Kirchtonleiter

von Haze2012, 12.11.16.

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  1. Haze2012

    Haze2012 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.11.16   #1
    Den Sinn hinter den Kirchtonleitern habe ich glaube ich verstanden.
    Nur um Sicher zu gehen es sind ja immer die leitereignen töne nur mit einen anderen Grundton bzw anderen halb- und ganzton schritte
    Z.B. C-Dur
    Ionisch wäre ja das (natürliche) Dur
    C D E F G A H C
    Dann wäre ja D Dorisch
    D E F G A H C D
    etc.

    Was ich nicht verstehe ist wenn jmd sagt das Lied ist in E- Phrygisch gespielt
    ich weiß Phrygisch ist eine molltonart wieso sagt man nicht a aeolisch oder d dorisch
    sind ja die selben Töne enthalten und auch jeweils in moll

    Und muss ich wenn ich eine 1-4-5-1 progression habe zb c-dur habe
    auch c ionisch
    f lydisch
    g mixo
    C ionisch spielen?

    oder könnte ich auch z.b a aeolisch über c spielen
    weil c besteht aus c e g
    und in a aeolisch habe ich ja a b(h) c d e f g a

    Hoffe es ist verständlich geschrieben und ihr könnt mir helfen
    danke im vorraus
     
  2. Waljakov

    Waljakov Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.11.16   #2
    Also ich bin absolut kein Experte was Kirchentonleitern angeht, aber der Unterschied liegt afaik in den Akkorden.
    eine I-IV-V Progression in E-Phrygisch hieße z.B. Em - Am - Bdim

    während eine I-IV-V Progression in A-Aeolisch Am - Dm - Em wäre.

    Darüber würde man einfach anderes solieren, nämlich so, dass die Melodie immer wie zum A hinzugezogen wird und nicht zum E wie bei Phrygisch.

    Das kann man sich gut auf dieser Seite anschauen, wenn man keine Lust hat, sich die Akkorde selbst herzuleiten: https://www.basicmusictheory.com/e-phrygian-triad-chords

    Es kann aber bei manchen Progressionen durchaus vorkommen, dass es eine Überschneidung gibt, zB einfach Am - Em
    Das könnte sowohl I-V in A-Aeolisch oder auch V-I in E-Phyrisch sein. In diesem Fall erweitert man dann gerne auf einen Vierklang, um der Tonart ihre Charakteristik zu verleihen.

    Ihmo braucht man sich aber gar nicht so viel Gedanken darüber zu machen, in welchem Mode man ist. Wichtiger ist doch, dass man sich darüber im Klaren ist, welcher Akkord gerade gespielt wird und sein tonales Zentrum um diese Akkord herum aufbaut.
     
  3. Dr Dulle

    Dr Dulle Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.11.16   #3
    Hm ganz hast du es noch nicht .......


    Aeolisch ist die 6. Stufe das parallele Moll also
    1-2-b3-4-5-b6-b7

    Dorisch ist Moll mit großer Sext
    1-2-b3-4-5-6-b7

    und Phrygisch Moll mit kleiner None
    1-b9-b3-4-5-b6-b7

    Also von A Aeolisch zu A Dorisch und A Phrygisch ist immer nur 1 Ton Unterschied

    A Lydisch Unterscheidet sich übrigens von A Ionisch auch nur durch 1 Ton - die #4
    1-2-3-#4-5-6-j7

    A Mixolydisch nur durch die kleine Septime von A Dur
    1-2-3-4-5-6-j7



    Um die Ecke zu denken (D Dorisch ist ja wie A Aeolisch) halte ich für verwirrend und nicht zielführend !!
    :)
     
  4. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 13.11.16   #4
    Weil du immer eine Tonart, einen Grundton, bzw. Grundakkord oder auch ein "tonales Zentrum" brauchst, zu denen dann einzelne Töne in bestimmten Abständen (Intervallen) stehen. Auf dem Grundtonempfinden beruht traditionell unsere gesamtes Musikempfinden.

    Wenn du von E aus phrygisch startest, ist der 2. Ton (F) ein Halbtonschritt. Das fühlt sich natürlich völlig anders an, als wenn du von D aus z.B. D dorisch bespielst, hier ist der 2. Ton (E) ein Ganzton. Es sollte jedem einleuchten, dass da ein völlig anderer Klang zustandekommt.
     
  5. Mad Maxl

    Mad Maxl Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.11.16   #5
    Also: Du hast schon Recht, die Töne sind bei C ionisch, d dorisch, e phrygisch, f lydisch, g mixolydisch, a aeolisch und h lokrisch identisch.
    Wenn ein Lied in e phrygisch gespielt wird, liegt das tonale Zentrum beim Ton e, also e wird betont und/oder das Lied beginnt oder endet mit einem e. (Einen Moll- Charakter hat das ganze durch die kleine Terz (E-G)).
    Läge das tonale Zentrum beim Ton a wäre das dann a aeolisch usw. Also: Es kommt im Wesentlichen darauf an, um welche Töne bzw. Akkorde man solieren will.
    Gitarristen verwechseln gerne die Kirchentonarten mit dem Spiel über mehrere Lagen. Es scheint, als wenn auch Du hier etwas durcheinander bringst:


    Prinzipell kannst du innerhalb einer Tonart (hier C-Dur) alle Töne der C-Dur Tonleiter spielen (zu Ausnahmen komme ich noch). Lass dich nicht von den Bezeichnungen der Kirchentonarten verwirren, da ja die Töne gleich sind! Also: Es ist wurscht, ob du denkst, ich spiele jetzt den Ton F und denke an die vierte Stufe von C-Dur (ionisch) oder an die erste Stufe von F lydisch.
    Wichtiger ist allerdings, dass du weißt, wann welcher Akkord gespielt wird. Zum Beispiel solltest du zu einem F-Dur- Akkord keinesfalls ein H spielen (sog. Avoid Notes). Das H passt aber wunderbar zum G-Dur- Akkord (weil ja sogar im Akkord enthalten) und kann dann wunderbar zum C beim Wechsel V-I aufgelöst werden.
    Das Ganze ist aber trotzdem in C ionisch, egal in welcher Lage du spielst. Das hat dann auch nichts mit dem Charakter der einzelnen Kirchentonarten zu tun.

    Wenn du den mal ein wenig erforschen willst, probiere doch mal nur mit den Tönen der C-Dur Tonleiter das Lied "Alle meine Entchen" oder ein anderes ganz leichtes Kinderlied zu spielen.
    Dann beginne mit D statt mit C und verwende trotzdem die Töne der C-Dur Tonleiter! Schon spielst du es in D- dorisch usw....

    Ich hoffe, ich habe dich nicht noch mehr verwirrt sondern ein kleines bisschen Klarheit reingebracht...
     
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  6. Silenzer

    Silenzer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.11.16   #6
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