Gitarre klingt grauenvoll - Ursache Spieltechnik oder Instrument?

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slawekczaja

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Hallo, ich bin nur ein kleiner Hobby-Gitarrist und weiß nicht viel über die Technik des Gitarrenspieles. Deshalb eine Frage hier in die Runde. Bitte hört euch die beigefügte Audiodatei an, da spiele ich das Intro von "Brothers in arms" von Dire Straits (die Akkustikversion von Metallica). Die Gitarre ist gestimmt und klingt trotzdem ABSOLUT fürchtbar und ich frage mich warum??? Ist es: 1. schlechte Spieltechnik von mir 2. liegt es an der Gitarre? Sie hat nur 250 Euro gekostet (Yamaha Pacifica) 3. der Verstärker taugt nichts? (Yamaha, 300 Euro). Oder noch etwas anderes? Ich würde mich über jeden hinweis freuen, danke!
 

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Die Gitarre ist gestimmt

Was bringt dich zu der Annahme, die Gitarre sei gestimmt? Wenn die Leersaiten tatsächlich korrekt gestimmt sein sollten, wären die Bünde vermutlich komplett windschief eingesetzt, und das schließe ich bei Yamaha ziemlich sicher aus. Yamaha baut selbst im unteren Preissegment mWn sehr ordentliche Klampfen.

Ich vermute ganz einfach, du hast vor dem Aufnehmen der Begleitung gestimmt, die Stimmung aber vor dem Einspielen der Melodie/des Solos nicht noch einmal überprüft. Und ein ungeübtes Ohr erkennt möglicherweise nicht bereits beim Spielen, dass hier was buchstäblich "nicht stimmt".
 
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Hallo @slawekczaja

und willkommen im Forum!

Ich vermute deine Gitarre ist nicht ordentlich eingestellt: Saitenhöhe, Oktavreinheit etc. Ich würde dir empfehlen das Instrument zu einer Werkstatt zum Einstellen zu bringen.

Yamaha Pacifica und Yamaha Amp sind i.d.R. gute Instrumente und der Klang (Tone) an sich auf deiner Aufnahme ist i.O.

Gruß
P.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

@Sir Adrian Fish war wohl etwas schneller 🙂
Dieselbe Vermutung.
 
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Die Gitarre klingt absolut nicht gestimmt.
Womit hast du sie gestimmt und auf welche Töne?
Was du noch bedenken musst, die Saiten verstimmen sich recht schnell wenn sie neu sind. Vorsichtig dehnen und immer wieder nachstimmen... schau dir dazu Tutorials an.

Zur Gitarre, die Pacifica sind ganz brauchbare Gitarren. Wenn hier etwas nicht passen sollte, dann höchstens punktuell.
Der Amp klingt auch ganz brauchbar.
 
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Die Gitarre ist gestimmt und klingt trotzdem ABSOLUT fürchtbar
Der zweiten Aussage stimme ich zu, der ersten nicht 🙂 Vor allem die Akkorde klingen sehr schief, aber auch die Melodiestimme ist leicht daneben.

Es kann mehrere Ursachen dafür geben:
Falls die Leersaiten tatsächlich stimmen, kann es gut sein, dass die Sattelkerben nicht tief genug gefeilt sind, dann bekommst du beim Greifen Verstimmungen in den ersten Bünden. Das würde ich einem Gitarrenbauer zeigen.
Falls die Oktavreinheit nicht richtig eingestellt ist, hättest du Verstimmungen in den oberen Bünden. Das kannst du selber beheben.

Und vielleicht übst du auch zuviel Kraft beim Greifen aus. Das ist dann reine Übungssache.

Der Verstärker spielt erst einmal keine Rolle dabei. Abgesehen von der Verstimmung ist der eigentliche Sound ok, finde ich.

Und "Akustik" schreibt man nicht mit Doppel-k 😉
 
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Die Gitarre ist verstimmt: +1
Ist es: 1. schlechte Spieltechnik von mir
Ja auch.

