Theoriewissen will korrigiert werden ;)

von Arvir, 19.09.05.

  1. Arvir

    Arvir Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.09.05   #1
    So ich habe gestern :) angefangen mir etwas zum Thema Theorie durchzulesen, einzig und allein der Improvisation wegen.
    Nun würde mich mal interessieren in wie weit es Fehlerhaft ist ob ich mich nicht grundsätzlich vertan habe bzw.
    in wie weit ich etwas vergessen habe ( das ich etwas vergessen haben werde ist mir klar, aber es geht ja wie gesagt um die Grundlagen).

    Also :
    Ich habe einen Backingtrack der steht in C-Dur.
    Ich habe dann die Töne der C-Dur Tonleiter
    C-D-E-F-G-A-H-C
    Ich kann nun darüber spielen in :
    C-Dur ( = C-Ionisch?)
    D-Dorisch
    E-Phrygisch
    usw.
    die 6te Stufe also ist das A-Aeolisch=a-moll(???) ich kann
    also auch in A-Moll darüber spielen
    dann kommen auch noch die Pentas dazu :
    Eben die
    C-Dur Penta
    und die A-Moll Penta.

    Analog zu jedem anderen Stück in X-Dur
    verschiebt sich das ganze einfach. Das System mit den Kirchentonleitern bleibt aber gleich ( also Grundton-ionisch, nächster Ton-Dorisch)? Ebenso das mit der parallenen Molltonart als 6te Stufe?

    In der Praxis heißt das : Ich lerne die Dur-Skala
    die Moll-Skala
    + die Moll/Dur Penta + die Skalen der Kirchentonleitern
    und kann dann durch verschieben der Pattern auf den jeweiligen Grundton bei C-Dur eben das C, wenn ich in Dorisch spielen will aufs D, fröhlich drüber spielen?
     
  2. spa

    spa Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.09.05   #2
    Also von dem Ionisch und dorisch und wie sie alle heißen hab ich auch keine Ahnung, aber Am steht schon in der gleichen Tonleiter wie C...weil der Am Akkord nur Töne aus der C Dur Tonleiter enthält, könnte man da beide zu spielen
     
  3. thomas.h

    thomas.h Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.09.05   #3
    Der Fehler oder das Problem dabei ist nur: Ob du C-Dur oder A-äolisch Moll spielst, ist von den Tönen her egal, die gleichen Töne. Da kannst du über den C-Dur Begleitakkord stundenlang AMoll spielen, es wird C-Dur bleiben;)

    Wenn du alleine spielst, kannst du mit dem Anfangston zB den Klang entscheiden, wenn allerdings ein C-Dur-Backing läuft, prägt das C-Dur und die gleichen Töne sind dann einfach kein A-Moll, sondern C-Dur. Wenn du hingegen einen A-Moll Akkord im Hintergrund hast, prägt der dir zu A-Moll, auch wenn du C-Dur spielst.
     
  4. pannenchrischi

    pannenchrischi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.09.05   #4
    Am ist ja auch die Parallele zu C.
    Die Kirchentonarten kannste ja alle drüber spielen, weil die ja nur aus den Tönen der C Tonleiter bestehen, nur mit dem jeweils nächsten Ton anfangen.
    Wenn du die Krichentonarten in ner Anderen Tonart spielen willst, brauchste die ja nur entsprechend verschieben, solange die Halbtonschritte an den richtigen stellen sind.
     
  5. Arvir

    Arvir Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.09.05   #5
    Ok. Also
    Zusammengefasst :
    C-Dur ( = C-ionisch) und A-Aeloisch sind nicht nur parrallel sondern quasi daselbe solange man über ein paar Akkorde bzw. alleine spielt
    wenn ein C-Dur Backing läuft : C-Dur oder Kirchentonarten
    Wenn ein A-Moll Backing läuft : A-moll oder hm?
    Was bietet sich denn dann für moll an?
    Wie läuft das mit den Kirchentonarten über Moll?
    Nach meiner Theorie hätt ich bei einem zb- Amoll track einfach auf C-Dur zurückgerechnet und dann über die Kirchentonarten der C-Dur Tonleiter gespielt. Geht das?
     
  6. thomas.h

    thomas.h Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.09.05   #6
    Du denkst zu kompliziert, wenn wir mal von Melodisch und Harmonisch Moll absehen (bzw. allen anderen Tonleitern), dann sind alles Kirchentonleitern. Sowohl Dur, als auch Moll. Immer das gleiche Tonabstandschema, nur verschoben. Da gibts keine Unterscheidung (ok, man kann die Leitern natürlich einteilen) mehr ob Dur oder Moll, das Prinzip ist das selbe.
    Lies dir bei www.justchords.com den Artikel dazu durch, der ist gut.
     
