Impulse für neuen Röhren - Amp (Head) im Lunchbox- oder Rackformat für Studioeinsatz

  • #21
Ist derselbe Powersoak drin, die können alle Speaker Off.

Die Frage ist, wie klingt der Ravager und ist er für den Anwendungsfall des TE geeignet? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Amps die von außen oder auf den ersten Blick ähnlich sind doch am Ende total unterschiedlich klingen (z.B. Ironball vs Steve Morse 20: ist wie Tag und Nacht, m.E.).

Ich schmeiß noch den Engl e530 in die Runde. Weiß nicht ob er "exzellent" klingt... Ich finde ihn sehr flexibel (...aber ich habe auch einen komischen Geschmack). Ist vielleicht einen Blick wert. Ist nur die Vorstufe, aber fürs Studio, wo ggf. durch IRs gespielt wird?

 

  • #22
@pat875a5 hast natürlich recht, dass der Orange und der Marshall unterhalb des Budgets liegen, aber wenn die beiden zuuuu günstig sind, kann man ja auch beide kaufen oder einen der beiden zu einem am unteren Budgetrand mit dazu 😜

Dennoch sind beide gute Amps mit ihren eigenen Qualitäten
 
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  • #23
Warum eigentlich
für Studio? Wenn der eh nicht bewegt wird? Wegen Platz?
Ja, Platz ist ein Aspekt, aber auch dass es nicht größer sein muss (auch im Sinne von Leistung). Gibt einfach keine Notwedigkeit für mich.
Ich habe eine wirklich gute Aufnahmekette und verschiedene Speaker, die ich nutze. Lautstärke ist dabei nicht sooo entscheidend.
Klar, viele Röhrenamps wollen heiß gefahren werden, damit sie ihren Sound entfalten. Ich glaube das bekomme ich am ehesten mit den "kleinen" Amps hin.
 
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  • #24
Ganz ehrlich, ich hatte Engl Amps null auf dem Schirm. Klar, sind die mir schon mal begegnet und so, habe die aber nur in der Djent-Metal-Ecke verortet.
Nachdem hier aber einige Modelle genannt wurden, bin ich echt neugierig geworden.
Total interessant der Preamp von @pat875a5 genannt im Rackformat mit Mini-Endstufe! Coole Idee einfach.
Was mich aber auch sehr anspricht sind die Modelle von @HD600 genannte Steve Morse Signature und der von @x-Riff genannte Ironball Head 20 SE.
Ich frage mich, was die Unterschiede zwischen den beiden Modellen sind? Auf den ersten Blick scheinen die sehr ähnlich.
 
  • #25
Der ironball SE ist die ursprüngliche Version, der Morse auf Basis des SE nach Morse‘ Wünschen weiterentwickelt und anders gevoiced..
 
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  • #27
Da ich beide gut kenne: Nicht nur das Voicing ist anders aber vor allem auch die Gainstruktur. Während der SE für mich eher einen sehr gut klingenden Modern Clean Kanal und einen tollen High Gain Kanal hat, bleibt der Morse eher im Bereich Rock mit einem wärmeren Clean Kanal. Richtig fett Metal auf dem Morse braucht schon einen Pedal davor während der der SE das von Haus aus kann. Der Lead Kanal des Morse bietet viel mehr Crunch als der Lead-Kanal des SE. Eine große Stärke des SE ist, dass er auch bei richtig viel Gain klar differenzierte Töne liefert die gut chuggen.

Beide haben ein schönes Delay mit an Bord und ein Digital-Reverb. Letzteren nutze ich eigentlich gerne bei High Gain weil er den Ton nicht verwäscht, bei Clean und Crunch verwende ich am liebsten eine analogen Carl Martin Headroom Springreverb vor dem Amp, was noch geiler ist als der eingebaute Reverb.

Das Noise Gate im Lead Kanal greift sehr gut und sorgt auch bei viel Verzerrung für Ruhe im Studio. Was auch toll ist: mit den verschiedenen Mastervolume Einstellungen erhälst du auch auch verschiedene Frequenstrukturen. Das haben die meisten Youtuber beim Morse nicht verstanden, wenn sie schreiben, dass er sich weniger durchsetzt als der Fireball oder auch SE. Das funktioniert auch bei Homelautstärke wenn du Gain in der Vorstufe entsprechend runterregelst und Master hoch.

