Intervall-Frage

von Orluk, 03.03.07.

  1. Orluk

    Orluk Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.03.07   #1
    Hallo

    Ich habe eine Frage zu den Intervallen:

    Wenn ich zum Beispiel vom 3. Bund ausgehe dann ist der 2. Bund ja eine Septime und der erste eine kleine Septime, ist dann die leere Saite eine sexte?
    Ich bin mir nicht sicher ob das mit leeren Saiten auch so funktioniert.

    Danke :great:
     
  2. Konstantin

    Konstantin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.03.07   #2
    Nicht ganz: wenn du z.B. auf der E Saite das G (also 3. Bund greifst) und danach das F(erster Bund), dann ist das F zwar die kleine Septim zum G, allerdings das Intervall eine große Sekunde.

    Aber: ja, die Leersaite wäre in dem Fall die große Sexte zum G (allerdings wäre das Intervall eine kleine Terz)

    Siehe auch: Komplementärintervall - Wikipedia

    Liebe Grüße
     
  3. Orluk

    Orluk Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.03.07   #3
    Soll das heissen ein Intervall ist nur ein Intervall wenn es von der tieferen zur höheren Note gespielt wird?
     
  4. Konstantin

    Konstantin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.03.07   #4
    Nein, es gibt die Intervalle steigend und fallend.
    Wenn du das F eine Oktave höher spielen würdest, dann wäre das Intervall (der Tonabstand) eine kleine Septim. Aber so wie du es vorgegeben hast, hast du vom G zum F zwei Halbtöne, also eine große Sekunde (es geht dabei ja nur um den Abstand den die Töne haben)
    Also das F ist (im Akkordzusammenhang) natürlich trotzdem die kleine Septim zum G, aber das Intervall(Tonabstand) in diesem Fall ist eine große Sekunde fallend.

    Als Beispiel kann man Akkordumkehrungen nehmen. Stell' dir vor, du hättest die erste Umkehrung eines G7-Akkords. Dann funktioniert das F in dem Zusammenhang des Akkords als kleine Septime, weil das G der Grundton ist (obwohl der Tonabstand, aufgrund des oktavierten "G"s , zwei Halbtöne(große Sekunde) beträgt).

    Die Erklärung ist jetzt fachbegriffstechnisch etwas daneben ausgedrückt, aber vllt. kannst du ja trotzdem verstehen, was ich meine.


    Liebe Grüße
     
  5. Orluk

    Orluk Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.03.07   #5
    Ich hab noch eine Frage: Auf Justchords.de Wird gesagt dass Intervalle sehr wichtig sind.
    Aber wofür? Ich meine was bringt mir das als Gitarrist wenn ich weiss wo die Quinte (oder irgendwas) liegt?
     
  6. reaper_cob

    reaper_cob Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.03.07   #6
    z.b. wie akkorde zusammengesetzt werden...
     
  7. Disgracer

    Disgracer A-Gitarren-Mod Moderator

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    Erstellt: 05.03.07   #7
    wenn du's kannst, wirst du dich später beim improvisieren und generell immer dann extrem freuen, wenn du dir selbst was ausdenken musst.

    beispiel: du spielst in ner band, nen kollege kommt mit nem kleinen stück an, dass er komponiert hat. jetzt willst du was dazu spielen. dann kannst du zum einen frei rumprobieren was denn nett klingt, oder du kannst dir mit hilfe von intervallen überlegen was wie klingt.
    jedenfalls macht es das manchmal sehr viel einfacher einen effekt bewusst hervorzurufen


    oder wenn du ne akkordbegleitung komponieren willst, fällt das manch einem viel viel einfacher da interessante sachen entstehen zu lassen
     
