Hot Rod deluxe - Störgeräusch im abklingenden Ton (spez. bei tiefen Frequenzen)

doe3
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hallo zusammen
mein hotrod deluxe (erste mexico serie 2003) mach plötzlich problem, er klingt nach, bzw ist es so ein nachbrutzeln im abklingenden ton, speziell bei tiefen tönen.
das geräusch ist sowohl über internen als auch externen speaker hörbar. hab erst gestern neue röhren vom tad eingesetzt, das problem ist aber weiterhin vorhanden.
was gibts noch für möglichkeiten? elkos, lötstellen? hat wer erfahrungswerte? zahlt sich eine reperatur aus? hab gehört das hrd extrem anfällige amps sind, hab 20 jahre kein problem damit gehabt, vor transport ihn immer schön auskühlen lassen, immer auf styroporleisten gestellt, ist gepflegt.
worst case: ich bau den amp aus und funktioniere das chassis zur 1x12 box um (die original fender hrd box kostet jenseit der 500 euro) und kauf mir ein kleines top dazu zb vox ac15
 
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RED-DC5
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Nach zwanzig Jahren ist ein Besuch auf dem OP -Tisch eines erfahrenen Amp Chirurgen schonmal eine gute Idee. Kannst dir ja mal einen Kostenvoranschlag erstellen lassen. Würde auch auf Elkos tippen
 
Real-JJCale
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*** hab gehört das hrd extrem anfällige amps sind, ***

:ROFLMAO:..., sorry, aber wer erzählt denn sowas...?

Ich habe den '95er HRD und der läuft seit 27 Jahren ohne irgendein Problem. Hatte auch zusätzlich einige Jahre noch zwei Mexico-HRD für ein WDW-Setup, auch die völlig ohne Macken.

Meine "Schäden" reduzieren sich beim ('95er) auf das 2-malige Auswechseln des Birnchens und auch das dürfte mit meiner selbstgebauten LED-Variante in den nächsten Decaden kein Thema mehr sein.

Du schreibst, du hättest neue Röhren eingesetzt, da du nicht Vorstufen- oder Endstufenröhren erwähnt hast, gehe davon aus, dass alle Röhren ersetzt wurden.

Das ist schon mal gut.

Zu deinem Problem:

mit 99%-iger Sicherheit müssen die Potis mal gereinigt werden.

Das macht man NICHT MIT KONTAKTSPRAY !!!, sondern mit Spezialspray (-> Teslanol T6 ) .

Da ich vor vielen Jahren auch mal dieses "Nachbrutzeln" hatte und es mit dem Teslanol nach einmaliger Anwendung

1. weg war und

2. nie wieder aufgetreten ist

gehe ich davon aus, dass das Zeug dein Problem lösen wird.

btw.: Willkommen an Bord, ähh..., im Board... ;)

Gruß
RJJC
 
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99%-iger Sicherheit müssen die Potis mal gereinigt werden.

Das macht man NICHT MIT KONTAKTSPRAY !!!, sondern mit Spezialspray (-> Teslanol T6 ) .
mein amp ja nicht nur im proberaum herum sondern ist auch auf bühnen im einsatz, aber abgesehen davon hab immer wieder gehört und auch gelesen dass lötstellen vom hrd wegen thermomechanischer überlastung aufgegangen sind. die zwei lastwiderstände in der mitte entwickeln sich nur zu gerne zu hitzköpfen und das manchmal so heftig das sich die lötstellen von der platine lösen. weiters sollen auch die anodenwiderstände nicht ganz spannungsfest sein und verursachen auch immer wieder probleme.
das selbe passierte auch bei einem hybridmarshall eines befreundeten gitarristen, musste nachgelötet werden.

ja hab alle röhren getauscht
werde mal so wie du es vorgeschlagen hast die potis einsprühen, mit deoxit f5 fader oder kontakt61, die beiden hab ich herumstehen.
werd dir dann mitteilen ob die sache funktioniert hat

danke und hi5
 
Real-JJCale
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mein amp steht ja nicht nur im proberaum herum, ***
hat oben auch niemand von sich behauptet und mein HRD I weiss schon gar nicht mehr, auf wievielen Gigs er in Westeuropa gewesen ist...;)

*** die potis einsprühen, mit deoxit f5 fader oder kontakt61, die beiden hab ich herumstehen. ***
oh heilige Beratungsresistenz...

das Deoxit f5 kenne ich nicht, aber das Kontakt 61 setzt zwingend eine Vorreinigung mit Kontakt 60 voraus...

Wie auch immer, der Amp-Doktor ist nun klar auf deiner Liste. Berichte mal, was es war...

btw.: in meiner Signatur findest du einen link zu Holton's HRD-Bibel (die aber vorwiegend die erste Made in USA-Serie = HRD I behandelt, zu den Mexicos gibt's allerdings auch einige Infos..

