Hohner Organola de luxe / Organola IVP

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0355manuel

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Ich müßte mal die ungefähren Baujahre der Hohner Organola de luxe wissen und der Hohner Organola IVP. Beide besitze ich.

Man findet so gut wie garnichts im Netz. Manche behaupten um die 1950 iger Jahre, andere Ende 1960iger/Anfang 1970 iger (wo ich ehrlich gesagt auch hin tendiere). Die Instrumente sollen höher angesiedelt sein in der Qualität wie die Atlantic Modelle.

Die Organola de luxe ist ja mit Bugari Stimmen bestückt und soll auch die Bassmechanik von Bugari haben. Der Bass ist 4 stimmig mit Cassotto mit 6 Registern.

Die Organola IVP ist 5 stimmig auf dem Bass (ohne Cassotto) und hat 3 Bassregister. Auch sie besitzt die Bugari Stimmen.

Beide Instrumente sind 4 stimmig in Picollo.

Danke vorab für ein paar Infos von euch...
 

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Man findet so gut wie garnichts im Netz. Manche behaupten um die 1950 iger Jahre, andere Ende 1960iger/Anfang 1970 iger (wo ich ehrlich gesagt auch hin tendiere).

  • Hier gibt auch die Hohner Modellliste nicht viel her - da ist offenbar eine Lücke in der Liste.
  • Von der Bauform her würde ich die in die 50-er bis anfangs 60-er einsortieren.
  • Und von der Qualität sind die auf jeden Fall höher angesiedelt als die Atlantik - Das deutet schon die Verwendung von Bugari Stimmplatten an. Die wurden nur in die Topinstrumente verbaut (auf Wunsch)
Bass mit Cassotto? interssant! - Hast du da vielleicht ein paar Bilder davon?
 
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Hallo ,

meine Prospekte geben da auch nicht viel her,
in einem alten von 1949 gibt es schon einmal eine Organola ,
das Modell dürfte aber nichts mit den späteren zu tun haben.
Diese sieht wie die alte Tongo aus, hat aber 140 Bässen :

Bildschirmfoto 2019-08-04 um 16.55.27.png



Dann habe ich noch eine Abbildung aus einem Katalog von 1969,
welche die frühere Version mit dem schlichteren Design zeigt :



In den Prospekten von 1951 , 1960 , 1971 , 1972 und 1978 ist von der Organola nix zu sehen...


Gruss,

Ludger
 

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0355manuel

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Vielen Dank für die Antworten.... Anbei Innenfotos von der Hohner Organola de luxe mit Basscassotto...

Viele Grüße
 

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Ich frage mal ganz unbedarft: was ist der Unterschied zwischen Basscassotto und Winkelbass? Nach den Bildern habe ich den Eindruck, dass das, was man im Falle der Organola als ein Basscassotto bezeichnet, eigentlich in heutiger Sprechweise ein Winkelbass sein könnte.

Viele Grüße

morino47
 
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0355manuel

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Genau so ist es ...wird auch als Winkelbass bezeichnet, in Südamerika bekannt als Baixo/Bajo L...
 
maxito

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Nach den Bildern habe ich den Eindruck, dass das, was man im Falle der Organola als ein Basscassotto bezeichnet, eigentlich in heutiger Sprechweise ein Winkelbass sein könnte.

Da hast du auch absolut recht!

Das ist ganz klar ein Winkelbassstimmstock.... der allerdings salopp bezeichnet auch gerne als Basscassotto bezeichnet wird.... was aber falsch ist! Es gibt tatsächlich auch Akkordeons mit richtigem Cassotto im Bass.

Der Unterschied besteht bautechnisch darin, dass beim Winkelstockbass die Kanzelle verlängert wurde, was einen anderen Resonanzraum bedeutet und sich auf den Grundklang (und die Ansprache) auswirkt. Ein Cassotto ist ein Tonschacht, der für alle Töne gemeinsam gilt und sich hinter den Tonklappen also bereits im Außenraum des Akkordeons befindet. Wirkt auch auf den Klang, aber eher in Form eines Frequenzfilters, während die verlängerten Kanzellen eher als Verstärker wirken.

Nichtsdestotrotz war die Organola damals eines der Topmodelle - verschwand nur im Schatten der übermächtigen Morino. (was vielleicht auch daran lag, dass die Organola kein Cassotto im Diskant hatte und deshalb klanglich gegen die Morino das Nachsehen hatte)
 
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0355manuel

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Vielen Dank für die ausführliche Erklärung...also sollte man in diesem Fall von einem Winkelstimmstock sprechen...wie gesagt hier in Südamerika ist der Winkelstimmstock als BAIXO L (in portugiesisch) bzw. als BAJO L (in spanisch) bekannt was auf die L Form des Winkelstimmstock zurrück zuführen ist...manche sprechen auch von einer RESONANCIA auf der Bassseite, was aber dann nach deiner Erklärung her falsch wäre...Nochmal danke für die fundierte Auskunft und Grüße aus Südbrasilien
 
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morino47

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Dank an @maxito und @0355manuel. So wird man eben täglich klüger - auch dank des Akkordeon-Forums.

morino47
 
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...manche sprechen auch von einer RESONANCIA auf der Bassseite, was aber dann nach deiner Erklärung her falsch wäre..

...sagen wir mal so: es steckt immer ein Stück Wahrheit mit drin!

weil... Wenn die Kanzellenlänge der Stimmstäcke gut zur Frequenz passt, gibt es Resonanzverstärkung und der Ton wird entsprechend kräftiger. Nur ist meist die Kanzellenlänge bautechnisch nicht lang genug. Und speziell bei den tiefen Basstönen ist man da recht weit von der Resonanzlänge weg. Wenn man die Kanzelle deshalb deutlcih länger machen kann, kommt man der Resonanzlänge näher und die Verstärkung wird auch schon besser, was sich in einem kräftigeren Basston bemerkbar macht.

Von daher ist es schon nicht falsch, wenn man in dem Zusammenhang auch von Resonanz spricht... nur ist es halt keine echte (vollständige) Resonanz im klassischen Sinne, sondern man nähert sich nur etwas weiter an. Aber n bissl ist der Effekt dann halt schon dabei.



Falls es dich näher interessieren sollte, - ich hab in dem Faden auch schon mal unter anderem n bissl was über die Bass-Stimmstöcke geschrieben (bzw, genaugenommen über die Kanzellenlänge) : https://www.musiker-board.de/threads/stimmplatteneffekte-stimmplattendefekte.566694/
 
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