improvisieren


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LukasL
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hallo, ich bin lukas.

ich spiele seid 3 jahren bass. ich würde sagen das ich das instrument technisch gesehen ganz gut beherrsche, deshalb möchte ich jetzt gerne meine aufmerksamkeit mehr der theoretischen seite zuwenden.
diese scale hab ich mir jetzt schon mal angeschaut (datei ist angehängt). ich kann sie in alle tonlagen verschieben (ausgehend vom grudnton auf der e-saite). meine frage ist jetzt was ihr empfehlen würdet, was ich mir als nächstes anschauen sollte.

lg, lukas
 
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PZaett
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Auf was beziehst du dich nun. Sollen wir dir Skalen, Arpeggien und Harmonien bzw. Lektüren vorschlagen, oder sollen wir Tipps zur Improvisation geben?
Ich würde dir da diese Abteilung empfehlen: https://www.thomann.de/de/bass_schulen.html

Viele Bücher dort beinhalten die Themen Skalen, Kadenzen usw.

Improvisation lernt man einerseits durch Theorie - aber mindestens genauso wichtig - Praxis.
Unter Praxis fallen Dinge wie z. B. Jams. Ich treff immer wieder Musiker die nicht gut jammen können, da ihnen die Erfahrung da fehlt.
Wenn du in einer Band bist, kannst du ja mal vorschlagen in z. B. A-Moll zu jammen, oder einen einfachen 12-Bar Blues (I-IV-V) zu spielen. (Man kann dabei auch die Musikrichtung wechseln)
Merken: Beim Jam muss man genau zuhören, was passiert und sich anpassen. Außerdem braucht man keine Angst haben, was falsch zu machen. Es gibt eigentlich kein falsch in einem Jam ;)

Ansonsten kannst du auch ggf. mit deinem Drummer oder zu Drumtracks frei improvisieren.
Backingtracks sind auch eine super Übung und eine Akkordfolge ist dort ja schon vorgegeben.

Ich hoffe, ich konnte so schon mal ein bisschen helfen. :D
 
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falschirmdefekt
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ich würde nach Play alongs täglich improvisieren, etwas lesen, z.B.
http://www.lerne-jazzbass.de
, und wahnsinnig viel hören und mitsummen, Trompeter, Saxis, etc. in "Deinem Genre"

die besten play alongs sind die mit wenig Akkordwechseln, so hast Du je Harmonie viel Zeit zum lernen, also nicht unbedingt für bass,

;)
 
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triolenhans
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es empfiehlt sich, eine zeitlang einen Akord zu hören und viel zu probieren und dasselbe mit bekannten Kadenzen wiederholt auszuüben
 
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Es nützt Rhythmen und "die richtigen Töne" getrennt zu üben. Man kann auf einem einzigen Ton improvisieren in dem man mit den Rhythmen spielt.

Das mit den richtigen Tönen ist auch grade mein Thema. Kannst Du die Minor-Scale von jedem Ton aus beginnen über 2 Oktaven spielen? Auch abwärts? Also wenn Du spontan den Finger auf den 11. Bund der D Saite legst, von da an abwärts alle Töne von A-Minor spielen. Das ist gar nicht so leicht.

Ansonsten kannst Du noch die 3- und 4-Klänge üben.

Dann bleibt noch die Kombination von Akkorden. Lege den Zeigefinger auf den ersten Bund (kl. Finger liegt auf dem 4.) - spiele alle Töne von a moll aufwärts. beginnend mit dem tiefstmöglichen Ton (leere E saite). "oben" angekommen spielst du abwärts aber die Töne von D-Moll. Sauber der Reihe nach durch.
Das wäre der nächste Schritt und der erste Schritt zum Walking Bass, der ja auch eine Vorform der Impro ist.

Improvisieren auf dem Bass macht man am Anfang meistens durch Fills oder Übergänge. Am besten ist es wenn man hier einfach sich fills von anderen Musikern drauf schafft. Viel nachmachen hilft viel...

ps: Fills sind diese kleinen rhythmisierten Läufe am Ende von Passagen die das ganze auflockern
 
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Bei diesem Video wird auch deutlich, wie viel Wert auf Phrasierung gelegt werden muss. Es stimmt zwar, dass eine "einfache" Moll Pentatonic das Grundgerüst für Improvisation und Fills sein kann, damit sie aber "nach was klingt" müssen die lines und licks phrasiert werden. Im clip werden ja einige Beispiele genannt.
 
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triolenhans
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-------> Improvisieren auf dem Bass macht man am Anfang meistens durch Fills
oder Übergänge.


