Interface-Beratung für iPad mini 2019

von HD600, 18.10.20 um 21:39 Uhr.

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  1. HD600

    HD600 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.10.20 um 21:39 Uhr   #1
    Hallo zusammen,

    da ich mir gerade einen iPad mini (Lightning-Anschluss) bestellt habe überlege ich nun welches Interface ich damit kombinieren möchte. Es geht mir nicht um ein ultramobiles Setup, den Mini habe ich nicht aus Audio-Gründen bestellt möchte ihn dennoch zuhause auch dafür verwenden.

    Folgende Voraussetzungen stelle ich an einem Interface:
    1. Mindestens 2 Kombieingänge (nutzbar wahlweise: 2xXLR oder 2xLineIn oder 1xHi-Z)
    2. Mindestens 2 Ausgänge (L/R) und einen Kopfhöreranschluss
    3. Es sollte einen hochohmigen Kopfhörer (HD 600 ;)) ordentlich betreiben können.
    4. Phantomeinspeisung wird aktuell nicht benötigt, wenn vorhanden dann am besten je Kanal schaltbar.
    5. Beim Einsingen mit Effekten aus der DAW sollte das Interface einen Blendregler haben um etwas Direktsignal zu hören und die Latenz erträglich zu machen (ich denke das wird bei einem iPad mini nicht anders sein).
    6. Es sollte genug Gain für zwei Beyerdynamic M260n Bändchenmikrofone (aus den 60er Jahren) haben ohne zu rauschen
    7. Das Interface muss nicht ultramobil sein, Netzteil-Anschluss ist mir sogar lieber
    8. Das Interface sollte schon einen guten Sound haben und neutral bis eher warm klingen
    Neben den oben erwähnten Mikrofonen (und noch ein paar andere) habe ich auch noch einen aktiven USB-hub und einen Camera-Connection Kit um jetzt nicht zwingend einen Interface mit Lightning-Anschluss besorgen zu müssen.

    Als DAW kenne ich mich in Garageband etwas aus, bin aber auch für andere Vorschläge die auf einem iPad funktionieren offen.

    Ein Gerät, dass sowohl von der Aufnahmequalität und vom Preis interessant erscheint:
    [​IMG]
    Ich denke der Audient würde alle meine Voraussetzungen erfüllen, bis auf den regelbaren DAW/Direktmix. Ein paar andere Eigenschaften des Interface sind auf dem iPad nicht nutzbar aber auf die kommt es mir nicht an. Wenn ich beim einsingen keinen direkten Signal hinzu mischen kann, bräuchte ich dann ein Effektgeräte (Hall, Delay, Kompressor....), dass ich dann zwischen Mikro und Interface schalte? Ich habe irgendwo gelesen, dass gerade der Audient schlechte Latenzwerte aufweist, wenn man mit DAW-Effekten arbeitet und Alternativgeräte mit DSP an Board jedoch nicht am iPad funktionieren. Kann hier jemand Licht ins Dunkle bringen?

    Irgendwelche Alternativvorschläge die etwas bessere Aufnahmequalität bieten, o.a. Voraussetzungen erfüllen und mit dem iPad funktionieren?
    Bei den Focusrite Scarletts stört mich, dass sie keinen hochohmigen Kopfhörer antreiben sollen und der fehlende Blendregler. Letzteres soll wohl auch bei Steinberg ein Problem sein. OK, ich könnte dann auch noch einen Kopfhörerverstärker nachschalten aber das wäre schon wieder ein zusätzliches Gerät.

    Bin für jeden sachdienlichen Hinweis dankbar, insbesondere aus der erfahrenen iPad-Interface-Ecke. :)
     
  2. Telefunky

    Telefunky Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.10.20 um 22:58 Uhr   #2
    das mag unter Windoze passieren, unter IOS eher nicht ;)
    (ID14 und ID22 dürften sich da nicht unterscheiden, ich habe letzteres)
    Die Vorverstärker sind bei beiden Interfaces gleich, aber die interne Stromversorgung könnte variieren, insofern kann ich die folgenden Werte nicht garantieren:

    Das ID22 liefert am Mikrofonkanal bei 0 Gain einen Noise-Pegel um -96dB, bei 1 Strich unter Maximum (ca 57dB Gain) -86dB (gemessen mit 240Ohm Abschlusswiderstand).
    Dh wenn man 18dB per Software „addiert“, erhält man eine effektive Verstärkung von 75dB, wobei der Noise Pegel auf -68dB sinkt und das Signal immer noch 21 gültige bits enthält - imho ein sehr guter Wert.

