Kontrapunkt für Videospielmusik

Valnar
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Hey, ich würd gern Videospielmusik komponieren und bin ganz fit in Harmonielehre nur bei Kontrapunkt hapert es grad.
Ich weiss nicht genau wie man vorgehen soll bei dem ganzen Unterfangen, ich hab einfach mal angefangen Spezies Kontrapunkt zu lernen aber bin schnell an nem Punkt gelangt wo ich 3 Bücher und 1 Youtube Playlist ständig gegenlesen musste um auch ja keine Fehler zu machen - ist das normal? :ROFLMAO: Fühlt sich bisschen nach Overkill und verschwendeter Zeit an also hab ichs erstmal gelassen.
Irgendwie hab ich den Eindruck dass die einfach komponieren was sie wollen in VGM (video game music) aber ich will ja schnell und systematisch lernen, ist bisschen ne scheißsituation wo ich grad drin steck 😅 wer mag mir raushelfen?
 
Filztier
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Kannst du denn frei raus was recorden, was dir gefällt? Jetzt ohne dir son kopf zu machen?
 
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Kannst du denn frei raus was recorden, was dir gefällt? Jetzt ohne dir son kopf zu machen?
Jo aber es gibt einfach so viele tolle Sachen die ich nicht ausdrücken kann und die ich gern systematisch lernen würde, das Kontrapunkt Buch von De La Motte hat mich ja sehr skeptisch gemacht bezüglich den Realitätswert von klassischen Übungen zu dem Thema, außerdem scheint es mir als würde man schon ne ordentliche Hand voll neuer Terminologie brauchen um n paar Sachen in diesem Genre zu beschreiben die es halt sonst nicht gibt (oder nicht wirklich relevant ist etc), ich hatte ja allein schon massivste Probleme gute Musikliteratur zu Progressive Rock zu finden, hier muss halt selbst gewerkelt werden hab ich den Eindruck, aber wo anfangen? :cautious:
 
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Ich glaub du solltest dich mal locker machen von dem Zeug
 
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... das Kontrapunkt Buch von De La Motte hat mich ja sehr skeptisch gemacht bezüglich den Realitätswert von klassischen Übungen zu dem Thema ...

Was das Buch zu einem guten Startpunkt für Kontrapunkt-Studien macht, zumal du es nicht stur von vorne bis hinten durcharbeiten musst, sondern in beliebigen Stilepochen einsteigen kannst. Spezies-KP nach Fux & Co kannst du in die Tonne hauen, der ist zwar sehr systematisch, aber vor lauter Systematik völlig realitätsfern.
Da du nach eigener Aussage "fit in Harmonielehre" bist, kannst du direkt auf S. 221 mit dem harmonischen Kontrapunkt nach J. S. Bach einsteigen, das ist nicht so trocken wie Palestrina und klanglich vertrauter.
 
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Ich möchte dich gerne fragen, wie du dir dein zukünftiges Wirken in diese Richtung vorstellst ?
Möchtest du irgendwo Partituren einreichen ?
Oder kannst du beispielsweise fix und fertig produzierte Soundtracks anbieten ?
 
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Was das Buch zu einem guten Startpunkt für Kontrapunkt-Studien macht, zumal du es nicht stur von vorne bis hinten durcharbeiten musst, sondern in beliebigen Stilepochen einsteigen kannst. Spezies-KP nach Fux & Co kannst du in die Tonne hauen, der ist zwar sehr systematisch, aber vor lauter Systematik völlig realitätsfern.
Da du nach eigener Aussage "fit in Harmonielehre" bist, kannst du direkt auf S. 221 mit dem harmonischen Kontrapunkt nach J. S. Bach einsteigen, das ist nicht so trocken wie Palestrina und klanglich vertrauter.
Ja, den Gedanken hatte ich auch grad beim Klavier üben, aber ich würd Spezies tatsächlich nochmal ne Chance geben, Salzers Structural Hearing war interessant als ichs angelesen hab

Ich möchte dich gerne fragen, wie du dir dein zukünftiges Wirken in diese Richtung vorstellst ?
Möchtest du irgendwo Partituren einreichen ?
Oder kannst du beispielsweise fix und fertig produzierte Soundtracks anbieten ?
Eher letzteres wenn möglich
 
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Darin geht es aber primär um die Grundlagen der Schenker-Analyse ...
Ja true ich hab nur das Kapitel wo der Spezies Krams beleuchtet gelesen
By the way, findest du das notwendig sich mit Schenkers Theorien auseinanderzusetzen in meinem Fall?
Um anschließend konkret WAS zu können?
Keine Ahnung, sag du es mir 😅 Das is alles voll undurchsichtig für mich
Bei Schönbergs Harmonielehrebuch gabs ein Kapitel über Harmoniefremde Töne wo er ausführlich beschreibt wo die Schwächen der Trennung dieser Disziplinen liegen, selbiges ließe sich doch sicher auch für Kontrapunkt irgendwie erlernen in dem man vom Spezies zum Bach Kapitel vom De La Motte Buch sich durcharbeitet, so stell ich mir das im Kopf zumindest vor...
 
