Klavier Schlaghammer locker

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Nosti

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Hallo alle zusammen, bevor ich mein Problem schildere noch eine kurze Vorgeschichte...

ich spiele seit Anfang meiner musiklaischen Ausbildung auf einem Klavier das wir sehr günstig von der Musikschule erstanden haben. Vorher gehörte es einer Bekannten, nachdem die Frau verstorben ist wollte niemand das Klavier haben und wir haben es für 100 DM von der Musikschule bekommen. Jetz werden einige sicherlich denken "oh Gott was denn das für einen Schüssel" aber ist halt so. :) Ich werde heut abend mal genauere Angaben und ein paar Bilder zum Klavier machen. Eins weis ich aber schon, das gute Stück ist mindestens 80 Jahre alt.

Das Instrument hat schon bisschen gelitten, bei der Renovierung der Wohnung wurde es von der alten Dame nicht abgedeckt und die Handwerker standen wohl auch mal drauf, anders kann ich mir den Abdruck vom Kronkorken und der Schuhe nicht erklären. Alles in allem ist der äußere Zustand nicht wirklich schön aber es ist halt mein Klavier.

Bis vor kurzem hat auch alles tadellos funktioniert. Jetz hab ich das Problem das der Schlaghammer beim "h" nichtmehr richtig fest ist und dann die nebenliegende Saite mit erwischt. Das ganze endet dann in einem dumpen Ton oder in einem Klirren. Kann man da irgendetwas gegen unternehmen? Eventuell eine Möglichkeit den Schlaghammer wieder zu fixieren.
Eine richtige Reperatur ist wirschaftlich gesehn wohl nicht sinnvoll, aber es hat halt einen großen persönlichen Wert für mich.

Grüße
 
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Nosti

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Hallo nochmal,

ich hab es leider erst gestern geschafft Fotos zu machen. Ist auch nur mit dem Handy fotographiert, aber ich hab mir Mühe gegeben das halbwegs anständige Bilder bei rauskommen.
Kann jmd. vielleicht noch etwas zu dem Hersteller sagen?
Mein Opa meinte das die in den 20er und 30er Jahren Klaviere gebaut haben, heute gibts den Hersteller nichtmehr.
Die Lackierung ist mit Schelllack vorgenommen. Um das optische wiederherzustellen müsste man also das ganze leicht anschleifen, beizen, und dann nochmal mit schellalck drüber gehn.

hier der Link zur Galerie
http://yfrog.com/fvimg00011201006031805jx

Grüße
 
Don Leslie

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So, wie es aussieht, ist an der Hammerlagerung etwas defekt. Hammerstiel ist OK? Ist das Bändchen gerissen? Hier habe ich eine schöne Zeichnung gefunden, die natürlich nicht 100%ig mit Deiner Mechanik übereinstimmen muß.
 
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Nosti

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Moin,

danke schonmal für deine Antwort.
Die Hammer lässt sich 4-5cm in der Horzontalen verschieben. Der Hammerstiel an sich scheint vollkommen ok zu sein und das Bändchen ist auch nicht gerissen.
Wenn ich das mal auf die von dir verlinkte skizze beziehe scheint es so alswenn die Hammernuss (19) nicht fest ist.

Grüße
 
Don Leslie

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danke schonmal für deine Antwort.
Die Hammer lässt sich 4-5cm in der Horzontalen verschieben. Der Hammerstiel an sich scheint vollkommen ok zu sein und das Bändchen ist auch nicht gerissen.
Wenn ich das mal auf die von dir verlinkte skizze beziehe scheint es so alswenn die Hammernuss (19) nicht fest ist.

Grüße

Kapselschraube lose ?
 
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Wie kommt man da ran? Wenn ich die Abdeckung abnehme kann ich ja fast nur Senkrecht von oben oder von Vorn auf die Mechanik schauen. Die Schraube ist doch aber auf der Rückseite?!
Oder muss ich von hinten an das Klavier ran?

Grüße
 
Don Leslie

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Wie kommt man da ran? Wenn ich die Abdeckung abnehme kann ich ja fast nur Senkrecht von oben oder von Vorn auf die Mechanik schauen. Die Schraube ist doch aber auf der Rückseite?!
Oder muss ich von hinten an das Klavier ran?

Grüße

Was heißt von hinten? Da sind der Resonanzboden und die Saiten zwischen Dir und der Mechanik. :)

Du kannst die gesamte Hammermechanik (vorsichtig) herausnehmen, nachdem Du die entsprechenden Rändelschrauben (Befestigungsart kann variieren) gelöst hast. Also Deckel oben, Frontpanel und Tastaturklappe herausnehmen, damit die ganze Mechanik freiliegt. Dann wirst Du die Stellen, die Du lösen mußt, schon finden.

Untersuche aber zunächst noch genau - nötigenfalls mit Lampe - die Stelle um die in Frage kommende Hammernuß, ob Du schon so etwas erkennen kannst. Evtl. etwas gebrochen?
 
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Effjott

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Was bei meinem Klavier schon mal passiert ist, dass die Gelenk-Verbindung zwischen Stosszunge(6 in der Skizze) und Stosszungenkapsel(7 in der Skizze) - ein dünner Metallstift - verrutscht war bzw. zu einer Seite herausstand. Damit wird das Gelenk erheblich gelockert und hat zuviel Spielraum zur Seite. Schau mal nach, das passiert bei älteren Klavieren schon mal.
 
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Nosti

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Hallo nochmal,

dann werd ich mir wohl mal einen Tag Zeit nehmen und in Ruhe das Klavier inspizieren. Will ja auch nicht unbedingt was kaputt machen.
Werde demnächst auch nochmal einen Klavierbauer/Stimmer bestellen, muss eh wieder mal gestimmt werden und dann kann er sich das gleich mal anschauen. Wir hatten zwar mal einen Stimmer da, aber der wusste mit dem Problem nicht wirklich was anzufangen.
Hab gestern auch noch ein paar Informationen zum Hersteller gefunden
http://wiki.hammerfluegel.net/index.php/Urbas_&_Reißhauer
Find ich sehr interessant. Vielleicht sollte ich es doch reparieren lassen, wenn iwann mal das Geld etwas lockerer sitzt. Als noch Azubi hab ich imom aber andere, wichtigere Ausgaben. :D

Grüße
 
Papst!

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Hey!
Ja, wenn du mal die Möglichkeit hast, solltest du es reparieren lassen (also nicht nur diesen kaputten Hammerkopf). Mein Klavier ist so ähnlich, auch ungefähr so alt, auch Schelllack, auch so ne unglaublich schwere Metallplatte beim Resonanzboden usw. Nachdem mein Klavierstimmer es generalüberholt hatte, finde ich jetzt, dass es vom Klang her mindestens so gut ist wie ein kleiner Flügel!
lg
 

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