Harp Neuling

von Skjelm, 26.07.19.

  1. Skjelm

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    Erstellt: 26.07.19   #1
    Hallo Zusammen,

    nach Ewigkeiten habe ich den Entschluss gefasst im Leben wenigstens ein Musikinstrument spielen zu können.

    Mit Noten hatte ich als kleines Kind schon meine Probleme, der Gitarrenunterricht war meist nur geschwenzt, weil Noten Noten Noten lernen musste.^^
    Das einzige was ich von Noten beherrsche ist den Notenschlüssel zu schreiben.^^

    Letztens im Musikladen gewesen, samt seiner Fülle diverser Musikinstrumenten., Saxophon sexy, Flöte elegant und praktisch, viel meine Wahl auf die Mundharmonika.
    Passt in die Hosentasche um mal schnell Leute zu beeindrucken. ;D

    Zu meiner Big River Harp hab ich mir noch ein praktisch und sehr gut verständlich geschriebens Komplettkursbuch samt CD besorgt.

    Natürlich gibt es online zu genüge genug Stoff. Doch nun stoße ich auf die erste Begriffsstutzigkeit.

    Das fing mit " So liest man den Blues Harp Tabulatur". Ziehton: Strich unter Zahl Blaston: Strich auf Zahl. Sau cool und klar.

    Mit erstaunen stellte ich fest das für die Tabs wohl keine einheitliche Norm gibt als ich nach Tabs online suchte. Von wie, siehe oben, fanden sich auch folgende -3, 3, 3B, 3, (3) etc..

    Ahnungslos wenn ich versuche ein einfaches Lied zu üben nicht klar, was nun Blas und was Ziehton ist.^^
     
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  2. Lisa2

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    Erstellt: 26.07.19   #2
    Hallo und willkommen im Board, @Skjelm
    Schön, dass Du Dich aufgerafft hast. :great:

    Ja, mit den Tabs ist das so eine Sache. Was da wie benutzt wird hängt davon ab, was sich für den Ersteller leichter in die Maschine tippen oder programmieren lässt. Und jeder ist der Überzeugung, seine Methode sei das Non plus Ultra. Da musst Du jetzt durch. ;-)
    Bei Zweifeln über die Bedeutung hilft nur, den Erfinder ausfragen oder die Tabs mit einer Tonkonserve vergleichen und dann entsprechend zu deuten. Da kann man dann nur hoffen, dass die Versionen dann auch zusammen passen. Denn sowohl die Interpreten der Tonaufnahmen als auch die Tabersteller nehmen sich hier und da "künstlerische Freiheiten" heraus. ;-)

    Ich benutze zwei verschiedene Systeme, um blasen und ziehen anzuzeigen.
    Als ich das Mundharmonika-Buch für die Kinder schrieb, musste ich mir etwas ausdenken, was auch für 5-Jährige gut lesbar ist. So kam es zu der Schreibweise blasen = Zahl, ziehen = Zahl eingekreist. Das entspricht der Version z, (z). Ein - wird halt schnell mal übersehen. Der Kreis wird von den Kindern um ein Vielfaches besser wahrgenommen.
    Da die Tabs mit den Kreisen aber vergleichsweise aufwändig herzustellen sind und die Version mit den Klammern mit 3 Stellen im Laufe einer Notenzeile deutlich mehr Platz einnehmen als die zweistellige Version -z benutze ich für Noten, die "nur mal eben schnell" mit Tabs versehen werden sollen, die 1, -1, 2, -2 etc. Tabs.
    Bei diesem System werden weder Bendings noch Overblows berücksichtig. Diese Anblastechnik brauche ich halt nicht, weil ich in Straight Position und vor allem mit dem Solo-Stimmsystem spiele.
    Die Unter- und Überstreichung der Ziffern ist zwar platzsparend gefällt mir persönlich aber nicht so gut, weil dieses System mit der Anzeige von Oktavlagen kollidiert. Aber das kann ja jeder handhaben und gut finden wie er möchte. Wenn es jemand hinbekommt, eine Zahl doppelt oder dreifach zu unterstreichen, kann man damit auch das Benden anzeigen. _ ziehen ohne benden, = ziehen mit Halbton benden = ziehen mit Ganzton benden. Oder man setzt diese Anzeigen vor die Zahl -2 =2 =2
    Vergleiche mal die unterschiedlichen Tabsysteme und versuche, sie in eine Übersichtstabelle einzutragen, so dass Du die Entsprechungen erkennen kannst.

