Kaufberatung Synthesizer Korg R3 oder Roland SH-1 Gaia

von SurfinAhab, 20.06.10.

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Casio
  1. SurfinAhab

    SurfinAhab Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.06.10   #1
    Moin Moin erstmal,

    Zuerst muss ich sagen das ich keinerlei Ahnung habe von Synthesizern.
    Normalerweise spiele ich Gitarre, habe aber das Bedürfnis mich in diese Richtung ein wenig weiterzubilden.
    Nach einer längeren Recherche bin ich auf den Korg R3 gestoßen der mir aufs erste zusagte, wurde jedoch kurzfristig auf den Roland "Gaia" aufmerksam gemacht.
    Da ich wie gesagt keinerlei Wissen in dieser Richtung besitze, frage ich mich was die Hauptunterschiede und welcher denn den besseren Klang hat. Musikalische Interessen liegen eher in den tiefen 70zigern.
    Ich werde diese Woche beide mal antesten fahren, weiß aber nicht inwieweit mir das hilft ;), da der Hinweis nochmal in Richtung fehlender Sachkenntnis.

    Ich bedanke mich im Voraus

    Mfg Benutzername
     
  2. dreamtheater14

    dreamtheater14 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.06.10   #2
    also, wenn du keine ahnung hast, wird dir der gaia mit sicherheit besser gefallen.
    beim R3 hast du gewissermaßen nur 4 drehregler, die alle über das menü und die kleinen displays funktionieren.
    du musst dich da über 30 pages mit abkürzungen blättern. macht kein spaß, auch wenn man sich zurechtfindet.

    ganz anders wäre da der gaia. für fast alles ist ein fader oder poti da. sollte eigentlich verständlich beschriftet sein. hast 3 oscis, die alle das gleiche bedienpanel haben. du hast einfach alles im blick und kaum menüs.

    muss sagen, dass ich den gaia noch nie gespielt habe, jedoch den radias besitze. radias ist ja der große bruder des R3.
    würde meinen Radias nie hergeben, was sound und bedienung angeht. allerdings hasse ich die bedienung des R3 umsomehr. der sound sollte ja der gleiche sein.
    den gaia will ich demnächst unbedingt antesten, weil ich, auch wenn ich mehr erfahrung habe, trotzdem die knöpfchen mag und es mich abnervt durch menüs zu gehn...
     
  3. Mr. Blue Sky

    Mr. Blue Sky Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.06.10   #3
    wie dramtheater schon anmerkt: zwar kannst Du über die 4 Drehregler direkt zugreifen, aber für komplexere edit-Vorgänge musst Du immer das Menü ansteuern. Auf Dauer könnte das nervig werden; demgegenüberist selbst der kleine microKorg unkomplizierter zu händeln..

    Du solltest den Gaia antesten, ich hab`s schon hinter mir..ist ein Sahne-Teil. Ich will hier nicht alles aufzählen, was Du selbst nachlesen kannst. Nur soviel: er ist brandneu, besitzt einen 3fach Tongenerator, 64fache Polyphonie (R3 hat 8fach), eine ordentliche Effektsektion, alle Zugriffsmöglichkeiten sind auf dem Panel nebeneinander angeordnet, die Bedienung erklärt sich somit fast von allein. Da Du Anfänger auf dem Gebiet bist, wäre die Kiste für Dich eigentlich ideal zum lernen..

    Man kann dem Gaia hervorragende Sounds entlocken, ich empfand sie beim Test als recht druckvoll. Wenn man sich den Preis anschaut, ist er (auch was die Verarbeitung angeht) gegenüber microKorg, XL, R3 die erste Wahl.

    Allerdings: er besitzt keinen Vococder.:)
     
  4. TheKeyboarder

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    Erstellt: 21.06.10   #4
    Ich stand vor kurzem auch vor der Entscheidung .. hab mich dann aber ganz anders entschieden (Virus Classic :rolleyes:).. aber interessieren tuts mich doch, also: worin bestehen denn im allgemeinen die technischen Unterschiede zw. R3 und GAIA ? abgesehn von Bedienung usw. und was wurde am Gaia im Gegensatz zum sh -201 verbessert?

    MfG

    thekeyboarder
     
  5. really no one

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    Erstellt: 21.06.10   #5
    Im Gegensatz zum SH-201 wurde wohl fast alles verbessert.
    Der Gaia basiert auch dem Vorgänger des Sh-201,...das sagt wohl alles.
     
  6. ensoniq

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    Erstellt: 22.06.10   #6
    ich hab mir den R3 am Samstag als kleine Tischhupe gekauft und muss sagen, dass man das Gerät komplett selbst editieren muss - mit der allerdings guten Software- um wirklich gute Klänge zu produzieren. Mit wenigen Ausnahmen sind die Werks Presets Schrott, Klingt für mich wie ein Virus ohne Eier. Wenn man aber selbst ein bisschen Ahnung hat vom Klangschrauben bekommt man deutlich bessere Klänge hin mit auch sehr viel Druck , das ist anders mit dem Roland Gerät. Gaia sieht gut aus, aber säuselt ähnlich wie der >10 Jahre ale JP8000 . Am Ende ist der Klang aber immer Geschmacksache. Bitte selbst ausprobieren.

