Keyboard Mixer | Behringer RX1602 V2 vs. Behringer UMC1820

Sir Adrian Fish
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Ich benötigte an dieser Stelle einmal etwas frischen Input des erfahrenen Foren-Schwarms um meine Gedanken zu ordnen, bzw. um weitere Optionen aufzuzeigen.

Ich bin seit geraumer Zeit auf der Suche nach einem "kleinen" Keyboard-(Kopfhörer)Mixer für meinen K&M 18810 Omega Keyboardständer aktuell bestehend aus aktuell 4 bzw. 5 Keyboards bzw. Sythntesizer-Modulen.

Derzeit arbeite ich überwiegend mit Kopfhörern, die ich in das jeweils genutzte Gerät einstöpsel. Das funktioniert auch soweit, ist aber nicht optimal, da nicht alle Kopfhörerbuchsen gut, von vorne am Gerät, zugänglich sind.

Die einfachste Variante wäre ein "kleiner" Mixer mit 4 Stereo oder 8 Monoeingängen, mit entweder Klinke oder XLR-(Kombi)-Buchsen, mit Volumen- + ggf. Pan-Regler pro Kanal. Ich benötige weder einen EQ, noch diverse eingebaute FX. Das Ganze sollte über 2 Line-Ausgänge, z.B. zum Anschluss von Aktiv-Monitoren + Kopfhörerausgang verfügen. Also alles sehr einfach/spartanisch gehalten und muss aktuell keine Anforderungen im Punkte Studioqualität erfüllen.

Nach eingehender Recherche habe ich jetzt den Behringer RX1602 V2

Behringer RX1602 V2


oder alternativ den Behringer UMC1820

Behringer UMC1820


in die engere Wahl genommen.

Letzerer hätte den Vorteil, dass dieser eingentlich ein Audio-Interface ist, welchen ich an direkt mit einer AKAI MPC LIVE 3 verbinden könnte. Zudem wäre dieser mit einem Behringer ADA8200 Ultragain erweiterbar.
 
Du hast ja schon eine Vorauswahl und letztlich auch eine Entscheidung getroffen, wenn Du anschaust, dass Du beim Behringer UMC1820 Vorteile siehst ;) . Ich glaube, dass jeder das Modell nehmen würde, bei dem er Vorteile hätte.
 
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Ich weiß nicht genau, ob beide Geräte so vergleichbar sind. Das eine ist ein Line-Mixer und das andere ein Audio-Interface.

Die einfachste Variante wäre ein "kleiner" Mixer mit 4 Stereo oder 8 Monoeingängen, mit entweder Klinke oder XLR-(Kombi)-Buchsen, mit Volumen- + ggf. Pan-Regler pro Kanal. Ich benötige weder einen EQ, noch diverse eingebaute FX. Das Ganze sollte über 2 Line-Ausgänge, z.B. zum Anschluss von Aktiv-Monitoren + Kopfhörerausgang verfügen. Also alles sehr einfach/spartanisch gehalten und muss aktuell keine Anforderungen im Punkte Studioqualität erfüllen.
Dann wäre für dich der RX1602 die richtige Wahl, ein klassischer Mixer für eben genau die Aufgabe, das Zusammenführen von Line-Signalen (verstärkte Signale wie z.B. Keyboards, Synthesizer,etc.). Er hat Lautstärke (Ausgangspegel) und Panoramaregler pro Kanal.

Das UMC1820 ist ein Audiointerface mit Mikrofon-Vorverstärkern und genau das wird auch mit dem Regler am Interface eingestellt. Die Eingangspegel und nicht wie beim Line-Mixer der Ausgangspegel. Die Aufgabe dieses Gerätes ist nicht in erster Linie, dass Zusammenmischen von Signalen, sondern das zur Verfügungstellen von vielen Eingangskanälen. Das Mischen der Ausgangs-Pegel erfolgt beim UMC1820 komplett innerhalb der Software (DAW).

