Herbie Hancocks Maiden Voyage

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mrherrmonsieur
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Bereits seit längere Zeit habe ich einen Wechsel was meinen Musikgeschmack angeht durchgemacht und habe ziemlich großes Interesse am Jazz gefunden. Natürlich möchte ich auch gerne meine musikalischen Fähigkeiten an der Gitarre ausbauen.

Sehnsüchtig warte ich darauf, dass der bereits angefragte Musiklehrer einen Platz frei hat.
Da ich so ungeduldig bin, habe ich mir bereits die ersten Seiten aus Michael Sagmeisters Jazzgitarre angeschaut und die ersten Skalen fleißig geübt. :(

Doch nun möchte ich gerne mein erstes Stück begleiten und darauf improvisieren.
Da ich meine erste Jazzerfahrung mit Herbie Hancock hatte und mir das Standard Maiden Voyage sehr gut gefällt habe ich bereits die dazugehörigen Akkorde nach Realbook gespielt und die Melodie.
Wie habe ich die Möglichkeit auf dieses Stück zu improvisieren?

Kann mir jemand Tipps geben, wie ich an die Sache herangehe und wie viel musikalischen Backround benötige ich dafür.
Habe mir auch das Buch von Joachim Vogel Jazzguitar Basics bestellt, was nach dem was ich im Forum gelesen habe, als gut bewertet wurde.

Danke schon einmal für die Tipps und Anregungen,

MRHERRMONSIEUR :)
 
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Hi!

War auch eins meiner Ersten Standards. Manche hier empfehlen Modale Stücke nicht für den Einstiege, weil es quasi die Königsdisziplin im Jazz ist.
Ich find, es ist ein guter Weg die Hemmschwelle zum Improvisieren zu brechen.

Versuch doch einfach mal über das gesammte Stück in Dorisch zu Improvisieren. Ist zwar jetzt nicht sooo spannend aber man kann es ja langsam angehen.

Um es jetzt dir als Gitarrist zu vereinfachen würde es so aussehen:

D7sus4 - nen C Dur Fingersatz
F7sus4 - Eb Dur
Eb7sus4 - Db Dur
Db7 - Cb Dur (H Dur)

Kannst dich ja erstmal so durchhangeln.
 
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mrherrmonsieur
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Danke für die schnelle Antwort :)

Ich werde es gleich ausprobieren.
Die Frage ist nur noch, warum gerade Dorisch und eben so, wie du beschrieben hast.
Also warum auf D7sus4 mit Eb Dur improvisieren usw. ?
 
PH
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Besorg dir mal lieber ne gute Harmonielehrer, an stelle des Vogel Buches. Das find ich garnicht gut.

Ich bin nicht gut im Erklären von zusammenhängen in der Harmonielehre, weil ich selbst nicht der Experte bin.
Aber:

Du hast prinzipell jetzt erstmal Xsus4 Akkorde. Also alle ohne dur oder moll terz. Dazu noch die kleine Sieben.
Ionisches system Sieht so aus:
Cmaj7 Dm7 Em7 Fmaj7 G7 Am7 Bm7b5

In Frage kommen also erstmal die 2. 3. 5. oder 6. Stufe.
Dorisch wäre halt die 2. Stufe.

Und um es dir jetzt als Einsteiger auf dem Instrument zu erleichtern musst du schauen, wovon ist D7Sus4 die 2. Stufe? Cdur! Usw. usf.

Wenn ich jetzt Quatsch geschrieben habe, schrei irgendjemand auf. Und bestimmt jeder kann das hier auch besser erklären.

Würd dir die Frank Sikora Harmonielehre empfehlen.
 
turko
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Die "Herumrechnerei" ist ein Zugang, der mir auch fremd ist ...

Viel naheliegender finde ich: Welche ist die Skala, die bei GLEICHEM Grundton wie der Akkord ein brauchbares Ergebnis liefert ?
Antwort (im Falle von sus-Akkorden): Mixolydisch. Als erste Näherung ...

Also, wenn Akkord D7sus4, dann Skala D-mixolydisch.

Außerdem empfinde ich, daß diese "modalen Stücke" weitgehend frei sind von funktionalen und Leitton-Beziehungen. Man kann diese Elemente daher nicht als kreatives Sprungbrett benutzen. Eher könnte man jeden neuen, lange klingenden Akkord als eine "neue Tonika" auffassen. Und man kann daher mit viel, v i e l
melodischem Freiraum arbeiten und "einfach" Melodien, bzw. melodische Sequenzen erfinden. Horizontal denken statt vertikal.

Nur meine Meinung ...

LG, Thomas
 
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Wo es gerade zu passen scheint... Was haltet ihr von den Aebersold-Büchern (bzw. Play alongs - einfach mal google bemühen)... Das Vol. 54 "Maiden Voyage" gibt ja auch Anregungen wie dazu zu improvisieren wäre (also welche Skalen bspw.)...

Ich habe das Buch von Joachim Vogel auch und IMHO liefert es zumindest einen Ansatz (und erste Bausteine), womit man sich als Anfänger in dem Bereich beschäftigen kann (Ich nutze es aber auch nicht allein, sondern ergänzend zu anderen Dingen). Eine Harmonielehre für den Anfang und die Grundlagen finde ich auch wichtig...
 

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