Hagstrom HJ600 vs Epiphone Casino bzw: Jazzgitarre mit P90 aufrüsten

von MoCo, 05.11.09.

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  1. MoCo

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    Erstellt: 05.11.09   #1
    Ahoi,

    ich möchte mir mittelfristig eine schöne Semiakkustik-Gitarre zulegen.

    Das Haupteinsatzgebiet der Gitarre besteht aus cleanen und crunchigen Sounds (AC30, Britpop und co), gleichzeitig sollte sie aber auch stärker verzerrte Rock-Sounds ohne Feedback und übermäßiges Pfeifen gut wiedergeben können. Ich bin eigentlich Strat-Fan und würde mir eine Bestückung mit P90 Tonabnehmern wünschen. Gern darf die Gitarre auch im rein akkustischen Bereich gut klingen.

    Bisher liebläugle ich mit der Hagstrom HJ600, hatte aber auch die Epiphone Casino in Erwägung gezogen.

    Zur Epiphone:
    Für die Gitarre spricht erstmal der Preis und die Tatsache, dass sie mit P90-Pickups ausgestattet ist.
    Leider gefällt mir aber diese klassische ES-Form weniger gut und ich habe gelesen, dass die Casino bei stärkerer Zerre doch zu recht hohem Feedback neigen soll. Und über kurz oder lang, würde ich vermutlich die Tonabnehmer sowieso irgendwann nocheinmal gegen Bessere auswechseln.

    Zur Hagstrom:
    Die HJ600 ist rein optisch, sowohl in Form als auch Farbgebung, genau das, was ich suche. Klar - Bespielbarkeit und Klang sind noch wichtiger, aber ich möchte mir auch keine Gitarre kaufen, mit der ich nicht auch in puncto Optik zu 100% zufrieden bin. Andernfalls würde ich damit langfristig nicht glücklich werden. Das ist mir einfach wichtig.


    Nun hatte ich mir überlegt, dass man ja auch die Hagstrom mit P90-Tonabnehmern aufrüsten könnte.

    Ich frage mich aber, ob dies klanglich überhaupt sinnvoll ist und wie es dann um das Feedback bestellt ist... :gruebel: Die Hagstrom dürfte ja einen noch größeren Resonanzkörper haben..
    Haltet ihr das für eine Schnapsidee, oder könnte das durchaus in einem tollen klanglichen Endergebnis resultieren?

    Letzendlich werde ich vor einem Kauf sowieso nocheinmal ausgiebig im nächstgrößeren Laden anspielen und vergleichen.
    Nichtsdestotrotz würde ich aber auch im Vorfeld schon einmal gern meine theoretischen Überlegungen geklärt wissen. ;)

    Vielleicht kann mir da jemand ein Stück weiter helfen. :)

    Danke im voraus und Gruß
     
  2. Damn Dan

    Damn Dan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.11.09   #2
    Du hast schon fast alles nötige selbst beantwortet. Über die Rückkopplungsanfälligkeit der Hagström kann ich leider nichts sagen.

    Ich kann aber noch einen Tip geben: Es müssen keine üblich gebauten P90 sein, Du kannst auch welche im HB-Format nehmen. Umbauarbeiten entfallen dann. Sie nennen sich P94.

    Das klangliche Ergebnis wird auf jeden Fall sehr ander sein als mit der Standardbestückung.

    Grüsse
     
  3. Doom Boogie

    Doom Boogie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.11.09   #3
    Die Hagström kenne ich nicht.

    Aus Erfahrung kann ich sagen, dass sich die Epiphone Casino für lautere und verzerrte Geschichten weniger eignet. Die Casino ist eine Hollowbody und hat keinen durchgehenden massiven Mittelblock im Korpus. Die so (mehr oder weniger) frei schwingende Decke neigt bei höheren Lautstärken zu Rückkopplungen. Eine Alternative zur Casino wäre noch die Epiphone Dot. Die ist baugleich mit einer ES335 und verträgt auch höhere Lautstärken und Verzerrungen, und sieht ausserdem gleich aus, wie eine Casino.

    LG
    der Boogie
     
  4. MoCo

    MoCo Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.11.09   #4
    Ich danke euch für die Infos!

    Es bleibt noch die Frage, ob es in puncto Sound und Feedbackanfälligkeit sinnvoll bzw. praktikabel ist, eine Hagstrom Jazzgitarre mit P90 aufzurüsten...:gruebel:
     
  5. 68goldtop

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    Erstellt: 06.11.09   #5
    hi moco!

    wie oben schon angedeutet - die feedback-anfälligkeit ist eher von der bauweise als von den pickups abhängig. es sei denn du hast miese, oder mies-gewachste (oder ungewachste), pickups und spielst mit zuviel verzerrung - dann piepst es natürlich auch bei solid-bodies...

    p90 sind tolle pickups - aber ob sich der austausch lohnt? mh, weiß nicht...
    immerhin galten die humbucker damals in den 50ern als ein echter fortschritt, und tatsächlich ist die - weitgehende - brummfreiheit auch heute noch von vorteil ;)

    p90 allein machen ja auch noch keine gute gitarre - und noch keinen guten sound.
    da braucht man eben ne gitarre die gut klingt UND ein paar gute p90.

    ich würde die kaufentscheidung eher davon abhängig machen wie die gitarre von vornherein klingt und nicht "hoffen" dass ein pickup-tausch den gewünschten klang erzielt - das funzt nämlich (meistens) nicht ;)

    nach dem was du sagst:

    "... cleane ... und crunchige ... Sounds (AC30, Britpop und co), gleichzeitig sollte sie aber auch stärker verzerrte Rock-Sounds ohne Feedback und übermäßiges Pfeifen ... wiedergeben..."

    würde ich auch die "dot" der casino vorziehen.

    ich hatte in den letzten jahren 3 neuere casinos und die sind alle wieder weg...


    cheers - 68.
     
