben Dank für die schnellen Antworten!

Wie gesagt, ich liebe mein altes Schätzchen. Gerade darum mag ich die Arietta ungern den doch recht rauen Bedingungen an Bord aussetzen. Und es mag größere und schwerere Instrumente geben - ich finde sie schon ziemlich schwer, bin allerdings auch eher zierlich... Ich kenne mich halt nicht so gut mit den Abmessungen und Gewichten der einzelnen Instrumente aus. Hatte nach meinen Internetsuchen an ein "Kinder"-Akkordeon gedacht, so wie Hohner Student oder Cantulia Bambi. Wie wäre es mit sowas?

@ HLW, ich glaube, so ein Knopfakkordeon ist mir momentan zu schwierig zu lernen. Ich kämpfe schon genug mit den Pedalen an der Orgel! Bin halt Klaviertastatur gewohnt, dass kann ich mehr oder weniger automatisiert...

Nach den schon sehr konstruktiven Hinweisen werde ich mich mal verstärkt nach Concerto I umsehen. Die Concertos mit den höheren Nummern sind ja bestimmt schon wieder größer...

Lieben Gruss, Mixtura
 
Hallo Mixtura,

die von dir ins Auge gefassten Instrumente kommen hierfür auch genauso in Frage. Wobei ich die Hohner Student als die etwas einfachere Version der Concerto einstufen würde.

Gruß, maxito
 
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Hallo Mixtura,

ich weiß jetzt nicht so genau, welcher der bisherigen Tipp-Geber tatsächlich beides kennt - Akkordeon UND Segelboot. Wenn das Akko wie Du schreibst, mit in der Koje nächtigen muss, dann handelt es sich wohl eher nicht um ein wirklich großes Exemplar eines Segelbootes ?! Ich segle seit über 30 Jahren und spiele auch Akkordeon. Wenn ich an Deiner Stelle wäre, würde ich nach einem kleinen, Instrument suchen - 2 chörig, 26 Diskanttasten, 40/48 Bässe. Daran würde ich einfach längere Riemen schnallen. Es gibt da tolle italienische Instrumente, aber alternativ kommt auch eine Hohner Student oder jedes andere Akko in Frage. Da muss man halt ein wenig suchen und ausprobieren.

Warum? Da Stauraum je wirklich auf jedem Segelboot Mangelware ist, zählt oft jeder Zentimeter. Bei einem so kleinen Koffer hat man die reelle Chance, den doch noch irgendwo anders als in der Koje unter zu bringen und letzten Endes geht es ja auch nicht darum, virtuelles Akkordeonspiel zu präsentieren sonder wohl eher, die launige Crew beim Absingen von Seemannsliedern adäquat zu begleiten.

Handbreit!

Jochen
 
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Ja, Jochen, genau so ist es!

Wobei es mit dem Stauraum zwar nicht ganz so schlimm ist, aber so ein sperriger Akkordeonkoffer ist stautechnisch eben nicht so der Hit... Darum ist das mit diesem "Das schläft dann in DEINER Koje!" so ein Running Gag zwischen mir und meinem Mann.
Dann werde ich das eine oder andere Akkordeon, dass ich im Auge habe, mal Probe spielen. Denn so eine Hohner Student ist ja im Prinzip genau das, was du beschreibst. Mehr brauche ich an Bord nicht..
In diesem Sinne: Aloha ohe!

Alles Liebe, Mixtura
 
Hallo nochmal,

ein kleiner Zwischenstand: Gehe Anfang der Woche zwei Cantulia Bambis ansehen und anspielen. Bin aber parallel immer noch auf der Suche, weil ich die Studenten von Hohner auch nicht übel finde. Dazu jetzt an die Fachleute hier meine nächste Frage: wie sind die Instrumente altersmässig einzuordnen anhand der Bezeichnung? Kommen zuerst die mit den römischen Ziffern, also Student II, III und so weiter, und später die mit der Anzahl der Bässe, also Student 40? Und bei den noch neueren steht die Schrift auf dem Akkordeon senkrecht? Und wie unterscheiden sich Hohner Student IV M und IV N? Fragen über Fragen...

Für Eure erneute Hilfe dankbar ist

Mixtura
 
Hallo Mixtura,

die Zahlen und Buchstaben geben einen groben Anhaltswert - mehr aber auch nicht!

Ganz grob kann man sagen, das die höhere Zahl das größere Instrument kennzeichnet und der höhere Buchstabe meist das neuere Modell (ganz ohne Buchstaben sind in aller Regel die Anfangsbaureihen). Aber das gilt nur ganz grob und nur innerhalb der gleichen Baureihe... Mitunter wurden durch die Buchstaben auch Sonderausführungen gekennzeichnet.

Die Unterschiede bei den verschiedenen Baureihen bei den Concertos und den Students sind gering und fallen nicht groß auf. Da würde ich speziell bei den Instrumenten nicht so drauf schauen. Viel interessanter ist hier der generelle Erhaltungszustand. Einem besser erhaltenen würde ich speziell bei diesen Instrumenten ganz grundsätzlich den Vorzug geben, als einer neueren /älteren Baureihe - das macht mehr aus, als hier die Baureihe.

Bei anderen Instrumenten gilt das nur bedingt - aber die hier diskutierten Geräte sind ja in aller Regel als Einsteiger/Anfängerinstrument insbesondere auch von Kindern benutzt und da sind die Unterschiede im Erhaltungszustand viel größer als die Unterschiede in den Baureihen.

Gruß, maxito
 
Hallo,

zu "Hohner Student" fallen mir spontan folgend Modelle ein: Student II (mind. 2 Gehäuse-Varianten), Student III, Student IV M, Student VM, Student 40, Student IV, Student IV N (in mind. 2 Gehäuse-Varianten), Student V, Student 48. Und dazu gibt es ergänzend die Ableger: Starlett, Junior, Studiosa I + II + III. Deren spezielle Eigenschaften (insb. Stärken und Schwächen) oder die Unterschiede zu beschreiben, wäre zu umfangreich.


Wenn ich Qualität, Klang und auch Robustheit in den Vordergrund stelle, würde ich das Student VM nehmen. Das ist aber (ebenso wie die Arietta) ca. 50 - 60 Jahre alt und dem technischen Zustand sollte insofern hohe Aufmerksamkeit gewidmet werden. Als nächste Wahl würde bei mir das Student V kommen. Das ist mit ca. 30 Jahren deutlich jünger, hat aber (wie viele andere Modelle auch) eine sehr schwache Diskantblende (= sehr anfällig für Beulen in der Diskantblende).

Die Chancen, beim Privatkauf ein mängelfreies Student zu bekommen, würde ich auf max. 50 % schätzen. Bei Student II und III max. 20 %.

Freundliche Grüße

HLW
 
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Vielen Dank für Eure schnellen Antworten!
Das mit den empfindlichen Diskantblenden habe ich auch schon gesehen, das Gitter ist ein bisschen schwach und darum oft eingedrückt. Ich werde jetzt mal schauen, was die Bambis noch so können. Ich werde dann berichten, wie es mir ergangen ist...
Lieben Gruss, Mixtura




Anmerkung der Moderation:
Wie die Geschichte des Kaufs weitergeht - bitte hier entlang:
https://www.musiker-board.de/funktion-reparatur-akk/541366-cantulia-bambi-akkordeon-toene-im-bass-haengen.html#post6567971
Gruß, maxito
 
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