Khanate / Things Viral / Februar 2004 / CD

von VilenesS, 25.09.04.

  1. VilenesS

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    Erstellt: 25.09.04   #1
    höre ich auch gerade wieder, streckenweise unbeschreiblich schön melancholisch :(
    hier wieder was für grindyourmind, ein tipp aus tiefstem nicht vorhandenem herzen:

    khanate - things viral

    [​IMG]

    Genre: Extreme Doom (?)

    Herkunft: USA

    Erscheinungsjahr: 2003

    Label: Southern Lord Records



    • Commuted
    • Fields
    • Dead
    • Too Close Enough To Touch

    Diese CD zu rezensieren ist eine schwierige Aufgabe. Veröffentlichungen des Labels Southern Lord sind bekannt für außergewöhnliche Klanglandschaften (a la Sunn 0))), Boris usw.) und Doom-Alben der Sonderklasse, aber dieses Album stellt alles bislang da gewesene in den Schatten.



    Bei Khanate (gesprochen „Con-eight“) handelt es sich um ein extremes Doom-Projekt von Stephen O’Malley (Burning Witch, Thorr’s Hammer), James Plotkin (Regurgitation, Phantomsmasher, Scorn), Alan Dubin (Old) und Tim Wyskida (Blind Idiot God). Geschulten Lesern sollte beim Lesen dieser Bands schon der Schauder über den Rücken laufen, da sich hier Musiker von genialen Bands zusammengetan haben.



    Wie kann man die „Musik“ nun beschreiben? Beschreiben kann man es eigentlich nicht, man muss das Stimmungsloch, in das einen dieses Album zieht, am eigenen Leibe erleben. Die bedrohliche Atmosphäre beginnt gleich beim ersten Song „Commuted“. Maximal ein paar Betas pro Minute, depressiv-sphärische Gitarrenriffs, die zwischen Zerstörung und Dröhnen variieren, und dazu das abgrundtief Hasserfüllte Organ des Sängers Alan Dubin, der über knapp 60 Minuten hin eine depressive Glanzleistung hinlegt. Man fühlt sich, als wäre man in einem 1m² großen schwarzem Zimmer eingesperrt, ohne eine Möglichkeit zu fliehen und den eigenen Tod stets selbst vor Augen habend. Ein bedrohliches Flüstern löst die gleiche Panik aus wie ein Schrei, der durch Mark und Bein geht. Die Atmosphäre ist einfach zu überwältigend um wahr zu sein, die Stimmung isoliert, kalt und desolat.



    Wer das Album liebt, sollte sich unbedingt das 2 Jahre zuvor erschienene Debut (s/t, auch Southern Lord) besorgen, obwohl „Things Viral“ in summe nihilistischer und depressiver ist.



    Fazit: Wer wissen will, was vertonte Depression und Schmerz wirklich ausmacht, kommt an diesem Album nicht vorbei.



    Anspieltipps: „anspielen“ ist unmöglich



    Wertung: 10/10
     
  2. Liwjatan

    Liwjatan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.09.04   #2
    @VilenesS: Ich weiß nicht, wirklich depressiv macht die Musik von Khanate nicht. Weder ihre neue Scheibe noch die Live On WFMU 91.1 ziehen mich so derbe in ein Loch wie du es beschreibst :crazy:
    Da finde ich Ras Algethi's Oblita Divinitas Demo doch sehr viel dicker. Da wird man gerade zu von einer Lawine Emotionslosigkeit überrollt ;)

    Vielleicht kommt später noch ein Edit wo ich die Demo mal rezensier.
     
  3. VilenesS

    VilenesS Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.09.04   #3
    ich hasse das wort "hart", da würden earth oder electric wizard (frühere alben) auch reinfallen, aber vielleicht das kränkste ;)
    in jedem fall teilen wir die selbe meinung der band
     
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