Hat meine Epi einen Halsbruch, angebrochen, nur im Lack oder wurde bereits repariert?

justamusician
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Schönen Sonntag an alle,

Ich hab mal Fotos vom Hals meiner Epi Les Paul Standard angehängt. Die Gitarre habe ich schon länger und auch so von einem Freund bekommen, der die Gitarre ebenfalls so schon über einige Zeit ohne Probleme gespielt hat. Der „Bruch“ oder was auch immer ist für mich nur ein optischer Makel, denn beim Spielen merkt man davon nichts. Dennoch ist es für mich jetzt mal an der Zeit herauszufinden mit was ich es hier überhaupt zu tun habe. Ich überlege die Gitarre mit zu Gigs zu nehmen, als Backup zum Beispiel, und da sollte ich sie im Eifer des Gefechtes nicht wie ein rohes Ei behandeln müssen.

Kann jemand hier im Board eindeutig sagen, um was es sich hier handelt? Es könnte ja von „Lackriss“ bis „reparierter Halsbruch“ bis „unreparierter Halsbruch“ alles sein theoretisch.

Die Fotos mit Blitzlicht sehen natürlich brutal aus. In Wirklichkeit muss man zwei mal hingucken, um den Riss zu erkennen.

Falls wichtig, der „Riss“ geht vom Binding aus betrachtet vom zweiten Bundstäbchen hoch in die Mitte des ersten Bundes (Spitze des „Eisbergs“) und auf der anderen Seite wieder runter bis in die Mitte des zweiten Bundes.

Danke vorab für eure Hilfe!

IMG_5693.jpegIMG_5694.jpegIMG_5695.jpegIMG_5696.jpegIMG_5697.jpeg
 
Grund: Bilder eingebunden
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Eindeutige Ferndiagnosen sind schwierig.
Ich tippe auf einen gut geleimten Bruch ohne Lackreparatur.
 
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Die Position ist auf den Bildern schlecht zu erkennen, aber anhand des Verlaufs des Risses würde ich vermuten dass es sich um einen angeschäfteten Hals handelt und die zwei Holzteile nach der Produktion unterschiedlich stark geschrumpft sind.

Garantieren kann ich`s nicht, würde aber vermuten dass es stabil bleibt, da die Leimfläche recht groß ist.

*
 
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*edit*
Das hieße ja, dass die Gitarre womöglich gar nicht umgefallen oder runtergefallen ist irgendwann?
 
Grund: edit->Vollzitat Vorpost
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Genau. Ist sozusagen ein Fehler in der Fertigung. Hölzer mit unterschiedlicher Holzfeuchte bzw. unterschiedlichem Maserungsverlauf verleimt.

*
 
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@Prospero und @Bassturmator mal die Frage umgekehrt: Könnt ihr aufgrund der Bilder eindeutige ausschließen, dass es ein „unreparierter Bruch“ ist?

Weil wenn ja hätte ich ja die Sicherheit, dass ich die Gitarre ganz normal wie jede andere auch behandeln kann, ohne Ängste.
 
Nein, wie ich ja schon schrieb möchte ich auf Basis von Fotos nichts eindeutig bewerten.
 
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👍👍

Was mMn auch die einzig seriöse Methode ist !
 
aus welchem Jahr ist die Epi LP?
Da es sich um eine "Standard" handelt, wird der Hals nicht angeschäftet, da es sich um ein Instrument so ab ca 600 € handeln sollte.
Besser ist, wenn ein seriöser Gitarrenbauer mal drübberguckt, kostet nix, vllt einen 5er in die Kaffeekasse.
 
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Ja, das ist ein Kopfbruch entlang der Schäftung. Was man auf dem Foto nicht sehen kann ist, ob der Bruch repariert wurde (ohne Lackarbeiten) oder eben nicht. Es kann ja auch ein Anbruch sein.

Wenn Du es genau wissen willst. musst Du mal vorsichtig am Hals biegen. Öffnet sich beim biegen ein Spalt, dann ist es ein Anbruch, der noch nicht repariert wurde. Öffnet sich kein Spalt (also alles bleibt fest), dann ist es schon geleimt worden. Dann muss man nur (wenn man denn will) noch den Lack ausbessern. Keine Angst, ein geleimter Bruch (wenn es richtig gemacht wurde) ist stabil.

