Improvisation-Hörprobe: Woran sollte ich arbeiten?

von Birkenschubser, 09.12.06.

  1. Birkenschubser

    Birkenschubser Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.12.06   #1
    Hallöchen!

    Nachdem ich hier im Laufe der Monate recht viel positives Feedback sammeln konnte, würden mich jetzt jene Aspekte in meinem Gesang interessieren, die man noch weiter ausbauen sollte. ;)

    Ich überlege zur Zeit, mir mal endlich einen vernünftigen Privatlehrer zu nehmen, allerdings bin ich ein Mensch, der gerne mit offenen Karen spielt und demnach vorher schon wissen will, wo die Schwerpunkte im Unterricht liegen würden. :D

    Zu diesem Zweck habe ich gestern mal spontan eine kleine Improvisation aufgenommen (nicht auf den Text achten, bitte ^^ ), in der ich so quer durch meinen Stimmumfang singe und verschiedene Variationen im Ausdruck vornehme.
    Ich danke schon mal im Voraus! :great:




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  2. Feenkind

    Feenkind Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.12.06   #2
    Also, es gefällt mir unheimlich total gut. :great: :great: :great:

    Aber was für Schwerpunkte es im Unterricht geben wird, weiß ich leider nicht.
    Vielleicht, was ich jetzt so höre, die Lautstärke der tiefen und der hohen Passagen anzugleichen? Da bin ich gerade u.a. dran!
     
  3. Birkenschubser

    Birkenschubser Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.12.06   #3
    Danke für die Antwort und danke für das Lob! ;) :D

    Ja, die Lautstärkeunterschiede bei den verschiedenen Tonlagen sind im Moment etwas groß - generell habe ich mit den hohen Passagen noch einige Probleme, da sie zwar manchmal relativ reibungsfrei klappen (auf der Aufnahme war es ok, finde ich), aber ich auch genau so oft an ihnen scheitere, und entweder den Ton abquetsche oder ins Falsett abgleite.

    Ein Punkt wäre hier auch, dass ich meinen Stimmumfang noch nicht 100%ig kenne -
    der höchste Ton am Ende der Impro war ein kurzes h1 (SMI-ile), gefolgt von einem a1(smi-ILE).
    Ein h1 ist ja für einen hohen Bariton, als den ich mich sehe, normalerweise das Ende der Fahnenstange.

    Gibt es vielleicht irgendwelche halbwegs zuverlässigen Möglichkeiten/Übungen, das obere Ende des Stimmumfangs - wenn auch nur für eine Sekunde - einwandfrei zu bestimmen?

    Die allseits bekannte Sirenenübung bringt bei mir eher suspekte Resultate, da ich i.d.R. irgendwo bei einem durchaus lauten hohen Cis (c#2) bis hohem D (d2) lande.
    Nun sind beide Töne aber deutlich außerhalb jenes Stimmumfangs, der zu meiner mittelhohen Stimme passen würde.

    Hmm... Freue mich auf weitere konstruktive Kritik und speziell Tipps zu besagtem Problem! :great:
     
  4. IcePrincess

    IcePrincess Vocals Ex-Moderator

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    Erstellt: 12.12.06   #4
    Du solltest an Gesangsunterricht auf jeden Fall offen rangehen, nicht mit "DIES will ich lernen und ich BIN diese Stimmlage."

    Es mag gut sein, dass Du ein Bariton mit Counterregister bist, ein sehr hoher Bariton, oder halt doch ein Tenor mit ordentlich Dampf in der Tiefe. Lass das Deinen Lehrer rausfinden und fixier' Dich nicht auf etwas, das Du gerne hättest.
    Nimm' Dir lieber eine Musikrichtung vor, in die Du gehen möchtest und mach' dann das Beste aus Deiner Stimme.

    Es gibt sicher Übungen, mit denen man die höchsten Töne "schießen" kann (so-da-so, einen Dreiklang ansingen, auf "da" die Oktave zum Grundton ansingen, dann den Dreiklang wieder runter, den tiefsten Ton wieder auf "so") , aber ich würde mir das aufheben, bis ich einen Lehrer habe. Der kann das kontrollieren und Dir auch sagen, wann es keinen Sinn mehr macht mit aller Macht weiterzukieksen.

