Live Mikrofonierung einer Akustik Band mit nur einem Mikrofon

  • Ersteller henrysdream
  • Erstellt am
Aber jetzt warten wir mal ab was der TE inzwischen darüber denkt.

Also dem raucht erstmal der Kopf vor der Fülle der Informationen bzw. des zu lesenden Materials. Wir wollen diese EinMikrofonNummer ja auch keinem Tonmann zumuten. Wenn da ordentliches Zeug und ein fähiger Mensch ist, der das bedient, würde ich immer zu der Komplettannahme mit PU´s, Mikrofon oder bei Bedarf Einzelmikrofon tendieren. Ne, nicht tendieren, sondern mich dafür entscheiden. Denn die EinMikronummer ist nicht unser Stilelement, wenn ich´s auch sehr charmant finde.

Für mich sollte es eine Lösung sein mit einfachen Mitteln (dazu zählt für mich auch Aufbau und Transport) eine merklichen Lautstärkegewinn insgesamt und aber auch für "unterbelichtete" Instrumente (Mandoline, gezupfte Gitarreparts) zu erzielen. Den Bass würde ich sowieso dazu einen (also den zweiten oder womöglich - bei zwei Mic´s - dritten) eigenen Kanal gönnen. Also eine kleine Lösung für "Mist, wir gehen hier lautstärkmäßig unter und wenn wir leiser spielen, um die Mandoline hörbar zu machen, dann geht der Gesamtpegel noch mehr in den Keller".

Mein bisheriges Fazit: ich glaube, wir probieren es einfach mal mit den vorhandenen Mitteln. Werde dabei versuchen, den Schall hinter dem Mic. irgendwie zu reduzieren und werde die Finger vom Kompressor lassen. Der Hinweis oben, dass es eine gute Übung ist, um im Zusammenspiel mehr auf die anderen/das Gesamtbild zu achten finde ich gut. Ich predige es schon länger und so bringe ich die Jungs vielleicht spielerisch dazu ;-)

Auf jeden Fall ich Dank euerer Beiträge viel neuen Input. Ich glaube, ich muss den ganzen Thread nochmal in Ruhe durchlesen, da kam ja flott viel zusammen. Danke :)
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 3 Benutzer
Worauf ich eben hinaus wollte, ist dass es einen Zusammenhang zwischen Umgebungsgeräuschen, was auch immer das sein mag, und dem Nutzsignal gibt. Und je näher ich mit einem Mikro zum Nuntzsignal kann, desto besser ist das Verhältnis Nutz- zu Restsignal, zugunsten des Nutzsignals. Je weiter ich mit dem Mikro weg gehe, desto schlechter wirds, und irgendwann verschwindet das Nutzsignal im Rest. Und das kann deutlich schneller passieren als man denkt. Das sollte man eben bedenken.
Damit kann man arbeiten, der Rest ist rumgestochere in Spekulationen und Interpretation.
Letzteres passiert in allen Foren dauernd und nervt (mich)
:prost:
 
G
  • Gelöscht von Mfk0815
  • Grund: Ich denke die Löschung ist im Sinne des Autors
Genau, wobei die Betonung wohl auch auf dem "Ich" zu finden ist, denn der TE will eigentlich nicht aufnehmen, zumindest war das nicht seine erste Idee. ;-) ...
Ich bezog mich auf Live-Aufnahmen zur Beurteilung des Abnahmeansatzes.
Dass der TE nicht aufnehmen will, ist mir bewusst.

... Wie soll ich eine 70 dB Gitarre in 1 Meter Abstand über den bereits vorhandenen Grundpegel von 80 dB drüber bringen? Einfach nur in dem ich mit dem Mikro deutlich näher an die Gitarre gehe, sagen wir auf 5 cm. Da gehts eben gar nicht darum alles mit der Band zu übertönen. Nur darum dass man die auch überhaupt hören kann, wenn ein Besucher die hören will. ...
Ob solche Pegelverhältnisse realistisch sind, kann ich nicht beurteilen.
80 db Publikumsgeräusche auf der Bühne (!) erscheint mir sehr viel, und 70 db für eine Gitarre in 1 m Entfernung eher wenig. Aber ich habe sowas nie gemessen.

