Les Paul massiv "ausdünnen" (flacherer Korpus, Double-Cut) ?!

von captainbee, 15.04.19 um 09:40 Uhr.

Sponsored by
pedaltrain
  1. captainbee

    captainbee Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    13.11.12
    Zuletzt hier:
    18.04.19
    Beiträge:
    190
    Ort:
    Pohlheim-Grüningen
    Zustimmungen:
    54
    Kekse:
    14
    Erstellt: 15.04.19 um 09:40 Uhr   #1
    Hi Leute, nach langer Abstinenz bzgl. Gitarren-Mod bin ich grad mit nem Feund am überlegen, ob wir einen alten Paula-Korpus etwas modifizieren.

    Und zwar wäre es interessant diesen Korpus quasi zu verschlanken, also die Mächtigkeit gerade im unteren Bodybereich zu verringern. Abgesehen von den E-Caves, muss man da noch irgendwas beachten ?

    Ein weiteres Verbrechen schwebt uns vor, etvl. einen DoubleCut herszustellen, indem man die Toggle-Cave raussägt.

    Da die Klampe später eh wieder überlackiert wird, ist Deckenholz und Flickstellen für die Toggle-Kabeldurchführung egal. Ziel wäre, das Ding so schlank wie ne PRS oder ne SG zu bekommen ;-)

    THX und Gruß
     
  2. GEH

    GEH MOD A-Saiteninstrumente Moderator

    Im Board seit:
    12.10.07
    Beiträge:
    17.454
    Zustimmungen:
    3.954
    Kekse:
    53.620
    Erstellt: 15.04.19 um 09:58 Uhr   #2
    Hmm, bei der Aktion muss dann eventuell auch der Gurtpin noch weiter nach rechts versetzt werden, u.U. an eine Stelle wie bei einer SG.
    In Verbindung mit einem "verschlankten", leichteren Korpus bekommst du dann auch eine entsprechende Kopflastigkeit der Gitarre.
    Der Vorteil einer schweren Paula ist halt, dass der fette Korpus wenigstens die Kopflast ausgleicht.
     
  3. captainbee

    captainbee Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    13.11.12
    Zuletzt hier:
    18.04.19
    Beiträge:
    190
    Ort:
    Pohlheim-Grüningen
    Zustimmungen:
    54
    Kekse:
    14
    Erstellt: 15.04.19 um 10:30 Uhr   #3
    Hi, ja das mit der Kopflast wie bei der SG empfinde ich auch abschreckend, aber der Besitzer findets OK ;-)
    Danke für den Tipp ! LG
     
  4. bagotrix

    bagotrix Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    13.08.11
    Zuletzt hier:
    20.04.19
    Beiträge:
    4.104
    Ort:
    Kraichgau
    Zustimmungen:
    3.522
    Kekse:
    42.215
    Erstellt: 15.04.19 um 13:49 Uhr   #4
    Hi,

    ich glaube nicht, dass ein zweiter Cutaway schon zu Kopflastigkeit führen muss. Ist der Gurtknopf an dessen Spitze platziert und die Gitarre hängt wie üblich leicht schräg, kommt es drauf an, auf welcher Seite der Schwerpunktliegt, wenn man vom Gurtpin eine Senkrechte zieht. Von da aus gesehen wird ein guter Teil des Materials ja auch in Richtung Kopfplatte weggeschnitten. Manche SG-Spieler wie Toni Iommi versetzen des Gurtpin ja sogar ans Horn.

    Maßgeblich dürfte eher die sonstige Gewichtsreduzierung sein. In dem Punkt würde ich statt großflächiger Ausfräsungen im hinteren Bereich eher dazu raten, über die ganze Korpusunterseite einen Zentimeter abzutragen, um auf eine ähnliche Dicke wie bei einer PRS zu kommen. Schau Dir mal die Gibson Less Plus oder die Custom Lite aus den 80ern an. Denn je weiter die Gewichtserleichterung vom vorderen Gurtpin nach hinten vorgenommen wird, desto größer ist durch die Hebelgesetze der Einfluss auf die Gewichtsverteilung. Alles, was nahe am Lot unter dem vorderen Pin liegt, hat kaum Einfluss auf die Gesamtbalance.

    Eine Reduzierung über die ganze Fläche sauber hinzubekommen, ist natürlich aufwendiger bzw. erfordert gutes Werkzeug und päziseres Arbeiten als Löcher zu fräsen und einen Deckel draufzumachen. Noch schöner wäre natürlich eine bauchseitige Fräsung - nicht nur, dass die Gitarre sich dadurch angenehmer zum Körper hin neigt, sondern die bildet einen zusätzlichen Widerstand gegen unerwünschte Bewegungen, was eventuelle Kopflastigkeit zusätzlich entschärft.

    Gruß, bagotrix
     
  5. Günter47

    Günter47 Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    18.02.15
    Zuletzt hier:
    20.04.19
    Beiträge:
    1.313
    Zustimmungen:
    1.280
    Kekse:
    10.410
    Erstellt: 15.04.19 um 14:53 Uhr   #5
    Ich gehe davon aus, dass es sich nicht um eine Gibson handelt?

