Halleffekt für Flöte gesucht

von boardnutzer1962, 15.06.20.

  1. boardnutzer1962

    boardnutzer1962 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.06.20   #1
    Hallo Leute, ich suche nach einem geeigneten Effektgerät für die Querflöte. Hintergrund ist Folgendes:
    Ich möchte ein wenig Straßenmusik machen, wobei die Flöte den Melodiepart des jeweiligen Playbacks übernimmt. Da ich mich in keinem Raum befinde, möchte ich über meine Akkubox natürlich der Flöte einen Hall spendieren, der den Raumanteil simulieren soll. Da ich mein Programm auf Balladen und soundgewaltigen Stücken ausgerichtet habe, die ebenfalls hohe räumliche Anteile im Sound haben, würde ich einen "Kathedralenhall" bevorzugen.
    Ich habe nun im Musicstore Köln gefragt, ob sie etwas haben, was ich mit Akku bzw. Batterie betreiben kann und man sagte mir, so lange ich kein niederohmiges Signal an das Effektgerät anlege, könnte ich durchaus Gitarreneffektgeräte nehmen. Er bestätigte meine Annahme dass ein Hall nur ein sich immer wiederholendes Signal sei und dem Hallgerät egal wäre, ob es ein Flötensignal oder ein Gitarrensignal wiederholt, so lange es eben nicht niederohmig daher kommen würde.
    Ich habe ihm dann gesagt, dass ich eine akkubetriebene Shure Funkstrecke BLX4 mit einem DPA Mikro und als Akkubox eine MIPRO MA 708 nutze.
    Damit, so meinte er, könne ich problemlos Gitarreneffekte zwischen dem Funkempfänger und der Box schleifen.
    Leider wurde dann die Telefonverbindung gekappt. Ich vermute, mein Telefon als Übeltäter.
    Wie dem auch sei.
    Bevor ich nun etwas kaufe, möchte ich Euch um Rat fragen, ob und wenn ja, was ihr als netzunabhängiges Effektgerät für euer Flötenspiel nutzt. Oder ob ihr ggf. auch ein entsprechendes Gitarreneffektgerät zwischen die Signale schleift und wenn ja, welches?

    Herzliche Grüße
    Robert
     
  2. Ralphgue

    Ralphgue Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.06.20   #2
    Hallo...

    Anmerkungen:

    Ein reiner Gitarreneffekt wird wohl eher nicht optimal funkionieren, da hier die Pegelanpassung nicht stimmt.

    Netzunabhängig (interne Batterie) ist mir nichts bekannt, allerdings haben die meisten FX Geräte ein 9-12V Steckernetzteil Anschluss.

    Somit kannst du mit einer USB Powerbank mit integriertem 9-12V Ausgang oder einer Powerbank mit Step-Up Converter (5V > 12V) arbeiten.
    Dein Shure BLX4 Empfänger gibt entweder ein Mikrosignalpegel (XLR) oder einen Linesignalpegel (Klinke) aus.
    Hier fallen mir 2 passende Geräte ein:
    https://www.thomann.de/de/tchelicon_voice_tone_r1.htm (12 Volt Stromversorgung)
    https://www.thomann.de/de/tc_helicon_perform_v.htm (USB Stromversorgung)
    (gibt sicher noch mehr...)
    Strom:
    https://www.thomann.de/de/kse_falken_1.htm
    https://www.amazon.de/TalentCell-Li...s=powerbank+12v+ausgang&qid=1592225679&sr=8-5
    https://www.amazon.de/SAIYU-Spannun...s=usb+step-up+converter&qid=1592225831&sr=8-3
     
  3. boardnutzer1962

    boardnutzer1962 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.06.20   #3
    Danke schon mal für die Antwort. Beim USB Gerät steht leider nicht in der Bedienungsanleitung wieviel Strom das Teil aufnimmt. Das aber wäre wichtig, wenn es um die Auswahl einer ausreichenden Power Bank geht. Ich will ja nicht riskieren, dass schon nach kurzer Zeit die Bank leergezogen ist. Das muss schon mit Unterbrechungen ein par Stündchen halten.
     
  4. Mr. Bongo

    Mr. Bongo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.06.20   #4
    Diese Geräte laufen mit Netzteilen, die ungefähr 1A Strom an 12V Spannung liefern können. Bei einer Kapazität von 47 Wh, wie auf dem ersten verlinkten Akku-Ding aufgedruckt, kommst du bei voller Auslastung mit dem einen Gerät dran auf knapp 4 Stunden Spielzeit. Aber ich geh nicht davon aus, dass diese 1A auch tatsächlich ständig fließen :)
     
  5. Ralphgue

    Ralphgue Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.06.20   #5
    die USB Norm (2.0) lässt max. 500mA zu, das sollte (da dies sicherlich nicht permanent fliesst, die Richtschnur zur Berechnung sein...
     
  6. boardnutzer1962

    boardnutzer1962 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.06.20   #6
    Verstehe. Da muss ich mal sehen, was ich da mache. Vielleicht lasse ich mir mal die Teile liefern und probiere die Sache mal aus, wie lange das alles bei einem Probelauf einwandfrei läuft. Eine "fette" 12 Volt Powerbank habe ich eh, einschließlich verschiedener Anschlüsse, bis zu 3 Volt nach unten. Da brauche ich nichts Neues zu kaufen.
     
  7. Primut

    Primut Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.06.20   #7
    Hi,
    letztlich würde ich ebenso wie die Auskunft vom Musicstore sagen, dass zumindest prinzipiell ein Gitarreneffektgerät gehen würde.
    Nur müsste es in deinem Fall halt auch mit Batterie und nicht nur mit Netzteil funktionieren und gleichzeitig einen "Kirchenhall" bzw. Church-Reverb haben und die Pegel müssen passen.
    Bei Gitarreneffekten ist ein "Kathedalenhall" eher nicht die Regel, d.h. dort werden meist andere Hallcharakteristiken verwendet.

