Keybird X1 - ein tragbares akustisches Klavier

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Gerade auf Amazona vorgestellt, das Keybird X1 für "unterm Arm". Es ist ein Una Corda Piano mit 69 Tasten, das komplett nur ca. 60 kg wiegt. Dabei ist der Klangkörper mit 43 kg Gewicht getrennt transportabel, weitere 16 kg sind der Ergänzung geschuldet.
Dank einer Breite von 1m passt es auch in so manches Auto.
Als zusätzliche Ausstattung werden eine MIDI Schnittstelle mit optischen MIDI-Sensoren angeboten (nebst Saitenverstummung) und auch Helpingstill-Pickups, die eine akustische Tonabnahme ermöglichen, welche nach Herstellerangaben frei von Rückkopplungen sein soll.


View: https://www.youtube.com/watch?v=lghQB9CFf80

Gruß Claus
 
Grund: kleine Ergänzung
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Ich finde das Konzept genial. Knapp 4.000.- € ist vielleicht ein bisschen viel, aber das braucht es wohl auch, um so eine Kleinserie zu produzieren. Das erste Werbevideo von denen habe ich bereits vor 4 Jahren gesehen, aber so richtig verbreitet und durchgesetzt hat sich das offensichtlich noch nicht.
 
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Cool.
Wenn die Mechanik gut ist, hat man auch ausserdem ein tolles Masterkeyboard für die E-Pianos.
Klingt auch interessant.
 
Tolles Konzept, ungefähr so schwer wie ein Rhodes.

Viele Grüße,
McC0y
 
Finde ich auch hochinteressant. Würde am liebsten mal eine/n Klavierbauer/in drüber schauen lassen. Interview mit einem Online-Portal hin oder her...

Und weiß jemand, wieso die MIDIfizierung und die Filz-Halterung schon wieder aus dem Shop heraus ist?

Dass die Hersteller des Pickup-Systems nur versprechen, dass man den Ton noch als Klavierklang erkennen kann, stört mich nicht von vornherein.
 
Dass die Hersteller des Pickup-Systems nur versprechen, dass man den Ton noch als Klavierklang erkennen kann, stört mich nicht von vornherein.
Original: "When we hear this signal through speakers, we recognize it as the sound of the piano!"
Meine Übersetzung:"Wenn wir dieses Signal über Lautsprecher hören, erkennen wir es als den Klang des Pianos!"
Der Zusammenhang ist die Rückkopplungsfreiheit beim Einsatz der magnetischen Tonabnehmer.

Helpingstill ist stolz auf seine Produkte und meint seine Aussage uneingeschränkt positiv, also ohne "noch":
Unterstrichen wird das vom Video "Listen to How Great It Sounds" auf der esten Seite, ein Konzertausschnitt samt natürlich klingendem Klavier.
Dass die Website insgesamt wie aus der Frühzeit des www zu entstammen scheint und die Texte selbst geschrieben anstatt von einer fähigen Agentur formuliert wirken, das halte ich für unübersehbar.

Es gibt dort auch eine Liste oft prominenter Anwender
 
Original: "When we hear this signal through speakers, we recognize it as the sound of the piano!"
Ich hatte mir in der Tat noch keine Beispielaufnahme angehört, sondern einfach angenommen, dass der Klang evtl. in Richtung Yamaha CP80 geht, bei dem ja auch elektromagnetische Tonabnehmer an den Saiten sitzen. Mein Nord Stage hat außerdem den Klang eines Gerbstadt-Flügels, der mit CP80-Tonabnehmern ausgerüstet wurde.
Ich gebe zu: Das System von HelpinStill klingt noch etwas "normaler" nach Klavier. Der Klang des Resonanzbodens mag ein wenig fehlen, aber das kommt weniger durch als ich dachte. Es geht anscheinend nur etwas von der Komplexität eines Flügels im Nachklang verloren, kommt mir "aufgeräumter" vor. Ist - völlig unabhängig vom Keybird - ein interessantes Thema.

Zurück zum Keybird: Sehe ich das richtig, dass es komplett ohne Gussrahmen auskommt? Also wie ein "Hammerklavier"?
 
Es geht anscheinend nur etwas von der Komplexität eines Flügels im Nachklang verloren, kommt mir "aufgeräumter" vor.
Ja.
Mit Blick auf meine E-Gitarren ist das wohl den magnetischen Pickups geschuldet, da würden Piezos mehr liefern. Ob es technisch überhaupt umsetzbar wäre oder ob Helpingstill eine Kombination beider Prinzipien zur Schwingungserfassung zu aufwendig findet, kann ich allerdings nicht beurteilen.

Gruß Claus
 
Anscheinend sind sie stolz darauf, dass ihr System - so wie es ist - kein Problem mit Rauschen hat; das wäre evtl. die Kehrseite bei Piezos, die am Resonanzboden angebracht sind.
 
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An sich ein cooles Konzept, das finde ich für Gigs super, wenn man mit akustischen Kollegen (zB Geige, Klarinette, Oboe) spielt. Da klingt ein E-Piano immer irgendwie sch ...

Das Soundsample auf youtube überzeugt mich aber dann doch nicht so richtig. Ist natürlich nur der Eindruck durch die Lautsprecher, aber irgendwie klingt es hohl, nicht richtig voll. Ist vielleicht der fehlenden Masse bzw dem fehlenden Resonanzkörper geschuldet? Ich würde es gern mal live hören, und natürlich auch die Meinung eines guten Klavierbauers hören.

Damit könnte ich aber leben, wenn man damit den Vorteil eines transportablen akustischen Instruments kriegt. Also wirklich ne tolle Idee.
Ein (sicher vertretbarer) Nachteil: Der Rahmen dürfte aus verleimtem Holz oder Verbundstoffen sein, damit wird man es auch ständig stimmen müssen.

Leider etwas teuer für die paarmal, wo ich es brauchen könnte. Kommt also auf die Liste "wenn ich mal im Lotto gewinne..." ;)
Für Leute, die hauptsächlich Klassik spielen, könnte das aber passen.
 
Das Keybird wurde auch auf der akustika Messe in Nürnberg vorgestellt. Ein Klavierbauer Kollege erwähnt es kurz in einem Messebericht in der neuen Ausgabe von Europiano als "einchoriges Kleinklavier, dessen unvermutete Qualität überraschte." Und in der selben Ausgabe der Zeitschrift sucht das Unternehmen einen erfahrenen Klavierbauer für eine Anstellung in Kopenhagen.
 
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