Lackriss oder gebrochener Hals/Kopf (LP Studio) ?

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Hi,
ich habe seit ca. 1 Jahr einen sich ausbreitenden Riss an dem Hals/dem Kopfstück meiner Gibson Les Paul Studio (10+ Jahre alt). Ich bin mir nicht sicher ob es sich hierbei lediglich um einen Lackriss oder einen tieferliegenden Bruch handelt.
Was meint ihr? Sollte ich zwingend zu einer Gitarrenwerkstatt oder kann ich noch abwarten und schauen wie sich die Situation entwickelt?

Hier noch ein paar Fotos:
Pic 1.jpg
Pic 2.jpg
Pic 3.jpg
 
Avalanche

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Ich tippe auf riss im holz und nicht nur lack. Die stelle am halsübergang ist ja anfällig für sowas.
Wird wohl mal hingefallen sein, oder so.
Ein Bild seitlich vom Sattel vielleicht...?
Kurzen härtetest machen und schauen wie tief der riss geht. Falls tiefer als Lack, wäre
Ich vorsichtig und würde die saitenspannung runternehmen und zum Doc gehen.
 
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fuzz addict

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Danke für die schnelle Antwort.

Wird wohl mal hingefallen sein, oder so.
Einen Unfall hatte die Gitarre nie. :gruebel:

Ein Bild seitlich vom Sattel vielleicht...?
Die Risse hören an der Kante auf und setzen sich nicht sichtbar an der Frontseite fort (wie es unter dem Sattel/Griffbrett aussieht kann ich natürlich nicht sagen).

Kurzen härtetest machen und schauen wie tief der riss geht.
Ich habe mal mit etwas Kraftaufwendung versucht zu die Gitarre dort zu biegen. Das scheint keinen Einfluss auf die Risse zu haben.


Anderseits habe ich in letzter Zeit auch noch eins zwei andere Risse bemerkt:
Pic 5.jpg
Pic 4.jpg


Die anderen (weniger prominenten) Risse sind jedoch an Stellen, die mich jetzt nicht einen Bruch im Holz vermuten lassen würden.:gruebel:
Generell bin ich mir unsicher was den Hals angeht. Die Gitarre hat Nitro-finish dh. Risse können mit der Zeit entstehen. Mit:
Die stelle am halsübergang ist ja anfällig für sowas.
hast du jedoch auch Recht.

:confused: :gruebel: :confused: :gruebel: :confused:
 
DarkStar679

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die bilder vom korpus zeigen auch risse. ich vermute, es ist eher was mit dem lack und nicht mit dem holz.
meine flying V mit deckendem schwarzen lack hat auch solche risse am halsansatz und an der kopfplatte, aber der gitarrendoc meinte nur....dort arbeitet das material und wenn die weichmacher aus dem lack raus sind, reißt es eben.....wäre aber kein grund zur sorge.....wie falten an einer frau.
 
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Bassturmator

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Normalerweise bin ich ja immer der der sagt: Vergiss es - das ist ein klassischer Halsbruch.

In diesem Fall mache ich es mal umgekehrt. Die Risse haben wenig mit den mir bekannten Rissen im Holz gemein und so gehe ich davon aus dass es ein kosmetisches Problem ist und der mit zu viel Härter oder zu wenig Weichmacher verarbeitete Lack an den am meisten schwingenden Stellen gerissen ist.

Also erst mal Entwarnung. Wenn Du willst kann ich auch bei Gelegenheit mal `nen Blick drauf werfen, also wenn Du im Ruhrgebiet bist, habe aber momentan wenig Zeit.
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
P.S.: Hat sich gerade überschnitten, aber es freut mich dass der unbekannte Kollege zu einer ähnlichen Einschätzung gekommen ist.

Also hab erst mal weiter viel Spaß mit der Gitarre...
 
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supertramp

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So wie das aussieht denke ich auch das es kein Bruch ist.

@fuzz addict
Klopf doch mal die Stelle ab. Normalerweise hört man es gleich.
 
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fuzz addict

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:D Danke für die vielen Antworten :hat:

Die Risse haben wenig mit den mir bekannten Rissen im Holz gemein und so gehe ich davon aus dass es ein kosmetisches Problem ist

meine flying V mit deckendem schwarzen lack hat auch solche risse am halsansatz und an der kopfplatte, aber der gitarrendoc meinte nur....dort arbeitet das material und wenn die weichmacher aus dem lack raus sind, reißt es eben.....wäre aber kein grund zur sorge.....wie falten an einer frau.

