Klangeinbuße/Gefahr bei Benutzung eines Gitarrenamps mit einem E-Bass?

von HornkleeTV, 16.04.12.

  1. HornkleeTV

    HornkleeTV Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.04.12   #1
    Tach Leutz!
    Ich hab mal ne Frage:
    Es ist ja nun so, dass man Bass aus Rücksicht auf die Speaker nicht über einen
    Gitarrenkombo spielen sollte (hohe Pegel des Basses).
    Soviel hab ich nun durch Recherche nun herausgefunden.
    Was aber den Verstärker betrifft, bin ich leider nicht draus schlau geworden.
    Meine Frage lautet also:

    Kann man E-Bass GEFAHRLOS über einen Gitarrenamp und Bassbox spielen?
    Gibt es klangliche Einbußen?
    Kann der Amp zum geschädigt werden?

    PS: Ich wollte sowieso noch wegen Pegeln mir einen Kompressor/Limiter zulegen,
    also wäre dieser in der Signalkette noch vor dem Amp.

    Danke im Voraus,
    Hornklee
     
  2. Cadfael

    Cadfael HCA Bass Hintergrundwissen HCA HFU

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    Erstellt: 16.04.12   #2
    Hallo Hornklee,

    GEFAHRLOS kann nicht mal ein Bass über einen Bassverstärker an Bassboxen betrieben werden.
    Es gibt immer eine Möglichkeit, die Lautsprecher kaputt zu kriegen (und je nach Art der Lautsprecherbeschädigung als Folge auch den Verstärker).

    Gehen wir aber von "vernünftigem Bassspiel" über einen Gitarrenverstärker mit Bassbox aus, dann kann das klappen.
    Es kommt natürlich auf den Gitarrenverstärker an - und Overdrive kann einen Hochtöner töten (klingt aber auch oft schlimm) ...

    Ein 50 Watt Transistorverstärker wird vermutlich nicht ausreichen - und es gibt auch Gitarrenverstärker, die von sich aus die Bässe abschneiden. Es heißt also ausprobieren. Dabei einfach nicht das Hirn ausschalten ...

    Vielleicht gibst Du aber noch mehr Infos zum Gitarren-Topteil ...

    Gruß
    Andreas
     
  3. Punka

    Punka Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.04.12   #3
    Ich kenne manche Musiker, die (da sie auch Gitarre spielen) ihren Bass durch einen Fender Twin schicken, was durchaus als Notlösung (!) funktioniert. Das sollte aber nicht die Regel sein, mMn. ;)
     
  4. ThoxXx

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    Erstellt: 17.04.12   #4
    Ich spiele auch immer mal wieder Bass mit einem kleinen Gitarrentop über meine Bassbox. Funktioniert, abgesehen davon das mein Topteil nur sehr geringe Leistung hat und dadurch etwas der Druck verloren geht, ziemlich gut und bisher vollkommen problemlos.
    Hab dazu auch vor einiger Zeit ein Review geschrieben: https://www.musiker-board.de/reviews-bass/453460-amp-fame-studio-tube-15-head-genutzt-als-bassamp.html
    Dabei handelt es sich allerdings um ein Vollröhrentopteil - wie das mit Transistor aussieht weiß ich nicht, kann mir aber nicht vorstellen das es zu Schäden kommen sollte, allerdings auch nicht, dass das ordentlich klingt...
     
  5. HornkleeTV

    HornkleeTV Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.04.12   #5
  6. Cadfael

    Cadfael HCA Bass Hintergrundwissen HCA HFU

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    Erstellt: 17.04.12   #6
    Der Kustom hat 4 Ohm: http://www.kustom.com/Content/20102/KG100HFX_OM_15DEC2009_MM.pdf
    Blieben also an einer 8 Ohm Box ca. 66 Watt über ...

    Du wirst damit vermutlich Probleme bekommen, wenn Du in einer Band spielen willst ...
    Hier eine 115er Box mit 4 Ohm zum "Hau raus Preis": https://www.thomann.de/de/gallien_krueger_115mbe_2004.htm
    Da hättest Du zumindest die vollen 100 Watt. Kommt natürlich auch auf den Wirkungsgrad an. Aber mit 15 kg ist die 115er sogar ein Leichtgewicht .
    Box 90° drehen, dann passt das Top drauf ...

    Aber wie es klingt und wie laut es sein kann???
    Wird vermutlich niemand sagen können ...

    Gruß
    Andreas
     
  7. HornkleeTV

    HornkleeTV Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.04.12   #7
    Das ganze war eher für zu Hause gedacht,
    und auf die Idee kam ich nur, weil ich mal Ausstattung und Leistung
    von Gitarren- und Bassamps preislich mal verglichen habe.
    Musiker haben ja bekanntlich - und als Schüler erst recht -
    nie Geld, weswegen ich nach einer Möglichkeit in dieser Richtung gesucht habe.
     
  8. Cadfael

    Cadfael HCA Bass Hintergrundwissen HCA HFU

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    Erstellt: 17.04.12   #8
    Versuchen kannst Du es ...
    Für zuhause wird es eh laut genug sein.
    Kann sein, dass sogar eine Gitarre über die Bassbox klingt.
    Für diesen Preis kriegt man natürlich kein "Gold".

    Allerdings landest Du mit Boxenkabel auch bei 290 Euro ...
    Da würde ich eher den hier kaufen und versuchen, ob der Amp mit Verzerrer und Gitarre klingt: https://www.thomann.de/de/ashdown_t15250s.htm
    Ich habe das genau bei diesem Modell übrigens mal probiert, indem ich aus einem Roland CUBE-20X raus bin und in den normalen Ashdown Input. Das klang erstunlich gut!
    Mit einem Gitarren-Multi oder Preamp könnte dieser Verstärker also auch für Gitarre geeignet sein - und zwar sowohl bei Gitarre und Bass auf "Schülerband Lautstärke"!