    Die berühmte "Sirene" bezieht bei Männern das Falsett mit ein. Bei Frauen die Entsprechung. Damit bekommst Du einen guten Eindruck von Deinem "Vollstimmumfang", da gehört das Falsett ja zu.
     
  5. Foxx

    Foxx Pop/Rock-Gesang HFU

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    Erstellt: 13.12.06   #5
    Ich schließe mich IcePrincess an - es hat keinen Sinn, sich von vornherein in ein Korsett zu zwängen oder sich in ein Stimmfach "fügen" zu wollen. Letztendlich handelt es sich bei diesen ja auch nur um Klassifizierungen, die einen Zweck erfüllen sollen (und zwar vor allem in der Klassik). Viel wichtiger ist es ersteinmal, seine Stimme kennen zu lernen, die Höhen und Tiefen zu entdecken, die jeweiligen Registerumschlagspunkte, usw. Dann kann man sich immer noch darüber Gedanken machen, welches Stimmfach man singt. ;)
    Falls es dich aber zum Vergleich interessiert: Ich bin Bariton und hätte bei deinem Soundbeispiel nach unten noch gut Raum, während ich das "smile" (h' ?) nicht mehr in der Bruststimme nehmen kann.

    Die Aufnahme gefällt mir übrigens gut, ich mag deine Stimme. :). In den Höhen hört sich der Klang noch etwas "eng" an, aber das kommt.
     
  6. Birkenschubser

    Birkenschubser Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.12.06   #6
    Danke erstmal vielmals für eure Antworten! :great:

    Es ging mir eher darum, ob bestimmte "Schwächen" bereits zu hören sind.
    Hier stellen ja viele ihre Aufnahmen rein und kriegen dann Kommentare wie:
    "Arbeite an deiner Intonation", "etwas mehr Druck geben" etc.
    Es kann ja nicht sein, dass es an meiner Stimme so rein gar nichts zu bemängeln gibt. :D


    Hmm, also alleine die Frage nach der Musikrichtung ist schon ein Thema für sich. :D
    Das Ding ist folgendes: Ich versuche die ganze Zeit, eine Wohlfühllage für mich zu finden, scheitere aber kläglich daran, gerade, da ich nahezu jeden Tag verschiedene "Effekte" aus meiner Stimme heraushole.

    Das ist es ja wieder: Letzten Sommer habe ich im Falsett ein a2/bb2 mit Vibrato hingekriegt, da habe ich wohl "richtig" gesungen; jetzt ist es sehr problematisch für mich, an ein g2 heranzukommen.
    Diese ständigen StimmENSschwankungen haben aber vermutlich auch mit meinen ziemlich heftigen StimmUNGSschwankungen zu tun. :screwy:
    Wenn ich´s mir recht überlege, ist der Einfluss letzterer tatsächlich nicht zu unterschätzen... :cool:

    Ja, dann werde ich mir eben einen hoffentlich kompetenten Gesangslehrer suchen - habe bisher bloß eher dürftige Erfahrungen mit Gesangslehrern gemacht, die mich allzu schnell als Bariton abstempelten, da ich damals nicht über ein g1 hinauskam, beim Einsingen jedoch ein F als tiefsten Ton hauchen konnte.

    Das Ganze ist nun knapp 2 Jahre her, seitdem kann sich natürlich auch meine Stimme gewandelt haben, so wie ich mich körperlich und seelisch ebenfalls stark verändert habe.


    Zeit für einen Neuanfang, ihr habt mich überzeugt! :great:
     
  7. optimusprime

    optimusprime Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.01.07   #7
    gefällt mir super :great: respekt
     
  8. Franzie

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    Erstellt: 15.01.07   #8
    ..leider ja.. jedenfalls zum teil. mein gefiepe in den höchsten tönen funtioniert leider auch nur ab und zu- egal, wie oft ich versuche, das zu üben. manchmal will es einfach nicht und man hat gleich angst, die stimme wäre kaputt und es ginge nie mehr. doch meistens klappt es ein paar tage später wieder :o :rolleyes:
     
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