Lakewood D8 - Kaputten Boden mit Batteriefach retten?

von Meganane, 24.10.20.

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  1. Meganane

    Meganane Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.10.20   #1
    Hallöchen an alle :-)

    Ich habe kürzlich mit dem Gitarre spielen erst begonnen und bin freilich voll auf die Fr... geflogen.

    Nach dem Besuch und toller Beratung im Musikhaus stöbere ich bei ebay Kleinanzeigen und fand eine schöne Lakewood D8, welche mir auch vom Klang soweit gut zusagte.
    Fazit: Die Gitarre kam mit einem Transportschaden an. Unten am Boden gab es einen Schlag von einer Kante. Die komplette Story vom Versender lasse ich hier erst einmal weg, da wir uns noch nicht einig sind.
    Kurz: Verpackung,Dämmung hat er, sagte er. Erfahrung im Versand angeblich auch. Eingepackt war sie nur in der Tasche ohne Kantenschutz, ohne irgendwas Zudätzlich zwischen Decke oder Boden. Da wo viel Luft war, war etwas Schaumstoff bzw Knüllpapier.

    Jedenfalls hat die Gitarre den Tonabnehmer "Seymour Duncan SA-6 Mag Mic" vom Vorgänger spendiert bekommen.

    Nun zum Titel:
    Ich hatte die Idee den kleinen, mit Klettband befestigten, Batteriekasten durch ein Batteriefach zu tauschen und so den größten Teil des Schadens zu kaschieren. Laut schneller Suche sind die grob 7x4cm. Zur Versteifung könnten man von innen einen kleinen Rahmen verleimen, dachte ich mir zumindest.

    Ist das realistisch? Spielt der Boden eine primäre Rolle bei der Akustik?

    Viele Grüße und vorauseilender Dank

    20201022_160254.jpg 20201022_160245.jpg 20201022_160212.jpg 20201022_160219.jpg 20201022_160225.jpg
     
  2. GEH

    GEH MOD A-Saiteninstrumente Moderator

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    Erstellt: 24.10.20   #2
    Hallo im Forum!

    Also für den Klang ist in erster Linie die Schwingung der Decke da, Zargen und Boden formen die Kiste.

    Bei der Zarge ist es ja üblich, sie mit Zargenuhren Preamps von Pickups zu verschandeln bestücken. :D
    Dort findest du hin und wieder auch Patteriefächer, machmal direkt im Preamp aber auch extra im Bereich des Gurtpins und der Klinkenbuchse.
    Insofern keine so schlechte Idee mit dem Batteriefach, wenn es ein Schaden an der Zarge wäre.

    Den Boden würde ich aber nicht aufmeiseln sondern getrennt wieder reparieren.
    Bei einer teuren Lakewood D8 würde ich - obwohl ich hin und wieder auch bastle - zum Gitarrenbauer gehen und eventuell auch das restliche Setup der Gitarre prüfen lassen, das sollte sich lohnen.

    Gruß
    GEH
     
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  3. Atomfried

    Atomfried Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.10.20   #3
    Völliger Blödsinn. Der Schaden lässt sich leicht beheben. Wobei es fraglich ist ob es wirtschaftlich ist, das von einem Gitarrenbauer machen zu lassen.
     
  4. Stephan 1234

    Stephan 1234 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.10.20   #4
    wirtschaftlich ist wahrscheinlich vieles nicht... Aber ich nehme an, die Rechnung vom Gitarrenbauer wird sich hierfür sicher in Grenzen halten. Wenn etwas Handwerkliche Erfahrung vorhanden ist, müsstest du das aber selbst leimen können, wenn nicht würde ich bei der Gitarre einen Gitarrenbauer konsultieren... bzw. allgemein mal ein Angebot für die Reparatur einholen, dann weißt du sicher ob sichs lohnt.

    Ein Batteriefach in den Boden zu schneiden halte ich für eine schlechte Idee.
     
  5. Hacktor

    Hacktor Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.10.20   #5
    Tut mir leid, dass das off topic erwähnen zu müssen, aber ich kann nicht andsrs: Da ist mir wirklich das Herz aufgegangen:D:D:D
     
  6. rw

    rw Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.10.20   #6
    Was ist ein Preamp? Wofür braucht man den überhaupt?
    :-)
     
  7. GEH

    GEH MOD A-Saiteninstrumente Moderator

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    Erstellt: 24.10.20   #7
    Naja, es handelt sich um eine Lakewood D8 und um keine Billiggitarre für 150€ ;)

    Bei so einer guten Basis lohnt es sich mMn auch deshalb, weil der Gitarrenbauer gleich noch einen Blick auf das Setup (Halseinstellung, Seitenlage etc.) richten kann.
    Dann hat er vermutlich eine ganz gute Gitarre, auch wenn der Gebrauchtkauf letzlich nicht ganz günstig war.

    Das ist aber das Lehrgeld, das er bei der Aktion bezahlt. :tongue:
    Er hätte ja im Musikhaus (wo er sogar gut beraten wurde) eine Gitarre kaufen können. Oder wenigstens im Online-Shop, wo es ein Rückgaberecht gibt.
    Gitarren gebraucht ohne vorherige Sichtung ist immer ein Risiko, selbst ohne Lieferschäden, denn auch eine D8 ist nicht gleich D8.
     
