Klangunterschiede bei PRS-Modellen

von wogawi, 28.01.07.

  1. wogawi

    wogawi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.01.07   #1
    Heyho,
    gleich vorne weg für alle, die mir den klugen ratschlag "geh anspielen" an den kopf werfen würden: ich frage überwiegend aus interesse, nicht unbedingt, weil ich mir eine kaufen möchte ... und drum würde mich mein händler schief anschauen, wenn ich seine ganze PRS-Palette durchprobieren möchte :D

    Wer von euch kennt sich aus und kann mir die klanglichen Unterschiede zwischen den einzelnen Modellen erklären?

    Besonders würde mich der Unterschied zwischen Custom 22 / Custom 24 / McCarty und McCarty Hollowbody interessieren. :)

    Sind PRS-Gitarren Allrounder (man vergleiche santana, mike einziger von incubus und diverse heavy heavy heavy musiker ;) ) oder doch eher spezifisch in einer bestimmten Richtung zu Hause?

    ...immer wenn ich eine PRS sehe, dann schmachte ich dahin: diese wundervollen birdinlays sind einfach porno und so wahnsinnstolle decken sieht man auch selten!! :p :o

    also helft mir, damit ich weiter träumen kann :D
     
  2. Lightmanager

    Lightmanager Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.01.07   #2
    Aaaalso...ich kann Dir mal zu den Modellen berichten, die ich schon bessesen oder gespielt habe:

    Classic Electric (CE): Runder Klang, direkte, knackige Ansprache, Sound mit gesundem Höhenspektrum durch den geschraubten Ahornhals. Durch die 5-Weg-Schaltung ganz klar als Allround-Gitarre ausgelegt. Pickups mit ordentlichem Outout, die sich aber durch die Potis problemlos zähmen lassen.

    Custom: Klingt im Vergleich zur CE wärmer und voller, hauptsächlich bedingt durch die Halskonstruktion (geleimter Mahagoni-Hals). Die Custom ist für mich der ganz klare Allrounder im PRS-Sortiment, da sie nicht nur fette, Les Paul ähnliche Sounds, sondern auch stratmäßiges in den Zwischenstellungen zu Tage fördert. Klar, gibt sie auch ein ordentliches Brett ab, nicht umsonst ist die Custom bei der Nu-Metal Fraktion so beliebt. Alles in allem hat die Custom jedoch ihren ganz eigenen Charakter, man kann sie nicht in eine Schublade stecken und das ist das, was ich persönlich klasse finde.

    McCarty: Zielt für mich ganz klar in Richtung Les Paul - schon allein der dickere Mahagonikorpus. Die Dreiwegeschaltung schränkt sie soundmäßig meiner Meinung nach etwas ein. Ist zwar ein schönes Instrument - aber wenn ich den Sound haben will greif ich dann doch lieber zur Paula.

    McCarty Hollowbody:Geht in Richtung Gibson-Semiaccoustic - schöner, runder, weicher, etwas bauchiger Sound. Für cleane und leicht angezerrte Sounds super. Im Hi-Gain-Bereich bedingt durch die Konstruktion etwas Feedbackanfällig.

    Swamp Ash Special (SAS): Knackiger, kompakter Sound - sehr direkt in der Ansprache. Für mein Dafürhalten klingt sie etwas hart und knallig.

    Ich hoffe, einigermaßen Licht ins Dunkel gebracht zu haben.
     
  3. Switchblade

    Switchblade Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.01.07   #3
    Anmerkung zur McCarty: Die Pickups sind splitbar, also stehen somit 6 Sound zur Verfügung * Klugscheissmodus off * :-)
     
  4. Lightmanager

    Lightmanager Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.01.07   #4
    OK, einigen wir uns auf 6 Sounds, die alle in Richtung Paula klingen :D
     
  5. Switchblade

    Switchblade Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.01.07   #5
    Rischtisch :D
     
  6. wogawi

    wogawi Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.01.07   #6
    wow! danke schön!! genau sowas wollte ich wissen :) :great:
    wenn hier trotzdem noch jmd. was ergänzen will, dann aber nur zu!
     
  7. Morloc

    Morloc Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.01.07   #7
    Dies gilt ganz besonders für die alten CE´s -da ist der Unterschied noch extremer als heute, da diese einen Erlenbody hatten!

    LG, Fish
     
  8. Ed

    Ed Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 29.01.07   #8
    Die SAS kann sehr strattig klingen. Ich hab' meine gemodded; die HBs raus (alle drei), am Steg einen P90, Mitte Al2 Blues, Neck Vin - alle von Häussel, auch wenn das jetzt etwas polarisiert. Mir waren die original-PUs einfach zu viele Steroiden. Es ist sicherlich eine etwas untypische PRS (bis auf das Aussehen) aber bisher die vielseitigste Gitarre, die ich in den Händen hätte. Das tolle ist, dass es nicht wirklich Kompromisse sind, die man eingeht. Die Strat-Zwischensounds klingen besser oder mindestens genausogut wie meine Fender Deluxe oder G&L Legacy. Die reinen HB-Sounds bzw. P90-Sounds könnten auch von einer Paula kommen bzw. sind unheimlich fett und zugleich sehr transparent. Wie alte Paulas, etwas nasal und mit ausgeprägten Höhen. Die Zwischenstellung ist wunderbar perlig und funky. Wie gesagt, alles Sounds sind absolut hochwertig und keine Phantasie-Eingebungen. Sie machen richtig Spaß. Die Original-Bestückung ist dagegen nicht mein Fall. Gebraucht gehen sie schon mal unter 1000€ und mein absoluter Tip. Der Hals hat eine ausgeprägtes V-Shaping. Ich hätte lieber die Stoptail-Version, da ich das Tremolo nie benutze. Am Sustain mangelt es aber dennoch nicht. Man merkt es viell.: Ich glaube nicht, dass ich nochmal die Gitarre wechseln werde... :D :great:

    Grüße,
    /Ed
     
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