  7. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 19.09.05   #7
    Kann man pauschal so nicht sagen. Das hängt vom Songcharakter ab und den Folgeakkorden.

    2 einfache Beispiele:

    Zu Hänschenklein (C F G) spielt man in C-Dur.

    Zu bluesig-rockigem (C F G) oft Moll(!)-Penta bzw. Blues-Skala

    Guckst Du hier:

    https://www.musiker-board.de/vb/showthread.php?t=80040&page=2&pp=10
     
  8. Arvir

    Arvir Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.09.05   #8
    Hier sind wir aber schon wieder in der sehr praktischen Anwendung. Es geht mir um die blose Theorie, was kann ich theoretisch dazu spielen wenn ich mich an die Regeln halte.
    Das manchmal ne bluesige Penta besser passt ist klar.
    Ich nehme jetz einfach mal mangels grober Wiedersprüche an dass das was ich oben gespostet habe, mit Pims Ergänzungen passt. Kann man das so sagen?
     
  9. Arvir

    Arvir Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.09.05   #9
    Stimmt das. Ja/Nein, weil....
    Der Link Hans_3 verwirrt mich eher...
     
  10. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 19.09.05   #10
    Nochmal: Es hängt von den Akkorden des Tracks ab. Wenn da z.B. keine Moll-Akord drin ist, hast Du auch nicht die Möglichkeit, dorisch zu spielen.

    Über Akkord C-Dur die C-Dur-Leiter beim Ton D zu beginnen ist eben nicht dorisch, sondern immer noch C-Dur.
     
  11. Arvir

    Arvir Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.09.05   #11
    Ah Warum?
    Ich dachte aeolisch wäre die Mollleiter.

    Ich hätte es einfach so gemacht :
    Ein Stück steht in C-Dur
    Ich spiele D-Dorisch drüber, dazu habe ich mein Pattern aus dieser Kirchentonart die ich so verschiebe dass der Grundton eben das D ist.

    Wenn man zwischen den Tonarten/Skalen hin und her springen muss je nach gespieltem Akkord : Hm wieviele Jahre dauert es denn dann bis man mal ein Solo zusammen hat?
     
  12. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 19.09.05   #12
    Das ist im Jazz üblich. Im Rock weniger.

    Lies bitte nochmal in Ruhe meinen Link. ;) Um mit den Tönen der C-Dur Leiter dorisch zu klingen, braucht's einen d-moll-Akkord dazu. Zu einem C-Dur-Akkord kann man nun mal kein dorisch spielen, weil C-Dur-Töne (C D E F G A H C) über C-Dur-Akkord eben immer Dur sind und bleiben - egal in welcher Reihenfolge Du die spielst. Du erhältst dann zwar andere Melodien aber keine(n) andere Kirchentonart/Modus.
     
  13. Arvir

    Arvir Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.09.05   #13
    Aha nun gut. Ist mir zwar nicht wirklich klar aber ok.

    Es geht mir im übrigends auschließlich um Rock/Metalsoli, wobei ich dachte dass ich da mit meinen hm nennen wir es mal Vermutungen doch ans Skalenlernen gehen könnte.

    Edit :
    Auß deinem Link
    Schön und gut aber eigentlich geht es mir nicht darum was über welchem Akkord dieses und jenes ist, sondern darum über nem Backingtrack,Metalriff,Rocksong ein Solo zu spielen und dabei auf Skalen zurückzugreifen.
    Dann z.b. die Pentatonik gleich am Anfang überall empfohlen wird kann ich mir nicht vorstellen das das ganze so kompliziert ist.
     
  14. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 19.09.05   #14
    Dann poste doch endlich Mal die Akkorde von dem Backing-Track, damit wir konkret werden können.
     
  15. Arvir

    Arvir Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.09.05   #15
    Ah, ich spring gleich aus dem Fenster :rolleyes:

    Es geht mir doch um die Theorie, ein System das es mit ermöglicht mit Hilfe von Pattern Soli zu spielen und dabei die Gewissheit zu haben dass die Töne auch alle irgendwie passen.
    Es gibt keinen konkreten Backingtrack. Und es würde mir auch nichts bringen wenn jemand schreibt über Track XY kannst du A B oder C spielen...
     
