Hilfe! Peavey Triple XXX Röhren glühen stark, BIAS zu hoch

von Mister_T_, 23.07.16.

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  1. Mister_T_

    Mister_T_ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.07.16   #1
    Hallo liebe Forumsgemeinde,

    ich habe ein Problem mit einem Peavey Triple XXX. Vielleicht könnt ihr mir helfen.

    Ich hab den Amp von einem Kumpel bekommen, Da kein Ton mehr kam. Betriebsanzeige war an, aber die verschiedenen LEDs für Clean, Crunch und Ultra leuchteten nicht mehr.
    Nach der ersten Durchsicht (ich bin Radio-, Fernsehtechniker) habe ich zwei Wiederstände entdeckt, die verrostet! waren (zu hohe Luftfeuchtigkeit im Probenraum) und ein aufgeblähter Elko.
    Nachdem ich die Teile gewechselt und die Betriebsspannungen gemessen habe (alles ok), ging er in den Testlauf. Eine gute Stunde Metal auf der E-Gitarre verliefen völlig problemlos.
    Als wir die Anlage dann zwei Tage später zum Gig aufgebaut haben, lief er noch für ein paar Minuten, dann hats geknackst und die Röhren wurden knallrot. Wir haben ihn gleich ausgemacht, aber da war auch schon die Sicherung für das Netzteil, das die Plate, Screen, V1+, V2+ und V3+ liefert, durch.
    Seitdem habe ich eine BIAS an den Röhren (6L6GC) von ca. 300mA!!! Der BIAS läßt sich auch über das Poti nicht verändern. Ich hab ihn zum messen immer nur ganz kurz eingeschalten.
    Im Standby gibts keine Probleme, Die Heizungen der Röhren laufen und die Spannungen passen auch. Anodenspannung hab ich 500V ohne Verstärkerröhren.

    Vielleicht kann mir hier weitergeholfen werden, da ich Röhrentechnik nicht mehr gelernt habe und auch bisher keinen "Kontakt" dazu hatte.
    Ich habe schon in div. Foren seit Tagen gelesen und verschiedene Tipps getestet, leider ohne Erfolg.
    Wenn genauere Infos benötigt werden, einfach fragen. Ich werde dann testen, messen und prüfen was das Zeug hält ;).

    Schöne Grüße
     
  2. Sele

    Sele Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.07.16   #2
    Welche zwei Widerstände waren denn "verrostet" und welcher Elko aufgebläht? Du könntest zunächst einmal nachsehen ob überhaupt die negative Gittervorspannung im Netzteil erzeugt wird oder ob da z.B. CR26 (vgl. Datenblatt) offen ist. Danach Anodenspannung und Schirmgitterspannungen überprüfen. Die Röhren solltest du bei den Tests nicht einbauen. Dazu auch nochmal nachsehen ob die Leerlaufspannung des Trafos bzw. nach der Gleichrichtung nicht schon zu hoch ist für den ein oder anderen Elko im Netzteil.

    Grüße
     
  3. Mister_T_

    Mister_T_ Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.07.16   #3
    Hallo Sele,

    es waren der R82 und der R86 verrostet, also die Anschlußdrähte. Vermutlich führte der Rost dazu, daß der R82 offen war. Mir fehlten also die +18V und in der Folge +17V. Ich hab aber dann den R86 mit getauscht, obwohl er Meßtechnisch i. O. war (Hier fällt mir gerade auf, daß die beiden schon im StdBy ordentlich heiß werden). Der C44 im Netzteil für V1+, V2+ und V3+ war oben gewölbt, darum hab ich den auch getauscht (was sind eigentlich V1+, ...).
    Der CR26 ist gut, hier messe ich -385mV zum R79. Anodenspannung beträgt 500V geradeaus (ohne Röhren und in Betrieb, also Standby off), genauso die Schirmgitterspannung liegt bei 490V. Als Ausgangsspannungen vom Netzteil habe ich +/-24V, +15,4V, -16V (hier sollten aber +/- 18V sein) und +14,1V, -15,4V (hier sollten +/-17V sein). Die Leerlaufspannung nach der einen Gleichrichtung sind die bereits erwähnten 24V, die nach der anderen Gleichrichtung sind 505V.

    So, ich hoffe das sind die benötigten Angaben.

    Ich habe dann auch noch gleich Fragen.
    - Was bedeuten Plate, Screen, V1+, V2+, V3+ und welche Spannungswerte haben die in etwa?
    - Wo kann ich vom Netzteil die negative Gittervorspannung messen? Auch im Verlauf des CR26? An PIN5 vom Röhrensockel kommt jedenfalls nichts an, also nur -280mV.

    Vielen Dank schonmal für die Hilfe.
    Gruß
     
  4. Sele

    Sele Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.07.16   #4
    - Plate = Anode, Screen = Schirmgitter, V1+ = Anodenspannung 1. Röhre (Eingangsstufe) etc. ... Die Spannungswerte hast du da bereits schon aufgezählt. Die
    - Die Gittervorspannung kannst du am Punkt beschrieben als "BIAS" messen, danach wird er lediglich runtergeteilt.
    - Bezüglich der Widerstände würde ich nochmal nachsehen ob du tatsächlich 50W5 eingebaut hast, daher könnte nämlich der Unterschied kommen.

    Wie sieht's mit CR101 und CR102 aus?
     
  5. Mister_T_

    Mister_T_ Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.07.16   #5
    Ahja, dann war ich da schon auf dem richtigen Weg :)

    OK, da stimmt schon mal was nicht, hier habe ich nur -300mV ... moment, ich seh gerade, daß bei einem Stecker der PIN J25 rausgerutscht ist, vom Trafo kommend zum Netzteil BIAS... ok ich hab hier "jetzt wieder" -54V. Passt das als negative Gittervorspannung? Sollte es das etwa gewesen sein? Nee, oder? :weird:

    CR101 und CR102 sind auch gut.
     
  6. Sele

    Sele Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.07.16   #6
    Doch :p
     
  7. Mister_T_

    Mister_T_ Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.07.16   #7
    Neiiiiin, wie kann mir das passieren. Ich glaubs ja nicht. :bang:
    Ok, sieht jetzt erstmal aus, als ob er laufen würde.
    Der Vorteil daran: Ich hab schonmal ne Menge über Röhrentechnik gelernt. :-D
    Ich sag mal vielen, vielen Dank :hail:für die prompte Hilfe und hoffe ich kann mich wieder an dich wenden, wenn nochmal Fragen zum Triple XXX auftauchen.

    Viele Grüße und einen schönen Sonntag noch.
     
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