    Gaia ist einfach zu programmieren und hat dafür weniger Tweakmglichkeiten als R3 ( Formant ' Vocoder)
    R3 wird Anfänger wahrscheinlich schnell in den Wahnsinn treiben, wenn diese nicht selbst programmieren wollen am Computer. Klanglich hat für mich der R3 aber deutlichst die Nase vorn.

    Übrigens kommt es nicht darauf an wieviel OSCs ein Synth hat , sondern wie diese klingen. ;-)
     
  7. Matt_28

    Matt_28 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.06.10   #7
    Nachdem ich die offiziellen Gaia-Videos (1, 2, 3) sah und die ersten Testberichte las, wusste ich sofort, das ich den Gaia unbedingt brauche. :D
     
  8. dreamtheater14

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    Erstellt: 24.06.10   #8
    natürlich klingt der R3 geil, die presets sind aber wirklich nicht gut, da hat der radias um längen bessere. aber die engine ist ja ziemlich die gleiche und deswegen bringt handanlegen einiges. wenn man immer nen pc am start hat, ist das editieren natürlich kein problem. an der kiste selbst ist es halt furchtbar.
    die modulationsmöglichkeiten der radias engine sind sowieso ziemlich fett (modseq und so :-). was mir besonders gut gefällt ist der unison mode, da kannste auf einen schlag deinen sound auf bis zu 6 voices ausweiten, diese um beliebig viele cents gegeneinander stimmen und im pan ausweiten. die funktion macht einfach nur spaß!
     
  9. Martman

    Martman Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.06.10   #9
    Dann mach ich hier mal die Opposition und sage: Für einen Synthesizeranfänger, der "Synthesizer lernen" will, der auf seinem ersten Synthesizer alles lernen will und soll, was es über Synthesizer zu lernen gilt, ist fast jeder VA besser als der Gaia. Und wir haben es hier eindeutig mit jemandem zu tun, der absolut gar nichts über Synthesizer weiß, aber möglichst viel über Synthesizer lernen will.

    Der Gaia ist gewiß nicht schlecht, er hat eine prima Tastatur, und er klingt gut.

    Aber das Hauptproblem ist die Struktur. Der Gaia hat eine Struktur, wie es sie vorher bei Analogen und insbesondere VAs noch nicht gegeben hat, und zwar 3 Oszillatoren, die alle durch ein (1) eigenes Filter laufen, bevor sie gemischt werden. 98% aller Synthgeschichten aber sind zurückzuführen auf den Minimoog und ähnliche Synths, wo die Oszillatoren erstmal alle schön gemischt werden, bevor dann das Gemisch in die Filtersektion wandert. Nicht ohne Grund ist es normalerweise das, was Synth-Anfängern als erstes gezeigt wird. Und nicht, wie man 3 parallel geschaltete SH-101 bearbeitet.

    Bevor jetzt einer ankommt und sagt, separate Filter pro Oszillator hat's aber schon gegeben: Ja, hat's schon mal gegeben. Aber Rompler gelten hier nicht (außerdem sollten Rompler flexibel verschaltbar sein, schon die Roland JV/XP waren dahingehend flexibel), Radias und Virus können das auch, aber eben nicht nur, und CS80 und Konsorten geben pro Oszillator 2 Wellenformen gleichzeitig aus und jagen jeden Oszi außerdem durch 2 Filter, bevor gemischt wird. Außerdem hat der Threadersteller "tiefste 70er" gesagt. Und "tiefste 70er" ist nach meinem Verständnis die Zeit der Modularschrankwände, der Halbmodularen (ARP 2600 usw.) und vor allem die Zeit von Minimoog, Minimoog und noch mehr Minimoog. Womit wir wieder beim Minimoog sind.

    Um euch endgültig den Wind aus den Segeln zu nehmen: Ja, ich weiß, daß man die Filter beim Gaia auch zu zweit oder dritt gekoppelt editieren kann. Aber das ist umständlich, das ist ungewöhnlich, und wenn einer, der nur den Gaia kennt, erstmals vor einem Minimoog, Prophet, Juno, Oberheim, Nord Lead, MicroKorg, Supernova oder whatever sitzt und nur 1 Filter sieht (jedenfalls nicht eins pro Oszillator), fragt er sich, WTF das denn soll.

    Beim Gaia kommt noch was hinzu: kein Display. Er mag wohl gut sein zum experimentellen, spontanen Klangschrauben. Aber es ist unmöglich zurückzuverfolgen, wie denn ein Klang, der in dem Ding schon eingespeichert ist, aufgebaut ist. Und genau das ist etwas, was eigentlich jedem Newbie ans Herz gelegt werden sollte: Schnapp dir einen Sound, der dich anspricht, und guck dir mal an, wie der überhaupt gebaut ist.

    Wenn also zwischen Gaia und R3 gewählt werden soll: R3. Wenn noch andere Vorschläge eingereicht werden können: MicroKorg. Der ist zum Schrauben noch besser geeignet als der R3 und trotz der Bedienmatrix sehr übersichtlich. Oder einen gebrauchten MS2000/MS2000B. Sound wie ein MicroKorg, aber Knöpfe für alles.


    Martman
     
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