Halsbruch Epiphone ´56 Les Paul Pro - reparabel, Tipps?

von Barisan, 16.01.20.

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  1. Barisan

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    Erstellt: 16.01.20   #1
    Hallo allerseits,

    meine schreibweise ist bissl eigen da ich nicht in meine Muttersprache schreibe, deswegen bitte ich euch gnädig zu sein. Krrekturen und änderungen sind willkommen.
    Ich brauche Hilfe bei der beheben von Halsbruch bie o.g. Epi. Die habe ich für schmales bekommen und möchte die wiederbeleben. Zustand ist aus beigefügten Bilder sehr gut zu sehen.

    Eine oder andere Reparatur an Gitarren habe ich schon gemacht, das ist hier ist etwas wo ich gerne Rat von Fachmann holen möchte.
    Für Reparaturen benutze ich Fischleim oder Knochenleim und ich denke das die auch für dies geeignet sind. Ich möchte gerne wissen wie ich verfahren soll und worauf ich achten muss.
    Auserdem wäre gut zu wissen welcher Werkzeug oder Verbrauchsmaterial gekauft werden soll.

    Vielen dank im Voraus für eure freundliche Hilfe.

    LG
    LP1.jpg LP2.jpg LP3.jpg
     
  2. aspenD28

    aspenD28 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.01.20   #2
    Hallo.
    Du kannst mit Titebond II (Wasserfest) und Klemmzwingen den Hals kleben und die Stellen danach mit Holzspachtel glätten.

    Wichtig ist es, die Klemmen nicht direkt an das Holz zu pressen sondern längere Stützen zu nehmen.
    Es gibt auch Giterrenbauer die das mit Fahrrad-Gummischläuchen anpressen.

    Der Kleber darf nicht den Trussrod zukleben.

    Gruß Andreas

    https://www.amazon.de/Titebond-Holzleim-wasserfester-Holzkleber-Profigebrauch/dp/B0000223UR/ref=sr_1_2?__mk_de_DE=ÅMÅŽÕÑ&keywords=titebond+2&qid=1579188731&s=diy&sr=1-2

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  3. Barisan

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    Erstellt: 16.01.20   #3
    Hi,

    danke fürs Feedback. Klemmzwingen habe ich, was ist so bessonders an dem Titebond II? Nur aus reinen Wissenwillen und das ich verstehen kann was ich mache...
     
  4. aspenD28

    aspenD28 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.01.20   #4
    Es ist wasserfest und PU-Verstärkt. Das ist besonders beim Hals hilfreich damit es nicht wieder bricht.
     
  5. Barisan

    Barisan Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.01.20   #5
    Eine Frage beschäftigt mich genzes Zeit, muss der Halsstab raus? Besteht die Gefahr nich das der verklebt? Oder ist das was mich beschäftigt eigentlich irrelevant.

    Ich habe bis jetzt immer beim Arbeit mit Klemm- oder Schraubzwingen immer was druntergelegt um beschädigungen am Presspunkten zu vermeiden. Bringt was wenn neben den Klemmzwingen alles noch zusätzlich mit Kabelbinder fixiert wird? Frage deswegen weil einige damit rumpralen als ultimatives mittel. Von Natur bin ich von Misstrauen geplagt und möchte für alles was ich empfohlen bekomme auch andere Meinungen hören.

    Danke im Voraus
     
  6. aspenD28

    aspenD28 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.01.20   #6
    Schütze ihn mit einem Plastikbeutel den Du hinterher rausziehst in Richtung Kopfplatte und mimm nach Innen nicht zu viel Leim.
    Du kannst den Leim auch beidseitig dünn auftragen und etwas antrocknen lassen und dann pressen.
     
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  7. Barisan

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    Erstellt: 16.01.20   #7
    Vielen Dank aspen028, Leim ist bestellt, zwei Schraubzwingen (klein) habe ich schon. Sobald alles da ist werde ich mich an das Arbeit machen. Die Klampfe ist mir zu schade um die ausschlachten. Gibt es noch was worauf ich besonndres achten muss?
    Ich habe noch eine über 100 Jahre alte Gitarrenlaute was restauriert werden soll, da werde ich auch reichlich Hilfe und unterstutzung brauchen. Kennst Du dich mit der Bauweise von Lauten und Lautenähnlichen Instrumenten?
     