    Leider hat der Amp keinen Kopfhöreranschluss. man muss ihn schon leise drehen.
    Aber das ist mMn eine bessere Wahl als das Kustom Top mit Box.

    Gruß
    Andreas
     
  9. HornkleeTV

    HornkleeTV Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.04.12   #9
    Ok. Dann habe ich zu dem nur eine Frage:
    Ich spiele über meinen Bass per Overdrive auch Gitarre, also brauche ich Höhen.
    Kann der 15-Zöller von diesem Combo die gut wiedergeben?
    Normalerweise stinken solche Membranen bei Höhen immer ziemlich ab...
     
  10. BassMan13

    BassMan13 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.04.12   #10
    Für Gitarre dürften die Höhen locker reichen. Laut Hersteller geht die Box bis 2kHz. Das ist jetzt nicht weltbewegend, allerdings glaube ich nicht, dass normale Gitarren-12er wesentlich höher gehen. Das ist ja bei Gitarren auch nicht immer erwünscht.

    P.S. ich kann das System Gitarre über Verzerrer in Bassamp nur unterstützen. Hab das selber mal probiert, und hat erstaunlich gut geklappt ;)
     
  11. Cadfael

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    Erstellt: 17.04.12   #11
    Das muss man leider ausprobieren ...
    Aber bei meinem Test hatte der Ashdown genug Höhen (und auch warme Mitten) für einen guten Gitarrensound.
    Eigentlich sind weniger die Höhen das Problem. Oft wirkt die Gitarre in den Mitten zu dünn, da Bassverstärker meist neutraler sind als Gitarrenverstärker /-boxen, die den Sound doch sehr verbiegen. Da heißt es, mit den vier Klangreglern zu experimentieren.

    Kann durchaus sein, dass der gute Klang am CUBE lag, der ja eine Art Boxensimulation hat ...
    Eine 210er Bassbox wird aber nicht besser für Gitarre geeignet sein als eine 115er Bassbox.

    Es gibt übrigens auch berühmte Gitarrenverstärker mit 15" Lautsprecher. Fender hat sowas in den 1960er Jahren gebaut. Das waren dann allerdings ganz andere Gehäusekonstruktionen (hinen halb offen) ...

    Gruß
    Andreas
     
  12. HornkleeTV

    HornkleeTV Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.04.12   #12
    OK, danke für die Antworten, auch wenn da etwas missverstanden wurde.
    Ich spiele schon Bass, aber ich nutze ihn AUCH wie eine Gitarre,
    sprich Akkorde und Verzerrung. Kann ich nur sehr empfehlen,
    macht zwar manchen Rhythmusgitarristen arbeitslos, aber was solls...
     
  13. Million

    Million Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.11.12   #13
    Generell:
    https://www.youtube.com/watch?v=vEZ75psHMjo
    Achtet mal auf den Anfang: Der Bassist spielt einen Rectifier.
    Ein brauchbares Bild von der Box hat man bei 0:13.
    Ich mag mich irren, aber das sieht nach keiner Bassbox aus die Mesa im Programm hat, es steht aber eindeutig Mesa drauf -> ich bin mir zu 90% sicher, dass das die Rectifier 412 Gitarrenbox ist.
    Das ist kein Einzelfall, ich kenne einige Bassisten, die gerne mal einen Gitarrenstack nehmen, weil die Dinger einfach ziemlich geil zerren.


    Wichtig ist jedoch: Man sollte jedoch weit weit weg von der Maximalen Lautstärke bleiben!
    Die tiefen Töne brauchen viel mehr Energie, ein harter Anschlag auf der tiefen E Seite kann die Box schonmal an ihr Limit fahren, auch wenn noch nicht soo viel Pegel rauskommt.


    Normale Gitarren Boxen gehen so bis ~6kHz - 8Khz, je nach Hersteller


    Ganz wichtig: Ein zu lauter Ton reicht und die Schwingspule ist verbogen, und die Box damit kaputt!
    Von ausprobieren würde ich abraten.

    Wenn der Amp dir aufgedreht mit einer Gitarre bescheuert laut vorkommt kann es eventuell reichen mit dem Bass auf moderater Lautstärke zu spielen.



    Zu dem Thema die Box schneidet ja die höhen von der Zerre ab:
    Was macht die Box aus Energie, die sich nicht in Schwingungen verwandeln kann?
    Richtig, Wärme.
    Wenn die Box bei 2kHz dicht macht hast du viel Energie, aus der nur Wärme werden kann.
    Da auf jeden Fall ein Auge drauf haben, dass das Ding nicht heiss wird!
     
  14. Bass_Zicke

    Bass_Zicke Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.11.12   #14
    Vielleicht taugt das heutige Zeugs auch nix mehr :gruebel:

    Ich hab damals ( 1979 ) meinen Musicman Sting Ray über einen 120er Orange Amp mit 4x12 Orange Box gespielt . Das Ding hat geknurrt bis zum Gehtnichtmehr , ist aber nicht kaputt gegangen .

    Die Box hatte noch die 4 x 30 Watt Celestion Speaker .... also nicht die spätere Version mit 4 x 80 Watt Celestion .

    Zum Üben ( Bass ) nehm ich jetzt auch noch oft ein HH Micro Lead Topteil ( Umbau ) mit 2 x 10 HH Box ( ebenfalls Umbau ) .

    [​IMG]

    ... man hört doch , wenns Zeugs am Ende ist ;)
     
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