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By the way, findest du das notwendig sich mit Schenkers Theorien auseinanderzusetzen in meinem Fall?

Nein, zumindest nicht bei deiner aktuellen Zielsetzung. Die Schichtenlehre von Schenker spielt in Europa nach wie vor nur eine untergeordnete Rolle, und die damit verbundene spezielle Analysenotation muss man nur lesen (und natürich auch nachvollziehen) können, wenn man nicht auf neuere angloamerikanische Fachliteratur verzichten kann - in den USA ist "Schenkerism" allerdings unverzichtbarer musikwissenschaftlicher Standard.

... in dem man vom Spezies zum Bach Kapitel vom De La Motte Buch sich durcharbeitet, so stell ich mir das im Kopf zumindest vor...

De la Motte ist kein Buch zum "im Kopf vorstellen", sondern zum konkreten Machen - das ist ja seine Stärke. Er geht vom sogenannten linearen Kontrapunkt, wie er sich in Bachs Solowerken für Violine und Cello findet - auch unter zunehmender Berücksichtigung der "harmoniefremden Töne" - zur Zweistimmigkeit, und bleibt dabei immer im Bereich realer, gut klingender Musik. Warum er vom verkopften Fux'schen Spezies-Drill Abstand nimmt, erläutert er ja im Vorwort.

Arbeite einfach mal das Bach-Kapitel durch, danach kannst du je nach Neigung chronlogisch rückwärts oder vorwärts gehen.
Merke: Sobald du selbst bei der einfachsten Tonika-Dominant-Akkordfolge mit Durchgängen, Vorhalten usw. arbeitest, bist du bereits mittendrin in kontrapunktischen Satztechniken!
 
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Das ist hinsichtlich Verständnis und Kompositionstechniken alles super und explizit zur Thematik Filmmusik/GamesMusic natürlich alles andere als unvorteilhaft, dieses auf `n Kasten zu haben, aber fern der obligatorischen Klassik, gibt es einige andere Aspekte zu betrachten.
Ich denke, folgendes wirst du sicherlich auch alles wissen, aber ich möchte es an dieser Stelle nur noch einmal erwähnen:

- Nur noch die wenigsten (großen) Studios, wie z.B. u.a. Dynamedion, können (oder wollen) sich ein echtes Orchester leisten, bzw. werden abgesehen von adaptierten Filmtitel und bereits bestehender Musiken und Sequenzen, explizite Studios und ihre Composer inkl. ihrer eigenen Netzwerke herangezogen.
Da irgendwann mal als Composer mit reinrutschen zu können ist zwar nicht unmöglich, aber bedarf auch viel Vitamin B, bzw. sich einen Namen in diesem Kreise gemacht zu haben.

- Die Krux bleibt aber beim kostenintensiven Punkt eines echten Orchesters und hier in eigentlich den meisten Fällen vieles aus dem PC mit entsprechenden PlugIn`s kommt, ob nun VSL, EastWest Hollywood und noch zig diverser anderer Sounds und Tools die man halt so braucht, nebst Live-Recordings von Instrumentalisten mit z.B. exotischen Instrumentarium.
Originell zu sein, ungewöhnliches mit einzubringen, visionär zu sein und insbesondere der Schwerpunkt "Sounddesign" setzt nicht nur etwaige Dinge voraus, sich in der Bandbreite verschiedenster Genres von z.B. Klassik bis Hardrock über Electro und Ethno hin zu Big-Band und Industrial usw. zurechtzufinden, sondern alle diese Dinge auch mittels seiner Möglichkeiten und Tools beherrschend final und wortwörtlich fix und fertig produziert umzusetzen.

Egal wie man nun fachmännisch korrekt darüber analysierend denken mag.
Nicht gerade wenige in der Branche haben von wirklich fachgerechten Kompositionstechniken oder Noten den blassesten Schimmer, dennoch erstellen sie beeindruckende, dramaturgisch spannende und emotional opulente Werke.
Einerseits aufgrund ihrer musikalischen Affinitäten, Gespür und der Befähigung diese Dinge spielerisch und vereinend umzusetzen und andererseits, softwareseitig von diversen Tools hinsichtlich Kompositionsmittel und Techniken unterstützt zu werden.

