Line Driver oder DI-Box für lange Kabelwege?

rland
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Grüß euch!

Im Effektloop meines Mark V hängen ein Modulator, ein DD20 und bald ein philosopher's tone und vor dem Amp ein MicroSynth (alles auf einem Pedaltrain).

Da ich mittlerweile auf immer größeren Bühnen spiele :cool: reichen die bisherigen 3,5m Kabel nicht mehr.
Es müssen also 6-9m Kabel her, das sind insgesamt 24-36m Kabel!!! -> das geht nicht mehr ohne deutliche Klang-Verluste.

Also muss ein LineDriver oder eine geeignete DI-Box her.
Die Frage ist nun "welche" und "wieviele":

- Muss ein/e Driver/DIbox vor den Microsynth und eine/r in den Loop? Oder reicht eine/r am Anfang der Kette?
- nen LineDriver (also sowas wie der Lehle SundayDriver)?
- oder ne DI-Box (wie die Radial ProD2? Die wäre Stereo, also für gleich für beide Loops geeignet?)
- Budget um die 200 eier.


Danke für eure Hilfe! Weiterrocken!
 
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Hallo rland,

Wenn du ein Level-Problem hast, muß mMn ein Teil mit eingebauter Level-Verstärkung her. So was wie der Lehle-Sunday-Driver dürfte dein Problem lösen.

Wenn du eine Mixing-Option dabei haben möchtest, könnte evtl. auch eine aktive DI-Box mit eingebautem Kopfhörerverstärker helfen, wie diese hier z.B.: http://www.smproaudio.com/index.php/de/products/di-boxes/q-di
Gibt’s z.B. hier mit Kundenmeinungen dazu: https://www.thomann.de/de/sm_pro_audio_qdi.htm
Ich bin mir allerdings unsicher ob, das deine Anforderungen tatsächlich erfüllen könnte, weil ich das selbst so noch nicht ausprobiert habe. Ich empfehle dir daher, mal direkt mit dem Hersteller Kontakt aufzunehmen und zu klären, ob dieses Teil tatsächlich geeignet ist.

VG
 
Eine DI-Box wandelt dir das Signal auf symmetrisch um (was du nicht brauchst) und schleust das unsymmetrische Signal unbearbeitet duch (was du nicht willst).
Bleibt nur noch der Line-Driver/Buffer.

-> das geht nicht mehr ohne deutliche Klang-Verluste.
weisst du oder denkst du?

Muss ein/e Driver/DIbox vor den Microsynth und eine/r in den Loop? Oder reicht eine/r am Anfang der Kette?
Probiers aus, Hellsehen können wir auch nicht. ;)
Im Loop macht es normal nicht so viel aus, weil der Pegel und die Impedanzen anders sind. Aber das kann man so nicht genau sagen.
Schließ einfach mal nur vor dem Amp mit langen Kabel an und höre was passiert und dann schließ auch mal nur den Loop mit langen Kabeln an.
 
Grundsätzlich ist zu sagen, dass es immer dort besonders kritisch ist, wo die (passive) Gitarre (=hochohmiges Signal) mit langen Kabeln (kapazitiv) belastet wird (=Höhenverlust).

Die erste Stufe, die das Signal niederohmig macht, macht schon vieles, was Dir als großes Problem erscheint, weniger schwierig.

Ich würde also nach dem ersten Kabel von der Gitarre zum Pedalboard den Sunday-Driver (immer an, also reicht der ohne Switch) schalten. Die Gitarre wird ein gutes 9m Kabel (z.B. Sommer Cable) ohne große Höhenverluste bis dahin schon vertragen.

Danach würde ich den Compressor und den MicroSynth (beide vor den Amp) setzen. Die jeweiligen Ausgänge sind so gebuffert, dass man damit ein weiteres gutes 9m Kabel bis zum Amp führen kann.

Dann würde ich in den Loop den Modulator und das DD20 setzen. Idealerweise sind die beiden Geräte vom Bypass her fernsteuerbar, oder man nimmt einen fernsteuerbaren Loop-Switch, dann hat man keine langen Kabelwege mehr. Wenn Du die Geräte vorne brauchst kommst Du um zwei weitere lange Kabel nicht herum.