    Empfehlung habe ich keine, das müsstest du halt ausprobieren (sowohl Hallcharakteristik, als auch Pegel und Batterielaufzeit).

    Auf die Schnelle gefunden:
    TC-Electronic Hall of Fame 2
    Der hat einen Auswahlschalter "Church", also die Art des Halls, mit Decay regelst du letztlich die Hall-Stärke und mit Tone die Klangfarbe des Halls. Einfach mal ausprobieren, oder "gestalten Sie Ihre eigenen Reverb-Effekte mit dem kostenlosen TonePrint Editor".
    Musst halt schauen, dass das Level passt.

    Gruß
    Primut​
     
  8. boardnutzer1962

    boardnutzer1962 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.06.20   #8
    Was kann ich darunter verstehen, aufzupassen, dass das Level passt?
     
  9. Primut

    Primut Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.06.20   #9
    Nun, der Ausgang deines Funkempfängers liefert tendenziell ein Line-Signal, hast du da eine Möglichkeit zur Regelung der "Lautstärke"?
    Das Effektgerät erwartet letztlich ein Gitarren- (Instrumenten-) Signal, was geringer als ein Line-Signal ist. Ich vermute mal, dass mit dem Levelregler das Ausgangssignal geregelt wird und nicht das Eingangssignal.
    Beschickst du das Effektgerät mit einem zu starkem Signal, so kommt es bei der internen Signalverarbeitung zu Verzerrungen und es hört sich nicht gut an.

    Nun haben aber sowohl Instrumentensignal als auch Line-Signal einen recht weiten Bereich, so dass ich mich nicht festlegen kann, ob das passt.
    Also kannst du es mit Sicherheit nur durch ausprobieren herausfinden, spekulieren ist da nicht meine Sache, auch wenn ich denke, dass es passen könnte, sonst hätte ich es ja nicht vorgeschlagen.
    Ich wollt nur auf diese Problematik hinweisen.
     
  10. boardnutzer1962

    boardnutzer1962 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.06.20   #10
    Ich habe sowohl am Sender des Mikros als auch am Empfänger die Möglichkeit das Signal zu regeln, sodass es diesbezüglich wohl keine Probleme geben dürfte. Aber Du hast Recht, es wird wohl aufs Ausprobieren hinausgehen.
     
  11. Ralphgue

    Ralphgue Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.06.20   #11
    Der og. TC Hall of Fame erwartet ein hochohmiges Gitarrensignal (1MΩ), das gibt, auch wenn hier noch §geregelt" wird, eine krasse Fehlanpassung. kannste bleiben lassen...
    --- Beiträge zusammengefasst, 15.06.20, Datum Originalbeitrag: 15.06.20 ---
    und da bei dieser Art von Geräten ja das gesamte Mikrosignal durchgeschleift wird, möchte ich nicht wissen, was es mit dem doch sehr guten teuren DPA Mikrosignal (auch Trocken) macht...
     
  12. Primut

    Primut Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.06.20   #12
    Nein, der TC Hall of Fame erwartet kein hochohmiges Gitarrensignal sondern bietet nur eine hohe Eingangsimpedanz, sozusagen um auf der sicheren Seite zu sein.
    Zeig mir mal 'ne Gitarre mit 1M-Ohm Pick-Ups (bzw. Impedanz, um korrekt zu bleiben...).... :confused:

    Und trocken ist ein True-Bypass Standard.

    Und ob es gefällt und passt, muss eben wie schon bemerkt ausprobiert werden. War ja auch nur ein Vorschlag auf die Schnelle um zu zeigen, dass es Varianten gibt, die man ausprobieren könnte, gibt vielleicht auch bessere...

    Übrigens, der TC-Helicon Voice Tone R1 liefert kontinuierlich 24V Phantomspannung, das dürfte dem Empfänger vermutlich auch nicht passen.
     
  13. boardnutzer1962

    boardnutzer1962 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.06.20   #13
    So, ich habe mir nunmehr ein Zoom MultiStomp MS-70CDR testweise vom Store in Köln zugelegt. Und ich muss sagen, es funktioniert mehr als hervorragend. Der Klang ist sehr sauber und man kann wirklich Unmengen an Parameter und Effekten zusammenführen, mischen und speichern. Allerdings bin ich auf den Boden der Realität zurückgeholt worden, was die Straßenmusik betrifft. In den meisten größeren Städten wie Köln, Dortmund, Düsseldorf, Wuppertal etc. ist Straßenmusik mit elektronischen Geräten wie Verstärker, MP3 Payer etc. schlicht verboten worden und hat unter Umständen ordentlich Bußgeldzahlungen zur Folge. Das heißt, dass ich meine Idee nicht umsetzen kann. Von daher werde ich das Gerät wohl wieder zurücksenden. Ich kann zwar verstehen, dass die Anwohner genervt sind, wenn sie durch übermäßige Lautstärke gestört werden, aber mit einer Akkustigitarre und einer starken Stimme kann ebenso sehr laut gespielt werden. Einen Verstärker und MP3 Player kann man auch leise stellen, ebenso die Flöte leise spielen. In letzter Konsequenz kommt es m.E. doch nur auf die gemessene Lautstärke an, nicht auf die Art und Weise wie Musik erzeugt wird. Mir scheint es so zu sein, dass in den Behörden nur Roboter sitzen und im Kopf haben: Elektronik = laut, nicht Elektronik = leise. :-(
     
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