  6. MoCo

    MoCo Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.11.09   #6
    Hi 68,

    danke für die Infos.

    Ich denke, dass ich sowieso bei Zeiten mal beide Gitaren vor Ort vergleichen und auch unverstärkt anspielen muss. Da sieht man ja sehr gut, wie die Gitarre an sich schon klingt.

    Bei der teureren Hagstrom gehe ich allerdings schwer davon aus, dass diese Gitarre schon von sich aus sehr gut klingt. Die P90 wären dann nur das Sahnehäubchen, da mir eine reine Humbucker-Bestückung wahrscheinlich zu langweilig bzw. glatt im Sound ist. Bisher habe ich ausschließlich Strats und eine Tele.

    Die Dot ist mit Sicheheit ne gute Idee, gefällt mir nur optisch nicht so ganz, aber ist natürlich auch angenehm preiswert. Ich werd das nochmal in Ruhe überdenken.

    Danke schonmal! :)
     
  7. RomanS

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    Erstellt: 06.11.09   #7
    Wie wär's mit ner Epi Wildcat http://www.musicstore.de/de_DE/EUR/Epiphone-Wildkat-AN-Antique-Natural/art-GIT0013702-000 - auch P90er, aber Single-Cutaway-Form, und soweit ich weiß mit Sustainblock (also weniger Feedback-Gefahr).
    Oder eine Ibanez Artcore AFS75T, umgerüstet auf P90 im HB-Format - die hat zwar keinen Sustainblock, aber einen ziemlich schlanken Body und ziemlich dicke Beleistung, sollte nicht zu Feedback-anfällig sein.
    Oder eine Semi von Italia http://cgi.ebay.de/Italia-Lusso-P90...cmdZViewItemQQptZGitarren?hash=item2c5075cb95
    oder Reverend mit P90 - v.a. die Pete Anderson-Signature von Reverend fände ich ja sehr inmteressant...
     
  8. MoCo

    MoCo Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.11.09   #8
    Hi Roman, danke für die Tips!

    Die Wildkat ist wirklich nicht uninteressant, aber mit der Farbe kann ich mich dummerweise gar nicht anfreunden. :gruebel:
    Die Italia fällt aufgrund der Form direkt raus.

    Ibanez Artcore wäre eine Überlegung.
    Bei Ebay ist grad ne schwarze Artcore AF95 drin..
    Da würd ich vermutlich blind zuschlagen, wenn ich mit Sicherheit wüßte, dass die auch live nen stark verzerrtes Rock-Brett auch ohne Feedback bringen würde, was ich irgendwie bezweifle.

    Habe mich mal etwas über die Pete Anderson Signature belesen. In schwarz finde ich die sehr lecker!
    Dürfte aber schwierig werden, die mal irgendwo anspielen zu können, oder?
    Aber ist mir am Ende auch zu teuer denke ich.
     
  9. tele

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    Erstellt: 07.11.09   #9
    ich hab eine Ibanez AFS 75, für stärkere Verzerrung würde ich sie nicht empfehlen. Einerseits wegen der Hohlbauweise und auch weil die verbauten Pickups mit Zerre nicht besonders klingen. ich tausche grad den StegPU aus..
     
  10. RomanS

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    Erstellt: 07.11.09   #10
    Doppelpost -gelöscht (hab "Zitat" statt "Ändern" angeklickt...)
     
  11. RomanS

    RomanS Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.11.09   #11
    Die gibt's auch in anderen Farben, hab einfach den erstbesten Bilder-Link genommen; in schwarz sollte sie noch lieferbar sein (EDIT: OK, anscheinend wird nur mehr die Natural-Version gebaut), ansonsten gab's auch noch Versionen in weiß, türkis, orange, transparent-grün, etc. - sind wahrscheinlich nur mehr gebraucht lieferbar...
    Falls ein Gebrauchtkauf nicht ausgeschlossen ist: es gab auch noch eine größere Schwester dier Wildkat, die Alleykat!

    Ich hatte eigentlich nur an die AFS75T gedacht - das einzige Modell das einerseits nur einen Cutaway hat (also nicht nach ES335 aussieht), andererseits aber auch einen dünnen Korpus, keinen dicken full-size Hollowbody...

    Taranaki-Guitars sind der Deutschlandvertrieb - ist wohl nicht bei Dir ums Eck?
    Wenn die ein bißl günstiger wär, hätt ich mir die wahrscheinlich selber schon zugelegt...
     
  12. MoCo

    MoCo Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.11.09   #12
    So, ich habe jetzt spontan zugeschlagen!

    Ich habe bei Ebay noch eine neue Epiphone Alleykatt für 400 eur incl. voller Garantie erwischt, kann sie also im schlimmsten Fall bei absolutem Nichtgefallen auch zurückgeben.

    siehe hier:
    http://www.rockland-music.de/ebay/UserFiles/Image/Epiphone/alleykathc_.JPG

    Der Mix aus LP-Form und nicht zu kleinem aber auch nicht zu großem Korpus gefällt mir sehr gut.
    Auch mit dem klassischen Cherry-Sunburst Finish kann ich mich sehr gut anfreunden.

    In puncto Tonabnehmer erwarte ich bei Epiphone aus Erfahrung nichts Besonderes, aber die würde ich mittelfristig sowieso gegen ein paar Häussels austauschen.

    Ich hoffe jetzt vor allem, dass die Gitarre selbst auch verarbeitungstechnisch und klanglich voll überzeugt.
    Rückmeldung und Erfahrungsbericht gibts dann in ein paar Tagen.

    Danke nochmals für die Tips! :great:
     
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