Line6 LowDown HD750 und Maximizer?

M
Muma5
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
16.11.12
Registriert
31.10.12
Beiträge
3
Kekse
0
Hi Leute,

ich benötige mal einen Rat, da meine Kenntnisse hier erschöpft sind und google mir keine entsprechenden Antworten liefern kann.

Mein Equipment in diesem Fall:


  • Bass: Musicman Stingray V
  • Boxen: Ashdown MAG 4x10 / MAG 1x15

Ich habe zwar auch einen Ashdown ABM EVO II. Der steht allerdings in einem anderen Proberaum und wird mit den dort vorhandenen Boxen betrieben.

Kürzlich habe ich mir also nach langer Suche den Line6 LowDown HD750 gekauft und bin echt angetan von dem Teil. Wenn irgendwann mal viel Geld da sein sollte gibt´s wahrscheinlich ein Upgrade auf Ampeg (und auf neue Boxen). Aktuell gefällt mir der HD750 allerdings sehr gut.

Musikalisch sind wir in der metallischen Moderne einzuordnen, spielen also sehr viel gehacktes á la Tesseract, Periphery usw. .

Unser Gitarrist hat den BBE Maxcom (19“ Version mit Gate/Limiter/Kompressor/Sonic Maximizer). Beim Testen des HD750 im Proberaum haben wir auch mal den Maxcom vorgeschaltet. Zwar hatten wir keine Zeit mehr dies ausgiebig zu testen, allerdings hat man hier schon eine positive Wandlung gehört. Gerade dann, wenn man den Maxcom wieder ausgeschaltet hat.
Nun gibt es das Problemchen, dass man beim HD750 nichts einschleifen kann.

Macht es Sinn, den Maxcom vorzuschalten? (Mal abgesehen von der blöden Verkabelung, die sich hier ergeben würde: Bass in die Rückseite des Maxcom, Rückseite Maxcom in Fronteingang HD750...) Im Rack wäre das schon doof, aber nicht unlösbar.

Oder gibt es hier irgendwas, was man hier noch wissen muss? Bessere Alternativen für Bass?

Und wie wäre es mit der Möglichkeit, den Maxcom dahinter zuschalten?´Ich könnte theoretisch ja mit den 2 Boxenausgängen zunächst vom HD750 in den Maxcom und von dort aus in die Boxen gehen. Oder „zerschieße“ ich den Maxcom dann mit den 750 Watt des HD750?

Wichtig für mich und für die Mukke wäre halt, dass man die gehackten Sachen perfekt mitspielen kann. Hier empfiehlt sich meines Wissens ja schon ein Gate. Der Kompressor des Maxcom würde dann auch den 1-knob Kompressor des HD750 ersetzen, wobei mir auch der brauchbar erschien. Und der Maximizer sollte ja hier auch seinen Dienst verrichten. Daher bin ich so als all-in-one Gerät auf den Maxcom gestoßen.

Kurz:

- Line6 LowDown HD750 mit BBE Maxcom betreiben?
- Vorschalten oder dahinter schalten?
- Macht das überhaupt Sinn oder gibt es bessere (erschwingliche) Alternativen für dem o.g. Einsatzzweck ohne viele separate Geräte kaufen und Riverdance-tanzend über die Bodentreter hüpfen zu müssen? -> Gate, Kompressor, Maximizer?!

Danke euch für die Hilfe!

Viele Grüße

Muma5
 
Eigenschaft
 
Ich bin kein Elektriker, würde aber stark vermuten, dass du den Maxcom hinter der Endstufe schießt. Mal abgesehen davon, dass der Instrumenteneingang des Maxcom vmtl für die Impedanz einer Gitarre angepasst ist... Würd ich lieber nicht ausprobieren.
Die Frage ist, ob du wirklich einen Maximizer brauchst oder ob ein Kompressor "reicht". Im Endeffekt macht ein Kompressor, dessen Ausgangslautstärke sich regeln lässt auch nichts anderes als die meisten (!) Expander/Maximizer. Weil ob du jetzt die leisen Signalanteile lauter machst oder die lauten Signalanteile leiser, dann aber das Gesamtsignal anhebst ist relativ wurscht. zumindest für den Live-Einsatz.
Insofern macht es schon Sinn, den Kompressor vorzuschalten. Auf jeden Fall mehr als nachzuschalten.

