Jonathan Davis / Alone I Play / 2008 / CD + DVD

von Mad*, 30.06.08.

  1. Mad*

    Mad* Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.06.08   #1
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    Genre: Elektro-Akustisch
    Anzahl der Songs: 17 (+1 auf DVD)

    Tracklist:

    System
    Last Legal Drug
    4U
    Hey Daddy
    Forsaken
    Dirty
    Alone I Break
    Slept so long
    Hushabye
    Kick the P.A.
    Not meant for me
    Hold on
    Careless/Akasha's Lament
    Redeemer
    Got the Life
    Trash
    Falling Away from me (Nur auf der DVD)
    Tearjerker

    Erhältlich bei Invisible Arts

    Nachdem ich dieses von vielen Fans mit Skepsis erwartete Spektaktel Ende Mai live erleben durfte, beschloss ich mir, die CD/DVD zu der Solotour des Kornfrontmans Jonathan Davis zuzulegen. Ist der Mann sonst im Metalbereich zu finden, wurde er hier mit einigen anderen großen Musikern wie Miles Mosley oder Shenkar im Elektro-Akustischen Bereich tätig.

    Hier wird wieder die Experimentierfreude Davis' mit anderen Musikgenres deutlich, so ist der deutliche Einschlag verschiedener Stile bei diesem Projekt nicht von der Hand zu weisen. Miles Mosley am Kontrabass lässt schnell ahnen, dass er aus dem Jazzrock-Bereich kommt, während Shane Gibson an der 8-Saitigen Gitarre dem Ganzenen einen progressiven Flair verleiht. Zac Baird an den Keyboards sorgt für die Untermalung aller Lieder durch Elektronische Effekte oder dem Klavierspiel.

    Den Schwerpunkt des Projektes dürften die Songs aus dem Soundtrack zum Film "Die Königin der Verdammten" bilden, die Jonathan Davis A.D. mit Richard Gibbs komponierte, aber nie die offiziellen Rechte zum Singen der Songs bekam. System, Forsaken, Slept so long, Not meant for me und Redeemer erstrahlen hier in neuem Licht. Und auch ein Stück, dass es damals gar nicht erst auf den Soundtrack schaffte, wird hier gespielt: Careless, bei dem man Davis an der Geige sieht, wird von dem Quintett gekonnt dargeboten.
    Viele KoRnsongs (einige dadrunter wurden nie von KoRn selbst live gespielt) sind auch auf der Setlist enthalten. Last Legal Drug, 4U, Hey Daddy, Dirty, Alone I Break, Hushaby, Kick the P.A., Hold on, Got the Life, Trash und Tearjerker erstrahlen in neuem, ungewohntem Kostüm: So dominiert bei Trash ein Klavierspiel, während 4U und Tearjerker zu einem Großteil von der Gitarre ernährt werden. Die glungenste Umsetzung finde ich hierbei persönlich "Hey Daddy", ein alter KoRnsong neu gespielt und mit einem Jazzigen Kontrabassspiel aufgefrischt.

    Auf der Life DVD darf man sich das Ganze zusätzlich mit dem Track "Falling Away from me" als Liveauftritt vor kleinem Publikum im Studio anschauen. Wer in den ganz hohen Genuss der drei zusätzlichen Coversongs "Blue Monday, The Chauffeur und Love on the rocks" kommen möchte, sollte sich die mit 1200 Stück limitierte Version auf Ebay ersteigern, welche mit ca. 600$ gehandelt wird.

    Verglichen mit dem Orginalen Soundtrack der Königin der Verdammten und den orgninalen Kornsongs wurde hier an Aufwendigkeit gespart: Das Equipment wurde (besonders bei der Europatour) klein gehalten, so begnügt sich Gitarrrist Shane Gibson beispielsweise damit, über einen kleinen Gitarrencombo zu spielen. Visuell wird dann schon einiges mehr geboten: Alle fünf Musiker treten einheitlich im Anzug auf, Jonathan Davis ließ sich eigens für die Solotour einen Stuhl mit aufwendigen Verzierungen Zimmern, nimmt während des Aufftritts auch aktiv mit Djembe und Geige am instrumentalen Geschehen bei. Und eben auch die musikalische Vielfalt in diesem Projekt ist erstaunlich breit gefächert.

    Gefallen finden dürften an dem Projekt besonders Fans des "Königin der Verdammten" Soundtracks oder Anhänger von Crossoverprojekten. Eingefleischte Kornfans könnten schnell von der fehlenden, gewohnten Härte bei der Umsetzung der Stücke enttäuscht werden. Neutral gesehen kann man diesem Soloprojekt ohne Vorurteile einiges abgewinnen - für mich persönlich einer der Höhepunkte in der Karriere des Jonathan Davis: Hat er mir doch persönlich Musiker wie Miles Mosley und die damit verbundenen Genres näher gebracht. Und auch Fans des Soundtracks zum Film werden sich freuen, endlich das lang ersehnte erleben zu dürfen: Jonathan Davis singt die Queen of the damned-Songs live ...

    Fotos:
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    So, fertig. Ich hoffe, ich konnte einigen hier dieses etwas andere Projekt näherbringen. Kritik etc. ist erwünscht.
     
  2. philipp214

    philipp214 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.07.08   #2
    hab jonathan davis am nova rock 2008 gsehn und hat mich echt überrascht (positiv) , zuerst war ich ziemlich skeptisch ,da mir ein kontrabass ziemlich fehl am platz vorgekommen is.
    war ein verdammt gutes konzert
    trotzdem hätte ich es lieber wenn jonathan davis wieder bei koRn singen würde
     
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