Auch hier sind wir jedoch schon niederohmig. Somit denke ich, dass ein Cable-Driver überflüssig ist. Die Qualität der Kabel ist allerdings das A&O. Ich sehe hier eher das Problem Einstreuungen (Brummen/Radio Moskau/Taxifunk/etc.) als das Problem Soundverlust.

Man kann diese Wege symetrieren. In PA-Anwendungen funktionieren damit ganz andere Längen.

LG Jörg
 
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danke für eure antworten!

weisst du oder denkst du?

Schließ einfach mal nur vor dem Amp mit langen Kabel an und höre was passiert und dann schließ auch mal nur den Loop mit langen Kabeln an.

das weiß ich; der unterschied ist deutlich hörbar: höhen- und dynamikverlust, irgendwie leblos.
lange kabel nur vor dem amp: schlecht.
lange kabel nur im loop: schlecht.
lange kabel vor dem amp und im loop: doppelt schlecht. ;)


Grundsätzlich ist zu sagen, dass es immer dort besonders kritisch ist, wo die (passive) Gitarre (=hochohmiges Signal) mit langen Kabeln (kapazitiv) belastet wird (=Höhenverlust).

Die erste Stufe, die das Signal niederohmig macht, macht schon vieles, was Dir als großes Problem erscheint, weniger schwierig.

Ich würde also nach dem ersten Kabel von der Gitarre zum Pedalboard den Sunday-Driver (immer an, also reicht der ohne Switch) schalten. Die Gitarre wird ein gutes 9m Kabel (z.B. Sommer Cable) ohne große Höhenverluste bis dahin schon vertragen.

wenn der sundaydriver also an erster stelle vor dem amp hängt, macht er dann das komplette signal durch die ganze kette niederohmig, oder wird das signal nach der vorstufe wieder hochohmig (was dannn nach einem zweiten driver im loop verlangen würde)???

ich spiele mit dem gedanken den modulator und den dd20 auf den amp zu stellen und nur mit kurzen guten patchkabeln direkt an den loop zu verkabeln (es werden max 2 einstellungen am effektgerät benötigt, drum ginge das vielleicht) und nur den kompletten loop zu schalten.
so hätte ich zumindest nur einen langen kabelweg...
außer eben das signal bleibtnach dme sundaydriver immer niederohmig, dann ist die kabellänge des loops auch wurst, odeR?
 
Das Signal wird i.A. sofort nach dem ersten Bodentreter niederohmig, weil fast alle als erste Stufe einen Impedanzwandler verwenden. Ausnahme sind Geräte mit "True Bypass" und das eine oder andere WahWah.

Dass das Signal im Loop allein durch die Kabel schlecht wird, stimmt mich nachdenklich. Ist es mit kurzen Kabeln besser. Eigentlich sollte im Loop der Kabelweg nicht so extrem die Rolle spielen. Wie gesagt: Die Kabelqualität spielt auf jeden Fall eine Rolle.

LG Jörg
 
ja, das signal wird auch im loop (allerdings nicht so stark) schlechter: wenn ich die fx-geräte auf (true)bypass schalte und den dennoch loop anmache (2x6m sommer-kabel), wird das signal hörbar dumpfer, etwas leiser, lebloser.
ich werde morgen gleich ausprobieren, ob durch die kurzen kabel im loop verbesserungen hörbar sind.
 
Beim Loop kann das schon auch vorkommen. Hab da auch schon Erfahrungen mit genau dem Gegenteil gehabt.
Amp verkabelt und mich gewundert wieso der aufeinmal so schrill klingt. Wieder die langen Kabel für den Loop verwendet und alles passt wieder.


Der Buffer vor dem Amp belastete die Gitarre nicht mehr so sehr und macht das Signal gleichzeitig niederohmig, was schon sehr viel bringt.
Der Effektloop ist grundsätzlich schon niederohmig, weshalb es sich dort nicht so sehr auswirken sollte. Aber wie man sieht passiert es doch.
 