Bodentreteralternative zu einem Gerät wie MAxcom kann ich mir aber nicht vorstellen. zumal der Maxcom ja doch etwas Kenntnis zur richtigen Bedienung voraussetzt.

Wenn der 1-Knob-Comp am Amp auch was bringt und dir gefällt, warum dann nicht bei dem bleiben? :)


Zu der Sache mit dem Gate:
Ich halte es gerade für den Bass für schwer, ein Gate praxisgerecht einzusetzen, wenn man nur abgehacktes Spiel akzentuieren will. Das geht dann denk ich nämlich tatsächlich nur per Stepptanz :p
 
Hi,

den Maxcom kannst Du nicht sinnvoll an die Boxenausgänge anschließen.
Selbst, wenn Du den Maxcom-Eingang durch das sehr energiereiche Endstufensignal des Line6 nicht beschädigst, was durchaus passieren kann (!!!!!), hättest Du nichts davon, da der Maxcom aus dem Endstufensignal wieder ein Linesignal macht, das keine ausreichende Leistung bietet, um damit einer Box ein, wenn überhaupt hörbares, auch nur annähernd lautes Signal zu entlocken.

Den Maxcom zwischen Bass und Line6-Eingang zu betreiben kann durchaus Sinn machen - Du beschreibst ja selbst, dass es für Eure Ohren einiges brachte - und ist auch nicht schädlich, solange Du den Eingang des Line6 nicht deutlich übersteuerst (Ausgangspegel des Maxcom und Eingangspegel des Line6 entsprechend einstellen).

Mit manchen Bässen, die ein sehr hochohmiges Ausgangssignal haben (hohe Ausgangsimpedanz z. B. bei passiven Bässen), kann der niederohmige Eingang des Maxcom (niedrige Eingangsimpedanz) zu Klangeinbußen führen, muss aber nicht; mit Deinem Bass (aktiv?) gab es offenbar keine Probleme.

Gruß
Ulrich
 
Hi, :)

vielen Dank für Eure Beiträge!

@[klef]: Ja, das weiß ich eben auch nicht (Maximizer oder nur Kompressor). Klar, Du hast schon recht. Der Kompressor am HD750 ist meiner Meinung nach zu gebrauchen und müsste theoretisch nicht ersetzt werden. Ich habe einfach gedacht, dass grundsätzlich schon mal ein 1-knob Kompressor nicht mit einem 4-knop mithalten kann, da hier ja doch deutlich mehr Einstellungen möglich sind. Zudem haben die Geräte von BBE ja schon einen guten Ruf, so wie ich gehört habe. Und der Maximizer wird in vielen Foren als ein essentielles tool, gerade im Aufnahmebereich beschrieben. Daher bin ich auch auf den gekommen. Und die Ergebnisse bei unserem Gitarristen sind ebenfalls sehr gut.

@elkulk: Ja, der Musicman ist aktiv. Interessant war wirklich, dass man den Maxcom beim reindrehen kaum wahrgenommen hat. Erst beim ausschalten hab ich dann gemerkt, dass etwas fehlt. Allerdings lagen da jetzt auch keine Welten zwischen. Aber genau das wurde in anderen Foren als positive Eigenschaft beschrieben. Ein "Effekt" den man nicht hört, sofern er eingeschaltet ist. Naja, wie auch immer. Ich habe also gehört, dass man durch den Maxcom noch etwas mehr rausholen kann, aber…

@all:
…Die Überlegung ist halt, ob ich den Maxcom mit den ganzen Komponenten (Maximizer, Kompressor, Limiter, Gate) als Unterstützung wirklich brauche, um das gehackte "zu perfektionieren" oder ob sich hier ganz andere Geräte vielleicht besser machen und ich z.B. gar nicht mal alle o.g. Komponenten dafür benötige. Da bin ich wie gesagt mit den Kenntnissen am Ende. Es wäre ja noch die Möglichkeit vorhanden, den Kompressor am HD750 zu nutzen und nur den Maximizer von BBE zu kaufen, anstatt des Maxcom. Kostet ja auch mal eben doppelt so viel. Machen Gate und Limiter hier Sinn? Denn beim rumspielen mit dem Gate habe ich z.B. "mal eben" kein gutes Ergebnis bekommen.

