Horizon Effects Precision Drive

SN!
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Soweit ich sehe konnte, wurde das Gerät hier im Forum noch nicht besprochen. Ich mache daher mal den Anfang mit meinen Eindrücken:

Als Zerrpedal wäre das Ding eine Fehlbesetzung, da es auch bei Rechtsanschlag nur eine verhaltene Zerre produziert, die deutlich "ich bin ein Transistor" spricht. Aber es soll ja auch kein Zerrer sein, sondern jenen helfen, die bislang Tubescreamer & Co. mit heruntergeregelter Zerre und höhenlastiger Einstellung vor ihren High-Gain-Amp gehängt haben.

Und da tut das Ding das, was es soll: Den Klang im Bassbereich ausdünnen, ohne dass es lahm oder kastriert klingt. Ich habe den Precision Drive vor meinem Herbert und dem Roadking ausprobiert. Man bekommt eine zusätzliche Klangfarbe, die für "Modern Metal" (eigentlich ein blöder Begriff .. ) gut verwendbar ist.

Der Attack-Regler scheint beim Drehen nach rechts mehr und mehr die Einstellung eines Kompressors nachzustellen, der so einregelt ist, dass er die erste Signalspitze durchlässt und danach herunterregelt. Ergebnis: Mehr Attack .. ^^ Mir gefällt das gut.

Es ist auch ein Noise-Gate eingebaut, das etwas musikalischer arbeitet als die Old-School-On-Off-Noisegates. Stehende Noten (oder Akkorde) klingen aus, auch wenn das Signal unter den eingestellten Threshold geht. Aber einen Ersatz für einen ISP Decimator (der durch die Auswertung des Signals bei Breakdowns hart gated und bei stehenden Noten ausklingen lässt) ist das Gerät leider nicht. Schade, bei dem Preis (hier in Deutschland immerhin über 200 EUR für eine kleine Spritzgußkiste) und dem Anspruch, eine Art "Djent-Machine" zu sein, hätte ich das erwartet.

Das Gerät wird ja von MXR gebaut und hat den typischen, billigen und unergonomischen Fußschalter aus dem Elektronik-Bastelladen. Ich verstehe das nicht, Boss und andere haben doch schon vor 4 Jahrzehnten gezeigt, dass man das Live-tauglicher hinbekommen kann. Außerdem ist der Fußschalter direkt vor der Betriebsleuchte und verdeckt diese, wenn man vor dem Effekt steht. Als Pluspunkt kann man evtl. gelten lassen, dass das Gerät durch den einfachen Fußschalter ziemlich kompakt geraten ist.

Ich vermute mal, dass die meisten Spieler den gewünschten Effekt (Klang im Bassbereich ausdünnen) auch mit einem gebrauchten Overdrive für 30,- EUR (Bad Monkey oder was auch immer) hinbekommen. Ich mag das Gerät und den Klang, den es produziert. Aber eine Kaufempfehlung hätte ich nur ausgesprochen, wenn die Kiste meinen ISP Decimator hätte ersetzen können.
 
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Las deinen Beitrag quasi direkt vorm drücken des "Bestellen" Buttons. Habe dann nach etwas Recherche auf einen Seymour Duncan 805 umgeschwenkt da deutlich preiswerter (und Noisegate brauche ich nicht). Bin gespannt ;)
 
Ich bin mit dem Teil sehr zufrieden. Finde deine Kritikpunkte allerdings uninteressant.
Ich finde das Design für meine Ansprüche besser wie die von Boss und dergleichen. Und qualitativ ist das Ding wenn man sich zb. weitaus teurere Treter von Earthquaker Devices oder Walrus Audio anschaut auch vollkommen ok!
Natürlich kann man mit anderen overdrives auch ähnlichen Sound, hinbekommen wie man es ja auch jahrelang getan hat, dennoch finde ich das sich der Precision Drive besser mit tiefer gestimmten sowie extended range Gitarren gibt
als die anderen.

Dazu kommt halt noch das Noisegate welches kein Decimator ist aber dennoch gut funktioniert.

Teurer sollte es aber dennoch nicht sein.

Ich würde es weiterempfehlen.
 

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