    Mit Audiobus und AUM gibt es 2 Systeme, die Effekteinsatz auch ohne DAW möglich machen und beide können auch im Verbund mit einer DAW eingesetzt werden.

    Ich nutze meist AUM, ein digitaler Mixer/Router, der frei konfiguriert werden kann. Das jeweilige Setup kann gespeichert werden und und steht dann als Preset mit allen Plugins zur Verfügung.
    Live Effekte sind da absolut kein Problem.
    Die einzelnen Kanäle/Busse können individuell aufnehmen und speichern ihre Daten im Audioshare Dateisystem. Audioshare war ein Standard zum Datenaustausch zwischen Audio-Apps und bevor es Apples File-App gab, quasi obligatorisch.
     
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  3. HD600

    HD600 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.10.20 um 00:06 Uhr   #3
    Hört sich schon mal gut an! Danke!

    Das es sowas gibt wie Audiobus habe ich erst heute rausgefunden, habe ja bisher keinen Grund gehabt mich damit intensiv zu beschäftigen. AUM ist auch notiert.

    Dann werde ich es mit Audient mal probieren. Mir fällt keine Alternative mit ähnlichem Preis/Leistungsverhältniss ein.

    Mit welcher DAW arbeitet AUM zusammen? Und würdest du was anderes als GarageBand empfehlen? Wenn ja warum, wo liegt der Unterschied?
     
  4. Telefunky

    Telefunky Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.10.20 um 01:12 Uhr   #4
    GB gefällt mir wegen der Optik nicht, aber die kleine Schwester von Logic ist technisch durchaus auf der Höhe der Zeit. Kann mehr als der erste Blick vermuten lässt.
    Ich sehe die „klassische“ DAW unter IOS als derzeit nicht-funktional (habe Auria Pro, nutze es nicht...) :D
    Alternativ gibt es noch Cubasis und einige Sachen, die dem Akai MPC Paradigma folgen.

    Es ist schlicht eine Frage der Ergonomie, bzw wie man selbige implementiert - dazu ist die Entwickler-Community offenbar seit 10 Jahren nicht imstande.
    Die Sache ist simpel: am Desktop liegen die Hände auf, eine Maus bewegt man aus dem Handgelenk in einem 5x5 cm Bereich, das Mausrad kann zielsicher Parameter skalieren, die 2-3 Buttons lösen Funktionen aus und/oder modifizieren sie.
    Beim Tablet kann die Hand nicht aufliegen, entsprechend belastend wirkt der extreme Hebel (Armlänge) am Schultergelenk, wenn etwas auf dem Bildschirm angetippt oder verschoben werden muss.
    Durch die fehlende Unterstützung ist die Genauigkeit der Bewegung stark reduziert.

    Bei mir ist der Zeitfaktor unter IOS etwa 10fach für einen Schnitt/Arrangier Prozess, den ich üblicherweise am Desktop mit SAW-Studio (entspannt) erledige.
    Wenn viel mit festem Zeit/Taktraster gearbeitet wird (Beats/Loops) geht das Verschieben fester Blöcke natürlich deutlich einfacher, kommt bei mir aber leider nie vor.
    Auf einem iPad Mini willst du aber vermutlich eh keine Schnitt-Orgien veranstalten ;)

    Was dagegen sehr gut funktioniert ist das Aufnehmen und (mit AUM) das Anlegen/Nutzen von Effektbussen. Das ist klasse gelöst... und ich ziehe es jeder Desktop Lösung vor.
    Die einzelnen Spuren schicke ich dann per WLan auf den DAW-Rechner.
    Geht heute auch mit USB Medien über die Files-App, aber der traue ich (derzeit) nicht über den Weg - ausserdem ist sie ziehmlich langsam.
     
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