Hilfe bei Custom-Schaltung: 3 DiMarzio Pickups einzeln schalten mit Mini-Toggles + Killswitch

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Hallo zusammen,
ich bin ganz neu hier im Forum und wage mich aktuell an mein allererstes großes Gitarren-Projekt. Ich besitze eine alte 1987er Ibanez* S540 Saber, die ich im Moment komplett von Grund auf homemade restauriere. Der Korpus hat frisch ein mattes Finish bekommen, und jetzt stehe ich vor der größten Herausforderung für mich: der Elektronik.
Da ich zum ersten Mal eine Gitarre komplett auseinandergebaut habe und nun neu bestücke, bin ich beim Thema Löten und Signalwege noch ein absoluter Newbie. Um fatale Fehler, Kurzschlüsse oder extremes Brummen zu vermeiden, suche ich ein zu 100 % verlässliches, idiotensicheres Verdrahtungsschema für meine Komponenten.
Das ist mein geplantes Setup:
Steg-Pickup: DiMarzio X2N Humbucker (DP102)
Mittel-Pickup: DiMarzio Fast Track 1 (DP181)
Hals-Pickup: DiMarzio Fast Track 2 (DP182)
Schalter: 3 einzelne Mini-Toggle-Switches (passend zum alten Sabre-Layout). Es sind blaue DPDT-Schalter mit 6 Pins und der Prägung „ON/ON“ (keine Mittelstellung). Ich möchte jeden der drei Pickups über einen eigenen Schalter einfach komplett an- und ausschalten können.
Regler: 1 Master-Volume-Poti (500k log.)
Besonderheit: 1 Kill-Switch
Ausgang: Eine lange Zylinder-Klinkenbuchse (Barrel Jack)
Da ich das zum ersten Mal mache, wäre eine verständliche Skizze oder ein gezeichneter Plan, den ich wie "Malen nach Zahlen" abarbeiten kann, die absolute Rettung für mich!


Fotos vom aktuellen Stand des Projekts und den Schaltern hänge ich natürlich an.


Vielen Dank schon mal für eure Geduld und eure Hilfe bei meinem ersten Umbau!

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Hey, eine Möglichkeit (in ein wiring diagram von Seymour Duncan reingezeichnet) könnte sein:

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Die Farben und die Dicke der Kabel in dieser Grafik sind bedeutungslos. Wenn da mitten im Kabel die Farbe oder die Dicke wechselt, kommt das nur daher, dass ich an der Stelle mit dem darüberzeichnen angesetzt habe.

In der Regel die "+"-Kabel der Pickups zu den Schaltern und die "-"-Kabel zu dem zentralen Massepunkt.

ABER: Problematisch könnte es werden, *falls* das +/- Kabel bei einem der Pickups nicht die gleich Phasenlage ist, wie bei den anderen beiden Pickups (in der originalen Seymour Duncan Grafik ist das zum Beispiel für den Humbucker vertauscht). Dann würde durch Zuschalten des phasenverkehrten Pickups ein out-of-phase Effekt auftreten (klingt "dünner", "nasaler" o.ä.) und entsprechend müsste für einen solchen Pickup mit "falscher" Phasenlage das "-"-Kabel zu dem Schalter und das "+"-Kabel zu dem zentralen Massepunkt.

Viel Glück mit den Switches. Mir sind solche (mit kleineren verchromten Knebeln) mal schon nach auffallend wenigen Schaltvorgängen buchstäblich auseinandergefallen. Manche können auch die Hitze des Lötkolbens schlecht vertragen (das Plastik wird sofort weich - also nur ganz kurz mit dem Lötkolben sozusagen "antippen"). Aber das ist bestimmt eine Frage der Qualität und des Preises.

Und hoffentlich knackst es nicht beim Schalten. Aber da wüssten dann vielleicht Andere, was man dann tun könnte.

Ich nehme an, der Kill-Switch ist ein schließender Taster, daher in der Grafik für den Kurzschluss des Signals nach Masse hin.

Oder vielleicht hat jemand ein wiring diagram für diese spezielle Version der 540S? (siehe Musiker-Board)

Erstmal soweit.
 
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Hallo Dave, interessantes Projekt!

Für die drei vorgesehenen DiMarzio-Pickups gilt der folgende Farbcode:
  • Grün und der blanke Schirm werden geerdet.
  • Schwarz und Weiß werden miteinander verlötet und isoliert, d.h. sie werden abgeklebt und nirgends angeschlossen (die bräuchte man nur für Splitting oder 4-Draht-Geschichten, die Du ja nicht möchtest).
  • Rot ist der "heiße" Draht zum Output, also in dem Fall zu den jeweiligen Minischaltern.

Zum Vergleich: Mit einem 5-Weg-Klingenschalter sähe die Verdrahtung so aus:
Bildschirmfoto 2026-06-04 um 17.31.30.webp

Quelle: https://www.dimarzio.com/media/1434

Das Bildchen von @Finn Anklam ist schon mal gar nicht schlecht. Beim Kill Switch sollte man wissen, ob es ein Schließer oder ein Öffner ist.
 
