Leichter Strat-Body, woher?

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Gast129541
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Vielen Dank für deine Mühe. Du hast auch mein(e) - zugegebenermaßen sehr subjektive(s) und individuelle(s) - Vorstellung bzw. Anliegen sehr gut verstanden, scheint mir.

Ich denke, im Laufe des Frühjahres werde ich das Ganze umsetzen und gucken, was passiert … :D
 
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Soaring138
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Hallo zusammen.
Ich habe eine Frage zu diesem alten Thread...
Man hat mir einen Korpus angeblich aus Esche voll HSH gefräst mit ... 880 gr Gewicht !
Der Korpus ist umlackiert.
Ist es überhaupt möglich?
Vielen Dank
Bruno
 
murle1
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Wenn er aus sehr leichter Sumpfesche ist, dazu noch die "Badewannenfräsung" für die PU's hat - kann es möglich sein. Vom Ton her allerdings nicht unbedingt das Gelbe vom Ei...(nach meiner Erfahrung)
 
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Soaring138
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Der Korpus ist wie beschrieben nicht als Badewanne gefräst sonder als HSH gefräst worden.
Bei dem Gewicht und dem Aussehen denke ich eher an Balsaholz, dessen Dichte laut Wikipedia zwischen 40 und 340 kg/m³ mit Mittelwert 100-200 kg/m³, wobei Esche bei 410 - (650-690) - 860 kg/³ liegt.
Also leicht weniger als ein Drittel für Balsa. Bei 880 Gr. wird es plausibel, im Vergleich zu einem 2,0 - 2,2 kg schweren Korpus aus Esche.
Aber was den Ton betrifft, bin ich auch deiner Meinung. Bei der Yamaha RGX A2 wurde Balsa in einer harten Schale bearbeitet... Was sich als eine positive Überraschung herausstellte.
Ohne diese harte Schale denke ich nicht, das mein Korpus die Kräfte der Schrauben an der Halstasche und am Steg aushalten würde...
 
murle1
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Balsaholz ist natürlich nicht geeignet. Viel zu weich um Schrauben fest zu halten. Ton??? Ich habe bisher zwei Tele aus Zedernholz gebaut, für Tanzmucker mit 8 Stundenprogramm. Die waren mehr als leicht, vom Ton her saugut. Allerdings habe ich auf Decke und Boden Furnier aufleimen müssen, jeder Stupser erzeugt sonst Beulen im Lack. Und für die wichtigsten Schrauben wurden Hartholzdübel eingeleimt. Waren tolle Instrumente, leider sind so dicke Blöcke kaum zu bekommenm, und recht teuer! Aber LEICHT!
 
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Etna
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Moin!

Es gibt auch Gitarren aus Redwood. Das ist ähnlich hart wie deine Zeder. Da frage ich mich auch, wie der Lack beschaffen sein muss, damit man nicht versehentlich mit dem Daumennagel den Great Canyon nachbildet.

Aber dank dir, @murle1 für die Idee! Sehr pfiffig das Ganze, einfach so leichten Plunder strategisch mit Dübeln haltbar zu machen und zu furnieren. Denn so allmählich verabschiede ich mich von dem Gedanken schwerer ist besser. Nach 10 Jahren 5kg Strat überlegt man sich schon wie man etwas leichter gestalten kann ohne, dass man auf den Rest verzichten muss.

Was man bei leichten Hölzern allerdings differenzieren muss, ist der Grund der geringen Dichte. Das eine ist ja ein leichtes Holz zu haben, dass weder hart noch anderweitig belastbar ist. Anders sieht es bei der Sumpfesche aus. Das ist nämlich eine normale Esche, deren unterer Teil des Stamms längere Zeit im Wasser stand. Die Zellen werden vom Wasser ausgespühlt, sodass kein Inhalt mehr vorhanden ist. Das eigentliche Grundgerüst an Zellwänden und restlichen Strukturen allerdings bleibt erhalten. Daher bleibt Sumpfesche dennoch so stabil. Das ist der einzige Grund.

Ich habe derzeit seit Ende November zwei Holzstammstücke im Keller zum Trocknen. Diese lagen 300 Jahre lang in Hamburg im Boden an der Elbe. Normalerweise würde ich solche Stücke aus Eiche nie alleine heben können. Nach fast 3 Monate Trockenzeit gelingt das bereits tadellos. Dennoch kann ich darauf herumspringen, ohne das diese Stücke irgendwo nachgeben würden. Das ist schon spannend. Es juckt mich jeden Tag alles aufzuschneiden und zu schauen, wie es von innen aussieht. Aber ich denke ich sollte zumindest ein Jahr lang warten.

Schicken Gruß,
Etna
 
murle1
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Das mit der Zeder war Zufall. Als ich bei meinem Tonholzhändler war, fand ich beim Stöbern den Block und habe ihn gekauft - denn Zeder ist doch bei sehr guten Akustik auch angesagt. Also, warum nicht. Später stellte sich heraus das der Block nicht zum Verkauf gedacht war, es sollten Akustikdecken daraus geschnitten werden. Aber der Ton war so überzeugend warm und klar, das ich auf längeres Bitten noch einmal einen bekam. Meines Wissens sind das die einzigen Tele aus dem Holz, zumindest in D.
 
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Hi zusamm,

meiner Erfahrung nach hat das Gewicht von Strat/Tele Style Bodies zwei gegensätzliche Faktoren, die es für jeden Spieler individuell auszutarieren gilt. Leichte Bodies guter Qualität (gilt für Esche und Erle) geben der Gitarre (guter Hals/Hardware vorausgesetzt!) einen sehr lebendigen, holzigen Ton. Das klingt für sich alleine gespielt oft sehr nuanciert und trifft das Klischee das man damit verbindet. Im Bandkontext kann es jedoch mit solchen Gitarren schwierig werden. Meine schöne Nash Tele war so ein Fall-sehr leicht und Ton ohne Ende! Auf der Bühne mit Engl Blackmore, lautem Drummer und 2. Gitarristen (Led Zep-AC/DC Sound) duckte sie sich regelrecht weg und war fast unhörbar-da nutzten auch druckvollere Pickups nix, obwohl sie im Studio eine unglaubliche Ton-Waffe war.
Die selbe Erfahrung habe ich noch mit ein paar sehr leichten "Ton"-Gitarren gemacht.
Sind Gitarren sehr schwer tut sich aber oft zu wenig und die Tonsubstanz geht verloren. Für meinen Sound (bei F-Style) sind mittelschwere Gitarren am geeignetsten. Die blaue Strat zB vom Avatar klingt alleine ganz OK-mehr aber auch nicht. Im Bandkontext tut sie unglaublich!
Wie gesagt muss das jeder für sich selbst rausfinden!

Gruss,
Bernie
 
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