  8. Konstantin

    Konstantin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.03.07   #8
    Die ganze Harmonik und damit auch Melodik besteht aus Intervallen, wobei jedes Intervall einen ganz eigenen charakteristischen Klang hat und somit eine spezielle Funktion hat, weswegen es von Vorteil ist, sich damit etwas auszukennen.
    Es hilft dir auf jeden Fall Musik besser zu verstehen: wenn du dich mit Theorie beschäftigst brauchst du Intervalle eh, bzw. um praktische Beispiele zu bringen:
    Wenn du selber einen (vllt. auch etwas anspruchsvolleren) Song schreibst, improvisierst oder mit andern Musikern kommunizieren willst, kommst du meist nicht drumherum(z.B. "Wieso hört sich DAS schief an?" und "Warum bau ich mit dem Intervall Spannungen auf und kann sie mit diesem wieder auflösen?"). Es sei denn, dass es dir egal ist, was du da gerade spielst, bzw. du so ein gutes Gehör oder Vorstellungsvermögen hast, das du intuitiv immer das Richtige spielst ;)

    Es ist natürlich etwas anderes, wenn du eh nur Sachen Note für Note nachspielen willst und es dir letztendlich egal ist, warum was wie klingt und wie die Zusammenhänge sind usw.

    Aber um auf dein Beispiel mit der Quinte einzugehen, nenn' ich dir mal zwei Beispiele in welchen Situationen es dir helfen würde zu wissen, was eine Quinte ist:

    Deine Powerchords z.B. bestehen nur aus Grundton und Quinte und haben aus dem Grund kein Tongeschlecht, bzw. sind eigentlich keine Akkorde. Ohne Intervallwissen kann man das aber nicht nachvollziehen, da man nicht weiß was das überhaupt ist ("Harmonielehre? Hä? Was das'n?" ;) )und aus dem Grund kann man u.a. auch nicht nachvollziehen, warum du Powerchords sowohl anstelle von Moll, als auch Dur Akkorden spielen kannst.

    Dann ist z.B. in der Kadenz eine fallende Quinte eines der wichtigsten Elemente. Quinten auf dem Papier erkennen zu können hilft dir z.B. bei Tonartenbestimmungen.

    Also ich kann dir nur empfehlen: mach dich selber glücklich, indem du dir den Gefallen tust dich mit Intervallen und Musiktheorie generell zu beschäftigen! Du glaubst nicht, wie sehr dir das dabei hilft Musik zu verstehen und bei allem was damit einhergeht. :)

    Liebe Grüße
     
  9. Hans_3

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    Erstellt: 05.03.07   #9
    Einfacher ist das so ;) :Man unterschiede einfach zwischen

    # Intervall zwischen zwei Tönen (z.B. 3. Bund G ---> 1. Bund F = 1 Ganzton/große Sekunde abwärts). Nach 90 Metern beim 100-Meter-Lauf befindet man sich 5 Meter von 95 entfernt.

    # Harmonische / klangliche Funktion eines Tons innerhalb eines Akkords: F = kl. Septime im G-Akkord. Nach 90 Metern beim 100-Meter-Lauf hat man 90 Meter vom Startpunkt aus zurückgelegt.


    Da gibt es sehr viele Gründe: Einige:

    # Es erleichtert Dir das Lernen bzw. Selberbilden von Akkorden. Es sei denn, Du möchtest 3000 Grifftypen auswendig lernen.... Da ist schon einfacher, wenn Du z.B. eine kl. Septime oder None eigenständig einem Akkord hinzufügen kannst.

    # Du kannst Melodien schneller bilden.

    # Du kannst Klangwirkungen von bestimmten Intervallen bewusster und schneller für Licks und Soli verwenden, hier z.B. Sexten:

    -----7-----------------------------
    ----------7-----5------------------
    5s6---------------------7---5s6----
    --------7-----5------4------4s5----
    -----------------------------0------
    ------------------------------------
     
  10. Konstantin

    Konstantin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.03.07   #10
    Danke, das meinte ich :) Ich drücke mich immer so fürchterlich kompliziert aus :o :p


    Liebe Grüße
     
  11. Orluk

    Orluk Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.03.07   #11
    Ich versteh nicht ganz wie es mir helfen soll Melodien zu erfinden? Gibts da irgend ein System?

    edit: Stimmt die Intervall Tabelle/Griffbild hier immer?:The Theory Collection: Intervalle

    Ich meine dass die Bünde ja nicht immer in Halbtonabständen zueinander sind, Von E zu F ist es ein ganzer und von B zu C auch. Ändert das nicht das Griffbild?