Generell möchte ich halt aus dem HD750 entsprechend der musikalischen Anforderung (viel gehacktes) alles rausholen. Gibt es denn da so etwas wie eine "Wunderwaffe", die für so einen Bereich essentiell ist? Der HD750 spricht schon sehr gut an wie ich finde. Dachte das kann man irgendwie noch "abrunden".

Aber mal anders gefragt. Wie machen das denn die Profis? Da bekommt man zwar immer wieder kleine Einblicke in deren Equipment, aber wahrscheinlich sieht man da nie alles, was eingesetzt wird, oder? Beim Bassisten von Periphery weiß ich z.B. dass er über nen Avalon U5 in seinen Ampeg SVT CL geht. Und mehr weiß ich da auch nicht. Da frage ich mich immer, ob das wirklich alles an Equipment ist.

Viele Grüße
 
Hi nochmal,
Also, bzgl. gehackt spielen: Meinst du ein Bassspiel, das solchen Breakdown-Mosh-Parts im modernen Metal(core) a la Periphery entspricht, odeR?
Zum einen spielt natürlich deren SPieltechnik mit. Ich nehme stark an, dass viele Bassisten im Metal(core) bereich mit Plek spielen, weil das einfach dem Gesamtsound einen perkussiveren Charakter geben kann.
Desweiteren musst du wirklich dran denken, dass das auf den Aufnahmen alles deshalb so sauber klingt, weil das i.d.R. stark digital nachbearbeitet wird. Da ist es kein Problem, die Instrumente zu gaten oder so zu schneiden, dass wirklich nur der Ancschlag zu hören bleibt...
Alles in allem glaube ich jedenfalls, dass am einfachsten ist, sich eine entsprechende Spieltechnik anzueignen. Außer du hast nichts dagegen, bei euren Moshparts (die ja viele zu sein scheinen...?) eben ein Bodentreter-Gate anschaltest, mit den entsprechenden Einstellungen und bei melodiösen bzw. tragenden Linien das Gate wieder deaktivierst, damit du Noten auch stehen lassen kannst. Aber du meintest ja, auf Stepptanz hast du keine Lust :p
 
Im Studio ist das wie [klef] schon andeutet alles relativ simpel auf "perfekt" getrimmt. Da werden diverse Takes gespielt, daraus die besten Parts zurechtgeschnibbelt und zurechtgeschoben (was bei "gehacktem" schön einfach ist und dann sogar mit diversen Plugins automatisch geht...). Dazu dann die komplette Batterie an Tools ala Gate (vermute ich da aber eher weniger), Kompressor, EQs.... und vor allem: Zeit :D

Live ists echt quasi alles Spieltechnik, vor allem das Dämpfen. In der Band vor allem das tighte Zusammenspiel. Kennt wohl jeder ausm Proberaum, wenn alle wirklich "drauf" sind, dann knallt es auf einmal richtig ohne das irgendwas am Sound getan wurde oder sonst was. Das kann man leider nur üben, üben, üben...

Ein Gate müsste für sowas recht brutal eingestellt sein und echt schnell auf und zu machen. Das kann den Sound schnell sehr unnatürlich machen wenn das Gate die Transienten des Attacks anknabbert... Nen Kompressor ist auch hier eher ungeeignet und wäre höchstens was für den Grundsound als für den spziellen "Hack"-Sound. Klar kannst du damit den Attack betonen indem du die Attackzeit lang läßt, aber dann die Releasezeit so zu erwischen das es zum nächsten Anschlag wieder "frei" ist... dadurch würdest du die Stille komprimieren... Quasi eine Art verzögertes Gate. Dürfte aber fudellig werden das einzustellen und noch schlimmer: Eine Einstellung zu finden die für alle Parts in den entsprechenden Tempi passt o_O

Ich würde da wirklich eher den Weg über die Spieltechnik wählen. Sauber dämpfen und schon knackts im Gebälg.
 
