Humbucker selber bauen

von hippiejim, 02.04.05.

  1. hippiejim

    hippiejim Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    20.03.05
    Zuletzt hier:
    3.12.16
    Beiträge:
    621
    Zustimmungen:
    30
    Kekse:
    780
    Erstellt: 02.04.05   #1
    Mir kam die Idee einen Humbucker selber zu bauen... problem ist mir fehlt das nötige Wissen wie das alles geht, klar Kupferdraht u. Magnet dann geht das schon irdendwie ;) aber könntet ihr mir vielleicht helfen was ich noch alles dafür brauche ?
    hat es schon jemand selber gemacht ?
    gibt es I-net Seiten wo es beschrieben ist wie das geht etc.
    hoffe ihr könnt mir helfen
     
  2. Ray

    Ray Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

    Im Board seit:
    22.08.03
    Zuletzt hier:
    24.06.15
    Beiträge:
    13.344
    Ort:
    Frankfurt
    Zustimmungen:
    65
    Kekse:
    8.834
    Erstellt: 02.04.05   #2
    Lass es lieber. :-)

    Minimum ist ne Wickelmaschine. Slebst gebaut am besten, aus nem alten Mabuchi-Motor oder ner Bohrmaschine, die sehr langsam laufen kann. Aber auch dann erfordert das viel Erfahrung und Geschick, sonst zerreisst es dir beim Wickeln laufend den Draht. Der hält nicht grade viel aus.

    Ich hab einmal nen PU abgewickelt und wieder halb aufgewickelt. Theater.
     
  3. guitargeorge

    guitargeorge Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    14.10.04
    Zuletzt hier:
    19.10.07
    Beiträge:
    404
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    16
    Erstellt: 02.04.05   #3
    ich hab mir einen gebaut... so ne art prototyp... da ich wissen wollte, ob mein konzept funktioniert... (es hinkt etwas :( )...

    ich denke, wenn du einen TA bauen willst, den es von der konstruktionsart schon gibt... isses besser, den einfach zu kaufen...

    die reinen materialkosten sind sicher nicht so teuer wie ein markenTA, aber die Klangfarbe des TA ist immer ein gewisses Glückspiel...

    mein materialaufwand:
    - insgesamt ca 50x30mm Eisen, 3mm dicke
    - 2 Magneten á 2,90
    - alte plastikgefäße... als rohmaterial f. wickelkörper
    - 2-komponentenkleber
    - isolierband u. kabel
    - kupferlackdraht (aus einer motorwicklung :D :eek: :D :eek: )

    sollte sich das konzept als doch geeignet herausstellen, so werd ich natürlich eine "ordentliche" version anfertigen... mit schönem gehäuse!

    mfg guitargeorge
     
  4. mini_michi

    mini_michi Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    26.07.04
    Zuletzt hier:
    9.11.16
    Beiträge:
    1.581
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    393
    Erstellt: 02.04.05   #4
    ähm, wenn ich mich nicht irre gibts doch sogar bausätze

    hm, mir fällt gerade bloss nicht ein wie dieser shop hiess (irgendwass mit trashcontainer? oder irgendwie so...)

    und bei Conrad gabs glaube ich auchn set, wobei ich mir da nicht sicher bin

    /Edit
    habs gefunden

    schau mal hier...
    http://www.der-trashcontainer.de/trash/index.php
     
  5. guitargeorge

    guitargeorge Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    14.10.04
    Zuletzt hier:
    19.10.07
    Beiträge:
    404
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    16
    Erstellt: 02.04.05   #5
    gibts auch bei rockinger, unter gitarrenbau&werkzeug - bausätze... oder so ähnlich

    mfg
     
  6. DerOnkel

    DerOnkel HCA Elektronik Saiteninstrumente HCA

    Im Board seit:
    29.11.04
    Zuletzt hier:
    17.10.16
    Beiträge:
    4.003
    Ort:
    Ellerau
    Zustimmungen:
    347
    Kekse:
    35.988
    Erstellt: 03.04.05   #6
    Einen Tonabnehmer zu wickeln, kann ganz interessant sein. Wie aber schon erwähnt, ist das ganze nicht ganz einfach und ggf. eine langwierige Sache.

    Wenn man nicht weiß, was man da macht, ist das klangliche Ergebnis immer ein Zufall. Es gibt allerdings genügend Quellen im Internet, die Wickeldaten von bekannten PU's veröffentlichen. Wenn man will (und fleißig ist) geht es also.