Das ein Hals an der Schäftung von selbst aufgeht weil Kopfplatte und Hals aus verschiedenen Holz ist, ist mir noch nicht untergekommen. Auslöser für so einen Schaden ist immer eine äußere Gewalteinwirkung. Also z.B. ein "Umfaller" - das kann selbst im Koffer passieren.

Gruß
 
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Ging mir mal so mit einer Epiphone Riviera. Bin damit beunruhigt zu einem Gitarrenbauer gegangen. Der bog den Hals an der Kopfplatte. Ich konnte gar nicht hinschauen. Er meinte dann nur grinsend: "Sehen Sie? Alles gut".

Im Prinzip hat er das richtig gemacht, auch wenn es martialisch aussah. Er kannte seinen Kraftaufwand, das hinreichend zu prüfen. Wäre der Hals an der Stelle gebrochen, dann wäre es sein Thema geworden. So aber hat er gezeigt, dass alles ok ist und ich war beruhigt.
 
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aus welchem Jahr ist die Epi LP?

Die Epi müsste irgendwann aus 2005 bis 2008 sein.

Er kannte seinen Kraftaufwand, das hinreichend zu prüfen. Wäre der Hals an der Stelle gebrochen, dann wäre es sein Thema geworden

Also muss ich den Hals an der Kopfplatte biegen und genau hinsehen und entweder er hält und ich bin beruhigt oder er bricht und die Gitarre wird unspielbar... aber Gewissheit hätte ich immerhin :ROFLMAO:
 
Also muss ich den Hals an der Kopfplatte biegen und genau hinsehen und entweder er hält und ich bin beruhigt oder er bricht und die Gitarre wird unspielbar.
Nun mach mal Halblang.
Du sollst den Hals nicht brechen, sondern ihn leicht biegen. Es gibt ja einige Gitarristen die beim spielen den Hals leicht biegen um einen Tremolo-Effekt zu imitieren.
Also keine Angst, so ein Hals hält schon was aus. Wenn Du nur leicht die Kopfplatte Richtung Hals (also nach oben zu den Saiten) ziehst, siehst Du sofort ob der Bruch offen ist oder eben nicht.
Dazu genügt eine minimale Kraftanstrengung - falls Du Bodybuilder bist, dann halte Dich zurück. ;o) :devilish:

Ich will Dich nicht zu einem brechen des Halses überreden aber anders wirst Du nicht feststellen können ob der Bruch fest ist oder nicht - ODER: Du gehst zu einem Gitarrenbauer oder Musikgeschäft und lässt das prüfen.

Gruß
 
Also ich hab jetzt mal dran rumgebogen und tatsächlich "bewegt" sich der Spalt. Musste wirklich genau hinsehen, war gar nicht so einfach zu erkennen. Also offenbar irgendwann mal umgefallen, angebrochen, seitdem einfach weitergespielt und keine Gedanken mehr drüber gemacht ...
 
Das ein Hals an der Schäftung von selbst aufgeht weil Kopfplatte und Hals aus verschiedenen Holz ist, ist mir noch nicht untergekommen.

Mir auch nicht, aber dass ein Hals direkt an der Leimfuge der Schäftung bricht und das durchgehend bis zum Griffbrett eben auch nicht.

Also ich hab jetzt mal dran rumgebogen und tatsächlich "bewegt" sich der Spalt.

Das ist dann blöd, zumal eine Reparatur dann nicht ganz einfach ist.

Viel Erfolg bei der Suche nach einem Gitarrenbauer der das machen will!

*
 
@Bassturmator
Ich hätte jetzt aus dem Bauch heraus gedacht: Durchbrechen/Abbrechen und dann gescheit und vollflächig verleimen, nacharbeiten und lackieren. Spricht da etwas gegen?
 
Spricht da etwas gegen?

Ja, das Griffbrett. Denn das ist ja wenn ich die Lage richtig einschätze auch noch mit beiden Bruchstücken verbunden.

Einfach so ganz durchbrechen würde also weitere Schäden erzeugen und die Reparatur erschweren.

*
 

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