Wenn diese db-Verhältnisse so sind, dann wird es wohl nur mit Close-miking gehen.
Da hätte der TE den Vorteil, dass alle Saiten-Instrumente in seiner Band mit Pickups ausgestattet sind.
Blieben also nur die Gesangsmikros.
Und die ganze Mixerei.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

... Worauf ich eben hinaus wollte, ist dass es einen Zusammenhang zwischen Umgebungsgeräuschen, was auch immer das sein mag, und dem Nutzsignal gibt. Und je näher ich mit einem Mikro zum Nuntzsignal kann, desto besser ist das Verhältnis Nutz- zu Restsignal, zugunsten des Nutzsignals. Je weiter ich mit dem Mikro weg gehe, desto schlechter wirds, und irgendwann verschwindet das Nutzsignal im Rest. Und das kann deutlich schneller passieren als man denkt. Das sollte man eben bedenken.
Das ist unbestreitbar richtig.
 
Zuletzt bearbeitet:
@ NickMcNoise

Es ist immer hilfreich, die Fragestellung des Threadstarters zu respektieren.

Es ging ums Beschallen und nicht ums Aufnehmen und „Biergarten“ wie im dritten Beitrag von 'Chris_Kah' genannt, ist für das genannte Genre hierzulande ein durchaus nicht unüblicher Austragungsort.
Wenn Du Dich aufs Einmikro-Recording beziehst, ist es einfach OT und im falschen Board.

Aaaaaaah, Du warst dabei?
Nein, ich kenne mich allerdings in der Geschichte der Beschallungstechnik sehr gut aus.
Ernsthaft: qualitativ gute Micros, 2-Kanal-EQs, Limiter, kräftige Endstufen und klanglich wie leistungsmäßig mehr als ausreichende Lautsprecher sind heute selbst für Amateurmusiker*innen verfüg- und bezahlbar.
Das wird auch heute für ein gutes Beschallungsergebnis für die Aufgabe 'Acoustic-Band' in 'Einmikro-Technik' nicht reichen.
Es ist eigentlich ganz einfach: wenn man am Rädchen 'Mikrophonie und dessen Anzahl 1' nicht drehen möchte und man den Abstand Band-Mikro nicht beliebig verkleinern kann, müsste man für einen sinnvolles Nutz/Störpegelverhältnis wie von Mfk0815 beschrieben vor allem auf der Lautsprecherseite einen erheblichen Mehraufwand an Systemtechnik betreiben:
- Lautsprecher mit exzellenter Direktivität um wenig Wechselwirkung mit der Bühne zu haben
- relativ großer Abstand Bühne respektive das singuläre Mikrophon zum ersten Lautsprecher
- damit zwangsweise verbunden Laufzeitkorrektur der Lautsprecher einschließlich Messung und Umsetzung derselben in einer Pultmatrix oder besser einem geeigneten Systemkontroller
- Nutzung eines Mehrzonenlautsprechersystems um große Lautstärkeunterschiede in verschiedenen Zuhörerbereichen zu vermeiden
- geeignete Filterbänke und ein tieferes Verständnis im Umgang damit um Rückkopplung ohne Klangeinbußen zu unterdrücken (nein, kein Feedbackdestroyer)
usw
Ich glaube, da ist die übliche 'Pickups + einige wenige, sinnvoll in geringst möglichem Abstand eingesetzte Mikros, kleines Digitalpult mit ordentlichen EQs + zwei Mittelklasseboxen-Taktik' für die meisten hier der stressfreiere Weg.

Das ist, wie ich so lese, beim Threadstarter auch so angekommen:)
 
@ NickMcNoise

Es ist immer hilfreich, die Fragestellung des Threadstarters zu respektieren.

Es ging ums Beschallen und nicht ums Aufnehmen und „Biergarten“ wie im dritten Beitrag von 'Chris_Kah' genannt, ist für das genannte Genre hierzulande ein durchaus nicht unüblicher Austragungsort.
Wenn Du Dich aufs Einmikro-Recording beziehst, ist es einfach OT und im falschen Board. ..