2. liegt es an der Gitarre? Sie hat nur 250 Euro gekostet (Yamaha Pacifica)
Nein, die ist schon nicht schlecht.

3. der Verstärker taugt nichts? (Yamaha, 300 Euro). Oder noch etwas anderes? Ich würde mich über jeden hinweis freuen, danke!
Daran liegt's auch nicht. Ist halt clean und trocken. Aber auch das klingt mit einer gut gestimmten Pacifica ganz ordentlich.🙂
 
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  • #8
Danke für eure Hinweise. Ich werde ab jetzt die Stimmung der Saiten immer extra überprüfen.
 
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  • #10
Danke für eure Hinweise. Ich werde ab jetzt die Stimmung der Saiten immer extra überprüfen.
Die Investition in ein gutes Stimmgerät lohnt sich. Irgendwann hat man's auch "im Ohr", wenn was nicht stimmt.
Wenn trotz (annähernd) perfekter Stimmung immer noch alles krumm ist, dann würde ich wie Andere auch die Spieltechnik verdächtigen (zu viel Druck), was aber mit der Einstellung der Gitarre zusammenhängen kann (hohe Saitenlage --> viel Druck erforderlich --> zu fest drücken).
 
  • #11
Ich würde als die Hauptproblemquellen verorten:

1) Die Gitarre ist nicht oktavreinheit eingestellt.
2) Beim Greifen wird zu viel Kraft aufgewendet oder die Seiten werden seitlich verzogen, was beides die Tonhöhe stark beeinflussen kann.
3) Die Saiten sind tatsächlich neu und/oder wurden noch nie mit Gefühl gedehnt und dann nachgestimmt.
4) Die Sattelkerben sind nicht ordentlich gefeilt bzw. nicht passend für die verwendeten Saiten und diese klemmen dort, wodurch die Saiten beim Stimmen nicht gut "flutschen".
5) Das Stimmgerät ist Mist oder beim Stimmen werden Fehler gemacht (z. B. von "zu hoch runterstimmen" statt immer erstmal unter die Ziel-Tonhöhe zu gehen, um sich dann von unten wieder anzunähern etc...)
 
  • #12
Ich werde ab jetzt die Stimmung der Saiten immer extra überprüfen.
Offensichtlich hast Du ja schon gehört, dass sie nicht stimmen (bzw dass "etwas" nicht stimmt) - das ist erstmal ein gutes Zeichen!

Ich würde Dir auch ein Stimmgerät empfehlen. Die kosten nur ein paar Euro.
Klar lohnt es sich, nach Gehör stimmen zu lernen. Aber selbst Profis stimmen oft mit Gerät, weil es einfach schneller und einfacher geht.

Am Verstärker liegt sowas nicht.
An der Spieltechnik kann man natürlich immer arbeiten, aber das würde ich jetzt nicht als Grund für die schiefen Töne sehen.

Vielleicht können die Kollegen hier ein Stimmgerät empfehlen? Ich bin ja auf der Gitarre nur lagerfeuermäßig fit und habe so einen Clip Tuner für fünf Euro, der reicht für meine Zwecke.
 
  • #13
So ein Clip-Tuner ist schon eine praktische Sache. Ich habe mehrere ausprobiert und würde diesen hier empfehlen. Ist nicht der billigste, aber sehr gut für mein Empfinden:

tc electronic UniTune Clip Tuner Noir


Den habe ich selbst auch und habe mir nur für sowas wie Referenz-Kammerton-Kalibrierung auf 432 Hz (und weil ich das entsprechende Peterson-Pedal so genial finde) noch den schenken lassen:

Peterson StroboClip HDC


(Habe aber die Version mit Batterie...)

Natürlich gehen auch wesentlich günstigere, wie z. B. sowas hier:

 
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  • #14
Selbstverständlich benutze ich Stimmgeräte und stimme die Gitarre vor jedem Spielen! Ich habe sogar zwei, ein von Korg und ein von Boss.
 