  8. gesch

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    Erstellt: 16.01.20   #8
    Den Trussrod kannst Du nur entfernen, wenn Du das Griffbrett abmachst. Dann aber musst Du ein neues Griffbrett drauf machen - also lass das Trussrod wo es ist und gehe mit dem Leim sparsam im Bereich des Trussrod um. Holzleim sollte reichen. Ich habe noch nie erlebt, das Holz an der Stelle bricht wo es mit Holzleim verleimt ist. Wenn der Hals wieder bricht, dann woanders.
    Bei Dir ist die Kopfplatte entlang der Schäfftung abgegangen und es sieht aus als ob im oberen Bereich (also zur Kopfplatte hin) vom Werk her nicht genug Leim aufgetragen war.
    Dadurch, das der Bruch entlang der Schäfftung geht, hast Du einen langen Bereich auf dem Leim aufgetragen werden kann (und muss). Die Chance, das diese Verbindung gut fest wird ist durch die grosse Kontaktfläche sehr hoch und gut.

    Viel Spass beim Leimen

    Gruß
     
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  9. Barisan

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    Erstellt: 16.01.20   #9
    Danke für Hinnweis gesch, werde das beachten. Ich versuche immer die Produkte organischen Ursprung zu benutzen wie Knochenleim oder Fischleim. Hat mir ein alte Gitarrenbauer vor Jahrzehnten in Kroatien beigebracht. Er sagte mir damals das mit diesen mittel die Fehler korrigiert werden können, mit Chemie leider nicht mehr. Interesant wie sich die Meinungen unterscheiden.... Bis zu definitiven entscheidung womit ich Leimen werde, warte ich noch.
     
  10. Bassturmator

    Bassturmator Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.01.20   #10
    Wenn Du Dich mit der Anwendung auskennst unbedingt.

    Das ist eine sehr gute Methode die gleichmäßig Druck aufbringt ohne das Risiko die beiden Teile gegeneinander zu verschieben.

    Ja, siehe oben. Kabelbinder wirken ähnlich wie der Fahradschlauch.

    Es muss trocken alles perfekt zusammen passen. achte auf den abstehenden Splitter der im zweiten und dritten bild zu erkennen ist. Der kann vielleicht vorher separat verleimt werden.

    Sehe ich genauso. Ich hätte den normalen Titebond verwendet.

    Das ist auch eine gute Entscheidung. das wichtigste bei solchen Reparaturen ist sich Zeit zu lassen.

    Ich wünsche viel Erfolg!
     
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  11. Barisan

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    Erstellt: 16.01.20   #11
    Vielen dank für eure Hilfe und Rat.
    Sobald ich die Splitter fixiert habe werde ich die Bilder posten und genauso wenn alls zusamen Verleimt ist
     
  12. Barisan

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    Erstellt: 17.01.20   #12
    Nachdem alles, hoffentlich, gut gelaufen ist möchte ich den Hals abschleifen und neu lackieren. Ich bin kein Freund von PU oder Nitro Lacke. Mein geschmack ist Schelack. Hier werde ich noch Rat von euch brauchen Betreffend Lackentfernung und Lackierung selbst. Ich hab schon mit Schelack und Beiz an Holzplatten experimentiert und das was rauskamm war nicht schlecht. Was mich Interessiert ist wie kann man Lack ohne Holz zu gefährden schnell entfernen.

    Hier möchte ich mich Vorstellen
    ich bin 56 Jahre Jung und arbeite in Transportwesen. Die Gitarre spiele ich meinem seit 16-en Lebensjahr, habe Bühnen und Studio erfahrungen in JungenTagen gesammelt und, leider, mit 24 die Flinte ins Korn geschmissen. Versuchte zu leben so wie man von einen Mann erwartet, sich nie in diese Rolle gut gefühlt. Nach dem Schlaganfall vor 4 Jahren habe ich entschieden zu den Roots zurückkehren und machen das was ich verneint habe vor über 30 Jahre. Heute Spiele ich wieder und (versuche) restaurieren, spielen und mein Mali Dexter sind beste Therapie für mich. Schlaganfall war nicht das einzigste womit mich das Leben bescherte, Burnout und PTBS habe ich auch mit erfolg erworben. Wie auch immer, leben geht weiter und ich gucke nach vorn. Das womit ich aufgehört habe ist dass womit ich jetzt wieder anfange.