- nen LineDriver (also sowas wie der Lehle SundayDriver)?
Habe dieses Zauberkistchen und seitdem keine Probleme mehr :) Ich brauche den Switch auch nicht. Steht bei mir i.d.R. immer auf D wie Driver und das Poti ist minimal aufgedreht. Das bewirkt eine neutrale Verstärkung "Das eingehende Signal wird mit einer Eingangsimpedanz eines Gitarrenamps von 1 MOhm verstärkt. Soundverlusten durch lange Kabel oder Effektketten wird damit wirksam vorgebeugt" (aus der Beschreibung)
Also genau das, was ich gesucht habe. Man kann den Sound aber auch klanglich beeinflussen indem man das Kistchen auf dem Sundaymodus laufen lässt. Bruach ich persönlich nicht. Ich passe nur mit seinem Regler das Kistchen auf die jeweiligen Verhältnisse an. Man braucht auch keine Sorgen zu haben, dass sich da was verstellt. Das Ding ist echt gut durchdacht :)
 
ja, das signal wird auch im loop (allerdings nicht so stark) schlechter: wenn ich die fx-geräte auf (true)bypass schalte und den dennoch loop anmache (2x6m sommer-kabel), wird das signal hörbar dumpfer, etwas leiser, lebloser.
ich werde morgen gleich ausprobieren, ob durch die kurzen kabel im loop verbesserungen hörbar sind.

Ich glaube, der MK V hat eine Röhrenpufferung im Loop. Vielleicht ist da irgendwas defekt? Probier mal nur Kabel ohne FX und dann Loop ein/aus. Ändert sich der Sound, auch wenn nur ein Kabel von Send nach Return geht?

LG Jörg
 
Ich glaube, der MK V hat eine Röhrenpufferung im Loop. Vielleicht ist da irgendwas defekt? Probier mal nur Kabel ohne FX und dann Loop ein/aus. Ändert sich der Sound, auch wenn nur ein Kabel von Send nach Return geht?

LG Jörg

guter tipp, das probiere ich. danke.
 
Aber du hast die Antworten hier schon mal duchgelesen? :gruebel:

Wo ich gerade sehe das der Sunday Driver ja auch so teuer ist, da kann ich dir auch gleich einen MI Audio Boost'N'Buff empfehlen.
Den hab ich (in der 10€ Selbstbau Version) nach der Gitarre, für genau den selben Zweck.
 
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Also ich hab auch über 20m Kabel verbaut. Ich merke kaum einen Verlust.
Zudem spielte ich mein Signal auch öfters in Stereo. Also ich merke echt kaum verluste.

Es mag sein, dass geringe da sind. Kaum zuhören. Allerdings hatte ich letzten ein POD HD500 getestet.... Das Teil hatte extreme Verluste.

Dein DD20 ist nicht schlecht. Aber nen True Bypass hats nicht. Gering Hörbare Verluste hat es aber. Aber gering. Für nen sauberen Sound müssen Kabel und FX Geräte einfach Top sein. Die sind aber teuer.

Häng doch mal lange Kabel ohne FX dran und dann kurze mit den FX und jedes einzeln. Vllt is es ja nur eine Komponente das Problem.
 
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oki doki. :D danke. :great:
 
ja, das signal wird auch im loop (allerdings nicht so stark) schlechter: wenn ich die fx-geräte auf (true)bypass schalte und den dennoch loop anmache (2x6m sommer-kabel), wird das signal hörbar dumpfer, etwas leiser, lebloser.
ich werde morgen gleich ausprobieren, ob durch die kurzen kabel im loop verbesserungen hörbar sind.

Ich glaube, der MK V hat eine Röhrenpufferung im Loop. Vielleicht ist da irgendwas defekt? Probier mal nur Kabel ohne FX und dann Loop ein/aus. Ändert sich der Sound, auch wenn nur ein Kabel von Send nach Return geht?

LG Jörg

Ich habe genau dasselbe Problem wie rland auch mit einem röhrengebufferten seriellen Loop. Ich habe den patch cable Test im loop gemacht und damit kein (hörbarer) Klangverlust festgestellt. Also der loop selber scheint in Ordnung zu sein. Die Effekte im loop sind wenige und eigentliche Edelteile (Strymon, Fulltone und ein Boss), allerdings relativ lange Kabel. Mit meinem anderen Amp (mit passivem seriellen loop) habe ich das Problem nicht.
Bin mit meinem Latein am Ende. Ist ein Lehle Sunday Driver im loop die Lösung?
 
Gibt's eventuell ne Lösung die Effekte direkt mit kurzen Patchkabeln am Loop zu "befestigen" und mit einem simplen Footswitch fernzusteuern?

Hups :O
Schon gefunden. Acys Mr Looper
 
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