  16. wonder1908

    wonder1908 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 19.09.05   #16

    Du hast ein Stück in C-Dur

    C Dur
    d moll
    e moll
    F Dur
    G Dur
    a moll
    h moll halb vermindert

    Wenn ich bei dem Akkord C Dur anfange, würd ich erstmal die Akkordtöne bevorzugen C E G H.
    Die Avoidnote F bitte meiden das sie mit der Terz E ein b2 Intervall bildet (sehr dissonant).
    Die restlichen noten kannst Du als Tensions einsetzen ( D A )

    Das geleiche machst Du jetzt bei d moll.
    D F A C Akkordtöne
    E G H als Tensions.

    Avoidnotes liegen in der Regel einen halben Ton über einem Akkordtone.
    Diese Töne sind nicht verboten, ich würd sie aber vermeiden, oder gezielt einsetzen.

    Ich hoff ich hab Dir ein wenig geholfen.

    Achja...

    Sehr von vorteil ist auch wenn Du auf die 1 einen Akkordton spielst.

    Grüße
    Wonder
     
  17. Arvir

    Arvir Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.09.05   #17
    Ihr meint es ja alle sehr gut und ich bin mir sicher dass man mit dem richtigen Hintergrundwissen aus all den Infos was gutes zaubern kann, aber irgendwie :rolleyes:

    Ich hab zb. gerade in den hohen Lagen aus dem Stehgreif nicht parat wo C, E oder sonstwas liegt ;)

    Ich will nochmal versuchen es anders zu erklären : Ich habe von Musiktheorie keinen Schimmer und würde gerne wissen wie ich mit Hilfe von Pattern über Stücke improvisiere.
    Da es wie gesagt auch spieltechnisch absolute Anfänger gibt denen man sagt "lern die Pentapatterns , verschieb sie so dass du den richtigen Grundton hast und probier aus", kann ich mir nicht vorstellen dass Sachen wie Tensionnotes und wildes Gehüpfe zwischen Skalen passend zum Akkord für mich bereits realisierbar ist bzw. überhaupt nötig.
     
  18. Stringgod

    Stringgod HCA Gitarre HCA

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    Erstellt: 19.09.05   #18
    Das ist im Prinzip alles sehr einfach, wenn man es erstmal verstanden hat.

    Nehmen wir mal an, du spielst ein Solo über einen C-Dur Akkord (oder eine Akkordfolge in C-Dur, zb C-F-G-C), dann kannst du, wie der Name schon sagt, die C-Dur Tonleiter spielen. Für diese C-Dur Tonleiter gibt es verschiedene Pattern, die über's Griffbrett verteilt sind. Mehr nicht. Nichts mit Kirchentonleitern, kein Dorisch etc. . Einfach nur C-Dur.

    Beschäftige dich erst mit Dorisch, Mixo, Lydisch etc. , wenn du in der Lage bist mit der normalen C-Dur Tonleiter, bzw. der Amoll Tonleiter zu improvisieren.

    Hast du ein Stück in Amoll, zB Am-Dm-Em-Am oder die meisten Metalstücke, dann spielst du die Amoll Tonleiter. Kein Dorisch etc. , nur die Pattern der Amoll Tonleiter.

    Je nachdem, wie man's auslegt gibt es 5 Pattern für Dur und Moll. Spielt man 3 Noten Pro Saite Pattern, dann gibt's sieben.

    Nochmal zu den Modes:

    Es gibt 3 Dur Modes, das sind: Ionisch (normales Dur), Mixolydisch und Lydisch. Alle drei Tonleitern kann man über einen Dur Akkord spielen.
    Und es gibt 3 Moll Modes, das sind: Aeolisch (natürlich Moll), Dorisch und Phrygisch. Alle 3 kann man über einen Mollakkord spielen.

    Gibt es allerdings mehrere Dur oder Mollakkorde, was ja schonmal vorkommt :), dann muss man, wenn es denn schön klingen soll, sich mit der Theorie auskennen, um zu erkennen welchen Moll/Dur Mode ich über den jeweiligen Moll/Dur Akkord spielen kann.

    Das musss man aber nicht können. Im Rock/Metalbereich reicht es völlig aus in Moll (Dur) Tonleitern oder Pentatonik zu denken. Lass den Modes Quatsch erstmal weg.
     
  19. Arvir

    Arvir Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.09.05   #19
    Danke Stringgod du bist für heute mein Held :D
    Also :
    Pattern Dur/Moll lernen, dann passend zum Stück an die richtige Stelle auf dem Griffbrett schieben, spielen. Gut

    Jetzt check ich auch was Hans_3 mit seinem dorisch meinte :)
     
  20. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 19.09.05   #20
    Warum nicht gleich so;) Dafür, dass da nun eine einfache, verständlich Frage rausgekommen ist, haste den Thread aber relativ kompliziert und missverständlich angefangen :D ;) inklusive des Titels "Theoriewissen korrigieren" :p
     
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