    Vor über 30 Jahre, hat ein damals schon über 60 Jährige Gitarrenbauer in mir seinen Nachfolger gesehen. Ich war auch nicht abgeneigt weil ich liebe Musik und liebe mit dem Holz zu Arbeiten. Holz hat eine wärme und wirkt magisch und geheimnisvoll weil man nie weiss wie klingt das ganzes Werk am ende. Neben meinen regulären Job damals habe ich danach Nachmittage und Abende in Werkstatt verbracht und von dem Meister gelernt. Eine Sache hat mich immer fasziniert, das wie er mit dem Lack schon natürliche wärme von Holz noch schöner macht. Das könte Herr Brodarec mit dem beizen und Schelack Lackierungen sehr schön hervorgeben.

    Ich hab versucht den damal erworbenen Wissen heute wieder abrufen. Ich kann mich an vieles errinern, ich hab schon mit erfolg Gitarren neu Bundiert oder abgerichtet, kleinere Schäden aufm Holz oder Elektronik erneuert oder repariert. Leider habe ich vieles Vergessen, Zeit und Schlaganfall haben einiges gelöscht.

    Ich würde mich sehr freuen wenn ich bei euch Unterstutzung für meine Projekte finden werde.
     
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  13. frama78

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    Erstellt: 17.01.20   #13
    Ich hätte bei Kabelbindern Angst, dass es Abdrücke gibt. Ich nehme gerne ein Gymnaastik-Theraband, was ja das selbe Prinzip wie der Fahrradschlauch ist.
     
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  14. Bassturmator

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    Erstellt: 17.01.20   #14
    Ja, diese sehr dünnen aber breiten Latex-Bänder sind echt superflexibel und funktionieren besser als Fahrradschlauch!
     
  15. Barisan

    Barisan Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.01.20   #15
    ih probiere es mit Latex-Bänder, muss erst eine besorgen. Frage, wie wir das Band fixiert am anfang? Klebeband??
     
  16. Slideblues

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    Erstellt: 17.01.20   #16
    Nein... der Anfang wird überwickelt... also... eine Lage umwickeln und das "Ende vom Anfang" etwas länger lassen und dann mit der den nächsten Wicklungen fixieren ... mit etwas Übung klappt das schon.. und noch mal zu den Fahrradschläuchen... die gehen auch wunderbar (nehme ich gerne um Griffbretter zu verleimen), wenn du sie in dünnere Streifen schneidest... Solltest du dich doch noch für einen Kollagen Leim entscheiden (Knochen- , Haut,- Hausen- Leim), dann kann es nicht schaden die Leim- Flächen vorher mit etwas Wärme zu behandeln... zumindest bei traditionellem Knochenleim, der ja erwärmt wird.
     
  17. Barisan

    Barisan Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.01.20   #17
    Ich habe Knochenleim in Blöcken hart wie ein Stein. Habe den bei auflösung eines Werkstat gekauft. Schreiner sein Sohn wollte das wegschmeise. Wenn man den erhitzt stinkt es bestialisch, klebt aber bombenfest. Trotzdem kann man mit bisschen wärme schon geklebtes korrigieren oder auseinander nehmen.
     
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  18. Slideblues

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    Erstellt: 17.01.20   #18
    Ja... so ist es mit dem Knochenleim...
     
  19. Barisan

    Barisan Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.01.20   #19
    so, mal schauen in paar Tage was Theraband und Fischleim gemacht haben. Das ist erstes mal das ich so was gemacht habe. Trotz das ich Leim dün aufgetragen habe, hier und da kam was raus. Höffentlich verleimt sich der Trusroad nicht.....
    Sicherlich wird es geben Klebstoffreste zum entfernen.....Ich habe es versucht so fest wie möglich einwickeln mit Theraband (knappe 2m kang) und noch zusätzlich mit Kabelbinder und Zwingen zu fixieren.... Ich hab die Zwingen und Kabekbinder nicht besfestigt wie Berseker....

    LP.jpg LP0.jpg
     
  20. Sicmaggot08

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    Erstellt: 21.01.20   #20
    Vielleicht ist dafür jetzt schon zu spät, aber du könntest auch versuchen das Trussrod leicht zu drehen, damit es sich nicht mit dem Leim verbindet!?
     
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