Legato Übungen

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Heho,

ich möchte gern mein Legatospiel aufbauen. Ich bin da noch ganz neu drin. Bis jetzt benutze ich für Solosachen immer Alternate Picking. Öfter sehe ich aber Leute, die auch mal mit einen Schlag 3 oder 4 Noten auf einer Saite spielen.

Da meine Greifhand schneller ist als meine Schlaghand und weil ich Legatoläufe in Soli sehr sauber und angenehm empfinde, brauche ich eure hilfe.

Ich möchte natürlich weiterhin auch alles im Alternate Picking spielen können.

Also kurz: Legatoübungen für Soli über das Griffbrett ab 100 bpm bis 150 bpm

Danke
 
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c-sphere
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ich habe das lied von satriani "flying in a blue dream" da habe ich legato gelernt, vielleicht hilft es dir auch?
 
Rude Mood
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Ich bin zwar kein Experte auf dem Gebiet, aber ich würde Dir dazu raten, folgende Gesichtspunkte zu erwägen:

- Die meisten Shredder verwenden beim Legatospiel oft Skalenpatterns mit 3 Noten pro Saite. Das erlaubt ihnen, symmetrische Patterns sowohl horizontal als auch vertikal über das gesamte Griffbrett zu spielen. Du solltest Dir also solche Fingersätze für Deine Lieblingsskalen zurechtlegen und diese gründlich lernen. Als Beispiel mal für A-Moll in der Grundposition am 5. Bund (von tief zu hoch auf den verschiedenen Saiten): 578-578-579-579-6810-7810.
- Lerne kleine Fragmente mit diesen Patterns. Als Beispiel nehmen wir mal die Töne C, D und E auf der hohen E-Saite (8., 10., und 12. Bund). Du kannst z. B. folgende Patterns spielen: 12-8-12-8, 12-8-10-8, 10-8-12-8 (alle Sechzehntel), 12-8-10-12-10-8, 12-10-8-12-10-8 (Sechzehnteltriolen), und noch viele, viele mehr. Nur die allererste Note wird angeschlagen, Rest Hammer-on und Pull-off.
-Lerne sie zuerst auf einer Saite und in einer Position, dann versuche, mit ihnen auf einer Saite - am Anfang am besten auf der hohen E-Saite - hoch- und herabzusteigen.
- Versuche dann, die Patterns auf verschiedenen Saiten zu Spielen. Zuerst Seitenpaare (E- und H-Saite), dann die G-Saite dazu, dann alle 6 Saiten.
- Viele Gitarristen halten beim Legato-Spiel das Plektrum diagonal, um dem Anschlag - der ja gelegentlich doch notwendig ist - möglichst viel Attack zu nehmen.
- Legato-Licks sind auf einer Gitarre mit flacher Saitenlage und leichten Saiten (09 oder 10) am bequemsten zu spielen.
- Ein Kompressor kann - evtl. in Verbindung mit einem Overdrive - sehr viel helfen.

WARNUNG: exzessives Üben kann hier gefährlich sein. Wenn Du beim Legatospiel Scmerzen in der Greifhand verspürst, SOFORT aufhören und die Finger lockern. Hier kann man echt bleibende Schäden davontragen.
 
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c-sphere
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oh ja wegen den legato musste ich mal ne einjahrige pause machen da mein linker handgelenk am arsch war, nach jahre langern intensiven üben, als ich jung und dumm war.

ein weiterer punkt zu den von rude mod:
- daumen sollte hinter den griffbrett am besten in der mitte
- auch wenns scheiße aussieht aber im stehen die klampfe nicht zu tief hängen lassen, sonst ist die hand schneller kaputt
- vor einer legato übungssession unbedingt gute warm up übungen machen mindestens 20 minuten
 
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Rude Mood
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Zustimmung zu allen drei Punkten! Der Griff, bei dem Du den Daumen um den Hals legst, ist für Legato nur bedingt bzw. gar nicht geeignet.
 
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Nimm einfach ein solo das die gefällt und spiels legato, TA DA ;-)

zu den stichpunkten ein wort:

ein weiterer punkt zu den von rude mod:
- daumen sollte hinter den griffbrett am besten in der mitte
Typisch klassiche haltung also eigentlich. Ist nichts gegen einzuwenden, ist aber auch nichts gegen einzuwenden wenn der Daumen sonstwo ist - solange es funktioniert.
Bei weiten stretching sachen ist Daumen direkt in der Mitte aber klar besser. Bzw, je weiter du auf die dicken Saiten kommst muss der Daumen halt schon weiter in die mitte rutschen sonst kommt man ja irgendwann nichtmehr rum.
Für E+B saite isses eigentlich wurscht. Eben so wies halt bequem ist. Fertig. Man sollte auch drauf achten das der Daumen, wenn er den in der Mitte hinten ist nicht verkrampft, bzw man einfach zufest drückt. So wie es viele z.b. beim Barre machen.

- auch wenns scheiße aussieht aber im stehen die klampfe nicht zu tief hängen lassen, sonst ist die hand schneller kaputt
Naja ist gewöhnungssache, aber zum üben definitv empfehlenswert - solange nichts wehtut ist alles im lot.

- vor einer legato übungssession unbedingt gute warm up übungen machen mindestens 20 minuten
Das ist von Mensch zu mensch wohl klar verschiedenen, wenn man schön gemütlich und entspannt ist spricht doch nix gegen einfach loszulegen.
Mann muss ja nicht gleich auf 5billionen bmp spielen.