So wie das aussieht denke ich auch das es kein Bruch ist.


Das hört sich ja alles sehr beruhigend an :D
Dann werde ich wohl erstmal warten und schauen ob sich mit der Zeit etwas neues ergibt (ungewöhnliche Stimminstabilität oder ähnliches) bevor ich zu einem GitarrenDoc gehe. :great:




Klopf doch mal die Stelle ab. Normalerweise hört man es gleich.
Habe ich gemacht und konnte klanglich keine deutliche Veränderung erkennen.


Wenn Du willst kann ich auch bei Gelegenheit mal `nen Blick drauf werfen, also wenn Du im Ruhrgebiet bist, habe aber momentan wenig Zeit.
Danke für das Angebot aber ich bin gerade leider wieder in Bayern :)
 
Avalanche

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Sorry...
Natürlich sind da viele feine Risse im Lack, die unschön aber unproblematisch sind.
Irgendwas ist doch da am Sattel...:gruebel:
Die Fotos sind nicht so richtig klar und nicht zoombar.
Hast du da nicht doch mal mit nem Hammer versucht den Sattel rauszubekommen:whistle:
 
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prover

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Auch für mich sieht es alles bis die Stelle am Sattel (@Avalanche :great:) nach einem Lackproblem. Es ist klar, dass ein fehlerhafter Lack an den Stellen, wo die größten Spannungen herrschen aufreißt, nämlich am Halsansatz und am Hals-Korpus Übergang.
 
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noch ne frage.....könnte eventuell ein koffer auf den kopf druck ausüben?
 
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Grundsätzlich könnte ein falscher / unpassender Koffer das tun.
 
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Solche Risse entstehen neben der Veränderung im Lack auch dort auf, wo mehr Holz ist als nur am Hals. Der Trocknungsprozess vom Holz ist dort anders, da entstehen Spannungen. Und besonders Gibson hatte eine Zeit, bei der Hölzer verwendet wurden, die lieber noch ein, zwei Jahre hätten liegen bleiben sollen - aber benötigt wurden. Ich glaube nicht, dass Du Dir Sorgen machen musst...
 
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Und besonders Gibson hatte eine Zeit, bei der Hölzer verwendet wurden, die lieber noch ein, zwei Jahre hätten liegen bleiben sollen - aber benötigt wurden.

Es gibt kein Anzeichen dafür, dass dies in diesem Fall so ist! Die Gitarre ist 10+ Jahre alt erst und seit Kurzem treten diese Risse auf. Es ist bekannt, dass Nitrolack altert und reißt. Es gibt eine ganze Aging "Industrie", die dies bei Neuinstrumenten beschleunigen möchte, um den Instrumenten diesen "Look" bescheren.

Der Hals-Kopfplatten-Übergang ist bei Gibson Les Pauls konstruktiv halt vergleichsweise labil bzw. "weich". Der Lack zieht sich augenscheinlich aufgrund der Alterung zusammen und es ist IMO nicht weiter verwunderlich, dass er dann auch genau dort leicht reißt, weil diese Stelle bei mechanischer Belastung leicht "nachgibt", auch ohne das ein Bruch die Konsequenz sein muss.

Ich habe schon Billiggitarren gesehen, deren Holz nicht ausreichen abgelagert war. Da ist aber substanziell das Holz gerissen, wie es beim Trocknungsprozess auch vor kommt. Diese Risse treten aber immer in Richtung der Maserung und nie quer dazu auf.

@TE: Also in der Tat keine Sorge und herzlichen Glückwunsch zum "Vintage" Instrument.
 
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Es gibt kein Anzeichen dafür, dass dies in diesem Fall so ist! Die Gitarre ist 10+ Jahre alt erst und seit Kurzem treten diese Risse auf. Es ist bekannt, dass Nitrolack altert und reißt...

Ich meine keine Risse, sondern die Schrumpfung des Holzes, welche an den Stellen vermehrt auftritt. So wie es auch bei manchen Ak. Gitarren zu sehen ist, wo der Hals an den Korpus geleimt wurde. Das ist manchmal so krass, dass die Griffbretter dort einen kleinen Bogen nach unten machen..
Selbst bei teuren Customgitarren kann die Holzschrumpfung noch festgestellt werden - an den Kopfplatten: Ich hatte fast KEINE Gitarre neu oder älter auf dem Tisch, bei der nicht die Muttern der Mechaniken nachgezogen werden mussten...
 
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