Es ist natürlich absolut kein Schade, sich auch fachgerecht und vlt. bis zur Meisterschaft in der Thematik Komposition auszukennen, aber das ist heutzutage allerdings nur ein Aspekt unter weiteren anderen Schwerpunkten, die man in seiner Eigenschaft als Composer mitbringen müsse.

Was ich damit zum Schluss kommend sagen möchte ist, setze dich nicht nur allein und theoretisch mit der Thematik Kompositionstechnik auseinander ;)
Ich wünsche dir jedenfalls viel Erfolg in deinen Bemühungen.
 
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- Nur noch die wenigsten (großen) Studios, wie z.B. u.a. Dynamedion, können (oder wollen) sich ein echtes Orchester leisten,...
Brauche kein echtes Orchester, Plugins klingen mir gut genug mit genügend Vorarbeit, also nem ordentlichen Template.
Ich bin echt froh dass wir in ner Zeit leben wo man alleine sehr weit kommen kann.

Egal wie man nun fachmännisch korrekt darüber analysierend denken mag....
Ja stimmt schon, wobei: Es gibt heute soviele Ressourcen überall, wieso nicht einfach nen Lehrplan machen und es einfach durchziehen? Das war halt mein Grundgedanke.

Es ist natürlich absolut kein Schaden, sich auch fachgerecht und vlt. bis zur Meisterschaft in der Thematik Komposition auszukennen...
Ja, Social Skills und Networking sind Dinge an die man eigentlich nicht denkt wenn man von Medienkomponisten spricht aber die sind schon ganz vorne mit dabei wie es mir scheint.
 
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Welches stilistische Ideal von Kontrapunkt willst du erreichen? Was sind deine Vorbilder? Dadurch kommst du der Frage nach dem Lernweg wesentlich näher.

Ansonsten: nimm Unterricht in Musiktheorie. Gerade, wenn du in einer Situation mit einer Menge offener Fragen bist, oder jemanden für einige Stunden brauchst, mit dem du deine Lernwege besprechen willst, ist sowas extrem hilfreich.
 
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Welches stilistische Ideal von Kontrapunkt willst du erreichen? Was sind deine Vorbilder? Dadurch kommst du der Frage nach dem Lernweg wesentlich näher.
https://www.youtube.com/watch?v=TdpO847gg4w

Ansonsten: nimm Unterricht in Musiktheorie. Gerade, wenn du in einer Situation mit einer Menge offener Fragen bist, oder jemanden für einige Stunden brauchst, mit dem du deine Lernwege besprechen willst, ist sowas extrem hilfreich.
Naja, mein Vater ist Musikdozent aber is halt voll useless was das angeht. Wo finde ich nen richtigen Lehrer für Kontrapunkt von Computerspielmusik? Klingt ja direkt nach der berüchtigten Nadel im Heuhaufen.
 
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Wie kommst Du bei dieser Musik eigentlich auf Kontrapunkt?

Viele Grüße,
McCoy
 
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Wie kommst Du bei dieser Musik eigentlich auf Kontrapunkt?
Es gibt halt Fälle wo man mit der Beschreibung von Harmoniefolgen nicht sehr weit kommt siehe die Beispiele oben.
 
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Ich habe jetzt nochmal alle in Beitrag #14 geposteten Songs komplett(!) durchgehört, und da ist aus meiner Sicht nichts dabei, was man nicht durch Abläufe von Harmoniefolgen vollständig beschreiben könnte. Polyphonie oder Kontrapunkt höre ich da eigentlich nirgends.

Viele Grüße,
McCoy
 
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Ich habe mir das jetzt auch angetan, und alles durchgehört.
Und ich muß McCoy beipflichten.

Ich glaube, Du solltest Dich eindringlich mit dem beschäftigen, was Du innerlich so verächtlich machst ... :
Naja, mein Vater ist Musikdozent aber is halt voll useless was das angeht. Wo finde ich nen richtigen Lehrer für Kontrapunkt von Computerspielmusik?
All das, was in Deinen Beispielen zu hören ist, fußt halt auf der "allgemeinen Musiklehre".
Um das kommst Du nicht herum.
Entweder Du studierst es irgenwo, irgendwie und bei irgendwem, oder Du MACHST und PROBIERST halt einfach, statt nach irgendwelchen Büchern zu suchen (und lernst dabei mit offenen Ohren und offenem Geist aus Deinen eigenen Fehlern).