Lg
 
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Auch musst Du bedenken, dass für die Skalen-Fingersätze mit 3 Noten pro Saite die Hand oft weit gespreizt werden muss, vor allem in den tieferen Lagen. Da solltest Du den Daumen hinter den Hals legen. Mit dem Daumen um den Hals ist es sehr schwierig. Und ja: die Gitarre sollte nicht bei Deinen Knien hängen, auch wenn dies einige Metal-Gitarristen cool finden. Den Grund hierfür habe ich persönlich eigentlich noch nie verstanden...
 
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Auch musst Du bedenken, dass für die Skalen-Fingersätze mit 3 Noten pro Saite die Hand oft weit gespreizt werden muss, vor allem in den tieferen Lagen. Da solltest Du den Daumen hinter den Hals legen. Mit dem Daumen um den Hals ist es sehr schwierig. Und ja: die Gitarre sollte nicht bei Deinen Knien hängen, auch wenn dies einige Metal-Gitarristen cool finden. Den Grund hierfür habe ich persönlich eigentlich noch nie verstanden...

Das erste hab ich doch so geschrieben. Aber mit dem tiefhängen da sagste was, du bist aufjedenfall nicht alleine mit deiner Meinung und deinem NICHT VERSTEHEN ;P
 
Rude Mood
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Stimmt, hast du tatsächlich geschrieben. Spreizen und Stretching sind ja mehr oder weniger Synonyme. Sorry...

- - - Aktualisiert - - -

Hab mal auf die Schnelle ein Video gesucht:

http://www.youtube.com/watch?v=bw6JusuGjPw

Dieser Gentleman beherrscht die Legato-Technik ausgezeichnet
 
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Tach!

Ich empfehle folgende Vorgehensweise:

Bau Dir eine Guitar Pro/Powertabs-Tabulatur oder ein Midifile mit Rhythmuspyramiden: z.B. Halbe-Viertel-Vierteltriolen-Achtel-Achteltriolen-Sechzehntel-Achteltriolen-Achtel-Vierteltriolen-Viertel. Das dann im Kreis spielen und, je nachdem, wie weit Du bist, mit Legatoübungen spielen. Wenn es Dir zu schnell wird, veränderst Du die Pyramide, lässt z.B. Sechzehntel weg.

Der Grund meiner Empfehlung ist, dass Legatospiel dazu verführt, unkontrolliert schnell und unpräzise zu spielen. Normalerweise wird man durch die Anschlagshand bzw. der Synchronisation ausgebremst. Wenn die Anschalgshand entfällt und man die grundsätzliche Bewegung des Abrollens der Finger erstmal drauf hat, dann ist es plötzlich ganz einfach, mit 3nps-Fingersätzen das Griffbrett herauf und herunter zu jagen.

Zudem ist das Spielen der Rhythmuspyramide etwas, was den Kopf auf Trab hält, und es ist eine tolle Timingübung. Sowieso :)

Aber ich weise deutlich darauf hin, dass gerade Legatospiel schnell zu Verletzung führen kann! Sehnen und Muskulatur werden sehr stark beansprucht, weil man sehr schnell geneigt ist, fehlende Präzision durch Kraft ausgleichen zu wollen.

Kleiner Tipp: Mach Dir das Maß an Kraft, das Du aufwändest, dadurch bewusst, dass Du ab und zu mal mit exakt der Kraft, mit der Du greifst, Deinen rechten (Linkshänder den linken ;) )) Unterarm als Gitarrenhals "missbraucht". Es sollte nicht mehr als ein Kitzeln zu spüren sein, dann ist es richtig.

Grüße Thomas
 
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Hallo,

danke für all die guten Beiträge.

Bau Dir eine Guitar Pro/Powertabs-Tabulatur oder ein Midifile mit Rhythmuspyramiden: z.B. Halbe-Viertel-Vierteltriolen-Achtel-Achteltriolen-Sechzehntel-Achteltriolen-Achtel-Vierteltriolen-Viertel. Das dann im Kreis spielen und, je nachdem, wie weit Du bist, mit Legatoübungen spielen. Wenn es Dir zu schnell wird, veränderst Du die Pyramide, lässt z.B. Sechzehntel weg.

Ich erstelle also ein 3NPS Schema übers ganze Griffbrett und stelle das auf die Notenwerte ein. Probiere es mit Alternate. Und dann mach ich das mit Legato nach?

Danke
 
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Zum Beispiel. Aber besser ist es, nur percussive Sounds zu nehmen. Dann kannst Du es universell einsetzen.

Grüße Thomas
 
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Das hier hat mir enorm geholfen, sind herrliche Übungen, die der (damals noch 19 Jahre alte...verdammt noch eins!) gute Mr. Kotzen hier empfielt:

http://www.youtube.com/watch?v=GIrvDSWw05k

Ich selbst bin großer Freund langer, außgedehnter Legato-Passagen und kann mich allem hier gesagten nur anschließen...meines Erachtens sind gewisse Leute schlicht prädestiniert dafür, ein unglaublich schnelles und flexibles Legato-Spiel an den Tag zu legen, beispielhaft wären hier Dave Murray und der großartige Doug Aldrich zu nennen. Ich trainiere es jetzt seit Jahren und trotzdem gelingts mir nicht hundertporzentig so, wie ich mir das vorstelle, aber konstantes und vor allem entspanntes und zielgerichtetes Üben dürfte hier zum Erfolg führen.
 
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