Gruß
RJJC
 
Dr Dulle
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hab gehört das hrd extrem anfällige amps sind, hab 20 jahre kein problem damit gehabt,
Wat denn nu extrem anfällig oder 20 Jahre kein Problem ......?
werde mal so wie du es vorgeschlagen hast die potis einsprühen, mit deoxit f5 fader oder kontakt61, die beiden hab ich herumstehen.
Hat er ja nicht vorgeschlagen sondern Teslanol T6 :facepalm1: Mit Kontakt 61 hab ich noch nie was verbessert bekommen ......
 
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Wat denn nu extrem anfällig oder 20 Jahre kein Problem
das eine schliesst das andere nicht aus

Dr Dulle: Hat er ja nicht vorgeschlagen sondern Teslanol T6

es ist samstag abend, geschäfte sind zu und deoxit f5 fader ist genau so gut

denken und sinnerfassend lesen ist wohl nicht deine stärke und soziale kompetenz und anstand wohl auch nicht
 
Bassturmator
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nagut, bleibt unter euch
 
C_Lenny
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Also, so geht das nicht in dieser Community, @doe3 :opa:. Dass Du Beiträge, auf die hilfsbereite User geantwortet und dabei Zeit und Mühe investiert haben, einfach löschst, ist grob "unsportlich" :bad:und widerspricht den Boardregeln, die Du mit Deinem Account akzeptiert hast.

Ich habe die gelöschten Beiträge und den von Dir ebenfalls gelöschten Titel wiederhergestellt. Da Du ja neu im MB bist und vielleicht noch nicht mitbekommen hast, wie man hier miteinander umgeht, will ich es bei dieser "Belehrung" belassen. Dein Vorgehen und insbesondere Deine -vorsichtig ausgedrückt!!- der Netiquette entbehrenden Formulierungen (nun z.T. editiert) müssten eigentlich eine mit Punkten behaftete Verwarnung nach sich ziehen. Befleissige Dich als zukünftig bitte eines "boardkompatiblen Umgangsstils".

Für ggfs. Anliegen&Beschwerden zu Vorgeschriebenem bitte (ausschliesslich) dort entlang -> https://www.musiker-board.de/forum/anliegen-beschwerden.487/

LG Lenny (für die Moderation)
 
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Hier kamen schon etliche HRDLx und auch BLDLx durch und die haben durch die Bank alle Geburtsfehler. Das einer 20 Jahre ohne Probleme durchhielt kann schon sein, aber wenn man den ordentlich stresst dann fällt er aus, und zwar definitiv. Knackpunkte ist vor allem das 7ender erstens anscheinend immer das kostengünstigste Bauteil nimmt und zweitens nicht lernwillig ist um Schwachstellen in der nächsten Revision auszumerzen.
In a Nutshell sind die Schwachpunkte u.a.
1. (Netzteil)Elkos. Die verbauten Illinois Caps sind fabrikfrischer Schrott und halten oft nur grad bis nach der Garantie. Vor allem wenn es die grauen sind ist ein schneller Ausfall fast vorprogrammiert, die blauen bei den neueren Versionen scheinen etwas besser in der Qualität zu sein aber immer noch meilenweit von einem F&T entfernt.
2. Die Hilfsspannungserzeugung ist absolut mies designed, die beiden Hochlastwiderstände sind bis zu den RoHS Versionen zu nah am PCB und brennen dank mangelnder Konvektion Löcher in die Platine wenn sie sich nichtvorher selbst auslöten.
3. Gleiches Problem an den Zenerdioden, zu nah am PCB und der Effekt ist der gleiche wie bei den Widerständen
4. Die Kunststoffbuchseh am Eingang und Poweramp In/Preamp Out verschleißen schnell und leiden oft unter gebrochenen Lötstellen
5. Die Anodenwiderstände am PI sind unterdimensioniert und sterben langsam ab (und das ist u.a. ein Problen, das vermutlich der Amp des TE hat), kann man an unnatürlicher Zerre und leiser werden des Amps gut erkennen
6. Die Gitterwiderstände der Endröhren sind unterdimensioniert und gehen gerne kaputt
7. RoHS Versionen (ab 2008) leiden oft unter gebrochenen Lötstellen an den Röhrenfassungen
8. Die Verdrahtung im Amp ist suboptimal, zB läuft der Mittenanschluß des AÜ mit der vollen B+ direkt an den Flachbandkabeln der Endröhren vorbei. Die Flachbandkabel selber sind mehr als fragil und vertragen keine mehrfachen Verbiegungen
9. Die Flachsteckanschlüsse der Heizung sind eigentlich prinzipiell überlastet und neigen gerne zum ausbrennen, da ist direkt verlöten die bessere Option.
10 das Massekonzept ist auch einfache und schnelle Produktion ausgelegt, deswegen gibt es oft Brumm oder Störeinstrahlungen.

Kann sein das ich noch einige Problemchen vergessen habe aber die wichtigsten sind oben aufgelistet und können gerne als Anhaltspunkt zur Fehlersuche genutzt werden.
Bisher hab ich noch in jedem dieser Amps die hier waren Probleme gefunden, auch wenn er eigentl nur zum Röhrencheck da war…
 
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Super Zusammenfassung! @bluesfreak :great:



Wer sich das alles noch anschauen möchte, hier ein paar Videos von Psionic Audio:



(Bitte auch Teil 2 und Teil 3 beachten!)











:hat:
 
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*** In a Nutshell sind die Schwachpunkte u.a. ***

Puuh...

wenn das deine Erfahrungen sind (die offenbar auch andere gemacht haben) glaube ich das selbstverständlich.

Das macht mir ein wenig Angst, denn mein '95er hatte bis jetzt keine Ausfälle (bis auf die notwendige Poti-Reinigung s.o.)

Und ich kann wirklich nicht behaupten, dass ich den Amp übermässig geschont hätte.

Ich habe nur die Basics immer beachtet, d.h. keine Fehlanpassungen mit Boxen, vor dem Transport eine Weile stehen lassen, im Winter erst eine Zeitlang akklimatisieren lassen und der Transport stets nur im Flight Case.

Dazu tausche ich regelmässig die Endstufen-Röhren gegen ToneBones (Pentode), weil die 18W bei Aufnahmen eine sehr interessante Alternative zum 40W-Sound sind. -> Das ist ja dann eigentlich auch ein potentieller "Stressfaktor" für den HRD...

Evtl. hatte ich bisher einfach nur Glück und das dicke Ende kommt noch...?

Wir (Ich) werde sehen...

Gruß
RJJC

Nachtrag: mein Amp ist aus der allerersten F.A.T.-Serie mit dem Fender-Jubiläums-Button, kann es sein, dass diese Jubiläumsserie besser verarbeitet war und hattest du @bluesfreak auch schon mal einen aus dieser Reihe bei dir ?
 
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Nachtrag: mein Amp ist aus der allerersten F.A.T.-Serie mit dem Fender-Jubiläums-Button, kann es sein, dass diese Jubiläumsserie besser verarbeitet war und hattest du @bluesfreak auch schon mal einen aus dieser Reihe bei dir ?
Kann ich jetzt nicht genau sagen ob FAT Serie schon mal hier war aber mach bei Dir einfach mal die Rückwand ab und schau Dir die Gegend um R78/79 an, das sind die beiden Keramik Hochlastwiderstände. Sieht man da Verfärbungen ist Vorsicht angesagt. Wenn dann noch die Elkos im Netzteil an der Plusseite Elektrolyt ausschwitzen => ab zum Tech.

Super Zusammenfassung! @bluesfreak :great:
Besten Dank...und Danke dass Du Lyle‘s Videos verlinkt hast, die sind so ziemlich das beste was man zu dem Problem auf YT finden kann…
 
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@bluesfreak

werde ich machen und besten Dank!

RJJC
 
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...
10 das Massekonzept ist auch einfache und schnelle Produktion ausgelegt, deswegen gibt es oft Brumm oder Störeinstrahlungen.

Kann sein das ich noch einige Problemchen vergessen habe aber die wichtigsten sind oben aufgelistet...

Nur noch eines, @bluesfreak , ein kleines Problemchen, der Vollständigkeit halber wegen:

11 Bei manchen dieser Amps ist mir aufgefallen, dass trotz der Sparwut die Anschlußkabel vom / zum OT ziemlich lang sind. Geraten sie durch Erschütterung (z.B. Transport) aus ihrer ursprünglichen Lage UND sind sie nicht sauber fixiert / schlampig verdrillt, so ändern sie so ihre Lage (in Richtung zu den Flachbandkabeln der Vorröhren), dass der Amp beginnt, zu koppeln. Das klingt dann wie Brummeinstreuung oder bringt eben seltsame Geräusche mit sich "als ob der Amp nicht richtig klingen will" (blöd zu beschreiben).

(Ich spreche jetzt nicht von einem versehentlichen Vertauschen der Anschlüsse zu den Anoden der Endröhren, wo der Amp sofort beginnen würde, mehr oder weniger hörbar und im blödesten Fall unhörbar zu schwingen).
 
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Und Zack, ein weiteres Video von Lyle mit den üblichen Schwachstellen:
 
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nun, deswegen heist das teil wohl " HOT " -rod , alles so HOT das es fast durchbrutzelt

is mir auch schon pasiert, das ichn amp gebastelt hab , der nur probleme macht weil soo hot!
ich nenn den "kleinerstinker"
 
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