Künstlervertrag ok oder nicht

von Mucki, 29.01.18.

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  1. Mucki

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    Erstellt: 11.01.19 um 15:51 Uhr   #41
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    Von Angesicht zu Angesicht - dann wäre das Projekt wohl schon lange gestorben... Er hat auch versucht, sie darauf hinzuweisen, dass wir uns ja auch wohlfühlen müssen mti den Songs.

    Studiomusiker verstehe ich jetzt mal so: Ich singe die vorgelegten Lieder ein, und das war's. Mit dem Rest habe ich nichts mehr zu tun. So aber sollen wir die Songs ja auch vermarkten und auch auf Live-Auftritten präsentieren. So ist es wohl auch geplant. Sie sind aber scheinbar extrem davon überzeugt, dass genau das, was sie uns vorsetzen, laufen wird. Und von den Sachen, die wir gerne singen würden wohl nicht - vielleicht nur, weil sie es eben nicht selbst ausgesucht haben. Außerdem würden wir als Studiomusiker Geld für unsere Arbeit bekommen, was ja hier auch nicht der Fall ist.

    Mein Mann hat eigentlich jetzt gar nichts, worauf er sich freuen kann, da er sich gar nichts selber aussuchen durfte und auch nicht glücklich ist mit der Songauswahl. Bei mir geht's noch, ich kann mit den Solotiteln gut leben, aber die Duo-Songs sind auch nicht das Wahre für mich.

    Ja, das mit dem Klo ist ein guter Vergleich... Hinkt natürlich etwas, denn als Handwerker muss ich das Klo ja nicht benutzen :rolleyes:

    Aber das mit dem Studiomusiker könnte vielleicht noch näher beäugt werden. Das heißt, dass ich auch als Studiomusiker mein Gesicht dafür in die Kamera halte, aber im Grunde null Mitspracherecht hätte. Dafür kriege ich aber Geld für meine Leistungen, was ja hier eindeutig nicht der Fall ist. Letztlich wird hier eher die Taktik Augenwischerei betrieben. Beim ersten Mal durften wir ja noch wenigstens 1 Lied selbst aussuchen. Mittlerweile ist das auch gestorben...

    Also wenn die die Aufnahmen bezahlen und die Fahrtkosten und Spesen... Wir sind ja beteiligt an den Verkäufen, aber natürlich erst nach Erreichen des Break-Even-Points. Den können sie natürlich auch so lange in die Höhe schrauben mit irgendwelchen Kosten, die sie absetzen, dass wir nie davon einen müden Cent sehen werden. Desweiteren müssten wir uns dann Einsicht in die Bücher holen. Das übersteigt womöglich an Kosten das, was dabei herauskommt (die Fahrtkosten, Übernachtung etc.) Und bei den Live-Auftritten gäbe es wohl Gage. Aber so richtig dahinter blicken werden wir wohl auch nicht, wie viel die gekriegt haben vom Veranstalter. Das wäre wohl auch nicht unser Bier, wenn wir für vereinbarte Gage gehen.

    Das Problem ist hier wohl, dass entweder wirklich kein Durchblick herrscht oder dass es konstruiert ist, damit wir nicht so genau durchblicken sollen. Auf die Frage nach einem Businessplan kommt nur die Antwort: ach, sowas brauchen wir nicht. Und das ist natürlich auch ein Problem.

    So macht es auch nicht wirklich Freude. Wobei ist sagen muss: Mein Wunsch ans Universum ging tatsächlich in Erfüllung. Ich hatte mir jemanden gewünscht, der Songs schreibt, selber alles fertig arrangiert hat und wir können das hier aufnehmen und vielleicht bei Youtube, Spotify usw. einstellen. Leider geht die Rechnung so auch nicht auf. Ohne die finanzielle Kraft des Labels kriegen wir sicher keine Lieder mehr. Und wir können es hier auch nicht so gut mastern, dass es wirklich radiotauglich wäre, trotz guten Equipments.
     
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