Herbert Pixner Project: die Befreiung der Steirischen

von Kalidass, 06.09.12.

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  1. Kalidass

    Kalidass Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.09.12   #1
    Seit langem bin ich fasziniert von Musikern, die wie alte Bäume tief in einer Tradition wurzeln und gleichzeitig immer neue Zweige entwickeln. Besonders spannend finde ich es, wenn traditionelle Instrumente eine Rolle dabei spielen. Die diatonischen Akkordeons haben es mir seit langem angetan, und ich habe die Franzosen immer beneidet um ihre Marc Perronnes und Cyrille Brottos. Wobei mir bei aller Verehrung bei den französischen Diato-Heroen immer etwas fehlte: der Aufbruch nach etwas wirklich Neuem, das sich aber aus derTradition nährt. So, wie Richard Galliano es mit der Nouvelle Musette machte, oder vor ihm Piazolla mit dem Tango. Oder viele junge Gitarreros in der Tradition Django Reinhardts. Als ich das erste Mal Hubert von Goisern hörte, dachte ich: Das ist es! Aber: Es ist Alpenrock, und das ist auch gut so. Und so bleibe ich ein großer Goisern-Fan, er ist einzigartig und bewundernswert, nur find ich nicht-elektrische Musik halt noch schöner, und meine Suche ging weiter.

    Um eine lange Geschichte kurz zu machen: Bin fündig geworden! Herbert Pixner Project heute entdeckt! Eine Steirische vermählt sich mit einer Maccaferri-Gitarre und einer Konzertharfe und was sonst noch an Kombinationen, und was dabei herauskommt, ist einfach toll!!!

    Bitte, liebe Volxmusiker, ihr denkt jetzt: Ja, hat der denn gar nix mitgekriegt? Das Pixner Project ist doch schon seit 2004 oder so unterwegs....
    Tut mir ja leid, aber lieber später als gar nicht.

    Pixner-Videos auf youtube zeigen ihn übrigens hochvirtuos, aber noch sehr verwurzelt. Meine Begeisterung ist von seinen CDs (z.B. Bauern-Tschäss oder Na und?) angefeuert. Da geht's wirklich in Richtung "was Neues".
     
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  2. Wil_Riker

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    Erstellt: 06.09.12   #2
    Hallo Kalidass,

    mir geht's ähnlich wie Dir - durch die Medienpräsenz ist mir Hubert von Goisern seit fast 20 Jahren ein Begriff (vermutlich, weil Alpenrock recht "massentauglich" ist), und auf Herbert Pixner bin ich erst später gestoßen. Was Pixner spielt, ist tatsächlich näher an traditioneller Stubenmusik und deshalb etwas ursprünglicher. Und ganz generell gefällt mir als Spieler eines "normalen" chromatischen Akkordeons der Klang einer Ziach, der bei der akustischen Besetzung des Pixner-Trios natürlich "unplugged" sehr schön zur Geltung kommt.

    Hier mal ein Video, damit auch diejenigen, denen der Name kein Begriff ist, sich einen Eindruck verschaffen können:

     
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  3. benprofane

    benprofane Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.05.13   #3
    Komme gerade von einem Herbert Pixner Project Konzert im Münchner Lustspielhaus und kann nur sagen, wenn es die Chance für Euch gibt, dieses Quartett live zu erleben, nutzt sie...
    Unbändige Freude an der Musik mit Funkenflug ins Publikum - Steirische, Manouche Gitarre, Harfe und Kontrabass eine Traumkombination von vier virtuosen Musikern, die eigene Kompositionen aber auch Improvisationen auf Volksmusikbasis zaubern, dass es die ganzen zweieinhalb Stunden ein Riesenspaß war.
    Termine findet man bei Myspace und Facebook - so müssen live Konzerte sein.
    glücklichsten Gruß
    Ben
     
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  4. da Juchitza

    da Juchitza Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.04.15   #4
    Gestern fand im Theaterhaus Stuttgart das erste Konzert von „Herbert Pixner Projekt“ auf schwäbischem Boden statt. Möglicherweise glaubte die Truppe ja,
    dass das hiesige Publikum den einmaligen Mix aus Alpenländischer Volksmusik, Blues, Jazz und Latin nicht würdigen könne; dies war aber völlig unbegründet!!!

    Ein voller bis auf den letzten Platz gefüllter Saal und ein sehr kundiges, mitgehendes Publikum genoß die Jubiläumstour der Vier und belohnte sie mit lautstarkem
    und anhaltendem Applaus. Mitgebracht hat der Herbert mit seinen Mitspielern ( Schwester Heidi an der Harfe; Werner Unterlechner am Kontrabass und ein genialer
    Manuel Randi an Western-, Konzert- und E-Gitarre) ein Programm vom Allerfeinsten; Hits aus alten Zeiten, die in keinem Konzert fehlen dürfen wie der Leckmicha
    Marsch, dem Diplomlandler, Beautiful Seeress und Morgenrot, aber auch Stücke von der CD „Quattro“ wie Alba, der Hiatabua (laut Pixner ihre Balladen-Antwort auf
    Queens „Bohemian Rhapsody“..) oder Djanga sai brachten das Publikum zum Rasen, sodass es sich nicht mehr auf den Stühlen hielt!!

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    Für mich persönlich das erste Mal Pixner live war ein absoluter Genuß, der nach Wiederholung schreit. Nicht nur die Musik war genial, der Herbert ist ein musikalisches
    Multitalent, neben seinen beiden Ziach´s beherrscht er Klarinette, Saxophon und Trompete. Und, was mich am meisten überraschte, er ist ein sehr humorvoller Showmaster.
    Bodenständig, symphatisch und mit viel Witz führte er mit tollen Anekdoten durchs Programm, das volle 2 Stunden Spielzeit umfasste.

    Also Leute aus dem Schwabenland und Anrainer, wenn ihr nicht bis nächstes Jahr warten wollt (da spielen sie wieder im Theaterhaus...), dann habt ihr am 14.September 2015
    die Gelegenheit, Herbert und seine Truppe in Schorndorf live zu erleben.... Gut möglich, dass ich dort auch wieder zu finden bin.
     
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  5. Akkordeline

    Akkordeline Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.04.15   #5
    Da ist leider ein falsches Datum in Umlauf gekommen. Sorry, es ist der 25.09.2015.
    Und noch eine Möglichkeit im Ländle: 16.10 in Tuttlingen in der Stadthalle.
    Grüße Birgitta
     
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  6. Kalle Wirsch

    Kalle Wirsch Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.04.15   #6
    das hätte ich nicht besser formulieren können. Eine andere Formulierung, die mir gut gefällt: "Tradition ist die Weitergabe des Feuers und nicht die Anbetung der Asche." Das wird Gustav Mahler zugeschrieben und würde m.E. auch zu ihm passen.

    Genau das ist doch, was Musik lebendig macht. Nichts gegen die Großmeister aus der Klassik. Beethoven, Bach und Mozart wird auch noch in hundert Jahren genial sein. Aber es muss sich auch etwas weiterentwickeln können. Und da ist der Pixner ein Musterbeispiel. Ich hoffe nur, dass seine Gesundheit mitmacht, so viel, wie der unterwegs ist.

    Ich war schon zwei mal live bei ihm und versuche mich dilletatnisch an dem einen oder anderen Stück von ihm. Allerdings klingt das auf dem Piano-Akkordeon immer als wolle jemand mit dem Akkordeon Ziachmusik spielen. Aber bei so vielen schönen Meldodien MUSS ich das einfach probieren.

    hier noch ein Link nach Schorndorf (wegen dem Terminwirrwarr in den vorherigen Beiträgen)

    http://www.barbara-kuenkelin-halle.de/event/herbert-pixner-projekt
     
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  7. morigol

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    Erstellt: 23.04.15   #7
    Nanana, sooooo dilletantisch klingt das aber gar nicht bei dir!

    Bei den Wechseltönigen kommt halt noch der ein oder andere Vorteil bzw Eigenart dieses Instruments zum tragen, den man mit einer chromatischen Kiste einfach nicht hinbekommt.

    Ich müsste mal versuchen, den 'Augenstern' auf der Club zu spielen. Den spiele ich auf chromatisch gerne, aber es fehlt halt der typische wechseltönige Charakter, den der Pixner so schön einsetzt.
     
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