Heligonka vs Steirische Harmonika

von hyperbear, 06.09.19.

  1. hyperbear

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    Erstellt: 06.09.19   #1
    Hallo Leute!

    Ich eröffnete ja schon vor ein paar Wochen das einen Thread zur Kaufempfehlung eines Akkordeons/Harmonika, wobei ich mir da über ein paar Dinge noch nicht im Klaren war. Nun steht aber ziemlich fest, es soll eine diatonische Harmonika (und kein Akkordeon) werden. Besonders gefallen mir die slowakischen bzw. russischen Lieder auf den "Heligonkas" gespielt, aber auch mal sowas wie Huber v Goiserns "Solide Alm", u.ä.





    Meine konkreten Fragen wären: 1. Hat jemand Erfahrung nicht nur mit der Steirischen, sondern auch mit den Heligonkas? Die im ersten Link gespielte Heligonka der Firma "Harmonike ALPEN" scheint verbreitet zu sein (http://www.alpen-harmonike.com/). 2. Kennt im Speziellen diese Heligonka jemand? Mir scheint es, als wäre der Klang dieser Heligonkas anders (3. kann das jemand bestätigen?) kann aber auch primär an den unterschiedlichen Musikrichtungen liegen, die man jeweils findet. 4. Kann man was zur Qualität sagen.

    DANKE im Voraus! :)
     
  2. Arrigo

    Arrigo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.09.19   #2
    Hallo hyperbear,

    ich kenne ein paar verschiedene Steirische (klanglich), kann sie aber nicht spielen und eine Heligonka habe ich noch nie live gehört. Also halte mich nicht für einen Fachmann.

    Man soll ja Wikipedia nicht immer trauen, aber der Wikipedia-Artikel beantwortet doch deine allgemeinen Fragen zur Heligonka:

    "Die Heligonka unterscheidet sich von der Steirischen Harmonika nur in wenigen Punkten.
    • Im Aussehen
    • Die Diskanttastenausrichtung ist für die dritte Reihe etwas versetzt, so wie dies auch bei den meisten Wiener Modellen der Fall ist.
    • Der Abstand der inneren Reihe zur Diskantabdeckung ist etwas geringer.
    • Die Tastenbelegung im Diskant ist meist ohne Gleichton.
    • Die Basstastenbelegung für die zweite Tastenreihe entspricht der üblichen Belegung wie beim Wiener Modell." (Zitat Wikipedia)
    Ebenso steht da folgendes:

    "Mit dem Zweiten Weltkrieg erlosch diese Instrumentenbautradition fast völlig. " (Zitat Wikipedia)

    Ich vermute also, dass die Heligonka einfach ein Wiener Modell mit Helikonbässen ist und den Niedergang aller diatonischen Zuginstrumente (Wiener Modell, Club-Harmonika, Steirische Harmonika) nach dem 2. Weltkrieg mitgemacht hat, von dem sich nur die Steirische durch einen Boom in den letzten Jahrzehnten erholt hat.
    Das heißt einerseits, dass es kaum Hersteller und Modelle gibt, du aber andererseits zu jedem Hersteller steirischer Hamonikas gehen, dir ein Modell aussuchen und ihn die Knöpfe z.T. mit anderen Tönen belegen lassen kannst.
    Da es viele (optisch und klanglich) verschiedene Steirische gibt, bin ich mir relativ sicher, dass sich zu jeder der wenigen Heligonkas eine Steirische finden lässt, die zum Verwechseln ähnlich klingt.

    Ein ganz wichtiger Punkt: Der Patrik Kováč bearbeitet all seine Videos eindeutig nach, zumindest der hinzugefügte Hall ist nicht zu überhören.
    Oder es ist eines der Midi-Instrumente (oder sogar Playback-Instrumente) des Herstellers, wo der Herr Kováč den Hall schon voreingestellt hat.
     
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  3. hyperbear

    hyperbear Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.09.19   #3
    Die hab den Wikipedia Eintrag schon vorher gelesen, trotzdem danke! Ich erhoffte mir trotzdem eine etwas konkrere Aussage, vor allem in Bezug auf die Qualität und den Klang, denn für mich ist ein doch deutlicher Unterschied im Klang zu erkennen, aber vermutlich hast du da recht: es wird Steirische geben, die in diese Richtung klingen.

