Im Moor - Deutschertext

von Wüstenstaub, 25.02.08.

  1. Wüstenstaub

    Wüstenstaub Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.02.08   #1
    Hidiho

    getragen und inspirert is das lied von (slipknot) the virus of life


    kommers und abschnitte sind bewusst, also "langsam" lesen ^^

    Im Moor


    1.
    in der tiefe,
    der dunkelheit...
    liegt eine
    vergewaltigte frau.
    das blut
    verziert mit
    tränen
    neben der gebrochenen
    vergangenheit.
    schuld des freundes
    ihr mann war "wehrlos"
    sein freund hat sie gefickt

    brücke:
    in's verderben
    sinkt - dein - leib
    und mit ihm
    wächst - dein - leid.
    du wirst erdrückt
    wehrlos
    wenn du erstickst
    sorglos


    Refrain:
    im abgrund der menschheit
    liegt der sumpf,
    und er sinkt, immer tiefer...
    die vernunft - erstickt.


    (du hast es nicht besser verdient
    du bist ein mensch...
    dein leben
    ich nehm es , ich bin das moor)

    2.
    zerdückte köpfe,
    reste des hirns,
    von denen man dachte,
    das sie nicht exestiern.
    sie waren im weg.
    doch die schuld
    trägt der trieb,
    denn sie lebten.
    sie hätten anders
    gehandelt.
    auf die leichen...
    hätten sie gepisst


    brücke:
    in's verderben
    sinkt - dein - leib
    und mit ihm
    wächst - dein - leid.
    du wirst erdrückt
    wehrlos
    wenn du erstickst
    sorglos


    Refrain:
    im abgrund der menschheit
    liegt der sumpf,
    und er sinkt, immer tiefer...
    die vernunft - erstickt.






    ich überlege eine 3te strophe einzubauen,
    die strophen sollten nicht im zusammenhang verstanden werden, sondern nur eine atmosphäre übermitteln.

    soo jetzt sind eure ersten eindrücke gefragt ^^


    grüße Wüstenstaub
     
  2. willypanic

    willypanic Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.02.08   #2
    Hi wüstenstaub,
    schwere Kost bietest Du hier an.
    Ganz schön kompliziert, da durchzublicken.
    Ich habe es auch nicht so ganz hingekriegt.
    Da sind so viele Hirnverschraubungen, die ich nicht vollständig lösen kann.
    Es geht um das Böse im Menschen, ok.
    Zum Einen hast Du das teilweise sprachlich sehr drastisch vor des Hörers Kopfbrett geknallt, an anderen Stellen (z.B. im Refrain) hast Du eher versucht, ein wenig lyrischer zu sein.
    Diese Gegensätze können reitzvoll sein und eine heimelige Atmosphäre radikal zerstören.
    Je nach musikalischen Genre kann das sehr effektvoll sein und viel Aufmerksamkeit bei Zuhörern schaffen.
    Dieses Interesse machst Du aber mMn wieder kaputt, durch diese schwer verdaulichen Verkettungen, bei denen man öfter den Bezug sucht.
    Als gelesenes Gedicht ist das besser zu verstehen. Auch die bewusst gewählten Absätze und Kommata kommen dann zur Geltung. Man versteht die Doppeldeutigkeiten.
    Wie willst Du das aber gesanglich lösen. Es ist doch ein Songtext????!!

    Außerdem stören mich so Formulierungen wie im Refrain:
    im abgrund der menschheit
    liegt der sumpf,
    und er sinkt, immer tiefer...

    Das ist mir zu aufgesetzt- pseudo- poetisch- unlogisch- unklar.

    Ein weiterer Kritikpunkt ist das Zusammenhanglose in dieser Geschichte.
    Auch wenn es Deine Absicht ist, tut es dem Text nicht gut.
    Denn eine göttliche und zugleich teuflische Generalabrechnung mit dem Menschen ist doch in einem Songtext schwer unterzubringen.
    Mein Fazit:
    Da ist viel Material für einen sehr atmosphärischen dunklen Text drin.
    Etwas Licht würde aber nicht schaden. Außerdem würde ich etwas unnötigen Balast abwerfen. Wenn Du also die dritte Strophe nutzt, um all das zu erklären, dann gib sie uns.

    Ich markiere nochmal farblich, was ich unklar bzw. nicht gelungen finde.
    Grüße
    willy

     
  3. steinhart

    steinhart Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.02.08   #3
    Hi, Du hast nach den ersten Eindrücken gefragt ? Hier sind sie:

    - sehr schöne Ansätze, gefällt mir
    - dritte Strophe ? Muss das sein ?
    - fett gedruckte Worte empfinde ich als Stilbruch (nicht weil sie fett gedruckt sind, sondern
    weil es kein starker Ausdruck ist, wie der restliche Text (will heißen, dass zumindest bei
    mir die Fäkalsprache nicht zu einem starken Ausdruck zählt).
    - statt "wächst Dein Leid" würde ich "endet Dein Leid" (=Tod) schreiben.
    - ich frage mich, ob man "sorglos ersticken kann ?"
    - die Erklärung in den Klammern vor der zweiten Strophe würde ich rausnehmen, das ist doch eigentlich klar, oder ?