Den SE habe ich nicht mehr aber der Morse ist neben meinen Vox AC10 mein Standard Amp den ich wahnsinnig gerne über meine Engl Pro 112 mit V30 spiele.

Für deinen Musikbereich den du angegeben hast (Crunch) habe ich dir deswegen auch nur den Morse empfohlen.
Dunkler, nehme ich an.
Nicht ganz. Ich versuch es so zu erklären: Der Unterschied bei High Gain ist klar. Das Clean des SE ist sehr schön aber eher modern ausgerichtet, etwas schlanker und wenig dynamischer. Das Clean vom Morse stellt sogar jeden Fender-Clean Liebhaber zufrieden, bei einem Fender-Röhrenamp wird er das nie so leise und ohne Nebengeräusche spielen können. Herrlich. Allerdings: Wenn man das Master des Morse gerade bei 8-9 Uhr hat, klingt die Endstufe noch etwas zugeschnürt (das ist das was die meisten YT-Spezialisten feststellen und dann den Toneregler erhöhen und sich über den etwas dünnen Sound wundern...), entweder man dreht dann die Endstufe hoch (dann geht es richtig in Richtung Non-Master-Volume-Amp mit immer voller Endstufe) und Gain entsprechend runter (notfalls mit Pedalen wieder etwas Gain dazugeben) oder man lässt Master wo es ist und dreht dafür Bass und Middle voll auf (!) und nimmt Tone soweit runter wie die Höhen stören. Damit klingt der Morse noch klassischer als bei 12 Uhr-Stellung. Allerdings braucht man das nicht wenn man ihn gut ausfahren kann, dann komplettiert die Endstufe den Ton zur Vollendung.

Und wenn du den Morse hast und dir das gefällt, kannst du dir später immer noch den High Gain Sound des SE ein bisschen günstiger ins Haus holen mit dem Ironball 20 ohne SE:
Engl E606 Ironball Head 20

Der klingt genau wie der SE nur hat er kein Midi und sonstiges Schnickschnack, leider dann auch kein Noise Gate.
 
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  • #28
Super :great:
 
  • #29
Ich habe den neueren und kleineren Ravager noch nicht in den Finger gehabt aber ein Punkt macht mich bei den voll an: Er hat getrennte Gain und Volume in beiden Kanälen und am Ende noch ein Masterregler. Wenn dir klar ist was ich oben über EQ und Master Volume Einstellungen geschrieben habe, ergibt sich daraus, dass man die beiden Kanäle bei jeder Gainstufe und jeder Lautstärke noch besser aufeinander abstimmen kann. Muss mal schauen wie ich an dem mal rankomme...
Engl E725 Ravager IR
 
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  • #30
Ich kannte Engl aus der hardrock und metal-Ecke (wobei letzteres nicht so mein Gebiet) und habe sehr sehr lange mit dem screamer geliebäugelt. Standen bei uns im Proberaum einfach immer ein paar rum, unter anderem auch ein fireball. Was ich an ENGL immer geschätzt habe war der enorme headroom über einem sehr klaren Grundklang mir enormer Durchsetzungsfähigkeit, ohne dass man den Eindruck hat, dass die an die letzten Reserven gehen. Der kann lange Dampf machen ohne zu verzerren, verzerrt aber halt auch sehr gut - auf eine eigene Art, ganz anders als ein Marshall. Und: die Dinger sind sehr solide gebaut - habe nie Klagen über ENGL-Amps gehört.

Der ironball SE wurde mir zum Anspielen empfohlen, weil er sehr vielseitig im Klangspektrum bei einem ähnlichen Grundsound ist. Und das ist er auch, sonst hätte ich ihn gar nicht in Betracht gezogen. Den Morse habe ich gar nicht angespielt - insofern kann ich über den auch gar nichts sagen und gleiches gilt für den Ravanger.

Kurz: einen ENGL würde ich auf jeden Fall anspielen, bilde Dir anhand der obigen, sehr differenzierten Darstellungen (wie ich finde) ein eigenes Urteil, welchen von denen Du in Dein Testprogramm aufnimmst, vielleicht sogar zwei. Lohnt sich allerdings auch, etwas Zeit mit denen zu verbringen, da die Regler wirklich einiges an Soundbreite möglich machen.

x-Riff
 
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