Lizenzfreie Swing-Stücke für Electroswing

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Cysign

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Moin zusammen, ich spiele schon länger mit dem Gedanken, mich mal in Electroswing zu versuchen - tolle Musikrichtung, aber leider ind en letzen jahren wie ausgestorben.
Bisher bin ich Lizenzrecht-Themen immer ausgewichen - aber da es wohl sehr viel altes Songmaterial gibt, bei dem die Lizenzen ausgelaufen sind: Wie finde ich sowas rechtssicher?

Oder bleibt mir da nur der Weg alles von Grund auf neu zu komponieren?
 

Schau nach, ob der Verfasser länger als 70 Jahre verstorben ist.
Wenn ja, bist du auf der sicheren Seite.
 
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  • #3
Mega, danke :)
 

Schau nach, ob der Verfasser länger als 70 Jahre verstorben ist.
Wenn ja, bist du auf der sicheren Seite.
Sind da nicht noch weitere Parameter, die man dringend beachten sollte? Zum Beispiel, welche/wessen Bearbeitung man verwurstet und wer die aktuellen Verwertungsrechte hat?
 
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  • #5
Wie meinst du Bearbeitung? Nen Remix? Ne, ich brauch ja rohes Ausgangsmaterial. Alles Elektronische käme dann dazu passend von mir :)

Ich hab jetzt gelesen, dass mal das Material häufig über Schellackplatten bekommt. Da muss ich dann mal aufm Flohmarkt die Augen aufhalten... oder habt ihr ne kostenlose Bezugsquelle dafür?
 
Ach so, ich hab nur vom Komponisten gesprochen, nicht von Aufnahmen, die man verwendet.

Das muss extra geklärt werden.
 
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  • #7
Weißt du denn zufällig auch, wie es sich da verhält?
 
Also was genau hast du mit wie alten Stücken vor?
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Gerade mit Titeln bei denen die Aufnahme-Rechte bei US-Labels liegen musst du extrem aufpassen.
 
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  • #9
Ich dachte da für Elektroswing an kleine Snippets mit Bläsern oder Klavier oder kure Gesangsparts.
Das Ganze dann mit ner Bassline und Beats untermalen und zu nem neuen Werk zurechtstückeln.
 
  • #10
Wird das weltweit veröffentlicht?

Es geht darum dass wenn auch nur kleinste
1 /1000 Sek. (Oder 1/10.000 sek. gar) Snippets verwendet werden, die zu "Aufnahme-Rechten" us-amerik. Majors gehören, können diese mit KI erkannt werden und es kann zu Regress-Ansprüchen kommen (läuft meist auf eine Einigung hinaus).

Die Disney-Komponisten müssen beispielsweise dagegen eine Versicherung abschließen, die dafür haftet.

Meinst du so etwas?


View: https://youtu.be/A9ECB-rXekU?is=5MnRYVQzpTL2ePNX

Rechte (auch Rechte an den Aufnahmen) im Zweifel vorher klären.

Prominentes Beispiel: Taylor Swift hat ihre ersten Alben Ton für Ton neu eingespielt da sie nicht die Rechte an den Aufnahmen besaß (die sie gern haben wollte).
 
  • #12
Also ein US-Major behält die Rechte vertraglich eigentlich "für immer". 35 Jahre sind nur das gesetzliche Recht, das man sich zurückholen kann - wenn man durchhält und die Formalitäten macht. Deshalb pushen Labels heute auch Klauseln, die Re-Recordings 20-30 verbieten.

Wie es nun bei Remixen aussieht...

Da die Antwortlatenz hier nicht so doll ist und wir keine Rechtsberatung machen dürfen, solltest du dich an einen Fachanwalt wenden oder dich direkt mit dem Rechteinhaber vor Veröffentlichung einigen.
 
  • Ersteller
  • #13
Ne, das ist mir zu stressig.
Dann hör ich lieber so lange Electroswing, bis ich mir passende Musikbausteine selber neu komponieren kann ;)
 
  • #14
...ich spiele schon länger mit dem Gedanken, mich mal in Electroswing zu versuchen...
Nun, ein recht weites Feld... ;)
Und die Frage ist auch, auf welchem Level du das durchziehen möchtest, welche Erfahrungen du bereits hast etc.

Wenn ich dich recht verstanden habe (entsprechend deines Soundbeispieles) geht es ja um letztlich um Producing mit Swing-Samples anstatt um Remixing.

Nun, ich persönlich würde die Sache wohl zweigeteilt angehen:
Privat kannst du - um das mal vorsichtig zu formulieren - machen was du willst, weil es schließlich keine Kontrollinstanz gibt.

Und: Du kannst dir deine Mixing- bzw. Producingfähgkeiten, die du halt brauchst um öffentlichen Sektor Erfolg zu haben, in der Basis nur privat erarbeiten. Und wenn du dann gut genug bist kannst halt damit in die Öffentlichlkeit.

Und dann ist es zwangläufig nötig, sich rechtlich abzusichern.
Die meisten Electro-Swing-DJ's arbeiten mit Labeln zusammen, eine ganz pragmatische Übereinkunft....
 
  • Ersteller
  • #15
Ich beabsichtige damit schon in 1-2 Jahren auf nem Festival live Musik zu machen.
Von daher will ich erst gar nicht mit Sampeln anfangen, die mich in die Hölle bringen ;)

Klar, was ich damit zu Hause erstmal ausprobiere, juckt niemanden. Aber mir gehts explizit darum, sowas von vornherein sauber aufzuziehen, damit ich wenns klappt auch mal nen kleineren Club-Gig bis dahin mitnehmen kann.

Erfahrungen hab ich mit sowas bisher nicht. Ich bin eher n Multi-Insturmentalist. Alles n bisschen, nichts perfekt.
Zu Hause switche ich durch die Instrumente - aber das ist für live keine Option für mich. Da brauche ich ein kleines Setup (das könnte entweder mit vorproduzierten Tracks in der opensource-Software Mixxx mit nem Reloop Terminal Mix 8 werden oder eben verschiedene Synthesizer + Sampler).
 
  • #16
Ah, ok. In 1-2 Jahren Livemusik klingt zwar ambitioniert, aber es ist gut, richtige (d.h. handfeste) Ziele zu haben....

Was spricht denn dagegen, mal ordenliche Demos zu produzieren und an entsprechende Electro-Swing-Labels zu schicken (die dich im Idealfall auch gut vermarkten können) und damit letzlich auch die Frage der entsprechenden Rechte zu delegieren?
 
  • Ersteller
  • #17
Das wär natürlich ne Idee. Aber dafür muss ich ja erstmal was haben - im Idealfall lizenzfrei/kostenlos.
Daher frage ich mich ja, wie das genau abläuft :)

Mit delegieren meinst du, dass ich mich dann aufs Musikmachen konzentriere und ein Label klärt das mit den Lizenzen?
Ich hab mich noch nie mit Labels befasst...in meiner Vorstellung waren die früher hauptsächlich für die Vorfinanzierung von Studiosessions und Merch nötig (brauch ich beides nicht). Aber die Papierarbeit auszulagern ist natürlich ne nice Idee.
 
  • #18
Eigen-Label ist meist besser. Die Labels wollen bis 85 % der Verlagsrechte.

Für Vertrieb z.B. record jet

Für den deutschen Markt von einem Vertriebs-Agenten beraten lassen der sich auskennt (2-3 Stunden online-coaching).

Für den italienischen Markt extra wen suchen.

Aber das ist Schritt 10 vor dem ersten.

Und ja, das IST stressig.
 
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