    LGM
     
  4. Arrigo

    Arrigo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.09.19   #4
    Ich bin mir immer noch nicht ganz im Klaren, was für dich den großen Unterschied ausmacht.
    Aktuell denke ich, es ist das Volle, Mächtige am Klang.

    Das hat eben drei Ursachen: einen entsprechenden Grundklang, eine (Balg-)dynamische Spielweise und die Nachbearbeitung.
    Es ist schwer bis unmöglich, da scharf zu unterteilen und man kann (bis auf die Spielweise) das eine durch das andere kompensieren.

    Da ich glaube, jedoch nicht sicher bin, dass der Unterschied, den du haben willst, eher eine Sache der digitalen Nachbearbeitung ist, macht es in meinen Augen keinen Sinn, auf die Instrumente einzugehen.
    Ich halte es unbedingt für nötig, dass du dir die Instrumente einmal live ohne Verstärkung anhörst, um sicher zu gehen, dass es das Instrument selbst ist, das dir gefällt.

    Denn so, wie du bisher vorgehst, haben die Aufnahmebedingungen und Aufnahme- und Studioequipment einen viel zu großen Einfluss, den du vermutlich gar nicht abschätzen kannst.
    Es wäre aber wichtig, denn so wie es jetzt immer noch aussieht, gibt es für dich zwei mögliche Wege:
    1. So wie du bisher vorgehst, nach gut-klingenden Instrumenten zu suchen und zu hoffen, dass sich da etwas findet.
    2. Dich mit der Midifizierung zu befassen, denn das bedeutet nicht (nur) Verstärkung, sondern Klangveränderung, bzw. digitale Klangerzeugung.
    Und diesen Weg kann man noch weiter denken: Warum überhaupt eine Tonerzeugung auf akustischem Weg, warum nicht gleich ein Roland o.ä., egal ob Akkordeon oder Harmonika oder Keyboard, oder noch weitergedacht, warum überhaupt ein
    Musikinstrument, wenn es gute Software und Sounds für den Computer gibt.

    Ich denke, du solltest dir wirklich klar werden, dass oder ob für dich der 1. Weg der richtige richtige ist. Denn die Instrumentenwahl davon abhängig zu machen, wer die besseren Youtube-Videos dreht, weist eher auf Weg 2 hin.

    Ich weiß ja nicht, wo du wohnst, aber z.B. bei mir in Altbayern gibt es regelmäßig Hoagarten oder Ziachtreffen, wo man bei freiem Eintritt verschiedene Spieler auf verschiedenen Instrumenten ohne Verstärkung hören kann.
    (Du merkst schon, ich mache beim Klang keine Unterschiede zwischen Steirischen und Heligonkas, auch wenn es vielleicht kleine gibt.)
    Falls du überhaupt keine Livemusik findest, wäre es zumindest sinnvoll, beim Vergleich von Harmonikas anhand von Videos auf gute aber gleiche Aufnahmebedingungen zu achten, z.B. wenn auf dem selben Youtube-Kanal verschiedene Instrumente gespielt werden bei den Kanälen von Händlern.
    Oder schau in der Mediathek vom BR mal nach den "Wirtshausmusikanten beim Hirzinger". Da kannst du vorspulen zu den Stellen, wo Harmonikas zum Einsatz kommen und hast unterschiedliche Musiker auf unterschiedlichen Instrumenten unter gleichen Aufnahmebedingungen und mit ähnlicher Nachbearbeitung.

    Viel Erfolg.
     
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  5. ?mona?

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    Erstellt: 09.09.19   #5
    Ich finde, du zäumst das Pferd irgendwie von hinten auf....

    mMn solltest du dir als nächstes, nachdem du ja den Wunsch hat, Heligonka zu lernen, mal einen Lehrer suchen und parallel dazu nach einem Leihinstrument Ausschau halten. Ist eines oder beides davon nicht machbar, v. A. Wenn du keine Lehrer findest, solltest du einfach zu Plan B übergehen und das Ganze für eine Steirische ins Auge fassen. Sollte auch das nicht zum gewünschten Erfolg führen, vielleicht doch erst mal chromatischen Akkordeon lernen?!

    Der Hintergrund meiner Rede ist folgendes:
    ich denke, durch Ausprobieren und spielen lernen, kommst du in deiner Entscheidungsfindung evtl. auch voran. Und weiterhin verschwendest du nicht noch mehr deiner Zeit, hier das optimale Instrument zu finden, während du immer noch nicht spielen kannst! Was nützt es, schwanger zu gehen mit dem Wunsch nach einer Heligonka (die ich jetzt übrigens erst durch dich kennengelernt habe), wenn es dir keiner beibringen kann???
    Vielleicht merkst du beim Spielen auch, dass du zwar den Klang eines Handzuginstruments toll findest, aber der Weg dahin zu weit ist, oder es dir einfach keinen Spaß macht? Dann käme Plan C ins Spiel: das hat ja dir @Arrigo bereits vorgeschlagen...Midifizierung.
     
  6. hyperbear

    hyperbear Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.09.19   #6
    Ok, jetzt wird es mir doch etwas zu blöd, sorry, nicht böse gemeint, aber ihr beide stellt mich erstens als kompletten Anfänger (ja fast als Naivling und Blödmann dar), zweitens bastelt ihr euch irgendwelche Strohmänner zusammen, und geht auf Dinge ein, die ich so nicht behaupte, geschweige denn fragte. Nochmal, ich hätte hier nach einem Heligonkaspieler Ausschau gehalten, der mir vielleicht etwas zur Qualität der Firma "Harmonike Alpine" sagen kann, und zum grundsätzlichen (ja kaum überhörbaren) Klangunterschied. Um ein paar Dinge klarzustellen:

    1. Das verlinkte Video ist natürlich nachbearbeitet - und NEIN - ich suche nicht nach "dem besten Youtube-Studio-Sound" und wähle aufgrund dessen mein Wunschinstrument. Ich bin kein Narr, okay? ;D Ich möchte auch nicht studio- oder samplebasiert arbeiten. Es gibt vom verlinkten Herren (und nicht ausschließlich von ihm) zahlreiche Live-Mitschnitte, die nicht nachbearbeitet sind. Der Klang der Heligonka hat einen "slawischen Touch", schwierig zu beschreiben, und doch typisch -muss man eben hören. Die tendenziell andere Literatur trägt wohl auch eine Rolle zum differenzierten Eindruck bei. Es wäre i.d.T. interessant, diese Lieder auf einer Steirischen zu hören.

    2. Midifizierung? Nein danke! Warum sollte ich ne Midifizierung anstreben? War doch nie die Rede davon. Ich arbeitete mit Midis die letzten 10 Jahre im Zuge einer DAW, also computerbasiert. Ich möchte nun endlich ein akkustisches Instrument - ohne "Schalterchen hier und Schalterchen da" - bewegte Luft, die vom Instrument selbst ausgeht - keine Kabel. Ein Instrument zum in die Hand nehmen und drauf los spielen.

    3. "Lehrer suchen und Leihinstrument"? Leute, fragte ich nach einem Lehrer? Ich spiel seit 10 Jahren verschiedenste Instrumente. Ich denke, ich ich kann abschätzen, worauf ich mich einlasse. Stunden werden bei Bedarf gebucht, gerade für den Anfang kann das ja nicht schaden. Ich kann es mir aber auch ohne gut vorstellen, falls sich doch eine Heligonka werden soll, und sich dafür niemand findet. Aber warum kommt man zu dem Thema? Um mir zu sagen, welch Anfänger ich doch bin? Nun, so ganz stimmt das nicht.

    4. "Vielleicht merkst du beim Spielen auch, dass du zwar den Klang eines Handzuginstruments toll findest, aber der Weg dahin zu weit ist, oder es dir einfach keinen Spaß macht?" Leute, wie kommt man auf so eine Vermutung ohne jegliche Anhaltspunkte. Ich hab zu Hause ein altes Akkordeon auf dem ich seit ein paar Wochen spiele - ich komme sehr gut damit klar. Und Live hab ich eine Steirische auch schon öfter mal gehört - erst letztens im Laden.

    SORRY - Zu viele Vermutungen und Strohmänner über Dinge, über die es hier nicht einmal geht. Es ging mir alleinig um den Vergleich zwischen Heligonka und Steirischer - eine Art Erfahrungsthread von Leuten, die wirklich was dazu sagen können. Um was es mir nicht ging, ist eine personenbezogene Vermutungsparty.

    LGM

    PS: Den Herren Kovac gibt's auch "roh" ;)
     
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  7. ?mona?

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    Erstellt: 09.09.19   #7
    Ohgottohgottohgott....
    Ich wollte dich weder angreifen noch beleidigen. Sorry, wenn du dir aufgrund meiner Vermutungen (in der Tat, das waren sie nur) auf den Schlips getreten fühlst. Das habe ich nicht beabsichtigt. Deshalb auch die Wahl der Worte "vielleicht" und "meiner Meinung nach".
    Da ich zum Klang geschweige denn zum Spielen einer Heligonka weiter nichts beizutragen habe, werde ich ab nun hier schweigen. Trotzdem danke, dass ich durch dich überhaupt darauf aufmerksam wurde.
    Nichts für Ungut.
     
  8. hyperbear

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    Erstellt: 09.09.19   #8
    Eine Folgefrage, die sich stellt, wäre übrigens auch, warum man nach einem "Heligonkalehrer" qua "Heligonkalehrer" suchen müsste - so wie ich das einschätze sind das doch grundsätzlich ähnliche Instrumente der gleichen Gattung, die sich eben primär im Klang, nicht in der Spielweise - unterscheiden...
     
  9. ?mona?

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    Erstellt: 09.09.19   #9
    Jetzt also doch noch mal... Das sind Vermutungen, die ich weder bestätigen noch dementieren kann.
    Es gibt Lehrer, die evtl. besser Bescheid wissen und natürlich dir sagen können, ob sie das unterrichten wollen bzw. können . Ich meinte jetzt keinen ausschließlichen Lehrer für Heligonka, sondern einer, der dir zusagt, dass er das lehren möchte.
    Denn ich vermute mal, einen spezialisierten Heligonkalehrer wird schwer zu finden sein.

    Und das mit dem Leihinstrument war gut gemeint, denn man hat mal relativ risikolos und für relativ wenig Geld etwas in der Hand, um schon mal auszuprobieren. Und evtl. merkt man anhand des Leihinstrumentes, auf was man mehr Wert legt und was man evtl. nicht so gut findet.
     
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  10. ?mona?

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    Erstellt: 11.09.19   #10
    Dei letztes Videobeispiel hat mich inspiriert.
    Ich habe dir mal ein Beispiel mit Bass aufgenommen (nur Handy, keine Nachbearbeitung), da du den Helikonbass (vermutlich) toll findest. Er ist zwar anders, aber ich finde ihn auch nicht von schlechten Eltern. Was meinst du dazu?


     

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  11. Arrigo

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    Erstellt: 11.09.19   #11
    Ich will dich nicht beleidigen, aber du bist ein kompletter Anfänger auf diesem Gebiet. Und ein Anfänger kann nicht wissen, welche Fragen er sinnvollerweise stellen sollte, denn dafür ist ein Gesamtbild des Themenkomplexes nötig, das ein Anfänger nicht hat. Woher sollte er es auch haben?
    Sei deshalb froh, wenn hier andere für dich Aspekte ansprechen, die du von dir aus nicht erwartet hast und nicht eingeschnappt. Scheuklappendenken ist generell keine gute Idee.
    Du bist nicht der erste, der sich für so ein Instrument interessiert und auch nicht der letzte, deshalb gehen die regelmäßigen Forenteilnehmer so vor, dass sie auf die speziellen Eigenschaften des Fragenstellers eingehen, aber grundsätzlich den (statistisch wahrscheinlichsten) Normalfall im Kopf haben.
    Z.B. ist der Normalfall, den Mona verhindern wollte, dass ein Neueinsteiger, der keinen festen Lehrer hat, ein paar Wochen Spaß hat und dann nicht weiterweiß, bzw. ihm langweilig wird. Dann sucht er einen Lehrer, findet aber keinen oder der Lehrer lässt ihn Sachen spielen, die nicht das sind, was der Schüler sich vorgestellt hat. Und dann lässt er die Sache bleiben. Das muss bei dir nicht so sein, aber es ist sinnvoll, dass man darauf hinweist.
    Und gerade die Harmonikas mit ihren 1000 Systemen der Knopfbelegung (vor allem im Bass) machen das komplette Noten-/Griffschriftmaterial eines Lehrers zunichte, wenn zu viele Töne/Akkorde auf dem Instrument des Schülers nicht vorhanden sind. Deshalb hat Mona völlig Recht: Gerade bei den Harmonikas den Lehrer fragen, ob er damit zurechtkommt.
    Da wünsche ich dir viel Erfolg, halte es aber für sehr unwahrscheinlich, dass sich da jemand findet und er sich in einem deutschsprachigen Forum auf deutsch meldet. Die Heligonka ist halt eine regional tschechische Variante von Steirischer und Wiener Harmonika und grundsätzlich sind die Harmonikahersteller kleinere Handwerksbetriebe bis zum Ein-Mann-Betriebe mit relativ kleinen Produktionszahlen.
    (Und Qualität ist in der heutigen Zeit ein Begriff, der so verschieden ausgelegt wird, dass ich mich dazu grundsätzlich erst äußere, wenn mir einer konkret erklärt, was er meint.)
    Um es vorwegzunehmen: ich will dich auch jetzt nicht beleidigen. Und wenn du einen schlechten Tag hattest, überlies den Absatz.
    Du bist immer noch der einzige, der diesen Klang für so besonders hält. Sonst hätten sich andere gemeldet.
    Hier lesen (meistens) einige hochmusikalische Menschen mit einem Spitzengehör, jedenfalls besser als meines, mit, und niemand bestätigt das oder genauer, jeder hat Vergleichsmaterial im Kopf, in das sich deine Videos gut einfügen ohne so herauszuragen.
    Deshalb raten hier alle, zumindest ich, welcher Teilaspekt des Klangs für dich so besonders ist, oder provokativer formuliert, für welchen Teilaspekt dir (noch) Vergleichbares fehlt.
    Aber weiter vergleichen, kommt ja nicht in Frage.
    Und jetzt wird es richtig seltsam: Zumindest auf meine Vorschläge gehst du nicht ein, im Sinne von: ja, könnte sein, eher nicht, sicher nicht.
    Stattdessen: das ist mir zu einfach, das hatte ich für mein Instrument ausgeschlossen und das ist tabu, weil ich es vorher noch nicht angesprochen hatte!
    Leicht mit einem Wort zu beschreiben: Moll.
    Auch wenn ich Kalinka, Katjuscha oder sonstige russische Volkslieder spiele, schmeckt mir kein Wodka.
    Und meine Instrumente bleiben die, die sie vorher waren. Probier es ruhig auch aus - die Lieder, weniger den Wodka.
    Nein. Der Klang von Steirischen und Heligonkas unterscheidet sich vom Gesamteindruck her am meisten durch die Schwebung und evtl. durch eine Dämpfung bzw. Filterung von Obertönen durch die Verdecke und das sind Dinge, die man nachträglich anpassen kann, also nichts Instrumenteigenes. Ansonsten merkt man noch die Preisklasse (und dass Handwerksprodukte nie exakt gleich sind).
    Aber für die Spielweise ist es schon entscheidend, ob ich an der Stelle den Ton habe, den ich dort erwarte, oder einen anderen.
     
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  12. albschneggle

    albschneggle Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.09.19   #12
    Hallo hyperbear,

    Ich hab mir die "Alpen-Harmonika"-Seiten angeschaut. Das was dort angeboten wird, sind Steirische Harmonikas.
    Auf der Wiki-Seite find ich als wesentliche Unterschiede zur Steirischen, dass die Heligonka "meist ohne Gleichton" ist und die innere Bassreihe (zumindest auf dem Bild) nach unten versetzt ist.
    Auf der übersetzten Internetseite von "Alpen" steht was von "Obertönen". Ich hab ne Südklang-Harmonika aus Slowenien, da sind beide Tremolo-Schwebetöne über dem Gleichton, das wurde mir als "Slowenische Stimmung" verkauft. Vielleicht ist das sowas, was Du suchst.

    Die "Alpen"-Harmonika habe ich noch nicht ausprobiert, da kann ich nichts dazu sagen.
    Im Internet finden sich die Adressen der Musikhäuser, die diese Harmonikas verkaufen.
    Da würde ich an deiner Stelle einfach mal nachfragen...und vielleicht mal probespielen ?

    Gruss, albschneggle
     
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  13. albschneggle

    albschneggle Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.09.19   #13
    Noch was zum Thema Unterricht :
    Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Du für die Heligonka (ohne Gleichton)einen Lehrer findest. Dein Lehrer muss auf seinem Instrument die selbe, bzw. nahezu identische Tonbelegung haben wie Du, sonst gibt's nur Missverständnisse, bzw. dein Lehrer ist die meiste Zeit damit beschäftigt, Dir die Griffschrift passend umzuschreiben, bzw. vor-und nachspielen funktioniert halt auch nicht, falls der Lehrer nach diesem System unterrichtet...
     
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  14. hyperbear

    hyperbear Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.09.19   #14
    In concreto bin ich Anfänger auf *diesem* Instrument, was aber nicht heißt ich wäre aus musikalischer Sicht ein Anfänger oder völlig planlos. Ich weiß schon, was ich da mach, glaub's mir. Des weiteren begehst du dutzende ad hominem Angriffe. Aus logischer Sicht völlig unzulässig, was du hier so von dir gibst. Nur weil jemand (mal hypothetisch) Anfänger ist, heißt das nicht er/sie hätte deshalb unrecht. Desweiteren bastelste du dir zahlreiche "Strohmänner", d.h. du nahmst einfach irgendwas an (z.B. dass ich den Instrumentenkauf von Youtube-Videos mit Klangnacharbeitung abhängig mache, etc.) und hast mich dann anhand dieser Annahmen bloßstellen oder belehren wollen. Darauf kann ich gerne verzichten! Mir scheint, in diesem Thread geht es wohl primär um Minderwertigkeitskomplexbewältigung, die du hier an vermeintlichen "Anfängern" operierst. Etwas annehmen und aufgrund dieser Annahme guten willens zu helfen ist halt was anderes, als aufgrund (falscher) Annahmen aufmüpfig und respektlos zu schreiben.


    Zum Klang: So eine Heligonka klingt in der Tat anders (und nein, ich widersprche da Deinen alten Ohren) - es liegt nicht an der Literatur, sondern an der unterschiedlichen Stimmung des Instruments - Ich hab mir das auch kürzlich von Novak offiziell bestätigen lassen - die bauen nämlich auch Novak-Heligonkas für den slowakischen Markt. Es ist eine andere Stimmung, die diese Instrumente "slawisch" klingen lässt. Zum Rest erspar ich mir jetzt einfach mal eine Rückmeldung. Ich möchte jedenfalls nicht, dass du in diesem Thread noch was von dir gibst. Ich brauchte deine "Hilfe" hier wirklich nicht. Bitte das zu respektieren. Danke!
     
  15. 1rr

    1rr Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.09.19   #15
    :great::D:great:

    super,
    ich denke mal da wird sich keiner mehr die Mühe machen noch was zu diesem Thema zu schreiben :tongue:

    Gruß Kurt
     
  16. hyperbear

    hyperbear Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.09.19   #16
    Achja? Und wessen Schuld ist das jetzt? Strohmannbastelnde Pseudoprofis braucht hier eh niemand. Ansonsten steht einem Austausch ja nichts im Weg,obwohl ich eh sehe, dass es hier keine "Masse" gibt, die mir zu dem Thema viel sagen kann.
     
  17. Akkordeonengel

    Akkordeonengel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.09.19   #17
    Also, ein Draufgänger hat sich gerade jetzt berichtet. Ich bin (wahrscheinlich) der einzige Slowake hier im Akkordeon Forum. Leider spiele ich nur das Piano-Akkordeon (ach ja, Murphys Gesetze sind unerbittlich). Slowakische Heligonkas - das ist eine Parallelwelt für mich. Eine wunderschöne Welt, aber ich gehöre nicht dazu. Ich schreibe, weil ich nicht weiß, ob Du, hyperbear, Slowakisch verstehest. Wenn Du Hilfe bei einer Übersetzung aus dem Slowakischen benötigen würde (in Bezug auf Informationen über slowakisches Heligonkas), schreib mir auf meine PN. Ich bin nicht so gut wie Google Translator, doch werde ich gerne helfen...
    Gruß, Vladimir
     
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  18. maxito

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    Erstellt: 15.09.19   #18


    Kinners, fangt euch doch mal wieder ein!

    Da man sich in so einem Internetforum nicht direkt in die Augen schauen kann, sind Missverständnisse vorprogrammiert. Außer dem kann man den Tonfall mit dem der jeweilige Text gedacht ist beim Lesen nicht erkennen - auch damit sind Missverständnisse praktisch vorprogrammiert. Ein wesentlicher Teil beim erfolgreicher Umgang miteinander in solchen Internetforen besteht auch darin, dass man auch mit solchen Missverständnissen gelassen umgeht.




    nö - dem steht eigentlich nichts im Wege!

    Wobei die ganze Sache natürlich deutlich besser funktoniert, wenn man die Frage möglichst präzise formuliert und die Antworten ebenfalls genauso ausarbeitet und auch kenntlich macht, wo man etwas sicher weiß und wo man nur eigene Meinung oder Vermutung wiedergibt.