Hi,

Danke euch für die Antworten!

@ [klef]: ja, solche Parts meine ich.

ok, das mit der Spieltechnik hört sich wirklich logisch an. Da werde ich mal dran arbeiten. Ich weiß nicht, ob es an dem Stingray liegt oder ob ich einfach nur "falsch" dämpfe. Dämpfe ich mit der "Griffhand" so innerhalb der ersten 3-4 Bünde, dann kommt immer so ein kurzes Nachbrummen. Wenn ich ab dem 5., Bund dämpfe passiert das nicht. Ist sowas normal? Hatte gedacht, dass ich z.B. sowas eben mit nem Gate in den Griff bekomme. Parallel zum Maxcom hatten wir im Proberaum mal ein Gate von MXR getestet, das unser 2. Gitarrist nutzt. Hier waren die Ergebnisse sehr schlecht. Gibt es denn ein Gate für Bass, das als DAS Gate gilt? Ähnlich wie das mit dem EBS Multicomp hier der Fall ist?

Wo wir gerade beim Multicomp sind: Habe mich mal weiter eingelesen, da der Compressor des HD750 zwar im Proberaum gut war, zu Hause beim Homerecorden jedoch extrem viel Sound gestohlen hat. Ich konnte beim Aufnehmen da keine mittelweg finden, wo man den Compressor merkt und trotzdem cooler Sound war. Dadurch und durch den Hinweis eines Kumpels kam ich dann auf Multibandkompression, was offensichtlich nicht so leicht zu bezahlen ist, wenn man sich anständige Hardware kaufen will. Einzige Ausnahme scheint wohl der EBS Multicomp zu sein, der zwar Multiband Kompressor ist, jedoch mit vorgegebenen Frequenzbereichen. Aber das soll er ja dennoch auch gut machen. Den werde ich mir dann glaube ich mal als Erweiterung und Ersatz für den Kompressor am HD750 kaufen. Nach dem was ich gelesen habe, wird er den ja um Längen schlagen.

Demnach wäre dann also zunächst mal der Maxcom/Maximizer raus. Würde dann auf ein EBS Multicomp und ggf. noch ein Gate ausweichen und schon kann ich während der Probe dann doch ne flotte Sohle hinlegen. :)

Grüße
 
Das mit dem Nachschwingen der Saite ist zum Einen von deiner Saitenlage abhängig könnte ich mir vorstellen.
Zum Anderen ist es aber auch ganz normal, dass bis zu einer gewissen Stelle am Griffbrett die Saite nachschwingt, weil erst ab in deinem Fall dem 5. Bund das Dämpfen mit der Greifhand ausreicht, um der Schwingung des längeren, schwingenden Teils der Saite die Energie zu nehmen.
Mit der Anschlagshand abzudämpfen schafft da Abhilfe. Gerade wenn du eh vornehmlich Fingerstyle spielst ist das eigentlich auch recht einfach zu bewerkstelligen, indem du nach dem Anschlag einfach einen Finger auf die zu stoppende Saite "legst", sozusagen schon wieder anschlagsbereit machen ;)

Von einem Gate würde ich Abstand nehmen. Die üblichen Verdächtigen und mir Bekannten sind dazu ausgelegt, Brummen/Rauschen zu unterdrücken. Das ist i.d.R. wesentlich niedriger vom Pegel her als eine nachschwingende Saite.
Ich will nicht sagen, dass es unmöglich ist, aber bevor man sich die Mühe macht, da eine anständige Einstellung an welchem Noisegate auch immer zu finden ist es denke ich einfacher, schneller und vor allem zukunftsweisender seine Spieltechnik anzupassen.
 

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben