Hohner Concerto IV: Tasten stoßen an Profil im Diskantverdeck

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Matata

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Hallo zusammen,
seit ein paar Wochen lese ich begeistert euer Forum 😀
Auf einem alten Concerto IIIN, das mit meine Kollegen zum Abschied gechenkt haben, lerne ich seit eben dieser paar Wochen in Eigenregie Akkordeon. Leider quietschen bei dem Akkordeon ein paar Bässe. Nun habe ich mich von Maxitos und GrafZahls Beiträgen inspirieren lassen, und beschlossen zu lernen, wie man selber Hand anlegt, allerdings erstmal nicht am "guten" Akkordeon.

Gesagt, getan - nun stehe ich hier mit meinem bei Kleinanzeigen für 50€ erworbenen "Bastelübungsinstrument", bei dem ich die Bassseite nun halbwegs gängig bekommen habe (Dremeleinsatz wird noch folgen) und musste feststellen, dass die Tasten auf der Diskantseite teilweise nicht richtig runtergedrückt werden können, denn das Verdeck sitzt teilweise so tief auf dem Tasten auf, dass die dagegen arbeiten müssen.
Also Verdeck abgeschraubt. An dem Profil, das unter die Register geschoben wird und quasi den Abschluss des Verdecks an den Tasten bildet, direkt man schon die Abdrücke der Tasten. Ich habe auch den Eindruck, dass dieses Profil etwas schief angebracht ist, es blockieren sich hauptsächlich die unteren (also die tiefen) Tasten.
Das Profil ist an das Verdeck genietet, die Nieten sind mit Zierblenden verdeckt. Ich denke, es würde reichen, dieses Profil gerade anzubringen oder 1/2mm höher.
Hat jemand von euch einen Tipp, wie ich das möglichst zerstörungsfrei bewerkstelligen kann?
Vielen Dank und viele Grüße
von der Akkordeonanfängerin
 

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Die Lochung des Diskantblechs verläuft auch an den Aussenkanten nicht ganz parallel.
Daher wirkt die angenietete Verstärkung bei genauer Betrachtung vielleicht nur etwas schief angebracht.
Ich würde das Lochblech seitlich am Gehäuse zwischen den Verschraubungen etwas unterlegen.
 
dass die Tasten auf der Diskantseite teilweise nicht richtig runtergedrückt werden können, denn das Verdeck sitzt teilweise so tief auf dem Tasten auf, dass die dagegen arbeiten müssen.

zunächst mal vorneweg: ich hab keine Concerto und kann drum auch nicht nachschauen, was denn hier "normal" ist...alles was ich heir schreibe ist also nur aus der reinen Überlegung heraus...

Aber auf der anderen Seite war das Instrument irgendann mal sicher in dem Zustand dass die Tastatur zuverlässig lief. Von daher ist zunächst die Überlegung : was war früher anders als jetzt? ...Und wenn das klar ist , dan liegt vermutlcih die Lösung offen auf der Hand

Die Diskanttasten haben sich sehr wahrscheinlich nicht verschoben... denn das würde bedeuten dass dasGriffbrett gebrochen ist ... Was sicher nicht der Fall ist.
Die Tasten selber können sich nicht so einfach verschieben, weil die mit einer Zentralachse geführt werden die fix mit dem Tastaturrechen und damit wieder mit dem Griffbrett verbunden ist.

Damit lohnt es sich also genauer das Verdeck anzuschauen.

Die Befestigungslöcher für die Verdeckschrauben im Gehäuse sehen oirdentlich aus. Nichts ausgefranst oder versetzt oder nachgebohrt - das scheint also auch noch die originale Position zu sein. Das Verdeck wurde also vermutlich nicht versetzt befestigt.

Damit bleibt die Frage, was am Verdeck ist anders als im Originalzustand?

Und da kommt der Punkt, der mich stutzig macht:

Alle Verdecke meiner Hohner Akkordeons die ich so habe haben ein Verdeck das von "oben" eingesetzt wird. Und das seitlich an dem Registerblock vorbeigeschoben ( oder dort in eine Führungsnut eingefädelt) wird. Was meine Instrumente aber nicht haben ist ein durchlaufendes Verstärkungsblech.

Von daher glaube ich, dass dieser unter Abschlusswinkel nachträglich angebracht wurde.

Und nicht nur deshalb, sonder auch von der Verarbeitung der Vernietung dieses Winkels glaube ich,dass das nicht Original ist:

Die Concerto wurde bei Hohner in großen Stückzahlen hergestellt - und das heißt dass alles nach Schablonen und Mustern angefertigt und gestanzt wurde, damit alles einfach zuverlässig und schnell zusammengebaut werden konnte... Und das wiederum bedeutet dass auch die Befestigungsbohrungen so gestanzt wurden, dass das auch zusammenpasst.

Die Nieten mit denen der untere Abschlusswinkel jedoch am Verdeckgitter befestigt wurden sind teilweise abgefräst oder teilweise auch fast ganz weggefräst. Und das lässt mich daran zweiflen dass dieser Winkel original ist und schon immer dort war. Zwar hat Hohner damals öfter mal so goldfarben eloxiertes Aluminium verewendet - aber der Verstärkungsstreiffen wieder oben im Verdeck ist silberfarben... und wenn der untere Original wäre. dann müssten entweder beide goldfarben sein oder beide silberfarben.

-> Und deshalb glaube ich dass dieser Abschlusswinkel nachträglcih angebracht wurde - vermutlich weil es einen der vorherigen Besitzer gestört hat dass man das Verdeck relativ leicht verbiegen konnte und hat deshalb nach einer stabileren Lösung gesucht.


-> Hätte man nur einen flachen Verstärkungsstreifen angebracht, dann wäre vermutlich noch alles in Ordnung (außer dass die Querversteifung bei der Registeraussparung halt nicht so stark ist).

Drucm gibts aus meiner Sicht zwei Lösungen die ich versuchen würde:
1. Den Abschlusswinkel entfernen , Verdeckgitter sauber gerade richten und so verwenden ( was vermutlich der Originalzustand war)

oder

2.) den Winkel etwas nach inne biegen ( so dass der Winkel kein rechter Winkel mehr ist sondern ein kleinerer ) damit die Tasten nicht mehr an den Winkel anschlagen können. Denn man sieht die Berührungsspuren auch nur im Außenbereich des Winkels - "vorne" an der Kante scheint ja noch alles zu passen.


(Dremeleinsatz wird noch folgen
was hast du mit dem Dremel vor? :eek:hoffentlich nicht damit an die Stimmzungen rangehen!:govampire:
 
Das ist ein bekanntes Problem der Concertos mit diesem Lochblech-Diskantverdeck und lässt sich i. d. R. leicht durch Nachbiegen desselben lösen.
 
Hier kann man den unveränderten originalen Zustand/Winkel der Verstärkung sehen, wenn deins rechtwinklig ist ist es verändert worden.
 

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