Worauf will ich hinaus:
Normalerweise pegelt man im Studio die Instrumente EINMAL ein und fasst dann in der Regel den Lautstärke-Regler des Instrumentes UND den Eingangs-Gain des Mischpults / Audio-Interface nicht mehr an. Möchte man ein Instrument lauter oder leiser im Mix haben, regelt man den Ausgangspegel des Instrumentenkanals.

Der RX1602 hat nun genau diese Arbeitsweise. Der Eingangspegel ist für Line-Signale, also vorverstärkte Signale wählbar und die Regler an der Frontseite regeln die Lautstärke (Ausgangspegel) des Kanalsignals.

Das UMC1820 hat das so nicht, die Regler auf der Frontseite regeln den Eingangspegel (Gain) des Signals, welches am Vorverstärker anliegt. Der Ausgangspegel wird rein in der Software bestimmt und zwar so, wie dort das Signal-Routing eingestellt ist. Das Monitoring bezieht sich auf die Abhörsituation der Kanäle und die Kontrolle der Signale OHNE das sie die Signalbearbeitung der DAW durchlaufen. Ja dies könnte man als "Mixer" zweckentfremden, ist aber eigentlich nicht das übliche Vorgehen.

Bitte nicht falsch verstehen, dass soll nicht als "Belehrung" dienen, sondern nur als Hinweis, dass dies eigentlich zwei unterschiedliche Geräte sind.

Grüße

Dennis
 
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Bitte nicht falsch verstehen, dass soll nicht als "Belehrung" dienen, sondern nur als Hinweis, dass dies eigentlich zwei unterschiedliche Geräte sind.
Danke für deine ausführlichen Errörterungen. Genau aus diesem Grund hatte ich den Thread eröffnet. Um Einblick in andere Denk- und Herangehensweisen zu, also einen "Perspektivwechsel" vorzunehmen.
 
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Ich bedanke mich auch bei dir @BinaryFinary

Ich habe gerade (Edit... endlich) verstanden, was der Unterschied zwischen den Geräten ist und was ich brauche. 👍💐
 
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Ich habe mal einen günstigen Kleinmixer anschaffen wollen, um 3 Keyboards und 1 Gesangskanal zu mischen (= 7 Kanäle). Der ist höchstens eine Woche bei mir geblieben, weil das Rauschen nicht in den Griff zu bekommen war: Mikrofonvorverstärker in dieser Preisklasse können eben doch noch einen unerträglichen Noise-Floor an den Tag legen, auch wenn das alles Vergangenheit sein sollte. Das Gerät mit ein paar Kanälen weniger wäre in Ordnung gewesen, aber die aufgebohrte Version mit ein paar Kanälen mehr konnte man in dieser günstigen Serie vergessen.

Das würde für mich bedeuten: Ein Gerät, das Line-Eingänge und keine Mikrofon-Vorverstärker hat (RX1602), hätte deswegen einen weiteren Vorteil. Gerade, wenn ich mit Kopfhörern sehr direkte Klänge aufs Ohr bekomme.
 
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Ich habe gerade (Edit... endlich) verstanden, was der Unterschied zwischen den Geräten ist und was ich brauche.
Die beiden Geräte sehen sich auf den ersten Blick halt sehr ähnlich, da ist das verständlich.

Will man wirklich beide Funktionen haben:
Autarker echter Mischer und Audiointerface, kommt man um die kleine Digitalmischer, z.B. wie Behringer XR-18, nicht drum rum.

Hier hat man einen echten Digitalmixer, der das Signalerouting (Auxsends, Busse, etc.) intern hat und nur über eine Steuersoftware bedient wird. Zusätzlich hat das XR-18 ein Multikanal-Audiointerface integriert, bei dem man sehr flexibel entscheiden kann, ob man eine Multitrack-Aufnahme macht oder z.B. nur die Summe oder eine einzelne Subgruppe.
 
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