    Wenn die Gitarre weder einen wirtschaftlichen noch ideellen Wert hat....lasst die Säge sägen.
     
    gefällt mir nicht mehr 1 Person(en) gefällt das
  6. chick guevara

    chick guevara Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    14.11.16
    Beiträge:
    387
    Zustimmungen:
    169
    Kekse:
    406
    Erstellt: 15.04.19 um 17:44 Uhr   #6
    Ach warum nicht auch ne Gibson zersägen. Gibt doch genug davon.
    Und der alte Les Paul hats ja auch so gemacht.

    ".......er griff zu radikalen Maßnahmen und baute „The Log“. Er nahm sich eine Ahornplanke mit quadratischem Querschnitt, ca. 50 cm lang, schraubte Saitenhalter, Steg und Tonabnehmer daran fest und verleimte diesen Klotz (engl. „log“) mit einem ganz normalen Gitarrenhals von Gibson. Dann sägte er eine seiner Epiphone-Gitarren der Länge nach durch und befestigte an den Seiten seines Klotzes je eine Korpushälfte. Von weitem sah das gute Stück wie eine handelsübliche Gitarre jener Tage aus, in Wirklichkeit handelte es sich aber um eine – zugegeben recht simple – Solidbody, die der Optik wegen (noch) mit zwei hohlen Korpushälften „getarnt“ war."
    (Aus dem Gitarre & Bass Gibson Special 2002)

    20190415_174328.png
     
  7. Bassturmator

    Bassturmator Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    05.06.08
    Zuletzt hier:
    20.04.19
    Beiträge:
    3.038
    Ort:
    Ruhrgebiet
    Zustimmungen:
    1.821
    Kekse:
    11.372
    Erstellt: 15.04.19 um 21:49 Uhr   #7
    Hab`s gerade nicht gefunden, aber da gab es doch kürzlich einen thread in dem jemand seine echte Les Paul vom Gitarrenbauer nachträglich hat ausdünnen lassen. Fand ich sehr interessant und wenn jemand weiß was ich meine fänd ich das verlinkungswürdig.

    Ich selbst dachte nämlich dass es cool sein könnte wenn man nicht sägen, sondern fräsen würde.

    bagotrix hat sich ja schon dazu geäußert, aber ich könnte mir auch vorstellen dass man ein "modern weight relief" macht ohne einen Deckel drauf zu machen.

    Eigentlich kann man doch auf der Rückseite wegfräsen was man will. Eine geschlossene Fläche ist da ergonomisch gesehen jedenfalls nicht notwendig...
     
  8. Markusaldrich

    Markusaldrich Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    04.08.13
    Beiträge:
    3.323
    Ort:
    Köln
    Zustimmungen:
    2.872
    Kekse:
    11.649
  9. Bassturmator

    Bassturmator Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    05.06.08
    Zuletzt hier:
    20.04.19
    Beiträge:
    3.038
    Ort:
    Ruhrgebiet
    Zustimmungen:
    1.821
    Kekse:
    11.372
    Erstellt: 16.04.19 um 08:32 Uhr   #9
    Danke für`s raussuchen - genau das meinte ich!
     
  10. captainbee

    captainbee Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    13.11.12
    Zuletzt hier:
    18.04.19
    Beiträge:
    190
    Ort:
    Pohlheim-Grüningen
    Zustimmungen:
    54
    Kekse:
    14
    Erstellt: 16.04.19 um 08:38 Uhr   #10
    Doch, ist ne Original LP 57 Custom Black Beauty, die will ich halt dünner machen, double-Cutten und Pink/Grün swirlen.

    https://www.thomann.de/de/gibson_lp_57_custom_black_beauty_2018.htm
    --- Beiträge zusammengefasst, 16.04.19 um 08:38 Uhr, Datum Originalbeitrag: 16.04.19 um 08:35 Uhr ---
    Ups, da hab ich wohl den Smiley vergessen ;-)

    Nääää, Leute, das ist ne runtergeschliffene, alte Epi die seit Jahren auseinandergebaut ihr Dasein fristet, keine Angst, mir sin doch kaa Vebräschä.

    Gruß
     
    gefällt mir nicht mehr 1 Person(en) gefällt das
  11. KickstartMyHeart

    KickstartMyHeart Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    11.12.14
    Zuletzt hier:
    19.04.19
    Beiträge:
    507
    Ort:
    Main-Taunus-Kreis
    Zustimmungen:
    510
    Kekse:
    3.841
    Erstellt: 16.04.19 um 08:38 Uhr   #11
  12. makkohille

    makkohille Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    01.04.15
    Zuletzt hier:
    19.04.19
    Beiträge:
    596
    Ort:
    im Westen Tirols
    Zustimmungen:
    214
    Kekse:
    1.173
    Erstellt: 18.04.19 um 10:11 Uhr   #12
    Also meine 2005er Gibson SG ist kein bisschen kopflastig, sie wiegt minimal über 3 kg, hat den etwas dickeren Hals. Was ich damit sagen möchte, ist, das man Schritt für Schritt Material vom Korpus wegnimmt, und dann schaut, wie sich das Instrument am Gurt verhält. Vorher, in unbearbeitetem Zustand wiegen, damit man weiß, wie schwer die Ausgangsbasis ist. Wenn man unbedingt eine DC haben möchte, damit erstmal anfangen. Ich würde dann von der Rückseite gleichmäßig Material entfernen, immer zwischendurch am Gurt testen und auch wiegen. Warscheinlich muß man einen Kompromiß finden, wenn einem Kopflastigkeit nicht ganz egal ist.
     
Die Seite wird geladen...

mapping