  • #15
Hat die Gitarre vielleicht ein schwebend eingestelltes Vibratosystem? Und falls ja, stimmst du dann auch alle Saiten mehrmals hintereinander durch?
 
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  • #16
Also wenn die Gitarre richtig gestimmt ist und das dann so klingt wie oben, dann ist was faul.
Spiel doch mal nur die leeren Saiten durch und dann das Beispiel von oben, geht das?
 
  • #17
Also ich hätte zwei Lösungsvorschläge:

1.: Eine Stunde bei einem fähigen Gitarrenlehrer der auch das Instrument beurteilen kann, oder...

2.: Eine Stunde bei einem guten Gitarrenbauer der Dir ein ordentliches setup macht, Dich dabei zusehen lässt und erklärt was er tut...

*
 
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  • #18
Hi,

die Akkorde klingen jetzt mMn gar nicht mal so schräg. Rhythmisch natürlich verbesserungsfähig, aber man müsste das auch mal ohne die Leadgitarre hören. Eine richtig verstimmte Klampfe klingt für mich jedenfalls anders.

Bei der Leadgitarre höre ich tatsächlich in erster Linie Übungsbedarf; ich glaube nicht, dass das Instrument bei der Aufnahme verstimmt gewesen sein muss. Eine Gitarre ist halt kein Klavier, das auf Knopfdruck den richtigen Ton erzeugt, sondern die Intonation bzw. die Koordination Gehör/Fingerdruck muss man sich erst mal aneignen. Und da liegt mMn das Problem, zuviel Druck auf die Saite oder (und das ist mir am Anfang auch gerne mal passiert) die Saite wird ein bisschen schräg gegriffen und produziert seitlich ein unabsichtliches Bending. Und die tatsächlich enthlatenen Bends sind halt auch noch nicht so zielsicher.

@slawekczaja: Ich weiß nicht, wie lange Du spielst, aber das ist wirklich eine Sache der Übung. Und damit meine ich gar nicht mal in ein erster Linie Fingerfertigkeit, sondern vor allem das Gehörtraining, das viele vernachlässigen. Die Gitarre ist ein durchaus nicht vollkommenes Instrument, das ist aber auch der Reiz dran und ermöglicht viel individuellen Ausdruck - dazu gehört aber auch, dass die Tonbildung nicht ganz so simpel ist. Das richtige Maß an Druck und (anders als bei Keyboards) die Abstimmung von Greifhand und Anschlagshand lernt man nicht von jetzt auf nachher. Der eine Weg ist, einfach mal zu spielen und zu üben, und mit der Zeit kommt das meistens von ganz alleine. Aber wenn man sich es mal bewusst macht und darauf beim Üben besonders achtet, kann man diesen Vorgang oft beschleunigen. Musikalisch bringt es einen meistens weiter, erstmal saubere, schöne Töne zu erzeugen, bevor man sich an die Originalgeschwindigkeit rantastet. Wird schon!

Gruß, bagotrix
 
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  • #19
Wenn du dann ein Stimmgerät hast, kannst du auch, nachdem die Gitarre damit gestimmt wurde, andere Töne auf dem Griffbrett testen. Gerade auch den 12ten Bund solltest du überprüfen, weil der ja dann einen Oktave zur Leerseite ist. Aber auch wenn du deine Finger irgendwo absetzt, auch dort kann dir das Stimmgerät zeigen, ob du zu sehr drückst, oder ob ein anderes Problem vorliegt.
 
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  • #20
Oh man, er hat doch ein Stimmgerät. Lest doch erstmal was er schreibt oder was andere schreiben. Dann sparen wir uns doppelte Antworten (oder 5fach gleiche Antworten)
Selbstverständlich benutze ich Stimmgeräte und stimme die Gitarre vor jedem Spielen! Ich habe sogar zwei, ein von Korg und ein von Boss.
 
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