    Geeigneten Lackdraht kann man unter anderem bei Conrad kaufen (0,06mm). Der von Rockinger angebotene Draht ist leider sauteuer.

    Als Alternative kann man überlegen, einen niederohmigen Tonabnehmer zu bauen. Der benötigt dann weniger Windungen. Zusammen mit einem Vorverstärker, kommt dann doch noch genug Dampf aus der Gitarre. IMOH ein lohnenswertes und lehrreiches Projekt.

    Wie die verschiedenen Tonabnehmertypen aufgebaut sind, kannst Du hier finden.

    Ulf
     
  7. FoM

    FoM Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    15.02.05
    Zuletzt hier:
    5.07.12
    Beiträge:
    138
    Ort:
    NRW
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    36
    Erstellt: 03.04.05   #7
    wenn Dir dein Projek nicht gelingen sollte egal auch aus welchem Grund, dann hast du hier eine kleine Alternative .... momentan ein Geheimtyp in Polen.
    Es handelt sich um ein hand gewickelten Humbucker der auf 3 Ceramik Magneten aufgebaut ist und satte 19 kOhm hat.
    Er befindet sich im festem Gehäuse, ist eingewachst und und und ... damit hat man ihn nach Hersteller Aussage gegen jeckliche ungewolte Ruckpolungen im High Gain Betrieb abgesichert.
    Man hat ihn auch abgeschirmt damit er resistenter gegen Störungen von Aussen sein soll. Diese Humbucker wird für die Steg Position empfohlen ,soll aber auch für die Neck-position geeignet sein.
    Der Hersteller schreibt, dass ...."Die mächtigen Wicklungen so viel Kraft geben, dass man alles in ihrer nehe überstreuern kann."...:)
    Die Haupteigenschaft des Humbucker soll eine Starke, Satte und schwere Übersteuerung des Signals sein ...:))

    Es handelt sich um den HELLFIRE Humbucker

    http://www.merlinpickups.com/humbuckery.htm

    So jezt wo ich das Ganze hier gelesen habe ;) bestelle ich mir den ..:)
     
  8. VisionaryBeast

    VisionaryBeast Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    13.09.04
    Zuletzt hier:
    22.07.09
    Beiträge:
    1.677
    Zustimmungen:
    1
    Kekse:
    540
    Erstellt: 03.04.05   #8

    Was kostet der und wo kann ich den bestellen?
     
  9. FoM

    FoM Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    15.02.05
    Zuletzt hier:
    5.07.12
    Beiträge:
    138
    Ort:
    NRW
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    36
    Erstellt: 03.04.05   #9
    mementan je nach Umrechnung ca. 62 Euro :)
     
  10. Pett

    Pett Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    24.12.04
    Zuletzt hier:
    26.02.11
    Beiträge:
    739
    Ort:
    -
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    215
    Erstellt: 03.04.05   #10
    Hmm, kann auf der Site nur 0.05mm Draht finden (bin auch grad dabei mir nen Humbucker zu wickeln bzw.2...). Mit dem sollte es aber auch gehen, oder?
     
  11. DerOnkel

    DerOnkel HCA Elektronik Saiteninstrumente HCA

    Im Board seit:
    29.11.04
    Zuletzt hier:
    17.10.16
    Beiträge:
    4.003
    Ort:
    Ellerau
    Zustimmungen:
    347
    Kekse:
    35.988
    Erstellt: 03.04.05   #11
    Vom Prinzip her geht das auch. Bei gleicher Wicklungszahl ist dann der Widerstand etwas größer, wodurch die Dämpfung der Resonanz etwas stärker ausfällt.

    Ulf
     
  12. hippiejim

    hippiejim Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    20.03.05
    Zuletzt hier:
    3.12.16
    Beiträge:
    621
    Zustimmungen:
    30
    Kekse:
    780
    Erstellt: 03.04.05   #12
    hört sich alles sehr interessant an... vielen Dank für die schnellen Tips bis jetzt...
    naja Überlegung ist es vielleicht doch wert, aber ich hab echt null erfahrung damit deshalb werd ich mir das nochmal durch den Kopf gehen lassen...
     
