Hi,
die Akkorde klingen jetzt mMn gar nicht mal so schräg. Rhythmisch natürlich verbesserungsfähig, aber man müsste das auch mal ohne die Leadgitarre hören. Eine richtig verstimmte Klampfe klingt für mich jedenfalls anders.
Bei der Leadgitarre höre ich tatsächlich in erster Linie Übungsbedarf; ich glaube nicht, dass das Instrument bei der Aufnahme verstimmt gewesen sein muss. Eine Gitarre ist halt kein Klavier, das auf Knopfdruck den richtigen Ton erzeugt, sondern die Intonation bzw. die Koordination Gehör/Fingerdruck muss man sich erst mal aneignen. Und da liegt mMn das Problem, zuviel Druck auf die Saite oder (und das ist mir am Anfang auch gerne mal passiert) die Saite wird ein bisschen schräg gegriffen und produziert seitlich ein unabsichtliches Bending. Und die tatsächlich enthlatenen Bends sind halt auch noch nicht so zielsicher.
@slawekczaja: Ich weiß nicht, wie lange Du spielst, aber das ist wirklich eine Sache der Übung. Und damit meine ich gar nicht mal in ein erster Linie Fingerfertigkeit, sondern vor allem das Gehörtraining, das viele vernachlässigen. Die Gitarre ist ein durchaus nicht vollkommenes Instrument, das ist aber auch der Reiz dran und ermöglicht viel individuellen Ausdruck - dazu gehört aber auch, dass die Tonbildung nicht ganz so simpel ist. Das richtige Maß an Druck und (anders als bei Keyboards) die Abstimmung von Greifhand und Anschlagshand lernt man nicht von jetzt auf nachher. Der eine Weg ist, einfach mal zu spielen und zu üben, und mit der Zeit kommt das meistens von ganz alleine. Aber wenn man sich es mal bewusst macht und darauf beim Üben besonders achtet, kann man diesen Vorgang oft beschleunigen. Musikalisch bringt es einen meistens weiter, erstmal saubere, schöne Töne zu erzeugen, bevor man sich an die Originalgeschwindigkeit rantastet. Wird schon!
Gruß, bagotrix