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  8. Atomfried

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    Erstellt: 24.10.20   #8
    Klar, wird aber wohl auch nur einige Hunderter gekostet haben. Da würde ich dann nicht noch paar hundert für die Reparatur rein stecken und es lieber selbst machen.
     
  9. GEH

    GEH MOD A-Saiteninstrumente Moderator

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    Erstellt: 24.10.20   #9
    Ne, seh ich nicht so, die werden gebraucht zw. 500 u. 600 € gehandelt.
    Ist natürlich hochriskant, so etwas überhaut ungesehen zu kaufen.
    Wenn Meganane keine Erfahrung in Gitarrenreparatur hat und max. 150€ für den Gitarrenbauer reinsteckt, ist das bei so einer im Kern guten Gitarre noch zu verkraften.
    Das ist besser als die 500-600€ auf's Spiel zu setzen.
    Bei einer Billiggitarre, die neu nur 150€ gekostet hat, würde ich das natürlich auch nicht raten.
     
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  10. Meganane

    Meganane Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.10.20   #10
    Sind das nicht die kleinen Dinger, eine Art Equalizer, vor dem Ausleiten des Signals?
    --- Beiträge zusammengefasst, 25.10.20, Datum Originalbeitrag: 24.10.20 ---
    Ich habe ja noch Hoffnung, dass eventuell die Post einspringt. Ich weiß, den Witz kennen wir alle.
    Alternativ steht vielleicht die mangelhafte Verpackung im Raum, obwohl er mir zusicherte, ich brauche mir keine Sorgen machen.

    Mal schauen. Ich habe heute privat schon die Fühler nach Gitarrenbauern ausgestreckt. Vielleicht ergibt sich ja was.
    Solange die Gitarre bei der Post ist, kann ich eh nicht weiter.

    Ich möchte Sie ja irgendwie sinnvoll "retten".
    Handwerklich traue ich mir das schon zu, ich weiß halt nur noch nicht viel über die Akustik beim Gitarrenbau.
     
  11. Stephan 1234

    Stephan 1234 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.10.20   #11
    Naja, im Endeffekt musst du nur die Risse und den Bruch sauber leimen und kontrollieren ob sich innen was gelöst hat. Ich nehme an - ohne den Schaden persönlich gesehen zu haben, nur nach den Bildern- dass sich das nicht wirklich auf die Akustik auswirkt, wenn's sauber gemacht wird, dem entsprechenden glaube ich auch nicht, dass du zu viel Ahnung von der Akustik einer gitarre brauchst.

    Ich drücke ja die Daumen, dass die Post zahlt.
     
  12. rw

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    Erstellt: 25.10.20   #12
    Ja, ja, schon richtig. Ich habe immer noch eine Ovation mit Zargenradio und hatte einen Cort Bass damit - beim Cort habe ich im Stehen auf der Bühne immer das Signal verstellt. Ich mag keine eingebauten Preamps. Schon gar nicht mit EQ. Man braucht sie auch nicht. (Sag ich jetzt mal. Und spiele auch auf der "kleinen" Bühne oft genug überhaupt ohne Preamp.)

    Anders als viele andere Poster hier sehe ich durchaus einen bedeutenden Anteil von Boden und Zargen am Klang (vergleiche einfach mal zwei sonst identische Instrumente mit verschiedenen Korpushölzern... Hanika, Larrivee und Breedlove haben mal solche Roadshows gemacht), allerdings ist beim konstruktiv sonst einfachen Boden "nur" darauf zu achten, dass die Risse geschlossen werden und eine eventuell betroffene Beleistung repariert wird. Der Rest ist Optik.
     
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  13. glombi

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    Erstellt: 25.10.20   #13
    Du hast eine ähnliche Reparatur schon mal gemacht? Hast du Bilder und Sound-Files vom Ergebnis? Welche Ausbildung bzw. Erfahrung diesbezüglich hattest Du? Wie lange hast Du dafür gebraucht? Wie oft musstest du nachbessern? Was musstest du dir alles an Werkzeug und Material beschaffen? Warum sollte ein erfahrene Instrumentenbauer, der das schon oft gemacht hat und über alle nötigen Mittel verfügt, das deiner Meinung nach nicht besser, schneller und am Ende damit doch günstiger hinkriegen?

    Ich frage nur, weil das schnell dahin gesagt ist, diese Aspekte aber gerne und oft vergessen werden. Schlechte Erfahrung mit Instrumentenbauern resultieren außerdem oft daraus, dass sie Instrumente zur Reparatur vorgesetzt kriegen, die Hobby-Bastler schon verschlimmbessert haben, was die Sache in der Regel nicht einfacher, sondern eher unlösbar macht...

    Sollte der TE es tatsächlich selber versuchen, wäre eine genauer Anleitung zur Vorgehensweise sicher auch hilfreich...