    Sieht wie viel gemeckert aus, ist es aber nicht, denn insgesamt sind es doch nur Kleinigkeiten. Mach was draus.

    Gruß Steinhart
     
  4. Kornhulio

    Kornhulio Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.02.08   #4
    mir gefällts :-) aber ich steh ja eh auf düstere texte xD
    hm... ist nur schwierig zu verbessern...
     
  5. Wüstenstaub

    Wüstenstaub Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.02.08   #5
    heydiho. jaaa danke für euer feedback schonmal!
    okay ich habs euch echt schwierig gemacht, ich versuche es nocheinmal....
    inspiriert wurde ich von dem buch "regenroman" und wer das buch gelesen hat würde den text wahrscheinlich viel besser verstehen... aber es muss auch für nichtleser kla werden^^

    also auf ein neues...




    Im Moor

    1.
    in der tiefe,
    der dunkelheit...
    liegt eine
    vergewaltigte frau.
    das blut
    verziert mit
    tränen
    neben der gebrochenen
    vergangenheit.
    wer trägt die schuld?
    ihr mann war "wehrlos"
    sein freund hat sie gefickt

    brücke: hier is das moor gemeint in dem die "menschen" versickern
    in's verderben
    sinkt - dein - leib
    und mit ihm
    wächst - dein - leid. (im angesicht des todes, dass man ein schlechter mensch ist)
    du wirst erdrückt
    (bist du) wehrlos
    wenn du erstickst
    (bleibt es) sorglos

    Refrain:
    im abgrund der menschheit
    liegt der sumpf,
    und er sinkt, immer tiefer...
    die vernunft - erstickt.

    hier der refrain ist echt knifflig, es ist ein wortspiel und gleichzeitg eine metapher ^^

    will sagen: im abgrund liegt ein sumpf - und die tiefe des "bösens" wächst stehst weiter... also der sumpf sinkt , nocheinmal zusätzlich in die tiefe... und die vernunft, die menschen davon abhalten sollte "böse zu sein", erstickt dabei... vileicht fehlt ein wort,ich denk nochmal drüber nach ....


    2.
    zerdückte köpfe,
    reste des hirns,
    von denen man dachte,
    das sie nicht exestiern. hier das sollte eig. ein witz sein ^^
    sie waren im weg.
    doch die schuld
    trägt der trieb,
    denn sie lebten.
    die opfer...
    wären selber tätet
    nur waren sie...
    zu langsam... mhhh versteh man das jetzt besser?



    ich denke mir eine 3te strophe wäre vileicht doch besser, um die atmospähre nocheinmal zu verstärcken... die wörter "gefickt , gepisst" waren auch durch die einfluss des buches entstanden... ich wollte einfach nicht mit einem "zulieben" wort in die brücke...


    is schon blöd zu bearbeiten, kamm halt alles in einem fluss xD


    grüße
     
  6. willypanic

    willypanic Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.02.08   #6
    Ich finde es immer noch total undurchsichtig und unverständlich.
    Man wird als Leser/ Hörer in eine Vergewaltigungsgeschichte, eine konkrete Situation gerissen.
    Das dient als Beispiel für die Niedertracht der menschlichen Seele im Allgemeinen.
    Dann kommt das Moor und verschluckt die Bösen, verdientermaßen. Aber alle Bösen dieser Welt.
    Wo ist die Vernunft? Die war im Weg und wurde zerdrückt.
    Der Trieb ist schuld und zum Schluss werden aus Opfern auch noch Täter?

    Mir ist das zuviel Durcheinander.
    Vielleicht solltest Du bei dem konkreten Fall der Vergewaltigung bleiben, um die Bösartigkeit der Menschen am Beispiel eines Vergewaltigers und seines Opfers zu beschreiben.
    Der Trieb als Auslöser und Vernunftradierer ist dann auch gut einzubinden.
    Dann lass noch den Täter im Moor versinken und jeder weiß worum es geht.

    Grüße
    willy
     
  7. Wüstenstaub

    Wüstenstaub Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.02.08   #7
    hmm schwamig... hmm ich lass den text mal bei seite liege, ich habe das gefühl wen ich unbedacht was ändere wirds vileicht schlechter ^^

    im ganzen wolllte ich auch garnichts konkretes in den strophen schreiben, aber wenn es so verwirrt ist das auch nicht gut... im ganzen muss es wie ich es mir vorstelle sehr melancolisch untermalt werden... und was im text vorkommt wird unwichtig ^^


    najaaa mal sehen danke fürs feeback

    schauuu^^
     
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