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  • #4
Hey Ihr seit die besten! Schon mal vielen Dank für die Mühe! Dachte nicht das ich so schnell eine Antwort kriege😎
Ich muss ehrlich sein, ich mich dank KI erst an das Projekt gewagt und bin auch durch Gemini zur endgültigen Auswahl der Pickups und Hardware gekommen. Ich hoffe das klingt dann schlussendlich auch nach was😂
Das alle pickups einfach on/off geschalten sind war auch der Vorschlag des virtuellen Kollegen. Ich lass mich aber auch gern von euch inspirieren😎
Der Killswitch ist ein momentary taster soviel ich weiss. Was ich noch nicht ganz checke sind die 6 pins an den Toggles, welche davon muss ich den genau nehmen?
Liebe Grüsse
 
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Die Toggle-Switches sind sozusagen Stereo, deswegen die Durchverbindung der Paare in meiner Skizze. Der Knebel ist in der Mitte gelagert, d.h. unten verbindet er das mittlere Paar mit dem dem Knebel genau entgegengesetzten Paar. Also
a) Knebel "oben", dann mittleres Paar jeweils verbunden mit Paar "unten".
b) Knebel "unten", dann mittleres Paar jeweils verbunden mit Paar "oben".

Im Sinne des Einbaus der Schalter in den Korpus:
i) Würdest Du z.B. Knebel "oben" = Off und Knebel "unten" = On wählen, dann würdest Du das Paar "unten" nicht benutzen (weil ja Knebel "oben" = Off).
ii) Würdest Du genau umgekehrt z.B. Knebel "oben" = On und Knebel "unten" = Off wählen, dann würdest Du das Paar "oben" nicht benutzen (weil ja Knebel "unten" = Off).

Beim Killswitch sind die Fragen:
1) Kann der zwei verschiedene Positionen dauerhaft halten? Dann wäre es ein Schalter.
2) Anderenfalls: Wechselt der seine Funktion nur solange man ihn gedrückt hält? Dann wäre es ein Taster.
3) Wenn Punkt 2) gilt: Sind die beiden Anschlussdrähte durchverbunden (Durchgangs-/Widerstandsmessung, z.B. mit Multimeter), wenn der Kill-Taster nicht gedrückt ist? Dann wäre es ein öffnender Taster.
 
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Die Antwort auf diese Frage...
1) Kann der zwei verschiedene Positionen dauerhaft halten? Dann wäre es ein Schalter.
...hat Dave bereits gegeben:
Der Killswitch ist ein momentary taster
Es handelt sich also um einen Taster. Bis auf wenige Ausnahmen (hüstel, hüstel, Ibanez* Iron Label) sind Killswitches im Allgemeinen auch so ausgeführt, weil es mit einem Taster haptisch deutlich mehr Sinn ergibt, wenn man einen Stotter-Effekt erzielen möchte.

Bleibt noch die Frage: Öffner = Normally Closed = NC oder Schließer = Normally Open = NO.
  • Bei einem Öffner (NC) wird der heiße Draht zur Output-Klinkenbuchse temporär unterbrochen.

  • Bei einem Schließer (NO) wird der heiße Draht zur Output-Klinkenbuchse temporär mit der Masse kurzgeschlossen.
Es hilft also ein Nachsehen in der Anleitung oder Artikelbeschreibung Deines Tasters, ein kurzes Durchmessen (Durchpiepsen) oder ein Ausprobieren bzw. "auf gut Glück löten" - das Schlimmste, was passieren kann, ist ein umgekehrter Effekt, also dass man den Killswitch-Knopf gedrückt halten muss, damit ein Signal rauskommt. Dann müsste man halt auf die jeweils andere Variante umbauen.
 
  • Ersteller
  • #7
Vielen Dank für euere hilfe
Ich hab mir gestern mal anhand eurer Zeichnungen eine eigene für mich besser verständliche gemacht. Ich werde alle verbindungen mit Klemmverbinder ausführen damit ich im problemfall einfach umstecken kann. Ich denke das sollte so passen oder?
Bis ich dann alles fix verbauen kann geht es sowiso noch 2 Wochen da das Schaller Tremolo im Rückstand ist und ich noch fertig lackieren muss

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  • Ersteller
  • #10
Ich habe die komplette hardware in schwarz bestellt, die Gitarre wird Achatgrau matt lackiert. Die alte Hardware sieht nach fast 40 Jahren sehr abgenutzt aus und ist verchromt. Wie ich gelesen habe gehören die alten Floyd rose Tremolos von Ibanez* zu den besten, darum werde ich die alten Bauteile alle sicherlich mal behalten
 
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  • #11
Mir ist noch was Technisches eingefallen:

Pickups sind ja gewickelte Drähte = Spulen = Induktivitäten. Eine Induktivität "mag" keine abrupte Änderung des Stromflusses. Wenn der Stromfluss sich abrupt ändern soll, "versucht" eine Induktivität den Stromfluss aufrechtzuerhalten, indem die Induktivität eine hohe Gegenspannung, die Induktionsspannung sozusagen "generiert".

Das müsste nach meinem Verständnis bedeuten, dass ein Kill-Switch als öffnender Taster, so wie in der letzten Grafik von @davethesuperdude, Spannungsspitzen von allen PUs verursachen würde. Ich würde mindestens Knackser, wenn nicht gar die Möglichkeit von Schäden am nachfolgenden Input vermuten.

Muss vielleicht ein Kill-Switch grundsätzlich als schließender Taster ausgelegt sein, der das Ausgangssignal auf "Masse" zieht? Ich kann diese Frage selbst nicht beantworten, weil ich sowas selbst noch nie in der Praxis ausprobiert habe.
 
  • Ersteller
  • #12
Also ich habe das ganze vorgin mal zusammen gelötet und mit Klemmen verbunden. Der Trocken Test scheint zu funktionieren, auch der Killswitch tut was er soll🤩 Mal schauen wie sich das ganze verhält wenn es fix verbaut ist, das geht aber leider noch 2 Wochen
Danke euch vielmals!

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