    Gruß,
    glombi
     
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  14. Atomfried

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    Erstellt: 25.10.20   #14
    Ja. Der Umgang mit Rissen ist Routine beim Gitarrenbau und kann auch im normalen Bauprozess auftreten, bspw. beim Biegen von Zargen.

    Zwar keine Gitarre, aber hier ein ähnliches Beispiel:

    Vorher:

    P_20191019_181837_vHDR_Auto.jpg

    Nachher:

    P_20191025_143735_vHDR_Auto.jpg

    IMG_20191110_212441.jpg

    Soundfile? Wozu? Glaubst du ernsthaft dass die Reparatur eines Risses hörbar was am Sound ändert?

    Bin autodidaktischer Amateur Gitarrenbauer, siehe hier:

    https://www.musiker-board.de/threads/baubericht-0-14-ital-fichte-palisander.689167/

    Sowas kleben und schleifen dauert insgesamt max. 1 Stunde. Bei der genannten Gitarre natürlich auch noch lackieren, wenn es richtig sein soll.

    Gar nicht.

    Für die Reparatur, um die es hier geht ist außer einem Schleifklotz kein Werkzeug zwingend erforderlich. Hauptsächlich Verbrauchsmaterial (Kleber, Schleifpapier, Lack)

    Weil es eine einfache Reparatur ist, er auch nicht zaubern kann und Geld verdienen muss. Es kann natürlich sein, dass es jemand günstig machen kann. Muss man halt fragen. Ich weiß nicht, was Gitarrenbauer tatsächlich für sowas abrechnen, kann mir aber vorstellen, dass es mit Lackierung des Bodens nicht unbedingt wenig ist.

    - gerissene Teile bestmöglich in ihre Ausgangslage bringen ("draufdrücken")
    - dünnflüssigen CA Kleber auf die Spalte geben (evtl. weiter fixieren bis angehaftet, falls es eine "Rückstellung" gibt)
    - Stelle plan schleifen
    - beilackieren oder boden neu lackieren (ich würde vermutlich auf ein einen Lack zurückgreifen, der mit einem Tuch aufgerieben werden kann, ähnlich dem hier: https://www.minwax.com/wood-products/clear-protective-finishes/wipe-ons/minwax-wipe-on-poly
     
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  15. rw

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    Erstellt: 25.10.20   #15
    Ich habe ein Instrument mit deutlichem Deckenschaden zum Gitarrenbauer gebracht; eine gute Lackierung wäre tatsächlich teurer als die eigentliche Reparatur gewesen. Ich habe mich dann mit einem "spielfähigen Zustand" begnügt, den der Gitarrenbauer optisch so weit verantworten konnte, dass er es noch als "seine Arbeit" akzeptieren konnte;-)

    Da oben die Frage nach Werkzeug auftrat: Hattest du hier noch Zwingen o.ä. im Einsatz?
     
  16. glombi

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    Erstellt: 25.10.20   #16
    Das Ergebnis sieht gut aus, aber dann hast ja auch Erfahrung und Mittel zur Hand. Man darf das halt nicht von jedem erwarten, es gibt Menschen, die holen zum Wechsel einer Glühbirne oder einer Sicherung lieber einen Elektriker...

    Siehst du, deshalb würde ich trotz handwerklicher Fähigkeiten und Mittel in dem Fall lieber erst den Fachmann konsultieren, und dann ggf. entscheiden, es selber zu machen und mit dem Ergebnis zu leben...

    Gruß,
    glombi
     
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  17. Atomfried

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    Erstellt: 25.10.20   #17
    Weiß nicht mehr genau. Kann sein, dass ich den langen Riss etwas mit ner zwinge zusammen gedrückt habe. Die restlichen Teile hatte ich jedenfalls rein gepuzzelt und geklebt ohne eine Zwinge zu verwenden.

    Klar. In dem Fall sollte man sich lieber nicht daran versuchen.
     
  18. ThisErik

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    Erstellt: 25.10.20   #18
    Bin nur neugierig, die Bruchstelle drückt ja ordentlich nach oben, auch bekommte man in den gezackten Querriss nur schwer Leim rein, denk ich zumindest..
    wie würdest Du da vorgehen im Ablauf? Von innen noch etwas aufdrücken zur besseren Leimangabe und dann wieder zurückspannen und fertig ?
     
  19. Atomfried

    Atomfried Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.10.20   #19
    Ich hatte ja geschrieben, dass ich keinen Leim verwenden würde, sonder CA Kleber. Da braucht es auch keine großartige Pressung. Und der dünnflüssige findet in der Regel auch seinen Weg in den Spalt wenn die Teile zusammengedrückt sind. Schadet aber natürlich nicht, vor dem Zusammendrücken schon bisschen was rein laufen zu lassen.
     
  20. Meganane

    Meganane Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.11.20   #20
    Was für eine Viskosität macht da Sinn? Dünnflüssig erwähntest du bereits. Bei der Suche nach dem Kleber hatte ich etliche Viskositäten zur Auswahl.

    Viele Grüße

    btw: DHL zahlt erwartungsgemäß nicht.
     
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