LG
Thomas
 
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In der Tat haben die Beispiele oben allesamt nichts mit Kontrapunkt zu tun, wie schon die Kollegen schrieben.
Mit ein wenig Vertiefung in Harmonielehre lässt sich das alles recht leicht analysieren, was zugegebenermaßen aber noch nicht unbedingt und sofort befähigt, etwas gleichartiges zu komponieren und arrangieren.
Mit Kontrapunkt musst du dich jedoch nicht beschäftigen um ähnliche Stücke zu schreiben.

Grundkenntnisse in Arrangement, Vertiefung in ordentliche Stimmführung (etwa für ein dem Streicherstück ähnliches Arrangement), aber vor allem (bei den meisten der Beispiele) Ahnung in der Bedienung einer DAW (mindestens so eine wie "Fruity Loops") und in der Kretation und Behandlung von Sounds dort sind schon eher die Voraussetzungen, die du erfüllen muss, @Valnar. Je nach Umfang und der Tiefe der Bearbeitung sind die geforderten Kenntnisse in der Bedienung einer DAW ihrerseits sicher alles andere als banal, aber meiner Beobachtung nach haben gerade viele Jugendliche einen guten Zugang zu solchen Programmen.

Die Hürden halte ich also insgesamt nicht für außergewöhnlich hoch, gerade diese Beispiele lassen sich bei Vorhandensein der beschriebenen Grundkenntnisse recht gut in den Details gehörsmäßig erfassen. An richtig gute Soundbibliotheken zu kommen, kann wiederum ziemlich kostenintensiv sein.

Zuguterletzt braucht es natürlich auch thematische/melodische Ideen, nicht zu vergessen.
 
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Naja, mein Vater ist Musikdozent aber is halt voll useless was das angeht. Wo finde ich nen richtigen Lehrer für Kontrapunkt von Computerspielmusik? Klingt ja direkt nach der berüchtigten Nadel im Heuhaufen.
Hehe, Luke, ich bin dein Vater
😁
Ohne mich familiär einmischen zu wollen - aber wenn du Musik lernen willst, geh zu Musiklehrern, egal ob sie Dozent heißen oder nicht. Im Netz gibt es Tonnen von Infos darüber, wie Computerspielmusik gemacht wird. Beispielsweise:
https://audient.com/tutorial/composing-music-video-games/ (z.B. Punkt 3, "Layer intensity" finde ich sehr interessant)
https://midnightmusic.com.au/2016/06/the-guide-to-composing-music-for-video-games/ (angeblich gibt's da ein ganzes Buch zum Download, man muss seine Mailadresse angeben)
https://www.bbc.co.uk/programmes/ar...sMGRP3PX/how-to-compose-music-for-video-games (ein Feature über Eimear Noone,Gamecomposerin. Ihr Ratschlag an angehende Komponisten ist "Be a fan of all music and study everything you can!" - insofern gehört Kontrapunkt in der Tat auch dazu)
Und die Inhalte des entsprechenden Wikipedia-Artikels sind auch gut: https://de.wikipedia.org/wiki/Videospielmusik
Und um einen Lehrer zu finden, nimm ein paar Klavierstunden, geh auf die Suche nach Kompositionslehrern. Kirchenmusiker sind auch oft sehr nahe dran an Tonsatz, Analyse und Komposition.

Apropos Kirchenmusik - hier ist dein letztes Beispiel mit der Orgel:


Ich habe es mal abgeschrieben (PDF mit besserer Auflösung hängt an):

RPGMaker 2003 OST Remastered klein 1.jpg

RPGMaker 2003 OST Remastered klein 2.jpg


Da ist zwar kein echter Kontrapunkt drin, aber tonsatztechnisch interessant ist es schon. Das ist kein Tonsatz-Anfängerniveau, das hat jemand geschrieben, der sich mit den Grundlagen gut auskennt (aber der auch gleichzeitig offensichtlich einige übliche Grenzen nicht beachtet). Es kommen eine ganze Menge Dinge vor, die man beschreiben und analysieren kann: Melodieverlauf, Harmonik, akkordfremde Töne (Durchgänge, Wechselnoten und Vorhalte), Stimmführung, Dissonanzbehandlung, Orgelpunkt, Rhythmik...
Eine solche Analyse wäre ein guter Inhalt im Musiktheorieunterricht. Danach könnte man mit diesen Erkenntnissen ein eigenes Stück in dem Stil schreiben. Danach könnte man ein kontrapunktisches Werk analysieren (z.B. eine Fuge), dann würde dir klar werden, wo die Unterschiede liegen.

Es hängt alles davon ab, wieviel und was du lernen willst.
 

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