Man sagt geleimten Hälsen einen "wärmeren" Klang und besseres Sustain nach. Da spielen natürlich noch viele andere Komponeneten mit rein, z.B. Holzart, Holzqualität, Brückenkonstruktion, Tonabnehmerbestückung, etc.
Geleimte Hälse findet man traditionell eher an Gibson Les Paul- und ES- Gitarren (typischerweise Mahagoni mit Palisandergriffbrett, Humbucker, Tunamatic / Stoptail bzw. Bigsby), geschraubte Hälse findet man eher an Fender Tele- und Stratocaster- Gitarren (in Idealform aus Erle / Esche mit einteiligem Ahornhals, Single Coils, Tremolo bzw. Strings- through- Body).
Insofern vereinigen Gibsons typischerweise mehrere Konstruktionselemente, die insgesamt einen "warmen" Klang mit viel Sustain erzeugen. Fenders sagt man konstruktionsbedingt eher "dünneren, bissigeren" Klang und weniger Sustain nach.
Gefallen ist natürlich Geschmackssache. Die einen ziehen Paulas vor, die anderen Strats oder Teles... und viele wollen auch auf beides nicht verzichten. Und es gibt eine Vielzahl von anderen Gitarren, die Merkmale beider Typen vereinigen oder noch eigene Elemente einbringen.
Und natürlich sind das alles bloß grob verallgemeinerte Beschreibungen. Es gibt (und gab schon immer) Les Pauls mit P90 Single Coils, Strats mit Palisandergriffbrett oder Humbuckern, etc.
Edge von U2 hat verschiedentlich in Interviews geäußert, wie absolut erstaunlich es für ihn ist, dass ein flaches Holzbrett mit Schraubhals und eingeschraubter Schlagbrett / Pickupeinheit (er meint die Strat) so gut klingen kann.
Alex