    Dann kann man die Fakten relativ einfach auseinadersortieren und weiß auch wo persönliche Bereiche anfangen.
    Das ist insofern wichtig, als wir heir ein Sachforum sind, und über Sachthemen mit Usern diskutieren, nicht personebezogen über die User selbst... und dann auch möglichst gegenüber Usern nicht persönlich werden - vermeidet auf beiden Seiten auch Kollateralschäden, was dem friedlichem Miteinander in der Summe guttut!




    Die "Masse " zu dem speziellen Thema wird man auch nicht finden. Denn dazu ist das nachgefragte Produkt einfach zu speziell.

    Vor diesem Thread wusst ich überhaupt nicht, dass es überhaupt so eine Typ "Akkordeon" gibt! Akkordeon ist im Gesamtbereich Musikinstrumente eine relativ kleine Nische. Und diese Nische untergliedert sich nochmals in diverse weitere Untergruppen...womit sich automatisch der Kreis der "Kenner" sich sehr stark verkleinert. Und die Heligonka ist hierbei nochmal eine - soweit ich das derzeit erkennen kann - Untergruppe der Steierischen (oder zumindest denen ziemlich ähnlich) Damit können es schon mal gar nicht mehr viele sein, die sich hierzu wirklich detailliert auskennen.

    Es bleibt hier also nicht aus, dass man sich zu diesem Thema erstmal mühsam alle Bruchstücke die zu finden sind, zusammenträgt und mühsam Stück für Stück sortiert. Einer der alles hierzu weiß wird s nicht geben und alle anderen wissen nur n kleines bisschen - ist n mühsames Geschäft, hat aber den Vorteil dass man sich nach der Arbeit selber recht gut hiermit auskennt und damit auch schon selber zum Fachmann geworden ist.

    Die andere Möglichkeit ist den Hersteller zu löchern - aber auch das ist nicht ganz ohne Nachteile. Denn der Hersteller wird sich und seine Ansicht in bestes Licht stellen und man hat dann die mindestens genauso mühsame Aufgabe auseinanderklauben zu müssen, wo denn nun Wahrheit und Eigenwerbung liegen.
     
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  19. Akkordeonengel

    Akkordeonengel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.09.19   #19
    Ich werde versuchen, mein Wissen zusammenzufassen:

    Zum Punkt 1: In der Slowakei breiteten sich um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert Heligonkas aus. Dies war auch auf die Abwanderung der Bevölkerung in die Tschechen und nach Österreich zurückzuführen. Heute sind sie in der Slowakei sehr beliebt. Folkloristen (respektive seine harter ultrakonservativer Kern) mögen die Heligonkas immer noch nicht, denn dieses Instrument durch seine feste Stimmung verformte die Ur-Tonalität der ursprünglichen Folkloreformen stark. Daher betrachten sie dieses Instrument als ein fremdes und störendes Element. Diese Gruppe ist jedoch klein und hat die Popularität des Heligonkas nicht verhindert.

    Zum Punkt 2:
    2A/
    Harmonike Alpen ist ein slowenisches Unternehmen, kein slowakisches Unternehmen, daher hat es nichts mit uns Tschechen und Slowaken zu tun. In den Videos stellt hyperbear nur slowakische Spieler vor.

    2B/ Slowakische und tschechische Helignonka - Hersteller:

    E.&R. Jelinek HELIGONKA
    ulica ČSA 86024 01 Kysucké Nové Mesto
    Slovenská Republika
    +421 917 828 899
    info@akordeony.sk
    Website: https://heligonka.com/contact-us/

    Harmoniky Mikeš
    František Mikeš,Skuherského 40
    370 01 České Budějovice
    Česká Republika
    harmonikymikes@seznam.cz
    mobil.: +420 604 231 031
    Website: http://harmonikamikes.cz/

    Delicia
    DELICIA accordions s.r.o.
    Buková 1339/9, 26801 Hořovice,
    Czech republic
    delicia@delicia.cz
    +420 311 513 521
    +420 724 118 607 mobil
    Website: https://www.delicia.cz/

    Zum Punkt 3: Ja, sie haben einen einzigartigen und schönen Klang.

    Zum Punkt 4: Qualität ist ausgezeichnet, wenn man dafür bezahlt.

    Gruß, Vladimir
     
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