Kammfiltereffekt?

von NoNameCountry, 06.11.16.

  1. NoNameCountry

    NoNameCountry Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.11.16   #1
    Moin,

    mich irritiert die Grafik des Kammfiltereffekts, ich verstehe nicht wie sich diese herleitet.
    Habe jetzt schon alle Wikis, Youtube etc. durchforstet aber nix dazu gefunden. Versteht mich nicht falsch, den Effekt an sich verstehe ich.
    Eine Schallquelle gibt Schwingungen an ein Mic, durch Reflexion treten dann Zeitvesetzte Signale auf, welche sich je nach Phasenlage ändern bzw. auslöschen.
    Aber entweder entsteht doch konstruktive Interferent oder die Wellen löschen sich halt durch destruktive Interferenz aus. Wie kann dann diese Grafik enstehen?
    Hat das evtl. etwas mit der Wellenlänge in bezug auf die Frequenz zu tun?
    Helft mir da mal bitte auf die Sprünge, nirgends steht dazu etwas :(

    -NNC
     

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  2. omnimusicus

    omnimusicus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.11.16   #2
    Na, die Antwort steht eigentlich überall, Du mußt sie nur sehen ... ;)

    Sie steht sogar in der angehängten Graphik.
    Ganz unten steht die Beschriftung der x-Achse: Frequenz
    Und zwar keine fixe Frequenz, sondern das ganze Frequenzband von 0 bis 20 kHz, also viele Frequenzen.

    Eine bestimmte Interferenz, für eine bestimmte Welle, ist ein kleiner roter Punkt.
    Musik besteht aus vielen Wellen, bzw. Frequenzen. Die Graphik ist also die Menge aller roten Punkte über alle Frequenzen.
    Das gibt am Ende eine rote Linie.

    Macht's klick ?
     
  3. NoNameCountry

    NoNameCountry Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.11.16   #3
    Ja, das wird langsam klarer:)
    Mir ist nur noch nicht ganz klar, wieso das Muster denn so ist, wie es ist.
    Denn müssten die auftretenden Interferenzen nicht immer zufällig sein? Wie kann sich dann ein solches Muster ergeben, welches exakt alle 4kHz das Signal auslöscht?:gruebel::D
     
  4. EDE-WOLF

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    Erstellt: 08.11.16   #4
    Ein Kammfilter lässt sich erzeugen, indem man ein Signal zeitlich (konstant!!) verzögert und dies zum unverzögerten Signal hinzuaddiert.

    Was explizit FALSCH ist, wäre zu behaupten, die Signale hätten eine (konstante) PHASENVERSCHIEBUNG zueinander. Das ist FALSCH (stand aber so im anderen Thread).

    nun wie kommt das?

    Mathematisch ist das leicht zu zeigen: Nimmt man zwei sinusförmige signale, von denen eines zeitlich verschoben ist gilt:

    y(t)=sin(w t) + sin(w (t-T)) = sin(w t) + sin(wt -wT)

    hierbei ist y das Ausgangssignal, w die Kreisfrequenz des Signals (w = w pi f), t die Zeitvariable und T die zeitliche Verzögerung.

    ferner gilt: sin(x-pi)=-sin(x)

    wenn also "wT = pi" gilt, dann ergibt sich für y:
    y(t)=sin(w t)+ sin(w t - wT) = sin(w t) + sin(wt - pi) = sin(w t) - sin(w t) = 0... das sind die "Löcher" im Frequenzgang.

    willst du bspw. bei 4kHz sperren, müsste gelten: 2*pi*4kHz*T=pi --> T=1/(2*4kHz) = 1/8ms = 125us

    man müsste also das Signal um 125 Mikrosekunden verzögern. Dann hätte man (wenn man weiter rechnet) ne Sperrung bei 4kHz, 12kHz, 20KhZ etc...
     
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