    Wenn Du die verschiedenen Tab-Sammlungen durchstöberst, achte darauf, für welches Mundharmonika-Stimmsystem die Tabs gedacht sind!

    Gruß
    Lisa
     
  3. Jed

    Jed Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.08.19   #3
    Hi, @Skjelm,

    Als Sprachwissenschaftler kann ich dir versichern, dass die Sprache lange vor der Schrift da war. Analog dazu war die Musik lange vor der Notation bzw. den Tabs da. Das gilt sowohl für die (Prä-)Historische Perspektive als auch für die persönliche. Der Skald und der Barde der Antike sangen lange, epische Balladen vor, ohne Schrift- und Notenkenntnisse. Und du? Konntest du nicht "Fuchs, du hast die Gans gestohlen" mit allen Strophen vorsingen, noch lange bevor du in der Schule lesen lerntest?
    Natürlich haben die Schrift und die musikalische Notation ihren Sinn: ein Schauspieler muss den Text des ihm unbekannten Dramatikers wortgenau lernen, damit sein gesprochener Text zu den Texten der Mitspieler passt. Auch der Orchestermusiker muss genau das spielen, was der Komponist vor x jahren aufschrieb, damit die Symphonie stimmig klingt.
    Aber es gibt auch noch Musik und Texte wie z.B. "Das Deutschlandlied" oder "Stille Nacht". Wer braucht schon dazu einen gedruckten Test und Noten, um sie vor- oder mitzusingen?
    Für mich ist die Mundharmonika in diesem Milieu zu Hause. Sie ist eine Verlängerung der menschlichen Stimme. Ihr Repertoire sind die Melodien, die jeder - oder zumindest du, der Spieler - kennt. Versuche, auf der MuHa Melodien zu spielen, die du summen oder pfeifen kannst. Jede Melodie wird sich dir schneller erschließen, als die davor. Wetten!

    Cheers,
    Jed
     
  4. Skjelm

    Skjelm Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.08.19   #4
    Hi,

    @Lisa2 and @Jed. Danke für die Antowrten. Im Moment bin ich noch fleißig am Üben. Meine AUfmerksamkeit liegt im Moment an der Melodie von "Die linke und die rechte Hand des Teufels" :D Ja ich bin Bud Spencer and Terrence Hill Fan, besonders die Spaghetti-Western. :D Das mit den Platz der Notenzeile ist vertändlich.
    Woran sehe ich das welche zudammen passen? :)

    Genau das habe ich mir auch immer gedacht. xD
    Das werde ich auf jedenfall probieren.

    Im Moment spitze ich meine Lippen noch um die Kanäle richtig zu erwischen.
     
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  5. Jed

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    Erstellt: 09.08.19   #5
    Ja, so muss mann's, wenn man die Kanäle richtig erwischern will!

    Allerdings habe ich anfangs (schon als Kind) die "Gießkannen-" oder "Breitmaulfrosch-Methode" angewendet. Dabei bläst bzw. zieht man durch mehrere Kanäle - Hauptsache, man "erwischt die richtigen Kanäle", sprich: einer davon ergibt den gewünschten Melodieton. Die Anordnung der Töne nach Richter sorgt dafür, das zumindest (meistens) Harmonien entstehen.

    Mit etwas Übung kann man dann jeweils den richtigen Melodieton und die beiden Töne darunter erwischen, und in den Fällen, wo das immer noch schräg klingt, mit spitzem Mund einen Einzelton spielen. Irgendwann "erwischt man die richtigen Kanäle richtig", und was will man mehr?

    Ich glaube, Bob Dylan ist nie über die "Breitmaulfroschphase" hinausgekommen!:evil:

    Cheers,
    Jed
     
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  6. Lisa2

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    Erstellt: 09.08.19   #6
    Kennst Du die Methode, bei der man die Mundharmonika ein wenig kippt? Den Ansatz finde ich ganz gut, weil die Lippen dabei entspannt bleiben. Wenn mir jetzt auf die Schnelle einfallen würde, wo ich das Video finde ... Hmmm ...
    Das habe ich schon mal in einem der Mundharmonikathreads verlinkt. :gruebel:
     
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  7. Skjelm

    Skjelm Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.08.19   #7
    Ja, das mit den kippen steht im Bluessharp Kurs auch ganz gut vermittelt rüber. :D
     
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