Ibanez Westerngitarren aus den 70ern (Concord)

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Ich überlege gerade eine zweite Westerngitarre zu kaufen. Ich habe eine Furch, die ich sehr mag und gerne spiele. Allerdings hat sie nur ein hauchdünnes und empfindliches Finish und ich habe schon durch zu intensives hinschauen eine Delle in die Decke reingemacht.
Daher überlege ich mir eine zweite, gebrauchte und günstigere Gitarre zu kaufen, die ich bedenkenlos mitnehmen kann. Ich will aber trotzdem etwas Schönes, was auch gut klingt.

Was haltet Ihr von der Ibanez Concord Reihe aus den 70ern? Ich habe da ein paar in meiner Nähe gesehen. Die Preise liegen irgendwo zwischen 300€ und 500€.

Eine 699 gefällt mir besonders gut, zumindest optisch. Wäre ein sehr schöner Kontrast zu meiner dunklen Furch :D. Was wäre eine angemessener Preis?
 
Die Concord-Reihe der 70er Jahre ist mir gut in Erinnerung geblieben. Wenn ich nicht irre, dann war das seinerzeit die Top-Reihe von Ibanez. Leider gibt es nicht die eine 699. Über die Jahre wurde die 699 mal mit massiver Decke und mal laminiert gebaut. Das Baujahr wäre also wichtig. Oder Du schaust mal am Schallloch... Da müsste man das erkennen können.
 
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Top war die Artist, aber die Concord hatte auch großes Renommee, auch international. In meinem Umfeld werden noch ein paar gespielt. Ich finde die etwas überbewertet (habe selbst aus der Zeit noch eine 12str-Tama 3557, hatte auch mal eine 12str-Cimar V302), sind aber ordentliche Gitarren und waren in der Zeit schon sehr bedeutend. Etwas Boomer-Nostalgie ist bei den Preisen dabei.
Für 500€ würde ich persönlich eher eine Yamaha (auch aus der Zeit) oder eine Seagull (die es aber auch deutlich günstiger gibt) kaufen, Die 669 ist aber auch heute immer noch ein optischer Leckerbissen.
 
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danke

ja, die Verwirrung um die Decken habe ich dann auch bemerkt. Sie ist von 1978.

Die 699 ist in meiner Stadt zu haben und sie ist mir durch die helle Farbe aufgefallen. Das gefällt mir. Aber sie muss natürlich auch gut klingen, sich gut spielen lassen und der Preis muss passen. 499€ empfinde ich auch als zu viel … nach meiner Recherche. Da würde ich noch nachverhandeln.

Welche Yamaha oder Seagull Modelle wäre da empfehlenswert.
 
Yamaha oder Seagull
... ist Geschmackssache. Ich spiele eine Seagull S6 (das Original mit Zederndecke, Wildkirschkorpus und breitem Griffbrett), die ziemlich viel kann; richtig rotziger Folk-Blues oder feine keltische Sphären-Klänge sind halt nicht so ihres, aber als Std-Singer-Songwriter-Instrumente imho eine sehr gute Wahl.
Bei Yamaha habe ich die Modelle gerade nicht so im Kopf (und habe persönlich derzeit "nur" eine Klassik von denen). Da würde mir so was einfallen: https://www.kleinanzeigen.de/s-anze...esterngitarre-baujahr-1994/3303743156-74-9268, wobei ich nur das Vorgängermodell gespielt habe (was mir sehr gut gefiel). Oder https://www.kleinanzeigen.de/s-anzeige/akustikgitarre-yamaha-ll6/3289464933-74-1589
Viele mögen Y nicht so sehr, da angeblich "steril"; ich persönlich finde das gut. Muss jeder selbst wissen.

PS: Letztendlich hilft natürlich nur selbst austesten. Vielleicht landest du am Ende bei Guild, Sigma oder Eastman. Auch gut.
 
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Hey,
...von mir auch Daumen hoch für Godins...also Simon&Patrick, Art&Lutherie und Seagull, vor allem letztere. Das sind konstruktiv superstabile "Schweine Gitarren" die oft genug auch noch gut klingen.
Bei Seagull S6 (meiner Ansicht nach DIE Gitarre in der "Polo-/Golfklasse") ist zwar eher Zeder als Deckenholz standard, allerdings gibt es auch die "Spruce" Version ...die eben optisch deutlich heller rüberkommt.
Übrigens klingen Seagulls mit Pickup auch allermeistens über diesen erstaunlich gut, da diese der Gesamtqualität entsprechend eingebaut sind was für die Übertragung immens wichtig ist.
Gruß
Bernie
 
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Noch'n Nachtrag zu meiner Seagull S6. Die habe ich in der letzten Woche nach Jahren (ich habe in den letzten 12 Jahren fast nur noch Konzertgitarre und Bass gespielt und die Seagull ist nicht meine beste Steelstring) mit den alten Saiten (D'Addario 11er) rausgeholt. Am ersten Abend (Stimmen, Bryk-Schallloch-PU montieren, mal wieder greifen) klang sie ka..., am nächsten hatten wir Bandprobe (nach ebenfalls ca. 12 Jahren), und sie war wieder sehr präsent. Im Gemeindesaal, gegen Snare und Cajon (und Querflöte, aber die zählt in dem Kontext wohl nicht...) setzte sie sich auch ohne Amp durch, den PU habe ich in der Pause wieder abmontiert. Genau dafür passt sie. Und auch unsere Vocals warenn zufrieden mit Gitarre und Sound. (Ob mit mir, weiß ich nicht.)
Für O'Carolan hole ich dann zwar den Koffer mit der Lowden heraus, aber nur, weil ich diese auch habe...
 
Übrigens klingen Seagulls mit Pickup auch allermeistens über diesen erstaunlich gut, da diese der Gesamtqualität entsprechend eingebaut sind was für die Übertragung immens wichtig ist.
Könntest du erklären, was du mit diesem Satz meinst?
Was ist hier für die Übertragung von was wichtig?
 
...sorry wenn's etwas wirr war😆
Ich meinte die Übertragung des Tons in den Pickup.
Pickups die sauber in sauber (mit scharfem Fräswerkzeug!) gefräste Stegeinlagenschlitze, deren Boden absolut eben und ohne Rauheiten ist, eingelegt sind übertragen den Klang deutlich besser als dahingehend schlecht eingebaute.
Es ist doch immer wieder erstaunlich wie gut selbst einfache "Piezo Pickups" klingen die richtig und sauber eingebaut sind.
Bei Seagulls kenne ich das eben nur mustergültig und klanglich dementsprechend ...das meinte ich.
Gruß,
Bernie
 
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