    Danke :great:
     
  12. Disgracer

    Disgracer A-Gitarren-Mod Moderator

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    Erstellt: 05.03.07   #12
    gaaaanz ganz böser fehler :p

    auch das sind halbtonschritte:
    E# wäre F .. das ist teilweise etwas fies.

    und natürlich gibt es kein system zum melodien erfinden..
    wohl aber zum akkorde bilden etc
     
  13. R0bSt4R

    R0bSt4R Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.03.07   #13
    Es hilft auch bei den Melodien. Intervalle haben immer eine ganz bestimmte Wirkung, die vom Grundton und dem gesamten harmonischen und melodischen Kontext abhängt. Eine große Terz klingt eben immer etwas fröhlicher und heller als eine kleine Terz, ein Tritonus/verminderte Quinte immer etwas herb oder auch schräg. Wenn sich darüber im klaren ist, kann man durch bewußtes verwenden dieser Intervalle auch bewußt eine bestimmte Wirkung erzielen und ist nicht auf den Zufall angewiesen.
     
  14. Orluk

    Orluk Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.03.07   #14
    Wieder mal hab ich eine einfache Frage:
    Wenn man zum Beispiel sagt dass man zuerst einen Grundton, danach eine Quinte dann eine Septime und dann eine Oktave spielt, Ist dass dann immer vom Grundton aus gesehen? Ich meine, ist die Septime dann eine Septime zum Grundton oder zur Quinte?

    Danke :great:
     
  15. Hans_3

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    Erstellt: 07.03.07   #15
    Ja.

    .
     
  16. Orluk

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    Erstellt: 07.03.07   #16
    Versteh ich nicht, wieso ist es von E zu F auch ein Halbtonschritt? Aber mir solls recht sein wenn das Griffbild dann immer stimmt.
     
  17. Hans_3

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    Erstellt: 07.03.07   #17
    Weil es einfach so ist. Irgendwo müssen die Halbtonschritte ja schließlich liegen. Bei einer Dur-Tonleiter liegen sie vom 3.- 4. . und 7. - 8. Ton. Bei C-Dur sind das dann eben E/F und H/C.
     
  18. Orluk

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    Erstellt: 07.03.07   #18
    Also stimmt das Griffbild immer?
    ("Dumme Frage" wirst du vielleicht denken, aber ich will einfach nur sicher gehen;)
     
  19. Hans_3

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    Erstellt: 07.03.07   #19
    Die Griffbilder sind ja gerade dazu da, den Griff, richtig und nicht falsch wiederzugeben. Sonst wären sie überflüssig :D (Falls ich nicht mal jemand verschrieben hat... )
     
  20. Vauge

    Vauge Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.03.07   #20
    Das irritierende ist hierbei ja nicht, das Schema, nachdem in C-Dur die Halbtonschritte bei E/F und H/C liegen, sondern das sie (was die Bezeichnung angeht) nicht als solche erkennbar sind.

    Man muss sich darüber klar werden, das die Tonbezeichnungen auf der A-Moll/C-Dur Tonleiter fußen. Dadurch erklärt sich warum gerade zwischen E und F sowie H und C die Halbtöne liegen. Grundlage war die Am-Tonleiter die ganz einfach nach dem Alphabet benannt wurde. A B C D E F G (das B ist unser H).

    Da nun im Am-Schema die Halbtöne zwischen 2. und 3.Ton liegen und auch zwischen dem 6. und 7.Ton, sind es gerade diese Stellen an denen die Namen nicht erkennen lassen das es Halbtöne sind. (Die weißen Tasten am Klavier sind auch so aufgereiht. - Inzwischen ist die Dur-Tonleiter aber die für uns geläufigste, weshalb meist von der C-Dur-Tonleiter, die ohne Halbtöne in der Bezeichnung ist, gesprochen wird. Die Schemata der Tonleitern, sei es Moll, Dur oder sonstwas ändern sich dadurch nicht.

    Auch die Notenschrift basiert auf Am/C. Das bedeutet: Die Linien und Zwischenräume stehen für die Töne dieser Tonleitern. Will man andere Töne benennen hilft man sich mit den Vorzeichen. Ein # erhöht den Ton auf um 1/2, ein b erniedrigt ihn.
     
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