Finde ich völlig falsch. Basser müssen sich doch nicht auf diese 1000tel Sekunde am Ende von 2, 4 oder 8 Takten beschränken. Improvisieren oder improvisiert begleiten kann man auch länger!
 
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-------> Improvisieren auf dem Bass macht man am Anfang meistens durch Fills
oder Übergänge.

Finde ich völlig falsch. Basser müssen sich doch nicht auf diese 1000tel Sekunde am Ende von 2, 4 oder 8 Takten beschränken. Improvisieren oder improvisiert begleiten kann man auch länger!

Was Du über die konstanten Inprovisationsmöglichkeiten als Bassist sagst stimmt natürlich, wenngleich mit Einschränkungen (z.B. wenn der Bass ein charakteristisches Riff spielen soll). Für mich selbst stellt das auch den unmittelbaren Reiz des gemeinsamen Musizierens dar.
Auch müsste man sich, um solche Feinheiten zu klären, einigen, was wir genau als Improvisation definieren.
Improvisation im Kleinen kann da je nach Auslegung schon eine individuelle Phrasierung einer gemäß Notation identischen Linie sein (ich persönlich würde das jedoch Interpretation nennen). Auf jeden Fall aber sind Fills oft die ersten Gehversuche in Sachen Improvisation, daher bin ich mit deinem ersten Satz nicht einverstanden, zumal der von dir zitierte Nutzer ja explizit von den Anfängen des Improvisierens spricht.
 
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falschirmdefekt
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-------> Fills oft die ersten Gehversuche in Sachen Improvisation

die ersten Gehversuche sind doch eher einfache eigene Motive und historisch gesehen Ausschmückungen der Melodie. Ersteres katapultiert uns in die große Welt der Impro, Fills bleiben doch meistens Fills :D
 
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triolenhans
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Fills haben mit Impro doch gar nichts zu tun, das sind rhythmische Ausschmückungen, (leider) immer zeitlich sehr begrenzt.
 
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Fills sind Fills, Groove ist Groove und Solo ist Solo, absolut richrig. Das sind aber keine Impro-ja/nein-Kategorien oder etwas in der Art, sondern Sequenzen eines Songs und können für sich gleichwohl komponiert als auch improvisiert sein.

Ein Beispiel sei dazu die improvisierte Bassbegleitung im traditionellen Jazz:
《Der Bassist spielt in der Regel sehr kontinuierliche Viertel, die durch kürzere Notenwerte gelegentlich ergänzt, aber selten unterbrochen werden. Dabei „spaziert“ er improvisierend die zur jeweiligen Harmonie passenden Töne, verbunden durch chromatische Zwischentöne, ab (Walking Bass)》
[aus wikipedia.de - Improvisation (Musik)]


während es in Pop- und Rockmusik eher üblich ist feste Riffs zu spielen (Groove Ostinato, siehe Wiedererkennungswert, anotherone bites the dust, billy jean, deeper underground ...)

Ich möchte und werde hier aber keine Diskussion über theoretische Begriffe starten, vielleicht hat der Threadersteller mit Improvisieren auch impliziert Solieren gemeint. Nach eineinhalb (!) Jahren wird er womöglich ohnehin kein Interesse an einer semantischen Aufschlüsselung haben ;)
 
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Gitarrenknecht
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Ich hab mir aus den verschiedenen Skalen zwei gebaut: einmal für Dur (und Blues) und einmal für Moll - die ganzen Kirchentonartenskalen kann ich nicht brauchen, weil ich zuwenig Hirnkapazität für so Zeug habe:igitt:.
Das feste geübt und dann beim Jam immer fein die Ohren auf...
:m_dblbass:

Ansonsten hab ich das Glück, dass ich auch Gitarre kann: mit dem Smartphone schnell ein paar Minuten Akkordfolgen aufgenommen und dann:
:m_dblbass:
 
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dubbel
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@LukasL: etwas mehr information bzw. hintergrund wär hilfreich.
 
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falschirmdefekt
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-----> Ich hab mir aus den verschiedenen Skalen zwei gebaut: einmal für Dur (und Blues) und einmal für Moll


ja, und manchmal werden Skalentöne zu Durchgangsnoten oder Durchgangsnoten zu Skalentönen :) je nach zentraler Harmonie
 
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triolenhans
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Ja, Lukas, wie sieht es aus, haben unsere Tipps etwas gebracht ?
 
Slidemaster Dee
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Ich hab den leisen Verdacht, dass Lukas - der mttlerweile seit ca. 10 Jahren Bass spielt - sich, nachdem sein erster Post im November 2015 bisher auch sein einziger blieb, ggf. nicht nochmal äußern wird.
 
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