"Lagerschaden" Epiphone Les Paul Ebony Humbucker streikt

Daundweg
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Hallo liebe Experten,

ich habe vor vielen Jahren eine Epiphone Les Paul Kopie bekommen und diese auch fleißig bespielt. Danach wanderte die Gitarre aufgrund von Umzug, Reisen und co. für einige Jahre ins Lager.

Nun habe ich diese Gitarre wieder aus dem Ruhestand geholt und festgestellt, dass von dem Bridge-Humbucker kein Tönchen mehr abgenommen wird.

Zusätzlich habe ich festgestellt, dass die Potis unsäglich schief sind und einer davon so niedrig ist, dass er auf dem Lack schleift und sich festfrisst. Zufällig ist das der Bridge-Volume.

Jetzt habe ich folgendes Problem: Dass aus dem Bridge-Humbucker kein Ton kommt, kann an

dem Humbucker liegen,
dem Poti liegen,
dem (Um-)Schalter liegen.

Wie gehe ich jetzt weiter vor?

Grüße
Daundweg
 
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Hi

meine erste Vermutung wäre der Schalter, hast du schonmal ein paar mal hin und hergeschaltet? sonst hinten aufschrauben und etwas Kontaktspray auf die Schaltkontakte sprühen

Wie ist den Mittelposition am Schalter, kommt da ein Sound vom Bridge Tonabnehmer raus, kannst du gut feststellen wenn du das Vol Pot vom Halstonabnehmer zurückregelst
 
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Oder bei jedem anderen, der ein Multimeter bedienen kann ;-)
 
Natürlich muss man kein Gitarrenbauer sein um in der primitiven Elektronik einer Gitarre einen Fehler zu finden, aber der Gitarrenbauer findet noch ein paar Fehler mehr ganz nebenbei wenn er das Ding mal unter den Fingern hat und das hat so gut wie immer einen Mehrwert.
 
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Hallo,

bitte entschuldigt die späte Rückmeldung.

Vielen Dank für die Antworten!

meine erste Vermutung wäre der Schalter, hast du schonmal ein paar mal hin und hergeschaltet? sonst hinten aufschrauben und etwas Kontaktspray auf die Schaltkontakte sprühen
-> Beides gemacht und keine Änderung eingetreten.


Wie ist den Mittelposition am Schalter, kommt da ein Sound vom Bridge Tonabnehmer raus, kannst du gut feststellen wenn du das Vol Pot vom Halstonabnehmer zurückregelst
-> Kein Sound bei Mittelposition und leisegedrehtem Neck-Humbucker.

Natürlich muss man kein Gitarrenbauer sein um in der primitiven Elektronik einer Gitarre einen Fehler zu finden, aber der Gitarrenbauer findet noch ein paar Fehler mehr ganz nebenbei wenn er das Ding mal unter den Fingern hat und das hat so gut wie immer einen Mehrwert.

Während ich grundsätzlich zustimme, befürchte ich doch mehr Geld zu bezahlen, als der Gitarre am Ende gebührt. Es handelt sich mWn nicht mehr um ein Modell aus Korea, sondern aus "alter" China Produktion (war ein Gebrauchtkauf) Und vor 15 Jahren waren die "billigen" Gitarren ja noch nicht so das Gelbe vom Ei, wie sie es vielleicht heute sind.

Nun befürchte ich für einen Humbucker Tausch inkl. Repatur so viel Geld zu zahlen, dass ich mir bei Ebay vielleicht was feineres neu anschaffen könnte.

Aber mal angenommen, ich ginge zum Gitarrenbauer - es ergibt vermutlich Sinn die gewünschten Komponenten direkt mitzubringen um die Aufpreise des Handwerkers für das Material zu umgehen.

Wenn ich mir dann ein Paar "Zebras" von Wilkinson für 40€ und 4*CTS Potis für 25€ bestelle, bin ich dann Materialtechnisch gut aufgestellt? Und mit welchen Kosten ist für den Einbau zu rechnen?

Letzte Frage - Was würdet ihr machen?
Lötgerät kaufen und selber machen lernen ist auch eine Option, wenn ihr das für realistisch haltet.

Grüße
Daundweg
 
Zuerst einmal mit einem Messgerät den Tonabnehmer messen. Dauert 5 Minuten. Wenn da keine Anzeige kommt, kannst Du alle anderen Fehlerquellen ausschließen.
 
Die Humbucker sind garantiert nicht defekt, Du zaeumst das Pferd von der falschen Seite auf.

Lass doch einfach von einer Werkstatt kurz checken, manche verlangen für so einen kurz Euro 20 Euro....
 
Ja vielen Dank für das Zurechtrücken meines Kopfes. :)

Ich war am Ende in der Gitarrenwerkstatt und bin mega zufrieden. Ein dickes Lob an Michi und ihren Laden Krassegitarren in der Chroriner Straße in Berlin.
Mein "Lagerschaden" war wohl Staub auf den Kontakten o.ä. - die heilenden Hände der Gitarrenbauerin hatten das innerhalb von einer Minute mit "rumruckeln" bereits erledigt. Potis wurden einfach zurechtgezogen.
Im Anschluss gab es noch einen kompletten Service mit Nacharbeitung der Sattelkerben, Mechaniken, Reinigung, Ölung Griffbrett, Saitenwechsel, Einstellung der Oktavreinheit...

Was soll ich sagen? Spielt sich richtig gut. Ich wusste gar nicht, dass Barré-Akkorde so leicht zu greifen sein können!

Ich habe nun eine doppelt so gute Gitarre wie vorher und habe dafür einen mittleren zweistelligen Betrag gezahlt. Vielen Dank nochmal an alle die mir geraten haben zur Werkstatt zu gehen.

Und P.S: Die Chefin sagt ich hätte eine "richtig geile Gitarre", ein gutes Exemplar. :)
 
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Hey viel Spaß mit der Gitarre und Danke für die Rückmeldung ( und der Nennung des Ladens) ;)
 

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