Tat ich aber nicht.

... Es ist eigentlich ganz einfach: wenn man am Rädchen 'Mikrophonie und dessen Anzahl 1' nicht drehen möchte ...
Wir sprachen durchaus über zwei oder gar drei Mics.


...
- Lautsprecher mit exzellenter Direktivität um wenig Wechselwirkung mit der Bühne zu haben
- relativ großer Abstand Bühne respektive das singuläre Mikrophon zum ersten Lautsprecher
- damit zwangsweise verbunden Laufzeitkorrektur der Lautsprecher einschließlich Messung und Umsetzung derselben in einer Pultmatrix oder besser einem geeigneten Systemkontroller
- Nutzung eines Mehrzonenlautsprechersystems um große Lautstärkeunterschiede in verschiedenen Zuhörerbereichen zu vermeiden ...
:LOL:
Ja, wenn mensch Woodstock beschallen will.


...Ich glaube, da ist die übliche 'Pickups + einige wenige, sinnvoll in geringst möglichem Abstand eingesetzte Mikros, kleines Digitalpult mit ordentlichen EQs + zwei Mittelklasseboxen-Taktik' für die meisten hier der stressfreiere Weg.

Das ist, wie ich so lese, beim Threadstarter auch so angekommen:)
Ja, im Vergleich zu dem, was Du auffahren zu müssen meinst, ist das wohl so.
Fazit: Du hast recht und ich meine Ruhe.
 
Also manchmal frage ich mich, wie ich es geschafft habe 35 Jahre lange mit den Mitteln, die ich habe überhaupt Musik machen konnte ....
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Keine Angst, solange Du eben von der Einmikro-Idee absiehst, ist es nicht so kompliziert. :)
 
Keine Angst, solange Du eben von der Einmikro-Idee absiehst, ist es nicht so kompliziert. :)

Eben, die hab´ ich ja nicht, weil ich was, was wir mit begrenzten Mittel gerockt haben. Und das mit Spaß auf und vor der Bühne.
 
Ja, wenn mensch Woodstock beschallen will.
Nein, wenn Mensch Band mit einem Mikro beschallen will, was die Frage des Threadstarts war.
Und nein, Woodstock war nicht so, sondern eine Beschallungskatastrophe.
Aaaaah, Du warst dabei?

Live Mikrofonierung einer Akustik Band mit nur einem Mikrofon​


War der Titel des Threads auch wenn sich der eine oder andere nicht mehr daran erinnern kann/möchte und die Antwort lautet:
Ja ist prinzipiell möglich aber aufwändig, teuer und in den aller meisten Fällen nicht sinnvoll.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe das ne Zeit lang in nem Folk Duo gemacht und fand es super. Man muss halt schon ziemlich nah rangehen und ein bisschen ausbalancieren, wir haben uns einen mehrfach Kopfhörerverstärker gekauft und darüber geprobt, bis wir es etwa im Gefühl hatten, wie wir stehen müssen.

Wenn ihr wirklich 7 Leute seid (ich werde aus deiner Aufzählung nicht ganz schlau) dann macht es vielleicht auch Sinn, den Bass über den Verstärker und zwei Micros a 3 Leute. Das habe ich auch schonmal gesehen.

In den USA gibt es dazu auch Wettbewerbe:
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Auch auf in diesem Filmchen kann man nicht erkennen, ob das nur Aufzeichnung oder eine Beschallungsituation ist. Es ist auf jeden Fall nicht bei Günni in die Eckkneipe, wo die nächste Box einsachzig vom Mikrofon weg steht.

Tipp:
Für Aufzeichnung gibt es in diesem Forum das Recording-Brett.
 