  13. northcraft

    northcraft Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    30.12.04
    Zuletzt hier:
    13.12.15
    Beiträge:
    249
    Zustimmungen:
    3
    Kekse:
    12
    Erstellt: 06.04.05   #13
    moin...

    ich hab auch vor mir zwei humbucker für einen eigenbau selbst zu wickeln und bin im moment nur noch auf der suche nach dem richtigen draht

    mein problem ist, dass ich nicht gleich eine ein kilo rolle oder so bei rockinger kaufen will und deshalb eine frage:

    bei conrad hab ich unter kupferdraht nur starkverzinnten kupferdraht der stärke 0.06mm gefunden... würde das auch gehen?... oder was verändert sich am sound bei starkverzinntem kupferdraht?

    außerdem: muss der draht irgendwie isoliert sein?...(sollte er schon sein, oder?) weil das scheint bei diesem nicht der fall zu sein... oder ist er es doch?... ich weiß es nicht....

    antworten wären echt total nett... schon mal danke:)
     
  14. Ray

    Ray Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

    Im Board seit:
    22.08.03
    Zuletzt hier:
    24.06.15
    Beiträge:
    13.344
    Ort:
    Frankfurt
    Zustimmungen:
    65
    Kekse:
    8.834
    Erstellt: 06.04.05   #14
    Jau. Ohne das geht gar nix. Die Windungen liegen ja mit Kontakt aufeinander. Und da fliesst Strom. :-)

    Schon eine Bruchstelle irgendwo auf deinen 5.000-20.000 Windungen kann dir die Isolierung futsch machen -> Kurzschlüsse.

    Die Dicke der Isolierung spielt auch ne Rolle. Selbst wenn der Draht der gleiche ist, ebenso der Spulenkörper und die Anzahlt der Wicklungen (also quasi alles baugleich), sorgt eine dickere Isolierung für mehr Platzverbrauch.

    Die gleiche Anzahl Wicklungen brauchen also mehr Platz. D.h. die äusseren Wicklungen des PUs liegen weiter weg vom Magnetkern als bei einem Draht mit dünnerer Isolierung. Der PU wächst also in die Breite -> Soundveränderung.
     
  15. northcraft

    northcraft Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    30.12.04
    Zuletzt hier:
    13.12.15
    Beiträge:
    249
    Zustimmungen:
    3
    Kekse:
    12
    Erstellt: 06.04.05   #15
    erst mal vielen dank ray:great:

    das mit der dicke is klar.... trotzdem danke...
    aber bis 20000 wicklungen?.... ich dachte 6000 wären so standard...
    bei 20000 müsste doch der output enorm sein, oder?... haben high output hbs wirklich so hohe windungszahlen?... da müsste doch auch der wiederstand riesig werden?.... oder?:o

    aber normal sollte doch so draht, den man im elektronikhandel findet isoliert sein oder?.... es steht nur nichts dabei... so ein mist

    und dann bliebe noch die frage wegen dem "starkverzinnten" kupferdraht...
    ist das in ordnung?... das müsste doch die leitfähigkeit eigentlich sogar verbessern, oder?.... falls jemand was genaueres dazu weiß, dann bitte bitte melden...

    oder falls jemand weiß, wo man pickupdraht in nicht all zu großen mengen herbekommen kann; ich wäre über jede hilfe dankbar

    gruß, northcraft:)
     
  16. DerOnkel

    DerOnkel HCA Elektronik Saiteninstrumente HCA

    Im Board seit:
    29.11.04
    Zuletzt hier:
    17.10.16
    Beiträge:
    4.003
    Ort:
    Ellerau
    Zustimmungen:
    347
    Kekse:
    35.988
    Erstellt: 08.04.05   #16
    Erstmal ist ein Lackdraht wichtig, sonst Kurzschluß! (Wie Ray schon ganz richtig bemerkte). Stark verzinnt leitet :eek: und ist folglich Igitt!!!

    Ich habe vor Jahren mal eine Rolle Kupferlackdraht bei Conrad (0,05 oder 0,06mm) gekauft und damit einen Strat-PU neu gewickelt. Ging ganz gut!

    Die Isolation hat einen großen Einfluß auf die entstehende Wicklungskapazität. Es gibt meiner Kenntnis nach aber keine Formel mit der man das Abschätzen kann. Meine Überlegungen führen immer auf ein sehr komplexes Model, das ich lieber nicht berechnen möchte! :eek:

    Die Wicklungszahlen liegen zwischen 4000 und 8000 (in der Regel). Nach oben hin gibt es da eine sinvolle Grenze. Wenn der Widerstand zu groß wird (bei 20000 Wdg auf sicher) liefert das Teil zwar eine große Spannung, aber die Induktivität wird so groß sein, daß die Resonanz vermutlich bei 1 kHz oder weniger liegen wird (ist jetzt nur eine Vermutung, da weitere Daten zur Berechnung einfach fehlen).

    Aufgrund des zu erwartenden sehr großen Widerstandes wird die Resonanz eventuell auch komplett gedämpft. Das Ergebnis könnte dann ein ausdruckloses muffige Etwas sein, über das man sich nach 20000 Windungen sicherlich freuen wird. :eek:
     
  17. Ray

    Ray Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

    Im Board seit:
    22.08.03
    Zuletzt hier:
    24.06.15
    Beiträge:
    13.344
    Ort:
    Frankfurt
    Zustimmungen:
    65
    Kekse:
    8.834
    Erstellt: 09.04.05   #17
    Naja, also bei Singlecoils so 6.000-10.000. Fender Standard fing in den 50ern afaik irgendwo bei 7.000 an und ging dann bis 8.000 in den 60er oder so. Gibt ne Statistik drüber irgendwo im Netz.

    Edit: sogar noch mehr: 7800-8300

    Overwound liegen drüber. Texas Special haben afaik schon mehr, Häussel Big Mags erst recht, der Gibson P90 hat satte 10.000. (ca genausoviele wie der PAF).

    Bei Standardhumbuckern haben die einzelnen Spulen etwas weniger als die Standard-SCs. Da haben viele nur so um die 5.000 (halber P90 halt). Auch in Punkto Widerstand sind die einzelnen Spulen recht niedrig (PAF classic: gut 4k nur). Zusammen (die Spulen sind ja seriell verschaltet)
    sinds dann aber trotzdem 10.000 aufwärts.

    Absolute Highgainer wie der X2N oder die Motherbucker haben dann,so wie ich das gelesen habe, bis fast das doppelte drauf. (irgendwo müssen die über 500 mV (PAF: gut 200) ja auch herkommen).

    Der Firebird Steg-PU von Gibson hat laut G&B ca 16.000. Und 22k :-)

    Der Tony Iommi dürfte auch irgendwo ziemlich hoch liegen, der 500T auch.
     
  18. DerOnkel

    DerOnkel HCA Elektronik Saiteninstrumente HCA

    Im Board seit:
    29.11.04
    Zuletzt hier:
    17.10.16
    Beiträge:
    4.003
    Ort:
    Ellerau
    Zustimmungen:
    347
    Kekse:
    35.988
    Erstellt: 09.04.05   #18
    Muß bei Gelegenheit mal nachsehen, wo ich das her habe.

    Ulf
     
  19. Ray

    Ray Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

    Im Board seit:
    22.08.03
    Zuletzt hier:
    24.06.15
    Beiträge:
    13.344
    Ort:
    Frankfurt
    Zustimmungen:
    65
    Kekse:
    8.834
    Erstellt: 09.04.05   #19
    So hab ich das auch. Bis auf den Firebird.

    Da steht im Sonderheft G&B Gibson, dass er ca doppelt soviel Windungen hat wie der Minibucker. Der wiederum ca 20% weniger hat als der Paf. Kommt bei dem ja auch hin. Aber die Firdebird-Angabe kann net stimmen. Das Ding brät erheblich mehr als der Minibucker und ist auch viel mittiger und muffiger.


    Leider fehlen die ganzen Mörder-PUs. Der PAF mit den 10.000 ist da ja schon die Grenze..
     
  20. Namenlos

    Namenlos Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    30.10.04
    Zuletzt hier:
    7.02.10
    Beiträge:
    320
    Zustimmungen:
    2
    Kekse:
    734
    Erstellt: 09.04.05   #20
    Hallo,
    ich habe leider keine Erfahrungen darin, aber vielleicht hilft die Seite weiter: http://galileo.spaceports.com/~fishbake/buck/humbuck.htm . Das ist die Seite von jemanden aus Peru (oder so) der halt Probleme hat an irgendwelche teuren Gitarren usw. aus Amerika heranzukommen und sich so alles selber beastelt, vom Fender Champ über Les Paul bis zu kleiner Stompbox.

    Grüße
     
Die Seite wird geladen...

mapping