@Alttöpfer
Wenn man sich dafür interesiert kann man mit einem Klick weiter Infos zu dem Filmchen erhalten.
Dort findet man unter naderem das es sich um einen Wetbewerb "NATIONAL SINGLE MIC CHAMPIONSHIP" ... "at Silver Dollar City" handelt.
Die Kurzrecherche legt schon nahe das es sich um eine Veranstaltung mit anwesenden Publikum handelt, und um weiter zu Spekulieren in einem nicht so kleinen Veranstzaltungsort.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Allein, dass es einen Wettbewerb um den Auftritt mit einem Mikrofon gibt, fügt der Diskusion hier neue Dimensionen hinzu. ;-)
 
Wenn Du Dir mal die Mainstage von diesem Freizeitpark anschaust, wirst Du dort etwas genau in der Art Beschallung finden, wie ich es oben beschrieben habe. :)
 
Zwei Anmerkungen meinerseits zu dem Filmchen
1) ist schon lustig anzusehen wie die da vor dem Mikro „Bäumchen wechsel dich“ spielen, damit der Solist/die Stimme in den, nicht nur optischen, Fokus rückt. Hat auch was für sich. Die Zuseher wissen immer um wen es gerade geht.
2) wie ist dieses doch recht präsente Klatschen des Publikums auf die Aufnahme gekommen? Extra Ambience Mics oder auch über “das Eine“? Und achtet man darauf was mit dem Sound der Band im Vergleich passiert so hat man wohl eine Vorstellung davon, was passiert wenn das ganze nicht konzertant mit meist stillem Publikum stattfindet. Finde ich halt.

ach und kenntwer das verwendete Mikro?
 
Wenn ihr wirklich 7 Leute seid (ich werde aus deiner Aufzählung nicht ganz schlau) dann macht es vielleicht auch Sinn, den Bass über den Verstärker und zwei Micros a 3 Leute. Das habe ich auch schonmal gesehen.

Ich hatte glaube ich anfangs mal erwähnt, dass wir wechselnde Instrumente verwenden, aber das macht auch nicht viel schlauer. Sorry. Also wir sind zu viert. Instrumente ungefähr das doppeltet, aber das spielt ja in der Konstellation keine Rolle.

Der Tipp mit dem üben und den Kopfhörerverstärkern find ich klasse. So hat jeder das akustischen Ergebnis des Steptanzes als Rückmeldung auf den Ohren.
 
Hier die OneMic - the minimalist recording series (verschiedene Beispiele).
Wahnsinn, was mit einem Mikro geht:


 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
... und wenn man die Zeit dagegenrechnet, die man sicherlich zum Lernen braucht, um das SO zu können, dann weiß man auch, weshalb das so selten gemacht wird...

Danke für den Link!
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 3 Benutzer
... nicht zu vergessen dass es schon einen erheblichen Unterschied macht, wenn man einerseits, so wie im Video, das in einem optimierten Raum unter Studiobedingungen macht oder irgendwo „da draußen in der Wildnis“ mit suboptimalen akustischen Bedingungen und einer PA, die auch schon mal ganz gerne Rückkopplungen erzeugt. Und da reden wir noch gar nicht von der Zeit, die es braucht um einen guten ausgeglichenen Sound mit einer Band hinzubekommen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
@henrysdream Wenn ihr Lust habt, könnt ihr gern mal bei mir im Studio (Unna/NRW) vorbeikommen. Ich habe häufiger Bands da, die ich mit einem einzigen (Stereo-) Mikrofon aufnehme.
Auch mit den beiden Bands, wo ich selber musikalisch beteiligt bin, machen wir das sehr gern.
Das ist immer wieder ein Spaß für alle Beteiligten, weil es eben so viel mehr mit Musik und Musikmachen zu tun hat als das ewige einsame Overdubbing.
Ein paar Beispiele kann ich dir gern per PM schicken.
Aber, ist natürlich Studiosituation. Für Live geht es auch, bedeutet aber einige Einschränkungen bezüglich wohin stellen usw.
Für das Publikum, was am liebsten alle Leute von vorn sehen will, ist es dann eher schwierig.
 
Als Inspiration kann man sich auch mal die "American Epic Sessions" anschauen - da ging's um "Studio"-Aufnahmen mit dem Equipment der 1920er-30er (direkt auf Platte geschnitten!), aber geht quer durch alle Amerikanischen Roots-Genres und das Ergebnis ist erstaunlich.

Hier ein krasses Beispiel, gibt ganz ganz viele andere...

 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben